Rhein - Zeitung - Berichte  Rheinlandliga Saison 2009 / 2010
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FC Blau Weiß Karbachvs.Trier Tarforst10.12.2011  FC Karbach - Trier Tarforst 2 - 1 (2 - 1)

Karbach geht als Vierter in die Winterpause

Fußball-Rheinlandliga Dritter Sieg auf dem Hartplatz – Bernd und Reiner treffen zum 2:1 gegen Trier-Tarforst


Von unserem Mitarbeiter
Armin Bernd
M Karbach. Für Fußball-Rheinlandligist FC Karbach bleibt der Hartplatz auf dem Quintinsberg eine optimale Spielstätte: Auch das dritte Spiel auf dem Ausweichplatz endete mit einem Heimsieg für die Vorderhunsrücker, die den FSV Trier-Tarforst mit 2:1 (2:1) bezwangen, zu Hause ungeschlagen blieben (sieben Siege, drei Remis) und mit 34 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz überwintern.
Bereits nach 100 Sekunden gab es in der munteren Partie den ersten Aufreger, denn nach einem Foulspiel von FSV-Verteidiger Christopher Cartus an Karbachs Oskar Feilberg zeigte Schiedsrichter Ronny Jäckel auf den Elfmeterpunkt. In der Aktion zuvor hätte Jäckel auch Stürmerfoul pfeifen können, aber die folgende Elfmeterentscheidung war durchaus korrekt, weil Feilberg definitiv getroffen wurde. Das sah man auf der Gästebank völlig anders. Karbachs Mirko Bernd jedenfalls verwandelte den Strafstoß souverän ins linke untere Eck zum frühen 1:0 (3.).
Schon fünf Minuten später hatten die Moselaner eine große Ausgleichschance, aber die prima Vorarbeit von David Schmitz verwertete Florian Weirich nicht. Besser zielte danach dessen Mannschaftskollege Thorsten Oberhausen: Einen Freistoß aus 22 Metern zirkelte dieser flach an der Karbacher Mauer vorbei, bevor der Ball im Netz zum 1:1 landete (12.). Bei diesem schönen, aber nicht unhaltbaren Schuss gab der ansonsten gut haltende FCK-Keeper Lukas Schmitt keine gute Figur ab.
Nach einer halben Stunde kamen die Karbacher immer besser ins Spiel und hatten einige Möglichkeiten. So musste Gästetorwart Markus Schwind beim Volleyschuss von Sanel Rahic sein Können zeigen (17.) und Benjamin Reiners Kopfball nach schöner Feilberg-Vorarbeit flog knapp am Tor vorbei (25.). Mit dem besten Angriff des Tages kamen die Gastgeber aber noch vor der Pause zur erneuten Führung: FCK-Kapitän Patrick Schmidt legte nach seinem dynamischen Antritt den Ball Feilberg in den Lauf, der nach kurzem Sprint überlegt nach innen passte, wo Reiner aus 13 Metern knallhart abzog und diese perfekte Kombination zum unhaltbaren 2:1-Pausenstand abschloss (42.).
Nach dem Wechsel zeigten die Moselaner nur noch wenig, Karbach legte im fünften Spiel innerhalb von 14 Tagen nochmals zu und hatte mehrfach die Gelegenheit zum 3:1. Aber Rahic (46.), Feilberg (62.), der Joker Dogan Cevik (64.) und Tobias Schinnen (77.) konnten bei teils hundertprozentigen Chancen Schwind nicht überwinden – es blieb beim 2:1.
FCK-Coach Torsten Schmidt war das am Ende – zumindest fast – egal: „Das war ein hochverdienter Sieg. Wir waren überlegen und hatten auch mehr Möglichkeiten. Beim 1:0 war es ein klarer Elfmeter und das 2:1 war wirklich eine Klassekombination – tolle Dynamik, gute Übersicht und prima Abschluss. In der zweiten Halbzeit war es ein Spiel auf ein Tor, nur unsere Chancenausverwertung ist verbesserungsfähig.“
Trier-Tarforsts Trainer Heinz Toppmöller, älterer Bruder des ehemaligen Bundesliga-Trainers Klaus Toppmöller, sah im Unparteiischen den Schuldigen und auch sonst einiges anders als die meisten der 235 Zuschauer: „Der Elfmeter war unberechtigt, danach hat der Schiedsrichter die Kontrolle über das Spiel verloren und immer gegen uns gepfiffen. Ein Unentschieden wäre verdient gewesen.“


FC Karbach -
FSV Trier-Tarforst2:1 (2:1)
Karbach: Schmitt – Junk (89. Eberhardt), Felgner, Hammes, Schmidt, Rahic (59. Cevik), Feilberg, Reiner (85. David), Schinnen, Puttkammer, Bernd.
Trier-Tarforst: Schwind – Castello, Lay, Oberhausen, Krugmann, Zimmermann, Cartus (46. Wick), T. Spruck, Jahn (74. Hammou), Weirich, Schmitz (57. N. Spruck).
Schiedsrichter: Ronny Jäckel (Mayen).
Zuschauer: 235.
Tore: 1:0 Bernd (3., Foulelfmeter), 1:1 Oberhausen (12.), 2:1 Reiner (42.).
Beste Spieler: Feilberg, Bernd – Weirich.


Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 12. Dezember 2011

 


FCK: Rotsünder Ströter hat schon Winterpause

Rheinlandliga Karbach empfängt am heutigen Samstag zum Jahresabschluss Trier-Tarforst –
Sven Jakobs und Dogan Cevik verlassen Verein

M Karbach. Letzter Aufgalopp für den FC Karbach im Jahr 2011: Der Fußball-Rheinlandligist empfängt vor der zehnwöchigen Winterpause am heutigen Samstag um 14.30 auf dem Quintinsberg den FSV Trier-Tarforst. Im neuen Jahr muss Karbach zum ersten Mal am 19. Februar in Bad Breisig ran.
Dann darf wieder Chris Ströter mitwirken. Der langjährige Oberliga-Kicker wurde für seine Rote Karte am Sonntag in Mülheim-Kärlich (0:3) für zwei Pflichtspiele gesperrt. Dank des Pokalspiels am Mittwoch (4:0 in Andernach) hat Ströter die Hälfte der Sperre bereits abgebrummt. „Das Foul von Chris war halb so wild. Schade, dass für ihn schon Winterpause ist“, meinte Trainer Torsten Schmidt – wohl wissend, dass die Mindeststrafe für „rohes Spiel“ bei zwei Pflichtspielen liegt.
Auf Ströters Position im defensiven Mittelfeld spielt wie im Pokal Patrick Schmidt. Mit Routinier Mirko Bernd bildete der Kapitän eine starke „Doppelsechs“. Jan Hammes rückte deswegen in die Innenverteidigung neben Andy Felgner. „Das belassen wir auch so“, sagt Trainer Schmidt. Der Grund: Kapitän Schmidt hat nach seiner fünfwöchigen Verletzungspause und einer sechswöchigen Sperre weitaus mehr Kraftreserven als Allrounder Hammes, der bis auf eine Ausnahme alle Partien mitgemacht hat. Insgesamt gehen einige Karbacher „allmählich auf dem Zahnfleisch“, wie Schmidt erkannt hat. Immerhin steht gegen Trier-Tarforst das fünfte Spiel innerhalb von 14 Tagen für den FCK an.
Mit einem Sieg würde der Tabellensechste Karbach im oberen Drittel überwintern. Im kompletten Kalenderjahr 2011 holte Karbach in 35 Ligaspielen satte 66 Punkte. Mit der Ausbeute wäre man in den vergangenen acht Jahren immer unter den Top Vier im Verbandsoberhaus gelandet. „Ich bin mit dem gesamten Jahr 2011 sehr zufrieden“, sagt Trainer Schmidt.
2012 werden sich beim FCK einige Dinge ändern – hauptsächlich beim Personal. Zwei Abgänge stehen mittlerweile fest: Sven Jakobs und Dogan Cevik verlassen den Klub im Winter. „Beide gehen“, sagt der FC-Vorsitzende Daniel Bernd, der sich momentan in den Ablöseverhandlungen mit den aufnehmenden Klubs befindet: Der torgefährliche Defensivmann Jakobs (in der Vorsaison zwölf Treffer) kehrt nach zweieinhalb Jahren zum Bezirksligisten FC Metternich zurück, der Linksaußen Cevik verlässt den FCK nach eineinhalb Jahren und wechselt zum Koblenzer A-Klässler Anadolu Spor, für den Cevik vor Jahren schon mal die Schuhe schnürte. Wenn Karbachs finanzielle Forderungen erfüllt werden, sind Jakobs und Cevik ab dem 1. Januar für ihre neuen Klubs spielberechtigt. „Wir werden die beiden ersetzen“, verspricht Bernd und kündigt für die kommende Woche den ersten Neuzugang an – und zwar einen „flexiblen Mittelfeldspieler“. Mehr wollte Bernd noch nicht verraten.
Zurück zum heutigen Match gegen Tarforst: Die Gäste belegten in der Vorsaison als Aufsteiger einen starken fünften Platz. Der Start in diese Runde verlief katastrophal: Nach vier Spielen und vier Pleiten warf Ex-Profi Dirk Fengler das Handtuch. Sein Nachfolger Heinz Toppmöller hat den Klub mit 22 Punkten aus 14 Spielen aus dem Tabellenkeller geführt. Momentan hat Tarforst sieben Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz 16. „Tarforst hat eine super Saison hinter sich. Ist doch klar, dass das zweite Jahr immer schwerer ist, aber sie haben sich gefangen und werden mit dem Abstieg bestimmt nichts zu tun haben“, sagt FCK-Coach Schmidt, der zum Jahresabschluss fest von einem Heimsieg auf dem Hartplatz ausgeht. Fraglich ist noch der Einsatz von Offensivmann Alex Singer (Fußverletzung).bon


Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Samstag, 10. Dezember 2011

Mülheim Kärlichvs.FC Blau Weiß Karbach04.12.2011  Mülheim Kärlich - FC Karbach 3 - 0 (2 - 0)

Mülheim-Kärlich entzaubert den FC Karbach

Rheinlandliga SG gewinnt das Verfolgerduell mit 3:0 – Chris Ströter sieht Rot nach Frustfoul


M Mülheim-Kärlich. So hatte sich Wilfried Zils, der Sportliche Leiter des Fußball-Rheinlandligisten SG Mülheim-Kärlich, den gestrigen Sonntag gewiss vorgestellt. Während im nahen Koblenz eine Luftmiene aus dem zweiten Weltkrieg entschärft wurde, legte die SG 2000 eine Bombenleistung hin und fertigte den FC Karbach auch in der Höhe verdient mit 3:0 (2:0) vom Platz. Durch den Sieg zog Mülheims Trainer Marco Wagner mit seiner Elf an den Hunsrückern nebenbei auch noch in der Tabelle vorbei.
„Wir waren von Beginn an engagiert“, sagte Zils, der bereits in der Anfangsphase ein gutes Gefühl hatte. Und sein Team erwischte auch einen Traumstart. nach einer Viertelstunde hatte Mülheims Marko Sasic für die vermeintliche Führung der Hausherren gesorgt, der Ball zappelte im Netz. Schiedsrichter Florian Fochs aus Betzdorf hatte bereits zum Anstoßkreis gezeigt, ehe ihn sein Assistent auf eine Abseitsstellung aufmerksam machte. Wenig später musste Mülheims Schlussmann Michael Wall bei einem Schuss von Oscar Feilberg sein ganzes Können aufbieten, um den Ball spektakulär aus dem Giebel zu fischen. „Das hat uns aber nicht beeindruckt, die anschließende Führung hatten wir uns verdient“, sagte Zils. Timo Theisen war es, der mit einem Freistoß für das 1:0 sorgte (34.). Christian Wiersch legte noch vor dem Seitenwechsel zum 2:0 (40.) nach und brachte sein Team in die Spur.
Nach der Pause wurde es hitzig: An der Außenlinie kam es beim Kampf um den Ball zu einem Gerangel zwischen Karbachs Feilberg und Mülheims Trainer Wagner. Der musste im Anschluss den Innenraum verlassen, zeigte sich aber einsichtig: „Ich habe mich da nicht richtig verhalten. Nach dem Spiel haben wir uns aber umarmt, damit war die Sache vom Tisch.“
Mit einer längeren Sperre wird hingegen FCK-Spieler Chris Ströter rechnen müssen, der nach einem Foulspiel Rot sah (60.). Dabei wird auch der Frust eine Rolle gespielt haben, denn eine Minute zuvor hatte Wiersch, nach starker Vorarbeit des überragenden Martin Weber, mit seinem zweiten Treffer das 3:0 erzielt.
Karbachs Trainer Torsten Schmidt sagte: „Die etwas bessere von zwei schwachen Mannschaften hat gewonnen. Die Mehrzahl der 300 Zuschauer waren aus Karbach. Meine Jungs müssen sich da mal fragen, ob sie alles investiert haben. Die Rote Karte für Ströter passt zu dem Tag, obwohl ich die Entscheidung für überzogen hielt.“

Karbach: Bauer – Junk, Schmidt, Feilberg (61. Cevik), Reiner, Felgner, Ströter, Singer (53. Bernd), Puttkammer, Schinnen, Hammes.


Nächste Aufgabe für Karbach: am Mittwoch (20 Uhr) im Rheinlandpokal bei der SG 99 Andernach.dag/bon


Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 5. Dezember 2011


 

Karbach fährt mit Hammes nach Mülheim

Rheinlandliga Defensivmann ist wieder dabei – Meinungsverschiedenheit zwischen beiden Trainern vor Verfolgerduell

M Karbach. Verfolgerduell in der Fußball-Rheinlandliga: Der Tabellenvierte FC Karbach (31 Punkte) spielt am Sonntag (14.30 Uhr) beim Fünften SG Mülheim-Kärlich (30 Zähler). Beide Klubs haben sich in den vergangenen Wochen wieder an die Tabellenspitze herangepirscht. Nach dem 3:2 am Mittwoch gegen den Zweiten SV Mehring beträgt Karbachs Rückstand auf Tabellenführer Rot-Weiß Koblenz nur noch sechs Zähler.
„Wir sind wieder in Schlagdistanz“, hatte Karbachs Coach Torsten Schmidt direkt nach dem starken Auftritt gegen Mehring verkündet. Für Mülheim-Kärlichs Trainer Marco Wagner ist der FCK immer ein Meisterschaftskandidat gewesen: „Karbach hat in dieser Saison nochmals aufgerüstet und zählt ohne Zweifel mit seinen exzellenten Einzelspielern zum Besten, was die Liga zu bieten hat.“ Wobei Wagner aber auch erwähnt, dass „sie sicher bislang hinter ihren Erwartungen zurückgeblieben sind – auch wenn sie das wohl niemals sagen werden“.
Das macht Schmidt auch nicht, er dreht den Spieß lieber um: „Vielleicht hat Wagner von den Mülheimer Erwartungen gesprochen. Die Erwartungen der anderen sind irgendwie andere als unsere.“ Und was erwartet Schmidt von Mülheim-Kärlich? „Das Gesamtkonzept von Mülheim ist doch nicht auf Rheinlandliga ausgelegt, sondern ganz klar auf Oberliga.“
Nicht nur wegen diesen Meinungsverschiedenheiten erwartet Wagner auch am Sonntag wie immer ein emotionsgeladenes Spiel zwischen der SG und dem FCK. „Keine Frage, die sportliche Rivalität ist groß. Der gegenseitige Respekt wird aber vorhanden sein“, sagt Wagner, dessen Spieler derzeit voll bei der Sache sind. „Es ist Zug im Training, denn jeder will am 17. Dezember in der Startformation stehen“, sagt Wagner. Dann spielt Mülheim im Rheinlandpokal gegen Regionalligist TuS Koblenz.
Karbach muss schon am Mittwoch wieder ran – im Pokal geht es zum Bezirksligisten SG Andernach. Es wird die zweite englische Woche in Folge. „Es ist gut möglich, dass ich dem einen oder anderen schon in Mülheim eine Pause gebe“, sagt Schmidt. Zumal Stammspieler Jan Hammes wieder da ist. Gegen Mehring fehlte der Defensivmann. „Es wird sich zeigen, ob wir für Hammes einen Platz haben“, sagt Schmidt. Eventuell lässt er seinen zuletzt immer von Anfang an spielenden 39-jährigen Co-Trainer Mirko Bernd durchschnaufen. Schmidts Ziel: „Wir sind einen Punkt vor der SG – und das soll auch so bleiben.“bon


Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Samstag, 3. Dezember 2011

FC Blau Weiß Karbachvs.SV Mehring30.11.2011  FC Karbach - SV Mehring 3 - 2 (2 - 0)

Der Quintinsberg bebt nach Felgners Freistoß-Kunstwerk

Fußball-Rheinlandliga Karbach schlägt Mehring mit 3:2 und verdirbt den Moselanern die Herbstmeisterschaft – FCK vor der Pause überragend
Von unserem Redakteur
Michael Bongard


M Karbach. Der FC Karbach hat die Hinrunde in der Fußball-Rheinlandliga als Tabellenvierter abgeschlossen. Im Nachholspiel bezwang der FCK den Tabellenzweiten SV Mehring hochverdient mit 3:2 (2:0). Mit einem tollen Freistoßtor brachte Andreas Felgner den Quintinsberg zum Beben.
In der 85. Minute zog Karbachs Trainer Torsten Schmidt seinen Joker: Sven Jakobs kam aufs Feld und sprintete direkt Richtung gegnerisches Tor. Jakobs' Torgefährlichkeit nach Standardsituationen ist weitläufig bekannt. Und es gab einen Freistoß für Karbach in halblinker Position, gut 25 Meter vom Tor entfernt. Viele Schützen hätten sich für eine Flanke entschieden, vor allem, weil Jakobs auch deswegen eingewechselt wurde und am Sechszehner schon mit den Hufen scharrte. Doch Andreas Felgner war das ziemlich egal. Der Innenverteidiger lief an, schoss aufs Tor, der stark angeschnittene Ball klatschte gegen den linken Innenpfosten – und von dort ins Netz (85.).
Es war ein zauberhafter Freistoßtreffer, nach dem es auf dem Quintinsberg kein Halten mehr gab. Fast ekstatisch feierte der FC mit seinen Anhängern an der Außenlinie das 3:2. „Der Moment war einfach riesig“, sagte Matchwinner Felgner. „Meinetwegen könnten wir die ganze Saison auf dem Hartplatz spielen. Die Atmosphäre ist einfach toll.“ Vor allem nach Felgners Freistoß-Kunstwerk. Der 24-Jährige, der vor der Saison aus der B-Klasse Koblenz (SG Augst) kam, aber schon für Roßbach in der Oberliga kickte, ist ein wahrer Spezialist bei ruhenden Bällen. „Das war mein fünftes Freistoßtor in dieser Saison“, erzählte Felgner von seiner Traumquote: Davor traf er zweimal gegen Stadtkyll (5:0) und je einmal gegen Koblenz II (4:1) und Linz (2:1). „Das ist eine unglaubliche Qualität, die er da hat“, staunt auch Schmidt über Felgners Künste, die nicht von ungefähr kommen – wie er sagt: „Früher habe ich das tatsächlich oft trainiert.“
Das Siegtor war das Endprodukt des förmlich spürbaren Karbacher Siegeswillens – und die Antwort auf zwei Mehringer „Zufallsprodukte“, wie Trainer Schmidt die beiden Treffer der Moselaner nannte. Mit der ersten Chance nach 58 Minuten verkürzte der SVM durch Sven Simon auf 1:2, mit der zweiten Möglichkeit glich Sebastian Ting zum 2:2 nach 76 Minuten aus. Zweimal herrschte pure Konfusion in der Karbacher Hintermannschaft. Es waren die einzigen Schönheitsfehler an diesem starken FCK-Abend.
Was Karbach vor der Pause ablieferte, war überragend – und selbst für den Vorsitzenden Daniel Bernd „die beste Halbzeit unserer Vereinsgeschichte“. Der Tabellenzweite Mehring, dem ein Remis zur Herbstmeisterschaft gereicht hätte, wusste nicht, wie ihm geschah. „So schlecht haben wir noch nie ausgesehen“, sagte Mehrings Coach Wolfgang Hoor. „Wir konnten froh sein, dass wir nur 0:2 hinten gelegen haben.“ Bis zur 21. Minute hatte der FCK schon sieben (!) dicke Torchancen. „Wir kamen mit dem Hartplatz und der Karbacher Spielweise überhaupt nicht zurecht“, sagte Hoor. Sein Kollege Schmidt war begeistert: „Wir haben Mehring früh gestört, das hat super geklappt. Das einzige Manko war, dass es nur 2:0 stand.“
Das 1:0 markierte Benjamin Reiner mit einem Drehschuss nach einer Ecke von Alex Singer (11.). Reiner beendete damit seine siebenwöchige Flaute. Beim 2:0 lief der erneut bärenstarke Oscar Feilberg der Mehringer Abwehr einfach davon – brillant eingesetzt vom überragenden Singer (17.). Singer war es auch, der kurz nach dem Mehringer 2:2 aus zentraler Position mit einem Freistoß aus 20 Metern um Haaresbreite scheiterte (79.). Sechs Minuten später machte es Andreas Felgner besser – und brachte den Quintinsberg mit seinem Freistoßtreffer zum Beben.

Karbach: Bauer – Puttkammer, Schmidt, Felgner, Junk, Bernd (88. Rahic), Ströter, Feilberg, Singer (84. Jakobs), Schinnen (90. Cevik), Reiner.
Mehring: Hank – Eifel, Kohl, Lorig (64. Noske), Emmerich, Weinberg, Ting, Schuh, Lorenz (79. Kön), Simon, Boussi.
Schiedsrichter: Benedikt Kempkes (Kruft); Zuschauer: 223.
Tore: 1:0 Reiner (11.), 2:0 Feilberg (17.), 2:1 Simon (58.), 2:2 Ting (76.), 3:2 Felgner (85.).
Beste Spieler: Felgner, Singer, Feilberg – Fehlanzeige.
Nächste Aufgabe für Karbach: am Sonntag (14.30 Uhr) in Mülheim.


Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Freitag, 2. Dezember 2011


FCK: Schmidt feiert Comeback, Cevik will weg

Fußball-Rheinlandliga Mittwoch gegen Mehring

M Karbach. Dem SV Mehring (2. Platz, 36 Punkte) reicht morgen Abend im Nachholspiel beim FC Karbach (6. Platz, 28 Punkte) ein Unentschieden, um die Herbstmeisterschaft in der Fußball-Rheinlandliga zu erringen. Anstoß auf dem Hartplatz ist um 20 Uhr.
Dann wird FC-Kapitän Patrick Schmidt zum ersten Mal nach seiner Rotsperre wieder in der Rheinlandliga auflaufen. Schmidt feierte sein Comeback bereits am Sonntag in der B-Klasse: Beim 4:2 der FCK-Reserve gegen Türkgücü Simmern spielte Schmidt Innenverteidiger. Auch morgen gegen Mehring rückt der Ex-Koblenzer ins Abwehrzentrum neben Andreas Felgner und ersetzt Jan Hammes, der in Berlin weilt.
Trainer Torsten Schmidt dementierte übrigens, dass der FCK Ausschau nach einem Innenverteidiger hält: „Wir suchen keinen für die Abwehr. Hammes und Felgner haben ihre Sache bisher gut gemacht, obwohl man Größe nicht ersetzen kann.“ Schmidt hofft, dass David Eberhardt (Meniskusverletzung) im neuen Jahr wieder zur Verfügung steht. Der andere etatmäßige Innenverteidiger Sven Schindel (Kreuzbandriss) fällt dagegen die ganze Saison aus.
Ob 2012 Sven Jakobs und Dogan Cevik noch in Karbach sind? „Beide haben aus beruflichen Gründen den Wunsch geäußert, uns zu verlassen“, sagt Schmidt, der beide ungern ziehen lassen würde: „Wir entscheiden darüber, wer geht oder nicht. In der Winterpause ist es nicht einfach, Leute zu ersetzen – und vor allem nicht zwei Rheinlandliga-Spieler.“ Jakobs wird mit seinem Ex-Klub Metternich in Verbindung gebracht, der Koblenzer A-Ligist Anadoluspor hat wegen Cevik beim FCK schon angefragt.
Das abwanderungswillige Duo sitzt wie beim 3:1 gegen Morbach auch gegen Mehring zuerst auf der Bank. „Es gibt keinen Grund, etwas zu ändern nach der guten Leistung“, sagt Schmidt. Die Ausnahme ist der beschriebene Wechsel Jan Hammes gegen Patrick Schmidt. Und auch im Tor könnte es einen Tausch geben: Wenn die Muskelverletzung bei Lukas Schmitt (humpelte nach 71 Minuten gegen Morbach vom Platz) nicht zu „100 Prozent“ (Schmidt) ausgeheilt ist, steht Florian Bauer zwischen die Pfosten.
Info zu SV Mehring: Der Tabellenzweite hat auswärts noch kein Spiel verloren (fünf Siege, zwei Remis) und vor einer Woche im Pokal den Regionalligisten Eintracht Trier beim 2:4 nach Verlängerung am Rande einer Niederlage gehabt. Vor zwei Tagen gewann der SVM mit 3:2 in Bad Breisig. „Die Mehringer haben nicht umsonst das Saisonziel Meisterschaft ausgerufen“, sagt Torsten Schmidt. „Das wird morgen eine sportlich heiße Auseinandersetzung geben. Wir sind daheim ungeschlagen, das wollen wir auch bleiben.“ Karbach hat von acht Heimspielen fünf gewonnen.bon

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Dienstag, 29. November 2011

FC Blau Weiß Karbachvs.SV Morbach26.11.2011  FC Karbach - SV Morbach 3 - 1 (1 - 1)

Feilberg: „Oscar-reife“ Leistung bei Hartplatz-Premiere

Fußball-Rheinlandliga Der FC Karbach schlägt den SV Morbach mit 3:1 – Offensivmann mit Doppelpack – Roman Theise darf nicht mitwirken

Von unserem Redakteur
Michael Bongard
M Karbach. Dem FC Karbach ist die Hartplatz-Premiere auf dem Quintinsberg gelungen: Zum ersten Mal spielte der Fußball-Rheinlandligist vor eigenem Publikum auf Asche und gewann mit 3:1 (1:1) gegen den SV Morbach. Mann des Abends war Oscar Feilberg mit zwei Toren.
Überraschende Personalentscheidungen beim Gast: Morbachs Trainer Rainer Nalbach zog Konsequenzen aus dem schwachen Auftritt gegen Mülheim-Kärlich (0:3) und verbannte Torwart Sascha Elß (kam vom SV Oberkirn), Kapitän Oleg Tintor und den Kappeler Roman Theise auf die Bank. Während Tintor noch 34 Minuten mitwirken durfte, kam Theise über den Status des Warmlaufens nicht hinaus. Man gewann den Eindruck, dass sich Theises Zeit in Morbach allmählich dem Ende entgegen neigt.
Der Bärenbacher Christopher Wild lief dagegen wie immer von Beginn an für Morbach auf. Auf seiner rechten Abwehrseite hatte der 19-Jährige große Probleme mit einem Ex-Kamerad aus Jugendzeiten bei TuS Koblenz: Karbachs Oscar Feilberg narrte Wild das eine oder andere Mal und war auch sonst von keinem Morbacher in den Griff zu bekommen. Nach 23 Minute setzte Feilberg seine erste Duftmarke, als er eine Flanke von Alex Singer zum 1:0 einköpfte. Vier Minuten später war Feilberg ganz nah dran am 2:0, doch der beste Morbacher, Torwart Kevin Greweling, bekam beim 16-Meter-Schuss noch die Finger an den Ball. „Man hat die Morbacher Verunsicherung am Anfang gemerkt“, meinte FC-Coach Torsten Schmidt.
Doch nach 31 Minuten waren die Gäste urplötzlich im Spiel: Timo Rosner köpfte eine Freistoßflanke von André Thom ungehindert aus fünf Metern ein. Beim 1:1-Ausgleich offenbarte sich derzeit Karbachs größte Schwäche: Bei Standardsituationen fehlen die kopfballstarken, aber langzeitverletzten Innenverteidiger David Eberhardt und Sven Schindel an allen Ecken und Enden. Die Vertreter und eigentlichen Mittelfeldspieler Jan Hammes und Andreas Felgner sind eine Notlösung. „Keine Frage, uns fehlt die Stabilität in der Abwehrzentrale“, sagt Schmidt, der nach einem Innenverteidiger Ausschau hält. Auf dieser Position wird der FCK im Winter nachlegen.
Felgner und Hammes waren auch in der 37. und 38. Minute nicht im Bilde, als Eloy Campos zwei hochkarätige Chancen ausließ. Das ist normalerweise nicht die Art des zuverlässigsten Rheinlandliga-Torjägers der vergangenen Jahre. Innerhalb von 60 Sekunden schoss Campos zweimal aus bester Position neben das Tor. „Wir haben Morbach zu den Chancen eingeladen, da hatten wir Glück“, sagte Schmidt.
Der Coach fand die richtige Taktik in der Pause und stellte auf zwei Stürmer um. Feilberg rückte von Linksaußen zu Benjamin Reiner ins Angriffszentrum und benötigte vier Minuten in Durchgang zwei, um mit seinem zweiten Tor des Tages das 2:1 für den FCK zu schießen. Rechtsverteidiger Maximilian Junk hatte mustergültig vorgelegt, Feilberg startete durch und schloss überlegt ab (49.).
Und auch beim 3:1 in der 54. Minute hatte Feilberg seine Füße im Spiel. Nach seiner tollen Flanke scheiterte der erneut glücklose, aber trotzdem gut spielende Reiner aus Nahdistanz an SVM-Keeper Greweling, doch Tobias Schinnen drückte den Abpraller über die Linie. Karbach brachte den Vorsprung locker über die Zeit, ein Morbacher Aufbäumen war nach dem Doppelschlag kaum zu erkennen.
Einziger Wermutstropfen für den FCK: Torwart Lukas Schmitt zerrte sich und musste nach 71 Minuten vom Feld, Florian Bauer ersetzte ihn. Schmitt wird wohl am Mittwoch fehlen, wenn der SV Mehring zum Nachholspiel auf den Quintinsberg kommt. Dann wird dem FCK sicherlich mehr abverlangt als bei der gelungenen Hartplatz-Premiere gegen Morbach.

FC Karbach -
SV Morbach3:1 (1:1)
Karbach: Schmitt (71. Bauer) – Junk (90. J. Krohn), Hammes, Felgner, Puttkammer, Ströter, Bernd, Feilberg, Singer (72. Jakobs), Schinnen, Reiner.
Morbach: Greweling – Wild, Krebs, Petry, Begass, Klären (56. Tintor), H. Weber, Thom, J. Weber (68. Knöppel), Rosner, Campos.
Schiedsrichter: Sören Müller (Oberneisen).
Zuschauer: 185.
Tore: 1:0 Feilberg (23.), 1:1 Rosner (31.), 2:1 Feilberg (49.), 3:1 Schinnen (54.).
Beste Spieler: Feilberg, Schinnen, Junk – Greweling.
Nächste Aufgabe für Karbach: am Mittwoch (20 Uhr) daheim gegen den SV Mehring.


Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 28. November 2011


FCK: Schmitt hütet für Bauer den Kasten

Fußball-Rheinlandliga Karbach spielt am heutigen Samstag gegen launische Morbacher – Kapitän muss immer noch zugucken

M Karbach. Der FC Karbach hat vor der Winterpause noch ein strammes Programm zu absolvieren: Für den Fußball-Rheinlandligisten stehen in den nächsten 14 Tagen 5 Pflichtspiele an. Den Anfang macht das Heimspiel am heutigen Samstag (18 Uhr) gegen den SV Morbach – wenn kein Nebel aufzieht.
Der Dunst sorgte für die Absagen vor zwei Wochen gegen Mehring in der Liga und am Mittwoch im Pokal in Andernach. Ein Leidtragender der Spielausfälle ist übrigens Karbachs Kapitän Patrick Schmidt: Er sah am 22. Oktober in Malberg Rot und wurde für vier Begegnungen gesperrt. Durch die Absagen muss Schmidt immer noch zuschauen, gegen Morbach allerdings zum letzten Mal – wenn denn kein Nebel aufzieht.
Gegen Mehring dürfte Schmidt am Mittwoch wieder ran. Die Partie bleibt auf den 30. November terminiert. Dagegen wurde die zwei Tage später angesetzte Begegnung in Mülheim-Kärlich auf Sonntag, 4. Dezember, verlegt – unter Mithilfe der Mülheimer und dem Spielleiter Hans Christmann, mit dem sich Schmidt vor einer Woche noch in der Wolle hatte. „Wir und Mülheim haben die Verlegung eingefädelt, Hans Christmann hat es vollendet“, schlägt Trainer Torsten Schmidt versöhnlichere Töne als vor einer Woche an: „Schön, dass ich als Trainer zum Nachdenken anregen konnte.“ Zuerst sollte Karbach innerhalb von 48 Stunden gegen Mehring und in Mülheim spielen, jetzt liegen drei freie Tage dazwischen. Die weiteren FC-Termine vor dem Winter: Am Mittwoch, 7. Dezember, steht das Nachholspiel im Pokal beim Bezirksligisten Andernach an. Am Samstag, 10. Dezember, beschließt das Heimspiel gegen Trier-Tarforst das Karbacher Jahr 2011 – wenn denn kein Nebel aufzieht.
Klarer sind die Verhältnisse im Karbacher Kader: Torsten Schmidt lässt die gleiche Elf ran wie beim 2:1 in Linz – mit zwei Ausnahmen. Das Tor hütet Lukas Schmitt, Florian Bauer muss auf die Bank. Weil er beim Gegentor in Linz patzte? „Nein“, wiegelt Schmidt ab. „Er hat gut gehalten, nur in dieser Woche wegen Prüfungen nicht trainieren können. Lukas war immer da – und deshalb spielt Lukas. Die beiden sind sowieso auf einem Level.“ Nachholbedarf hat dagegen Benjamin Reiner. Der Stürmer steckt in einem Loch, zuletzt saß er nur auf der Bank. Sanel Rahic, der unter der Woche krank war, muss nun mit selbiger vorlieb nehmen. Gegen Morbach darf sich Reiner, der in der Vorsaison für Emmelshausen 34 Tore in der Bezirksliga schoss, also von Beginn an zeigen – wenn denn kein Nebel aufzieht.
Dicke Luft herrscht derweil im „Hinterland“ des Hunsrücks. Morbach gewann zwar im Pokal mit 2:1 gegen Oberligist Salmrohr, dazwischen lagen aber indiskutable Liga-Auftritte gegen Linz (2:4) und gegen Mülheim (0:3). Der allgemeine Tenor beim SVM: In den großen Spielen zeigt die Mannschaft ihr Potenzial, ansonsten fehlt ihr die richtige Einstellung. Trainer Rainer Nalbach hat deshalb schon den Abstiegskampf ausgerufen – auch wenn Morbach als Zehnter nur drei Zähler hinter dem Siebten Karbach liegt. Info zu den beiden Rhein-Hunsrückern beim SV: Der Kappeler Roman Theise (26) hat seinen Stammplatz in der Offensive verloren. Nur in 8 der 16 Begegnungen stand Theise in der Anfangself. Der Bärenbacher Christopher Wild hat dagegen alle Partien vom Start weg mitgemacht. Der 19-Jährige ist auch heute in Karbach als Rechtsverteidiger gesetzt. Wohlgemerkt unter einer Voraussetzung: Wenn kein Nebel aufzieht.bon


Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Samstag, 26. November 2011

VfB Linzvs.FC Blau Weiß Karbach18.11.2011  VfB Linz - FC Karbach 1 - 2 (0 - 0)

Felgners Freistoß aus 40 Metern bringt Karbach drei Punkte

Rheinlandliga FCK siegt mit 2:1 in Linz – Torwart Bauer und Puttkammer patzen beim 0:1

M Linz. Der VfB Linz hat an der Überraschung geschnuppert, am Ende aber doch das Duell in der Fußball-Rheinlandliga mit dem FC Karbach mit 1:2 (0:0) verloren, weil die Gäste in der Schlussphase ihrer Überlegenheit auch durch die zum Sieg nötigen Tore Ausdruck verliehen. Kurios: An allen drei Treffern hatten die Torhüter gehörigen Anteil.
Eingedenk der 0:6-Schlappe aus der Vorsaison hatte der Linzer Spielertrainer Michael Theuer seinem Team eine strikte Defensivtaktik verordnet, an die er sich auch selbst hielt. Entsprechend schwer taten sich die Karbacher, ihre spielerische Überlegenheit in Torchancen umzumünzen. Einzig Oscar Feilberg ließ die Linzer bangen. Erst scheiterte er aus kurzer Distanz mit einem Hackentrick am Linzer Keeper Niclas Kotula, der den Vorzug vor dem gesundheitlich indisponierten Timo Stumpf erhalten hatte (21.), dann erwischte er den Ball beim Versuch eines Flugkopfballs nicht richtig (23.).
Mit einem spektakulären Abwehrfehler der Gäste kippte die Partie dann fünf Minuten nach Wiederbeginn. Bei einem Befreiungsschlag der Linzer aus der eigenen Hälfte kam FCK-Torhüter Florian Bauer aus seinem Tor gestürmt und irritierte seinen Mitspieler Tim Puttkammer, sodass der Ball an beiden vorbeisegelte, Matthias Metzen nahm die Einladung dankend an und versenkte die Kugel per Kopf von der Strafraumlinie im leeren Tor. Dieses überraschende 1:0 änderte so manches. Nun mussten die Karbacher noch mehr aufmachen, die Linzer hingegen fassten Mut und ließen sich nun häufiger in der gegnerischen Hälfte sehen. Dominik Gronwald vergab eine Konterchance, als sein Pass zum mitgelaufenen Andreas Schuht zu unpräzise kam – der Linzer Stürmer wäre frei durch gewesen (63.).
Doch mit dem Heimsieg wurde es dann letztlich doch nichts für den VfB Linz, weil auch VfB-Torwart Kotula patzte. Einen weiten Freistoß von Sanel Rahic ließ er aus den Händen gleiten, Tobias Schinnen schaltete am schnellsten und erzielte aus dem Gewühl heraus das 1:1 (80.). Auch beim Karbacher Siegtreffer sah Torwart Kotula nicht glücklich aus, als er einen Freistoß von Andreas Felgner aus rund 40 Metern regungslos passieren ließ (85.). Die letzte Chance zum Ausgleich vereitelte dann FCK-Keeper Bauer, als er einen Schuss von Marcus Rings in der Nachspielzeit um den Pfosten drehte.
VfB-Spielertrainer Theuer wollte seinem Keeper nicht allein die Schuld an der Niederlage geben: „Wir hätten nach dem 1:0 den Sack zumachen können.“ Einig war er sich mit seinem Kollegen Torsten Schmidt, dass dessen Karbacher alles in allem verdient gewonnen hatten: „Ich bin stolz auf mein Team, wie es den Rückstand weggesteckt hat“, lobte der FCK-Coach.


Karbach: Bauer – Junk (90. J. Krohn), Hammes, Felgner, Puttkammer, Ströter, Singer (76. Singer), Bernd (70. Reiner), Rahic, Schinnen, Feilberg
Nächste Aufgabe für Karbach: am Mittwoch (20 Uhr) im Pokal bei der SG Andernach. lv/kif


Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 21. November 2011


FCK: Ärger über Christmann und Abwanderungsgerüchte

Rheinlandliga Karbach spielt heute in Linz – Wollen Jakobs und Cevik weg?


M Karbach. Vor dem heutigen Auswärtsspiel (20 Uhr) beim VfB Linz rückt das Sportliche ein wenig in den Hintergrund beim Fußball-Rheinlandligisten FC Karbach. Zwei Themen beschäftigen derzeit die Verantwortlichen auf dem Quintinsberg.


Thema Nummer eins: Karbachs kurzfristig wegen Nebels abgesagte Partie gegen den SV Mehring wird am Mittwoch, den 30. November, nachgeholt. Zwei Tage später spielt der FCK bereits wieder – auswärts in Mülheim-Kärlich. Zwei Spiele in 48 Stunden – war das so gewollt? Bei der Frage wird Trainer Torsten Schmidt ziemlich sauer: „Ich weiß nicht, ob Hans Christmann den Spielplan nicht lesen kann. Beide Mannschaften wollen an diesem Datum nicht spielen. Aber das interessiert den Spielleiter der Rheinlandliga ja nicht.“ Einmal in Fahrt legt Schmidt nach: „Was soll das? Ich dachte, wir wären im Amateursport.“ Der Kastellauner Christmann kann die Aufregung von Schmidt überhaupt nicht verstehen: „Es herrscht Einigkeit zwischen beiden Vereinen. Der Trainer Torsten Schmidt ist für die Spielinstanz doch kein Ansprechpartner. Ich habe die Vorgabe, dass die Tabelle am Jahresende begradigt sein muss. Man darf zudem nicht vergessen, dass die Mehringer ein zweites Mal nach Karbach fahren müssen.“ Laut Christmann wird auf jeden Fall am 30. November gespielt.


Thema Nummer zwei: Beim Metternicher Pokalsieg in Emmelshausen beglückwünschten FC-Fans ihren Trainer Dominik Treis bereits zu „Karbacher Neuzugängen“. Treis wiegelte noch ab, aber die Namen Sven Jakobs, Dogan Cevik und Sanel Rahic stehen hoch im Kurs in Metternich. Jakobs, der im Sommer 2009 von Metternich nach Karbach wechselte, und Cevik, der im Sommer 2010 aus Lahnstein kam, müssen eventuell aus beruflichen Gründen kürzertreten. Rahic, der auch aus Lahnstein geholt wurde, kommt wie seine beiden Teamkameraden aus Koblenz, ein Wechsel zum FCM wäre naheliegend. „Mir sind diese Abwanderungsgedanken nicht bekannt“, sagt Trainer Schmidt. „Außerdem entscheidet allein der FC Karbach, wer im Winter geht.“ Rahic sagte gestern zu den Gerüchten: „Da ist nichts dran. Ich ziehe die Saison in Karbach voll durch.“
Zum Spiel in Linz: Wenn der gastgebende VfB heute Abend gewinnt, zieht er im Klassement an Karbach vorbei. Nach sechs Spielen ohne Sieg sorgte Linz mit dem 4:2 vor fünf Tagen in Morbach für Aufsehen. „Linz ist auf alle Fälle besser als im Vorjahr, aber die werden gegen uns nicht gewinnen“, glaubt Torsten Schmidt, der weiterhin auf Jakobs und Patrick Schmidt sowie auf die Langzeitverletzten Andreas Oberreiter, David Eberhardt und Sven Schindel verzichten muss. Reservestürmer Aschur David muss aus beruflichen Gründen wohl passen. bon


Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Freitag, 18. November 2011

FC Blau Weiß Karbachvs.SV Mehring12.11.2011  FC Karbach - SV Mehring ausgefallen

Karbachs Spiel fällt dem Nebel  zum Opfer
Fußball-Rheinlandliga
Kurzfristige Absage gegen den SV Mehring
M Karbach. Fünf Minuten vor dem Anpfiff ist die Partie in der Fußball-Rheinlandliga zwischen dem FC Karbach und dem SV Mehring am Samstagabend abgesagt worden. Der dichte Nebel auf dem Quintinsberg machte ein reguläres Spiel unmöglich. Keine 30 Meter betrug die Sicht, die rund 200 Zuschauer und die Mehringer Spieler fuhren wieder nach Hause. Karbachs Kicker nutzten den Spielausfall für eine Trainingseinheit auf kleiner Spielfläche – soweit das Auge eben etwas erkennen konnte. Wann die Partie nachgeholt wird, steht in den Sternen. bon


Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 14. November 2011


FC Karbach kehrt auf den Quintinsberg zurück

Fußball-Rheinlandliga Tabellenführer SV Mehring kommt am Samstag zum ersten Heimspiel auf dem Hartplatz

M Karbach. Fast ein halbes Jahr hat der FC Karbach kein Heimspiel in der Fußball-Rheinlandliga auf dem Quintinsberg bestritten. Am Samstag (18 Uhr) kehren die Vorderhunsrücker in ihre Heimat zurück – allerdings nicht auf den renovierten Rasenplatz. Der FCK bestreitet gegen den Tabellenführer SV Mehring zum ersten Mal ein Spiel auf dem Hartplatz.
„Endlich spielen wir wieder auf dem Berg“, sagt Trainer Torsten Schmidt, dem die sieben Heimspiele im Emmelshausener Stadion in guter Erinnerung bleiben werden. Immerhin gab es in der Nachbarschaft keine Niederlage. Doch daheim ist daheim. Anfreunden muss sich der FCK allerdings noch mit dem zu dieser Saison freigegebenen Hartplatz. Dort hat der Rheinlandligist noch nie gespielt – geschweige denn unter Flutlicht. „Das wird alles kein Problem für uns werden“, glaubt Schmidt. „Das Flutlicht ist okay, der Hartplatz eben und gut in Schuss. Das Beste ist, dass die Zuschauer ganz nah dran sind am Spielfeld.“
Acht Punkte liegt der Tabellenachte Karbach hinter dem Spitzenreiter Mehring. Die Moselaner hängen derzeit allerdings ein wenig durch: In den vergangenen sechs Partien gab es nur zwei Siege. Zum Vergleich: In den ersten acht Spielen landete der SVM sieben Dreier. Nach dem 0:2 vor fünf Tagen gegen Morbach meckerte Trainer Wolfgang Hoor, dass einige seiner Akteure wohl schon in Gedanken beim Pokalspiel sein würden. Am Dienstag trifft Mehring in der Runde der letzten 32 auf den Regionalligisten Eintracht Trier. 1500 Zuschauer werden zu dem Derby erwartet.
Doch davor steht noch das Ligaspiel auf dem Quintinsberg an: Karbach hat aus den vergangenen fünf Begegnungen nur einen Sieg geholt und unnötig an Boden verloren. Beim 0:0 vor zwei Wochen gegen Rot-Weiß Koblenz verschoss Tim Puttkammer einen Elfmeter, vor sechs Tagen in Nentershausen verspielte der FCK eine 2:0-Pausenführung gegen Eisbachtal. „Wir haben acht Punkte Rückstand und das ärgert mich schon, weil ich weiß, dass wir acht Punkte mehr haben könnten“, sagt Schmidt und verweist auf die Verletztenliste: „Man muss das aber realistisch sehen. Letzte Woche haben fünf Stammspieler gefehlt, dann müssen wir damit leben, ein Stück hintendran zu sein.“ Die Personalsituation verbessert sich übrigens nicht: Patrick Schmidt ist noch zwei Spiele gesperrt, Andreas Oberreiter und Sven Schindel sind langzeitverletzt – genau wie David Eberhardt. Wie lange der lange Innenverteidiger ausfällt, entscheidet sich heute, wenn Eberhardt beim Mainzer Mannschaftsarzt Klaus Gerlach vorstellig wird. „Davids Meniskus ist beschädigt, wie nun genau vorgegangen wird, entscheidet Gerlach“, sagt Schmidt.
Sorgen bereitet auch Sven Jakobs. In Eisbachtal fiel er aus, weil er wegen Magenkrämpfen ins Krankenhaus musste. „Das ging die ganze Woche so, die Ursache dafür ist unklar. Gegen Mehring fehlt er weiter“, sagt Schmidt, der nur noch zwei Feldspieler auf der Bank hat. Deshalb nominierte er vorsorglich aus der Reserve Jürgen Krohn und Aschur David nach.
Optionen hat Schmidt dennoch, seine Elf umzubauen. Jüngst saßen Alex Singer und Benjamin Reiner auf der Bank. Möglich, dass beide wieder in die Startelf rutschen. Im Tor hat sich der Trainer dagegen festgelegt. Florian Bauer ist die Nummer eins, Lukas Schmitt muss mit der Bank vorlieb nehmen. „Florian ist einen Tick vorne“, begründet Schmidt seine Entscheidung: „Das heißt aber nicht, dass Lukas seine Sache nicht gut gemacht hat bis jetzt. Er trainiert sehr hart und wird seine Spiele bekommen.“ Das nächste Mal aber erst wieder am 23. November im Pokal in Andernach. bon


Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Freitag, 11. November 2011

Spfr. Eisbachtalsvs.FC Blau Weiß Karbach05.11.2011  Spfr. Eisbachtal - FC Karbach 3 - 2 (0 - 2)

Karbach verliert nach 2:0 noch 2:3

Fußball-Rheinlandliga Eisbachtal dreht die Partie – Gelb-Rot für Schinnen – Kurioses Eigentor


M Nentershausen. Das erwartete Spitzenspiel war es nicht zwischen den Spfr Eisbachtal und dem FC Karbach. Das Duell der Verfolger des Spitzentrios der Fußball-Rheinlandliga endete mit 3:2 für die Gastgeber, die ein 0:2 zur Pause noch drehten.
Spielerisch wurde keine der beiden Mannschaften am Samstag in Nentershausen vor 200 Zuschauern den Ansprüchen einer Spitzenmannschaft gerecht. Die Partie lebte von Kampf, Einsatz und Spannung. Fußballerisch war sie jedoch kein Leckerbissen, obwohl das Angebot gleich mit neun Gelben, einer Gelb-Roten Karte für Karbachs Tobias Schinnen (75.) und der Roten Karte für Dominic Reusch (84.) wegen groben Foulspiels durch Schiedsrichter Dirk Huster (Kasdorf) mit viel Farbe garniert wurde.
Manche Entscheidung war durchaus diskussionswürdig, aber mit vielen Entscheidungen lag der Unparteiische richtig, der allerdings von den Lehrlingen Jens Schalk und Christopher Groß an der Linie oft schmählich im Stich gelassen wurde.
Die Szene zum 0:1 hat durchaus im Kuriositätenkabinett Platz: Christian Groß spielte einen Ball zurück zu Torwart Johann Heinz. Der ließ das Spielgerät unter dem Fuß hindurchrutschen und verfolgte ungläubig dessen Weg zur schnellen Gästeführung (4.). Danach spielte Karbach geschickt, lauerte im Mittelfeld und hätte zur Pause sogar höher als 2:0 führen können. Das 2:0 erzielte der Ex-Eisbachtaler Sanel Rahic nach einem Konter technisch gekonnt (35.) .
Nach dem Wechsel kämpfte Eisbachtal, Karbach machte unter Druck viele Fehler in der Abwehr – und die nutzten Martin Schönke mit einem akrobatischen Kopfball zum 1:2 (55.), Christian Groß (63.) zum 2:2 und der in dieser Phase überragende Dominic Reusch zum 3:2-Siegtreffer (73.). Nur neun Minuten später musste er allerdings nach einem Foul zum Duschen. „Schade“, fand das Eisbachtals Trainer Dirk Hannappel, der zur Pause auf die Tribüne verbannt wurde, „Dominic war gerade auf dem Weg zum alten Schwung.“ Das Spiel seiner Mannschaft hatte er bereits vor der Pause gar nicht so schlecht gesehen wie die meisten Zuschauer auf der Tribüne: „Nein, schlecht gespielt haben wir nicht. Wir haben uns nur extrem doof angestellt. Wir haben nur eine Torchance zum 0:2 zugelassen. Das 0:1 schießen wir selbst. Vor dem, was da nach der Pause passiert ist, kann ich nur meinen Hut ziehen. Es war ein Sieg für die insgesamt bessere Mannschaft.“
Eine Aussage, die sein Karbacher Kollege Torsten Schmidt so nicht stehen lassen wollte: „Wir haben in der ersten Halbzeit dem Spiel unseren Stempel aufgedrückt. Gefehlt hat vielleicht nur das dritte Tor. Dann wäre Eisbachtal wohl kaum noch in der Lage gewesen, den Druck zu entwickeln, der dann nach dem frühen Anschlusstreffer schließlich dazu führte, dass wir mit leeren Händen dastehen. Besonders die Standardsituationen haben letztlich zu unserer Niederlage geführt. Hier sind wir besonders anfällig, weil die gesamte Innenverteidigung verletzungsbedingt ersetzt werden muss.“ Und was meint er zum Fall eines Mitfavoriten ins Mittelfeld? „Wir haben uns nicht zum Favoriten gemacht, das haben andere getan. Wir wollen durch guten Fußball unseren Fans etwas bieten und nicht irgendwelchen Seifenblasen nachjagen.“ har


Karbach: Bauer – Junk (64. J. Krohn), Hammes (85. Singer), Cevik, Feilberg, Rahic, Felgner, Ströter, Puttkammer, Schinnen, Bernd (64. Reiner).


Nächste Aufgabe für Karbach: am Samstag in Karbach (18 Uhr, Hartplatz) gegen Mehring.


Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 7. November 2011

 


FCK: Schmidt vier Spiele gesperrt, Flaute bei Reiner

Rheinlandliga Karbach gastiert bei Eisbachtal

M Karbach. Duell der Verfolger in Nentershausen: Ex-Oberligist Sportfreunde Eisbachtal empfängt am Samstag (15 Uhr) den FC Karbach. Bei den Vorderhunsrückern hat Kapitän Patrick Schmidt für seine Rote Karte in Malberg eine Vier-Spiele-Sperre aufgebrummt bekommen.
Beim 0:0 gegen Rot-Weiß Koblenz fehlte Schmidt bereits. Auch bei Eisbachtal, gegen Mehring und in Linz muss der Ex-Koblenzer zuschauen. Die Strafe setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: Für das Vergehen (rohes Spiel) bekam Schmidt drei Spiele Sperre. Weil er Wiederholungstäter ist (er sah in der Vorsaison schon einmal Rot), wurde die Sperre erhöht. Karbach hat das Urteil bereits akzeptiert.
Ohne Schmidt sinken die Chancen für den FCK immer weiter, ganz vorne mitzuspielen. Acht Punkte beträgt bereits der Rückstand auf Rang eins. Gibt es bei Eisbachtal keinen Sieg, ist der Zug gen Oberliga wohl abgefahren. Eisbachtals Trainer Dirk Hannappel warnt aber: „Karbach ist immer gefährlich. Zwar hinkt das Team den Erwartungen etwas hinterher, aber ich kenne meinen Trainerkumpel Torsten Schmidt und seinen Ehrgeiz zu gut, um diesen Gegner nur eine Sekunde aus den Augen zu lassen.“
Torsten Schmidt überraschen die Aussagen: „Es erstaunt mich, dass Dirk mehr weiß über unsere Erwartungen. Er sollte sich um seine Erwartungen kümmern. Eisbachtal muss mit dem Team nicht tiefstapeln, sondern um den Titel mitspielen.“ Herausragend bei den Westerwäldern sind zwei Oldies: Der Ex-Koblenzer Christian Kaes ist der Denker und Lenker, der Bulgare Lyudmil Kirov macht die Tore. Acht Tore stehen bei dem Linksfuß schon zu Buche.
Das sind immerhin fünf mehr als bei Benjamin Reiner. In der Vorsaison schoss der Ex-Emmelshausener noch 34 Tore in der Bezirksliga, jetzt hat der Stürmer Ladehemmung und schmorte zuletzt nur auf der Bank. „Er hatte nach einer starken Vorbereitung einfach Pech mit Verletzungen und fehlendem Selbstvertrauen. Aber Gomez hatte auch eine Flaute, hat weitergemacht und wieder getroffen. Das Gleiche hoffe ich bei Benny“, sagt Schmidt, der in Nentershausen um die Einsätze von Oscar Feilberg und Dogan Cevik (beide Grippe) und Sven Jakobs (Knieschmerzen) bangt.bon


Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Freitag, 4. November 2011

FC Blau Weiß Karbachvs.RW Koblenz29.10.2011  FC Karbach - RW Koblenz 0 - 0

Karbachs Pech: Puttkammers Elfer klatscht an die Latte

Rheinlandliga Linker Außenverteidiger des FCK untröstlich nach Fehlschuss beim 0:0 vor knapp 300 Zuschauern gegen Tabellenführer Rot-Weiß Koblenz

Von unserem Mitarbeiter
Alfons Benz
M Emmelshausen. Untröstlich stand Tim Puttkammer, Linksverteidiger des FC Karbach, am späten Samstagnachmittag auf dem Rasen im Emmelshausener Stadion und auch die aufmunternden Worte seiner Mitspieler konnten seine Tränen nicht aufhalten. Ausgangspunkt für diese menschliche Regung des jungen Karbachers war die 50. Minute in der Heimpartie des FCK in der Fußball-Rheinlandliga gegen den Tabellenführer Rot-Weiß Koblenz, die mit 0:0 endete. Die Koblenzer wurde gestern an der Spitze vom SV Mehring abgelöst, der mit 3:2 in Linz gewann.
Daran, dass es vor knapp 300 Zuschauern bei diesem torlosen Unentschieden bis zum Schlusspfiff geblieben war, hatte Puttkammer vorher einen ungewollt großen Anteil gehabt. Womit wir wieder bei besagter 50. Minute wären: Der Koblenzer Patrick Wagner-Galda hatte Karbachs Angreifer Oscar Feilberg nach einer Flanke von Mirko Bernd mit einem kräftigen Schubser im Strafraum elfmeterreif von den Beinen geholt und Schiedsrichter David Bittner zeigte unweigerlich auf den Elfmeterpunkt. Selbstsicher schnappte sich Puttkammer die Kugel, setzte sie aber an das Lattenkreuz des vom 2,03 Meter langen Torhüter Jost Becker bis dahin und auch danach sicher gehüteten Koblenzer Gehäuses. Mag sein, dass es der Schütze ob des von Becker mächtig ausgefüllten Rechtecks vor ihm zu genau machen wollte, und sich deshalb das äußerste obere Eck des Kastens ausgesucht hatte. Dabei verfehlte er das Ziel um einige Zentimeter. „So ein Mist“, tobte FCK-Trainer Torsten Schmidt an der Außenlinie, der in dieser Szene lieber Bernd am Strafstoßpunkt gesehen hätte: „Meiner Meinung nach haben wir damit den Sieg verschenkt.“
So Unrecht hatte er damit sicherlich nicht. Während seine Elf die Anfangsphase des Spiels klar bestimmte, war der Gast etwa ab der 20. Minute besser, sorgte aber lediglich bei Standardsituationen für etwas Torgefahr. Die beste Chance vereitelte Karbachs Keeper Florian Bauer, als er einen Kopfball von Alexander Borchert aus dem unteren Eck fischte (30.).
Nach der Pause sahen die Zuschauer in einer guten und temporeichen Partie einen offenen Schlagabtausch, in dem zwei starke Mannschaften zu verteilten Spielanteilen kamen – jedoch blieben gefährliche Torszenen aus, da beide Teams ihre Tor gut verteidigten. Bauer musste aber noch einmal in höchster Not gegen den Koblenzer Cihan Akkaya retten (54.). Gegen Ende der Partie wurde es immer hektischer, verbale Gefechte, Geschubse und Gerangel auf dem Rasen häuften sich. Wobei dem Unparteiischen ab und an der richtige Überblick verloren gegangen war.
„Dass in so einem Spiel viele Emotionen drin sind, ist doch klar. Dass das bei Karbach immer so sein soll, davon hatte ich vorher schon gehört. Dafür war es aber insgesamt doch ein faires Spiel“, sagte Trainer Michael Maur, der mit seinem für einen Aufsteiger illustren 30-Mann-Kader weiter ohne Niederlage bleibt. Gleichzeitig war er mit seiner Mannschaft zufrieden: „Die Leistung war klasse. Wir hatten immerhin einen Gegner, der ganz vorne mitspielen will.“ Auch sein Gegenüber Schmidt war mit der Leistung seiner Mannen einverstanden und hatte eine deutliche Steigerung gegenüber den Spielen zuvor gesehen: „Fußballerisch brauchen wir uns nicht zu verstecken. Diese Begegnung war letztlich aber von beiderseitigem Respekt voreinander geprägt. Schade, dass wir es neben dem verschossenen Elfer in der ersten Viertelstunde verpasst haben, ein Tor zu machen.“

Karbach: Bauer – Jakobs, Hammes, Felgner, Puttkammer, Cevik, Ströter, Bernd (85. David), Rahic (71. Reiner), Feilberg, Schinnen.
Koblenz: Becker – Borchert, Gruber, Cift, Wagner-Galda (70. Grasmik), Bigün (76. Schnug), Yilmaz, Rawicki, Akkaya, Lazarevic, Schmidt.
Schiedsrichter: David Bittner (Neuerburg).
Zuschauer: 292.
Beste Spieler: Bauer, Hammes, Feilberg – Becker, Cift, Akkaya .
Besonderheiten: Puttkammer (Karbach) schießt Foulelfmeter an die Latte (50.).
Nächste Aufgabe für Karbach: am Samstag (15 Uhr) in Nentershausen bei den Sportfreunden Eisbachtal.


Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 31. Oktober 2011


Ein Endspiel in zweierlei Hinsicht für Karbach

Rheinlandliga FCK empfängt am Samstag um 16 Uhr Rot-Weiß Koblenz – Letztmals im Exil Emmelshausen – Nur bei Sieg bleibt Platz eins in Sichtweite

M Karbach. Es ist noch nicht einmal November und der FC Karbach könnte schon die Fußball-Oberliga aus den Augen verlieren: Muss sich der FCK am Samstag (16 Uhr) dem Rheinlandliga-Tabellenführer Rot-Weiß Koblenz geschlagen geben, beträgt der Rückstand auf Rang eins zehn Punkte. Bei einem Sieg sähe die Sachlage natürlich ganz anders aus. Keine Frage, es ist ein Endspiel für Karbach – nicht nur, weil es die letzte Partie im Exil Emmelshausen sein wird.
Zum siebten und letzten Mal läuft der FCK ins Emmelshausener Stadion ein. Die Bilanz liest sich gut: Sechs Spiele, vier Siege, keine Niederlage. Auch sonst musste Karbach keine Nachteile durch den Umzug in Kauf nehmen. „Natürlich war der logistische Aufwand größer, aber wir hatten keine Einbußen“, sagt der Vorsitzende Daniel Bernd.
Auch Trainer Torsten Schmidt ist gerne im Stadion zu Hause gewesen: „Das war ausnahmslos positiv. Wir sind sehr froh darüber, dass wir da spielen und einmal die Woche trainieren konnten. Die Zuschauer haben es angenommen, vielleicht waren sogar ein paar mehr da als auf dem Quintinsberg.“ Das stimmt: In der Vorsaison hatte der FCK auf eigenem Terrain einen Schnitt von 220 Zuschauern, in den sechs Partien in Emmelshausen passierte durchschnittlich 300 Fans das Stadiontor. Gegen Rot-Weiß Koblenz dürfte der Schnitt in die Höhe getrieben werden.
In zwei Wochen, wenn der SV Mehring kommt, kehrt der FCK auf den Quintinsberg zurück, weil das Stadion traditionellerweise ab dem 1. November gesperrt wird. Karbach bestreitet bis zum Winter seine Heimspiele auf dem eigenen Hartplatz, im neuen Jahr geht es dann auf den restaurierten Rasen.
Zurück zum Endspiel gegen Rot-Weiß: Der Aufsteiger steht an der Tabellenspitze und hat noch kein Spiel verloren. „Ich kann es nachempfinden, wie es ist, wenn man als Aufsteiger plötzlich ganz vorne liegt“, sagt Schmidt. „Dann setzt man ungeahnte Kräfte frei.“ Schmidt führte den FCK von der B-Klasse schnurstracks in die Rheinlandliga. Für die Koblenzer könnte die Rheinlandliga nur Durchgangsstation sein. „Man muss sich nur anschauen, wer bei Rot-Weiß alles spielt, dann sieht man, wie stark sie sind“, sagt Schmidt über den 30-Mann-Kader von seinem Kollegen Michael Maur, der es immer wieder schafft, alle Spieler bei Laune zu halten. Bei Rot-Weiß ist scheinbar alles vorhanden: Quantität, Qualität und die nötige Routine, für die Ex-Oberliga-Kicker wie Fatih Cift, Andreas Gruber, Nenad Lazarevic, Cihan Akkaya und Patrick Wagner stehen.
Für Rot-Weiß-Trainer Maur ist die Ausgangslage jedenfalls klar: „Karbach hat sich in dieser Saison viel vorgenommen und wäre bei einer Niederlage aus dem Kreis der Titelanwärter zunächst ausgeschieden.“ Zu seiner Elf sagt Maur: „Wir haben bisher deutlich mehr erreicht als vorgenommen und gehen ohne Druck in das Spiel. Der Druck liegt eindeutig beim Gegner.“ Vom Titel hat Torsten Schmidt nie geredet, das möchte er betonen: „Wir wollen unter die Top 6. Über Platz eins nachzudenken, ist für uns momentan vermessen.“
Das 0:2 in Malberg hat Spuren hinterlassen. Schmidt ärgert sich über seine Mannschaft: „Meine Jungs müssen verstehen, dass Fußball nicht nur aus guten Pässen besteht, sondern dass man auch für andere kämpft.“ Schmidt legt nach: „Wenn ich sehe, dass sich alle zerreißen auf dem Platz, kann ich alles akzeptieren. Auch eine Niederlage. Aber wenn einer nur 70 oder 80 Prozent gibt, dann muss die Frage erlaubt sein, ob wir das in Karbach verkörpern wollen.“Auch Patrick Schmidt bekommt sein Fett weg. Der Kapitän hatte nach einem groben Foul in Malberg Rot gesehen. „Das war eine dumme Aktion“, findet Trainer Schmidt klare Worte. „Ich hatte in der Halbzeit mehr Aggressivität gefordert, Patrick hatte das wohl falsch verstanden.“ Eine Sperre steht noch aus, aber Schmidt wird dem FCK nicht nur gegen Rot-Weiß, sondern wohl auch in Eisbachtal und gegen Mehring fehlen.
Weitere Personalien: Neben Schmidt fallen die Langzeitverletzten Sven Schindel, David Eberhardt und Andreas Oberreiter aus, der Rest ist an Bord. In der Innenverteidigung wird es eine Änderung geben. Andy Felgner bleibt im Abwehrzentrum, Chris Ströter tauscht dagegen mit Jan Hammes die Position und kehrt ins defensive Mittelfeld zurück. Bleibt die Frage: Wer geht ins Tor? Zuletzt wechselten sich Lukas Schmitt und Florian Bauer ab. „Ich habe zwei gute Torleute, einer von beiden wird spielen“, lässt sich Schmidt nicht in die Karten blicken.bon


Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Freitag, 28. Oktober 2011

SG MAlberg vs.FC Blau Weiß Karbach22.10.2011  SG Malberg - FC Karbach 2 - 0 (2 - 0)

Karbach verliert Partie und Kapitän

Fußball-Rheinlandliga Malbergs Bläcker trifft doppelt beim 2:0 – Rot für Schmidt – Bauer hält Elfer


Von unserem Mitarbeiter
Tim Raffelsiefen
M Malberg. Gegen den FC Karbach feierte die SG Malberg/Rosenheim nach guter Leistung einen 2:0 (2:0)-Erfolg. Dadurch setzte sich der Aufsteiger vom unteren Tabellendrittel der Fußball-Rheinlandliga etwas ab. Die favorisierten Gäste hatten mit ihrer unzureichenden Chancenverwertung zu kämpfen und mussten sich am Ende mit der Niederlage abfinden. Und mit einer Roten Karte für Kapitän Patrick Schmidt. Damit rutschte Karbach auf den sechsten Tabellenplatz ab, liegt sieben Punkte hinter Primus Rot-Weiß Koblenz.
Die größte Sorge bei der Heim-elf war im Vorfeld wohl, dass Ersatztorwart Tim Schumacher den verletzten Matthias Zeiler nicht kompensieren könnte. Doch der Vertreter hielt den Sieg seiner Mannschaft fest, was auch Trainer Theo Brenner zufriedenstellte: „Tim hat eine tolle Leistung gezeigt, genau wie der Rest des Teams.“
Nach neun Minuten ging die SG in Führung: Bei einem Konter wurde Stürmer Florian Bläcker lang geschickt. Aus abseitsverdächtiger Position gestartet musste er nur noch Florian Bauer im Gästetor umkurven und vollendete zum 1:0.
Dabei hatten die Gäste die größeren Spielanteile, verpassten aber einen Treffer. So hatten Tim Puttkammer (2. und 12.) und Alexander Singer (15.) nach einer Ecke Möglichkeiten aus der Distanz.
In der 23. Minute war Bläcker wieder auf und davon, Bauer versuchte zu retten und foulte den SG-Stürmer dabei. Den fälligen Strafstoß verwandelte der Gefoulte selbst sicher zum 2:0. Karbach drängte weiter, aber entweder flogen die Schüsse über das Tor oder Schlussmann Schumacher war zur Stelle – so scheiterten Andy Felgner (12.), Tobias Schinnen (28.) und Oscar Feilberg (35.).
Auch nach der Pause spielten die Gäste weiter nach vorne, aber Patrick Schmidt scheiterte mit einem Weitschuss an Schumacher (48.) und Feilberg traf im Strafraum frei vor dem Tor den Ball nicht richtig (50.). So wiederholten sich die Ereignisse und nach einem erneuten Foul im Strafraum gab es wiederum Elfmeter für die Gastgeber. Wieder trat Bläcker an, doch dieses Mal parierte Bauer (52.).
Malberg hatte die Vorentscheidung verpasst, kam aber durch Andreas Nauroth (61.) und Kevin Kostka (87.) zu Chancen. Beim FC scheiterten Schinnen (55. und 63.) sowie Puttkammer (80.) und der eingewechselte Benjamin Reiner (85.). Für Aufregung sorgte noch ein grobes Foul von Karbachs Schmidt an Malbergs Routinier Nauroth – Schmidt sah für diese Unsportlichkeit die Rote Karte (75.).
SG-Trainer Brenner lobte: „Wir haben sehr gut und diszipliniert gespielt und wichtige drei Punkte gesammelt. Es war verdient, ich kann mit der gesamten Leistung sehr zufrieden sein.“ Sein Gegenüber Torsten Schmidt wollte nach der Niederlage seiner Mannschaft kein Kommentar zum Spiel abgeben.


Karbach: Bauer – Puttkammer, Felgner, Junk (40. Reiner), Ströter (40. Cevik), Singer, Jakobs, Hammes, Schmidt, Feilberg, Schinnen (64. Rahic).


Nächste Aufgabe für Karbach: am Samstag (18 Uhr) in Emmelshausen gegen Rot-weiß Koblenz.


Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 24. Oktober 2011


Karbach: Schindel-Schock und Pokalsieg

Rheinlandliga FCK zieht nach 2:1 bei Herresbach in vierte Runde ein – Verteidiger mit Kreuzbandriss – Samstag nach Malberg


M Wanderath/Karbach. Schock für den FC Karbach: Innenverteidiger Sven Schindel hat sich beim 5:0 in der Fußball-Rheinlandliga vor sechs Tagen gegen die SG Stadtkyll das vordere Kreuzband gerissen. Nicht nur am Mittwoch beim 2:1 in Wanderath gegen die SG Herresbach (Kreisliga A Rhein/Ahr) in der dritten Runde des Rheinlandpokals fehlte Schindel, der 22-Jährige wird frühestens zum Saisonfinale im Mai wieder zur Verfügung stehen. Am Samstag (16 Uhr) gastiert der FCK in der Liga in Malberg. Doch der Reihe nach.


1 Der Pokalsieg in Wanderath: Auf dem kleinen Hartplatz im Eifel-Ort Wanderath setzte sich Karbach knapp mit 2:1 (1:1) beim A-Klässler Herresbach durch. „Wir haben gewonnen. Wie, da fragt keiner mehr danach“, meinte FC-Coach Torsten Schmidt, der ein frühes Tor forderte – und es bekam: Tobias Schinnen traf nach vier Minuten zum 1:0. „Wir haben richtig stark angefangen – und dann kam ein langer Ball und Herresbach war urplötzlich im Spiel“, sprach Schmidt die 18. Minute an: Der gute einheimische Stürmer Claudio Schell nutzte ein Missverständnis zwischen Torwart Lukas Schmitt und der Innenverteidigung um Chris Ströter und Jan Hammes zum Ausgleich. Urplötzlich war der zwei Klassen tiefer spielende Gastgeber im Spiel – und hielt die Partie „relativ offen“, wie Schmidt zugeben musste. Erst in der 71. Minute sorgte Maximilian Junk für Beruhigung beim FCK. Der Youngster, der im defensiven Mittelfeld aufgeboten wurde, erzielte den 2:1-Siegtreffer (71.). „Wir sind weiter, mehr geht nicht“, sagte Schmidt nach dem Einzug in die Runde der letzten 32.


Karbach: Schmitt – Felgner, Hammes, Ströter, Puttkammer, Bernd (89. J. Krohn), Junk (85. Schmidt), Schinnen, Reiner, Rahic (75. Singer), Feilberg.


2 Der Schindel-Schock: Sven Schindel hat sich das vordere Kreuzband gerissen und fällt mindestens sechs Monate aus. Das ergab eine Arthroskopie am Dienstag. Schindel verletzte sich gegen Stadtkyll in der 37. Minute – bei einem Foul, für das er zudem noch Gelb kassierte. „Das ist ganz schlimm für uns“, sagte Trainer Schmidt. „Er ist seit vier Jahren bei uns und hat sich kontinuierlich entwickelt. Sven ist ein absoluter Stammspieler. Er ist ein Typ, der beißen kann. Ich hoffe, er kommt bald wieder.“ Neben Schindel ist auch der andere Innenverteidiger David Eberhardt verletzt. Am 4. November soll eine Kernspinuntersuchung das Rätsel lösen, warum Eberhardts Meniskus im Knie immer „rausspringt“. Sicher ist: Auf lange Zeit muss Karbach auf seine etatmäßige Innenverteidigung verzichten. Im Pokal besetzten Hammes und Ströter die Positionen. Auch Junk, Patrick Schmidt und Andy Felgner sind Kandidaten für die Innenverteidigung. Trainer Schmidt sieht sich jetzt gefragt: „So hart die Ausfälle auch sind, aber der Kader ist so ausgeglichen, dass es jetzt die Kunst ist, die Leute auf die richtigen Positionen zu setzen, auch wenn es ungewohnt für sie ist.“ Klar ist: In der Winterpause wird Karbach auf dem Transfermarkt zuschlagen. „Wir halten immer die Augen offen, jetzt umso mehr“, sagt Schmidt.

3 Das Auswärtsspiel in Malberg: Mit 17 Mann fährt der FCK in den Westerwald. Die Langzeitverletzten Schindel, Eberhardt, Andreas Oberreiter und Dave Zimmermann fehlen. Schmidt fordert einen Sieg: „Wenn wir oben dran bleiben wollen, müssen wir drei Punkte mitnehmen.“ Der Gastgeber schied am Mittwoch mit 2:5 nach Elfmeterschießen beim Ost-Bezirksligisten SG Neitersen/Altenkirchen aus. In der Liga funktionierte es zuletzt allerdings richtig gut – und das lag hauptsächlich an der Rückkehr von Spielmacher Andreas Nauroth (früher Profi bei den Sportfreunden Siegen). Bei Nauroths Comeback gewann Malberg überraschend mit 2:0 in Mehring, danach gab es ein 3:3 gegen Linz und ein 0:0 in Morbach. bon


Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Freitag, 21. Oktober 2011

FC Blau Weiß Karbachvs.SG Stadtkyll15.10.2011  FC Karbach - SG Stadtkyll 5 - 0 (4 - 0)

Felgners knallorange Torschuss-Waffe entscheidet

Rheinlandliga Rechtsverteidiger des FC Karbach versenkt gegen SG Stadtkyll zwei Freistöße – Schindel schwer am Knie verletzt
Von unserem Mitarbeiter
Carsten Zillmann
M Emmelshausen. Was ist 28 Zentimeter lang, knallorange, hat zehn Stollen, mag Rasen und Leder? Richtig! Der Fußballschuh von Andreas Felgner. Drinnen steckt Felgners rechter Zauberfuß. Für Mirko Bernd, den Co-Trainer des FC Karbach, ist dieser schlicht „eine Waffe“. Dank der Präzision dieser Torschusss-Waffe hatte der Rechtsverteidiger des Rheinlandligisten maßgeblichen Anteil am 5:0-Erfolg seines FCK gegen die SG Stadtkyll. Felgner versenkte zwei Freistöße und bereitete einen Treffer vor. „Ich habe ihm vor dem Spiel Feuer gemacht, weil er zuletzt nicht seine Leistung gebracht hat“, sagte Karbachs Trainer Thorsten Schmidt – eine zündende Aktion!
Seine erste bemerkenswerte Szene hatte der 24-Jährige nach einer Viertelstunde. SGler Christian Czajka hatte den Karbacher Tobias Schinnen an der Strafraumgrenze hart abgeräumt und Gelb gesehen. Felgner legte sich den Ball zum Freistoß. Währenddessen dirigierte SG-Torwart Stephan Simon in aller Ruhe seine Mauer. Dumm nur, dass der Ball zu diesem Zeitpunkt noch immer freigegeben war. Simon brüllte die Mauer an und Felgner schoss ins verwaiste Torwarteck. 1:0! Das Tor war trotz aller Proteste regelkonform. Schlitzohr Felgner hatte sich beim Schiedsrichter Lucca Schlosser rückversichert. „Er hat gefragt, ob er die Mauer stellen soll, ich habe verneint“, sagte der Kunst- und Torschütze. „Damit war der Ball die ganze Zeit frei.“ Vier Minuten, nachdem er das offene Torwarteck bemerkt hatte, erspähte er einen ebenso günstigen Raum auf der linken Angriffsseite. Felgner schlug einen traumhaften Diagonalball auf Kapitän Patrick Schmidt. Schmidt schob einfach ins lange Eck und SG-Trainer Markus Kranz tobte. „Da müssen Torwart und Abwehrspieler miteinander reden. Der Simon denkt, Christian Sicken klärt das Ding“, schimpfte der ehemalige Profi des 1. FC Kaiserslautern. „Stattdessen kassieren wir so ein dummes Tor.“ Schöner wurde es aus Kranz-Sicht auch danach nicht. Alexander Singer zischte zwischen seinen Innenverteidigern hindurch, ein Anspiel von Sven Jakobs überholte ihn zum exakt richtigen Zeitpunkt. Singer umspielte den Keeper und der nächste Treffer war perfekt (33.). Die endgültige Entscheidung besorgte Felgner. Simon stellte die Mauer erneut. Diesmal gab der Unparteiische den Ball auch tatsächlich mit einem Pfiff frei. Das Nächste, was Simon spürte, war vermutlich die Zugluft des Balles, als er an ihm vorbei in den Winkel knallte (45.+2). Perfekt war das 4:0 zum Pausentee.
Die zweite Hälfte verlief größtenteils ereignisarm. Die meisten Zuschauer sehnten bei eisigen Temperaturen den Abpfiff herbei. Die Gäste von der belgischen Grenze vermutlich auch. Der FCK spielte auf Ballbesitz, kontrollierte das Geschehen, ohne allzu gefährlich zu werden. „Auch das muss sein“, sagte Trainer Schmidt. „Sonst versuchen wir immer, aus jeder Situation eine Torchance zu erspielen. Das ist zu aufwendig.“ Trotz aller Kontrolle fiel schließlich doch das fünfte Tor. Sanel Rahic war gerade eingewechselt worden. Der Stadionsprecher wollte den Wechsel ansagen, als er stattdessen ins Mikro rief: „Sanel Rahic macht mit seinem zweiten Ballkontakt das 5:0 in der 65. Minute.“ Ein Sieg, der auch in der Höhe für Karbach gerecht war. Und doch einen Wermutstropfen hatte: Innenverteidiger Sven Schindel verletzte sich schwer am Knie und wird wohl noch diese Woche arthroskopiert.

 

Karbach: Schmitt – Felgner, Hammes, Schindel (38. Cevik), Puttkammer, Ströter, Schmidt, Jakobs, Singer (65. Rahic), Feilberg (46. Reiner), Schinnen.
Stadtkyll: Simon – S. Klinkhammer, Sicken, Czajka (46. Funk), Fuhrt, A. Klinkhammer, Heck (46. Klein), Roderich, Weins, Hamper, Swart (70. Dahm).
Schiedsrichter: Schlosser (Stahlhofen); Zuschauer: 250.
Tore: 1:0 Felgner (15.), 2:0 Schmidt (19.), 3:0 Singer (33.), 4:0 Felgner (45.+2), 5:0 Rahic (65.).
Beste Spieler: Felgner, Jakobs – Fehlanzeige.
Nächste Aufgabe für Karbach im Rheinlandpokal am Mittwoch (19.30 Uhr) in Herresbach.


Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 17. Oktober 2011


Der FC Karbach begrüßt einen Deutschen Meister

Rheinlandliga Markus Kranz trainiert Gast SG Stadtkyll – Frage bei den Gastgebern: Wer geht ins Tor?

M Karbach. Der FC Karbach empfängt am elften Spieltag der Fußball-Rheinlandliga mit der SG Stadtkyll/Auw einen Klub, der nicht nur geografisch eine Besonderheit aufweist. Anstoß im Emmelshausener Stadion ist am Samstag um 18 Uhr.
Das Spiel Deutschland gegen Belgien fand am Dienstag in der WM-Qualifikation statt. Eine Art Abklatsch gibt es am Samstag im Vorderhunsrück, denn die Gäste kommen fast aus Belgien. Keine fünf Kilometer trennt Stadtkyll von der belgischen Grenze – und keine 1000 Meter vom Bundesland Nordrhein-Westfalen.
In NRW, genauer in Michael Schumachers Heimat Kerpen, wohnt der durchaus prominente Trainer der SG Stadtkyll: 75 Kilometer einfache Wegstrecke legt Markus Kranz mehrmals die Woche zurück, um die SGS zu trainieren. Seit mehr als einem Jahr betreibt Kranz den Aufwand – mit großem Erfolg: Mit ihm ging es prompt hoch in die Rheinlandliga. Es war Kranz' größter Erfolg als Trainer. Seine Erfolge als Spieler hat jeder Kaiserslautern-Fan parat: Pokalsieger 1990 mit dem FCK und Meister 1991 mit den Pfälzern. Linksfuß Kranz bestritt 121 Bundesliga-Partien für Lautern, Uerdingen und Dresden.
Und Erfolg hat Kranz momentan auch in der Rheinlandliga: Der Aufsteiger gewann zuletzt 2:1 in Linz und 2:1 gegen Morbach und steht deshalb auf dem ersten Nichtabstiegsplatz. Der Doppel-Dreier beendete einen siebenwöchige Krise, in der es für Stadtkyll bis auf ein 0:0 gegen Rot-Weiß Koblenz nur ordentlich Haue gab. Die Krönung: ein 2:7 daheim gegen Mehring. Doch seitdem hat sich Stadtkyll stabilisiert. „Das wird ein ganz schweres Spiel“, glaubt Karbachs Trainer Torsten Schmidt, der sich über den Gegner gut informiert hat: „Sie haben große Spieler in der Abwehr und sind ziemlich flott auf den Außenbahnen.“
Schmidt fordert gegen den Tabellen-15. dennoch den vierten Heimsieg in Serie. Das 2:3 in Mayen hat den FCK ein wenig aus der Spur geworfen – fünf Punkte liegt Karbach nun hinter der Tabellenspitze zurück. Schmidt guckt aber nicht nach ganz oben: „Unser Ziel ist am Ende besser als Platz sechs zu sein. Das haben wir momentan geschafft. Bis auf die erste Hälfte in Mayen und dem 0:5 in Burgbrohl haben wir unser Soll erfüllt, ich bin nicht unzufrieden, Wir sind immerhin der erste Verfolger des Spitzentrios.“ Karbach prüft die „großen Drei“ Rot-Weiß Koblenz (29. Oktober), Eisbachtal (5. November) und Mehring (12. November) übrigens innerhalb von zwei Wochen. Bevor es im Titelkampf Schlag auf Schlag geht, muss der FCK noch die scheinbar leichteren Aufgaben nächste Woche in Malberg und eben morgen gegen Stadtkyll lösen.
Die Personallage bei den Vorderhunsrückern hat sich gegenüber dem Spiel in Mayen, wo mit Aschur David zum ersten Mal ein Reserve-Kicker zum Einsatz kam, verbessert: Sven Jakobs, Sanel Rahic, Andy Felgner und Florian Bauer stehen wieder im Kader – und Bauer auch im Tor? „Lukas Schmitt hat seine Sache während der Verletzung von Florian Bauer gut gemacht. Ich überlege noch, ob ich wieder den Torwart wechsele“, sagt Torsten Schmidt.
In die Viererkette wird Innenverteidiger David Eberhardt derweil nicht zurückkehren. Bei Eberhardt ist zum wiederholten Mal der Meniskus „herausgesprungen“ – heute wird er genaustens untersucht. Eberhardt fällt auf alle Fälle gegen Stadtkyll aus. bon


Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Freitag, 14. Oktober 2011

TuS Mayen vs.FC Blau Weiß Karbach08.10.2011  TuS Mayen - FC Karbach 2:3 (0:3)

Karbach verschläft beimTuS die erste Hälfte

Fußball- Rheinlandliga
FCK verliert in Mayen nach 0:3-Rückstand mit 2:3 – Reiner trifft doppelt
Von unserem Mitarbeiter
David Geisbüsch
M Mayen. Nach fünf Niederlagen in Serie, einer Trainerentlassung und der Suche nach einem Nachfolger hat der Fußball-Rheinlandligist TuS Mayen endlich mal wieder sportlich ein Ausrufezeichen gesetzt. Leidtragender war der FC Karbach, der in Mayen unter der Leitung von Interimstrainer Ali Maddi (ehemals Emmelshausen) und vor immerhin 280 Zuschauern – die Hälfte davon allerdings aus Karbach – mit 2:3 (0:3) verlor.
Maddi verzichtete zur Überraschung aller Beobachter auf den Hambucher Stürmer Stephan Schikora, im Tor setzte er abermals trotz anderer Ankündigung auf Benny Dietz. Und im ersten Durchgang schien es, als sei der TuS zurück in der Spur. Nach einem weiten Einwurf von Mayens Spielführer André Marx klärte Karbach zu zaghaft, Kevin Lahn zog von der Strafraumgrenze ab – 1:0 (24.). Nach dem gleichen Schema fiel nur zwei Minuten später das 2:0. Dieses Mal war es Leonid Merling, der aus der Distanz abzog. Sein Schuss prallte vom Pfosten zu Damir Mrkalj, der aus stark abseitsverdächtiger Position erhöhte (26.). Und kurz vor der Pause legte Simon Berresheim im zweiten Anlauf nach – 3:0 (43.). Die Partie schien gelaufen.
„Ich kann mir nicht erklären, was wir im ersten Abschnitt geboten haben“, sagte Karbachs Coach Torsten Schmidt. „Wir haben das nüchtern analysiert. Ich bin nicht laut geworden. Wer schreit, der hat meist Unrecht.“ Was immer Schmidt seinem Team auch mit auf den Weg gab, es zeigte Wirkung. Im Gefühl der sicheren Führung hatte Mayen nichts mehr zu bieten. Lediglich bei zwei sich bietenden Kontermöglichkeiten durch Berresheim (51.) und Lahn (56.) sowie bei einem 40-Meter-Heber von Marx an die Latte (69.) wagte sich Mayen über die Mittellinie. „Im ersten Durchgang sind wir belohnt worden, nach der Pause haben wir den Gnadenschuss verpasst und mussten dann zittern“, sagte Maddi. Dem 1:3 durch Benjamin Reiner nach einem Freistoß aus 30 Metern folgte in der Schlussphase Reiners zweiter Streich (84.). Zu diesem Zeitpunkt spielte Mayen nach der Gelb-Roten Karte gegen Marx wegen wiederholten Foulspiels bereits in Unterzahl, die Abwehrschlacht war im vollen Gang. „Mayen war nach 60 Minuten platt und konnte unser Tempo doch gar nicht mehr mitgehen“, so der FCK-Coach. In der Nachspielzeit verpasste Karbachs Tobias Schinnen per Kopf das in der Luft liegende 3:3.
Mayens Kapitän Marx sagte, dass „uns dieser Sieg Ruhe bringen und uns stärken wird. Wir wissen doch alle, was wir können“.
Ab Mittwoch soll Martin Sek zum ersten Mal als verantwortlicher Trainer die Einheit leiten. Marx freut sich auf den Neuanfang: „Niemand von uns kennt den Trainer. Der Trainer kennt uns nicht. Das kann positiv sein.“


Karbach: Schmitt – Schindel, Junk (46. Eberhardt), Hammes (80. David), Schmidt, Feilberg, Reiner, Ströter, Singer, Puttkammer, Bernd (46. Schinnen).
Nächste Aufgabe für Karbach: am Samstag (18 Uhr) in Emmelshausen gegen Stadtkyll.


Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 10. Oktober 2011


Karbach will spielen und nicht rechnen

Fußball-Rheinlandliga Am Samstag geht es für den FCK zum krisengebeutelten TuS Mayen – Torwart Bauer an Hand verletzt


M Karbach. Was ist bloß mit dem TuS Mayen los? Das fragen sich auch die Verantwortlichen beim FC Karbach vor dem Duell am Samstag (14.30 Uhr) im Mayener Nettetal. „Ich weiß nicht, ob die Entlassung von Nikolai Foroutan so gut für uns ist“, sagt Mirko Bernd, spielender Co-Trainer beim Fußball-Rheinlandligisten.
Der Bopparder Foroutan wurde wegen Erfolgslosigkeit gefeuert. Bis Nachfolger Martin Sek übernimmt, hat Ali Maddi das Sagen in Mayen (siehe Bericht auf dieser Seite). Kurios: Vor 15 Jahren hat Bernd (39), der immer noch selbst spielt, Maddi (34), der nur noch coacht, trainiert – damals in der A-Jugend Emmelshausen. Danach kickte Maddi auch unter Bahman Foroutan bei den Senioren des TSV für ein Jahr. Jetzt beerbt Maddi für zwei Spiele Nikolai Foroutan. Das erste – ein 1:4 in Morbach – ging schon in die Hose. Doch Karbach hat großen Respekt vor Maddis Mayener. „Es kommt darauf, wie die Mannschaft des TuS jetzt reagiert“, meint Bernd. „Wenn man das Potenzial von Mayen sieht, und wenn sie es abrufen, dann sind sie ein richtig starker Gegner.“
Doch Karbach ist gut drauf. Nur eine Niederlage gab es in neun Spielen, 18 Zähler bedeuten Platz vier. Den Anschluss an die Tabellenspitze hat der FCK gepackt, am Wochenende kann man noch näher rankommen, weil es zum Topspiel zwischen Rot-Weiß Koblenz und dem SV Mehring kommt. „Vor einer Woche waren wir bei sieben Zähler Rückstand fast weg vom Fenster, jetzt sind wir wieder ganz vorne dabei“, mag Bernd die allwöchentlichen Wasserstandsmeldungen nicht. „Wenn wir den Zwei-Punkte-Schnitt halten und andere sind am Ende besser, dann ist das eben so. Wir sollten nicht zu viel rechnen, sondern spielen.“ Nicht in Mayen spielem kann wie beim 2:1 gegen Badem Torwart Florian Bauer, der sich an der Hand verletzt hat. Zudem fehlt der verhinderte Offensivmann und Ex-Mayener Sanel Rahic. Wieder fit ist Stürmer Tobias Schinnen. Wegen anhaltender Knieprobleme ist der Einsatz von Innenverteidiger David Eberhardt fraglich.bon


Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Freitag, 7. Oktober 2011

FC Blau Weiß Karbachvs.SG Badem01.10.2011  FC Karbach - SG Badem 2 - 1 (1 - 1)

Karbachs Joker Jakobs sticht auch gegen Badem

Rheinlandliga FC gewinnt mit 2:1 und verkürzt nach Mehrings Niederlage gegen Malberg den Rückstand auf Rang eins
Von unserem Mitarbeiter
Armin Bernd
M Emmelshausen. Der Fußball-Rheinlandligist FC Karbach bleibt in seinem Ausweichquartier im Stadion Emmelshausen weiter ohne Niederlage. Gegen die SG Badem/Kyllburg gewannen die Vorderhunsrücker nach einer temporeichen Partie mit 2:1 (1:1) und haben nach 9 Spielen 18 Punkte auf dem Konto. Nach Mehrings Niederlage gegen Malberg (0:2) beträgt der Rückstand auf Rang eins nur noch vier Zähler.
Die 275 Zuschauer sahen in der ersten Halbzeit ein intensives Duell mit großem Einsatz auf beiden Seiten. Dabei versteckten sich die Gäste aus der Eifel keineswegs und hatten bereits in der dritten Minute nach einer scharfen Hereingabe von David Reinhard eine gute Gelegenheit, aber Karbachs Verteidiger Sven Schindel klärte den Ball aus der Gefahrenzone. Auch die Gastgeber hätten schon früh in Führung gehen können, aber nach klugem Anspiel von FC-Neuzugang Alexander Singer scheiterte Karbachs Stürmer Benjamin Reiner aus aussichtsreicher Position mit seinem Schuss an SG-Torwart Markus Plei, der den Ball an den Pfosten lenkte (8.).
Phasen mit etwas Überlegenheit der Gäste lösten sich mit Zeiten leichter Dominanz der Einheimischen ab, sodass die Partie insgesamt ausgeglichen war. Karbachs Trainer Torsten Schmidt hoffte, dass seine Elf ruhig bleiben würde und mahnte vor übereilten Abspielen und Ballverlusten: „Geduld, Geduld, Männer!“. Und ganz ruhig blieb dann auch FC-Angreifer Oscar Feilberg, als er nach einem Zuspiel von Singer seine Chance erhielt: Geschickt legte Feilberg den Ball an seinem Gegenspieler vorbei, bevor er überlegt zur 1:0-Führung traf (34.). Aber nur kurz danach waren die Gäste mal wieder etwas besser und ihr Kapitän Alexander Berscheid demonstrierte sein Können: Bei seinem 30-Meter-Lauf über rechts ließ er mehrere Karbacher stehen und passte danach überlegt auf den in der Mitte freistehenden Reinhard, der bei seinem Schuss zum 1:1-Ausgleich ins lange Ecke dem FC-Torwart Lukas Schmitt keine Chance ließ (42.). Schmitt stand für Florian Bauer zwischen den Pfosten.
Nach dem Seitenwechsel hatte dann Karbach etwas mehr vom Spiel und Badem konnte sich bei seinem starken Keeper Plei bedanken, denn dieser vereitelte gleich zwei sehr gute FC-Möglichkeiten: Zunächst parierte er Singers Kopfball aus kurzer Distanz (62.) und zeichnete sich danach mit einer toller Reaktion beim Versuch von Rechtsverteidiger Maximilian Junk aus (63.).
Machtlos war der SG-Torwart in der 66. Minute: Reiner steckte den Ball geschickt auf den eingewechselten Sven Jakobs durch, der präzise ins lange Eck zur FC-Führung traf (66.). Wieder einmal war es Jakobs, der für Karbach traf. Nach zwölf Toren in der Vorsaison hat der Defensivmann mittlerweile schon wieder vier Treffer auf dem Konto. Badem steckte nach Jakobs' Treffer nicht auf und blieb stets gefährlich. Aber mehr als ein Pfostentreffer des eingewechselten Christoph Gerten sprang nicht mehr für die Eifeler heraus, sodass es beim 2:1 für den FCK blieb.
FCK-Trainer Schmidt bilanzierte: „Wir wussten, dass Badem ein starkes, massives Mittelfeld hat und wollten uns daher sich zu sehr entblößen, sondern eher die Bälle länger in unseren Reihen halten. Nach der Halbzeit waren wir dann dran und haben zum Glück nach den beiden vergebenen großen Chancen noch das zweite Tor gemacht.“ Badems Coach Wolfgang Neumann hatte mehr von seiner Elf erwartet: „Das war heute im Großen und Ganzen einfach zu wenig. Wir hatten zwar unsere Chancen, waren aber vor dem Tor absolut zu harmlos. Bei uns hat hier der letzte Schliff gefehlt, sodass insgesamt Karbachs Sieg verdient ist.“


Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Dienstag, 4. Oktober 2011


Schmidt ist immer noch sauer auf Mosella Schweich

Fußball-Rheinlandliga Nach Andreas Oberreiter hat es Tobias Schinnen erwischt – Karbach begrüßt am heutigen Samstag die SG Badem

M Karbach. Das 1:1 beim TuS Mosella Schweich hat der FC Karbach noch nicht verdaut: Nach Andreas Oberreiter (Wadenbeinbruch) hat es Tobias Schinnen erwischt. Der Stürmer leidet zwar „nur“ an einer schmerzhaften Fußprellung, ein Einsatz am heutigen Samstag (18 Uhr, Stadion Emmelshausen) gegen die SG Badem/Kyllburg ist aber ausgeschlossen. „Tobi kann nicht auftreten, weil auch er von einem Schweicher umgetreten wurde“, sagt Torsten Schmidt, der Trainer des Fußball-Rheinlandligisten aus dem Hunsrück.
Schmidt ist auch fünf Tage nach dem 1:1 in Schweich, nicht gut auf die Mosella-Kicker zu sprechen: „Keine Frage, ich plädiere für Härte, das weiß jeder. Fußball ist ein Männersport. Aber bei aller Härte muss man soviel Hirn haben, dass man nicht sinnlos um sich tritt. Man hat gesehen, warum Schweich Letzter in der Fairnesstabelle ist.“
Nach einem Foul von Tobias Rohr brach sich Oberreiter das Wadenbein. Gestern wurde der Außenverteidiger in Boppard operiert. Oberreiter wird in diesem Jahr wohl nicht mehr zum Einsatz kommen. Zumindest gegen Badem kann Tobias Schinnen nicht spielen. Eine Fußprellung hemmt den Stürmer, er kann nicht auftreten. Trotz der beiden Ausfälle hat Schmidt wieder reichlich Alternativen. Oscar Feilberg, David Eberhardt, Mirko Bernd und Sven Jakobs kehren gegenüber dem Schweich-Kick in den Kader zurück. Das Quartett hat sogar gute Chancen, wieder in die Startelf zu rutschen.
Dort wird sich wohl auch Kapitän Patrick Schmidt wiederfinden. 18 Minuten spielte Schmidt in Schweich – und das gut fünf Wochen nach seinen Brüchen im Gesicht. „Man hat nicht gemerkt, dass er eine Maske aufhat, sie hat Patrick nur minimal beeinträchtigt“, sagt Trainer Schmidt, der seinen Kapitän auf einem guten Weg sieht: „Wichtig ist, dass er keine Angst hat. Und Patrick hat bestimmt keine Angst, er kam richtig gut in die Zweikämpfe.“
Dass dürfte für den FCK gegen Badem generell wichtig werden. Die Eifeler haben erst eine Partie verloren (1:3 in Eisbachtal) und zudem dem Spitzenreiter Mehring beim 0:0 als einziges Team bisher einen Punkt abgeknöpft. „Ein körperlich robustes Team mit reichlich fußballerischer Qualität“, weiß Torsten Schmidt.bon


Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Samstag, 1. Oktober 2011

TuS Mosella Schweichvs.FC Blau Weiß Karbach26.09.2011  TuS Mosella Schweich - FC Karbach 1 - 1

Maskenmann Schmidt feiert ein Blitz-Comeback

Fußball-Rheinlandliga Karbach holt beim 1:1 in Schweich einen Zähler
Von unserem Mitarbeiter
Alfons Benz
M Schweich. Die Reise an die Mosel zum Spiel in der Fußball-Rheinlandliga gegen die TuS Mosella Schweich sollte für den FC Karbach die erfolgreiche Abschlussfahrt eines goldenen Septembers werden. Aber das gelang nicht ganz: Nach drei Siegen in Folge reichte es in einer lebendigen Partie gegen den TuS nur zu einem Unentschieden.
FCK-Trainer Torsten Schmidt bewertete das 1:1 wie folgt: „Wir hätten den Sieg verdient gehabt, weil wir spielerisch das bessere Team waren und durch ein klares Abseitstor in Rückstand gerieten. Meiner Mannschaft gebührt aber ein Riesenkompliment, wie sie das weggesteckt und wie sie auf die Schweicher Härte reagiert hat.“ In der Tat geriet seine Elf früh in Rückstand. Mit einem viel zu kurzem Abschlag bugsierte Torwart Florian Bauer den Ball an das Schienbein von Stefan Schleimer. Von dort sprang die Kugel zu dem sehr abseitsverdächtig stehenden Sebastian Schäfer, der nur noch zum 1:0 einschieben musste (8.). „Ich kann nicht verstehen, dass dieses Tor nicht abgepfiffen wurde“, regte sich Schmidt auf.
In der Folge kam die Heimelf zu weiteren guten Möglichkeiten. Aber Florian Beaudouin verfehlte den Kasten (9.) oder scheiterte am glänzend reagierenden Bauer (13.), der seinen Fehler damit wieder ausbügeln konnte. Schweichs Trainer Hans Schneider kritisierte seine Elf: „Wir haben es versäumt, mit einem zweiten Tor, Ruhe ins Spiel zu bringen. Ich finde, die Punkteteilung geht in Ordnung.“ Aber auch der FCK kam zu Chancen. Alex Singer hätte abziehen müssen, anstatt viel zu zaghaft den Ball querzulegen (19.). In der 40. Minute fehlte bei einem Schuss von Chris Ströter nicht viel.
Mit viel Elan kamen die Gäste aus der Pause, machten aus einigen Möglichkeiten aber zu wenig. Sanel Rahic war es dann vorbehalten, nach einer Hereingabe von Dogan Cevik den Treffer zum verdienten 1:1-Endstand zu machen (57.). Aber Schweich blieb torgefährlich. Zuerst setzte Schleimer einen Freistoß an die Latte (68.), dann rettete Bauer in letzter Sekunde gegen Schäfer (70.).
Es kam aber noch zu zwei erwähnenswerten Aktionen. In der 72. Minute schickte Schmidt seinen Namensvetter Patrick mit einer Carbon-Gesichtsmaske aufs Feld. Nur etwas mehr als fünf Wochen nach seiner schweren Verletzung aus der Partie am 17. August in Trier-Tarforst meldete sich der Kapitän damit überraschend schnell wieder zurück. „Es ist für uns ganz wichtig, dass er wieder da ist. Das wird uns bestimmt einen Schub geben“, freute sich sein Trainer. Nicht freuen wollte er sich über eine Szene kurz danach. Völlig unnötig mähte Tobias Rohr den erst wenige Minuten zuvor eingewechselten Andreas Oberreiter von hinten um (73.), ohne dafür einen Karton zu sehen. Für Oberreiter war das Spiel damit zu Ende, Karbach musste zu zehnt weiterspielen. „Das hat mit Fußball nichts zu tun. Ohne auch nur irgendeine Chance, an den Ball zukommen, geschah dieses Foul“, ärgerte sich der FCK-Coach Schmidt.


FC Karbach: Bauer – Junk (68. Oberreiter), Schindel, Felgner (46. Reiner), Puttkammer, Cevik, Hammes, Rahic, Ströter, Singer (72. Schmidt), Schinnen.


Nächste Aufgabe für Karbach: am Samstag (18 Uhr) in Emmelshausen gegen Badem.
Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 26. September 2011


Patrick Schmidt: Rückkehr in Rekordzeit?

Rheinlandliga Fünf Wochen nach seinen Brüchen im Gesicht könnte der Karbacher mit Maske in Schweich auflaufen

M Karbach. Torsten Schmidt hatte es gewusst: „Der September kann unser Monat werden“, sagte der Karbacher Trainer. Es sieht danach aus. Drei Partien hat der FCK bisher im September in der Fußball-Rheinlandliga gewonnen – und auch die vierte und letzte Hürde in diesem Monat ist zu packen. Der FCK gastiert am Sonntag (15 Uhr) beim TuS Mosella Schweich.
Allerdings muss Schmidt seine Startformation notgedrungen umbauen: Gleich drei Spieler, die großen Anteil an der bisher perfekten Ausbeute im September haben, können in Schweich nicht auflaufen. Innenverteidiger David Eber-hardt verrutschte beim 1:0 gegen Engers vor sechs Tagen zum zweiten Mal innerhalb von drei Wochen die Meniskus-Plastik in seinem operierten Knie. „Das ist keine gravierende Sache“, meint Trainer Schmidt. „Im nächsten Heimspiel gegen Badem sollte David wieder dabei sein. Er muss jetzt gezielt Muskelaufbau machen und das nachholen, was nach seinem Kreuzbandriss verloren gegangen ist.“ Bei den beiden anderen Ausfällen ist nicht eine Verletzung der Grund: Routinier Mirko Bernd fehlt aus beruflichen Gründen als Organisator im vorderen Mittelfeld. Der Matchwinner der Vorwoche, Oscar Feilberg, ist bei einer Familienfeier in Dänemark. Feilbergs Vater ist Däne. Für Feilberg könnte der nach seiner Wadenprellung genesene Benjamin Reiner ins Sturmzentrum rücken. Eberhardts Platz in der Innenverteidigung nimmt Jan Hammes ein, dessen Stammposition als Sechser wird wohl Andy Felgner bekommen. Bernds Platz als Mann hinter der einzigen Spitze geht an Alex Singer. Der Ex-Biebertaler hat sich nach einem kleinen Durchhänger im August nun an die neue Liga gewöhnt. „Alex wird auf alle Fälle spielen, bei ihm bin ich richtig guter Dinge“, hat Schmidt vollstes Vertrauen in Singer.
Überraschung auf der Bank: Fünf Wochen (!) nach seinen Brüchen im Gesicht sieht Coach Schmidt den Ex-TuS-Koblenz-Profi und Kapitän Patrick Schmidt als ernsthafte Alternative an. Am Montag bekam Schmidt eine maßgeschneiderte Maske, mit der im Training seitdem voll mitmischte. „Die Maske schützt Patricks Gesicht, der Rest ist Kopfsache, er ist eine Option“, sagt Trainer Schmidt. Eine Rückkehr seines Kapitäns schon bei den heimstarken Schweichern (sieben Zähler aus drei Heimspielen) wäre ein Fall für die Rekordbücher. Für Schmidt nicht: „Patrick hat die Freigabe vom Arzt.“bon
Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Freitag, 23. September 2011

FC Blau Weiß Karbachvs.FV Engers17.09.2011  FC Karbach - FV Engers 1 - 0 (1 - 0)

Feilberg provoziert Engerser Fehler

Fußball-Rheinlandliga FC Karbach gewinnt durch Tor des 19-Jährigen mit 1:0 – Bauers Glanztat
Von unserem Redakteur
Michael Bongard


M Emmelshausen. Der FC Karbach hat am siebten Spieltag den vierten Sieg und damit dritten Dreier in Folge gefeiert und sich in der Spitzengruppe der Fußball-Rheinlandliga festgesetzt. Matchwinner beim knappen 1:0 (1:0) gegen den FV Engers war Oscar Feilberg.
Seit mehr als einem Jahr trägt der 19-jährige Oscar Feilberg das Karbacher Trikot, seine Leistungen sind seitdem überdurchschnittlich gut. Mit seiner Schnelligkeit und seiner Aggressivität setzt der kleine Offensivmann jeder gegnerischen Abwehr zu. Das Manko bei Feilberg: Er schießt einfach zu wenig Tore. Das monierte nicht nur FCK-Coach Torsten Schmidt in der vergangenen Saison. Damals standen bei Feilberg am Ende lediglich fünf Treffer zu Buche.
Doch jetzt schickt sich der gebürtige Bopparder an, seine größte Schwäche abzulegen. Feilbergs 1:0 gegen Engers war sein drittes Tor in der noch jungen Saison. Mit seinem unermüdlichen Einsatz provozierte er den kapitalen Aussetzer des Engerser Innenverteidigers Marc Schuster und blieb dann eiskalt im Duell mit FVE-Torwart Daniel Buchner (27.). Trainer Schmidt hatte alles richtig gemacht: „Viele in der Mannschaft waren überrascht, dass Oscar alleine ganz vorne drin spielt. Er erzwingt aber mit seiner Spielweise Fehler beim Gegner, das wollte ich bewirken.“ Das war vor allem deshalb wichtig, da die Engerser bis dahin wie beim 1:0 in der Vorwoche gegen Morbach die Räume geschickt verriegelt hatten.
Feilberg, der in dieser Runde hauptsächlich als Flügelmann eingesetzt wurde, sagte zu seinem Tor: „Der Platz war rutschig, Schuster ist ausgerutscht, ich habe den Ball dann abgewichst reingemacht. Ich werde immer ruhiger am Ball, da habe ich mir in letzter Zeit viel bei Mirko Bernd abgeschaut. Ich denke, der Knoten ist geplatzt. Ich werde hoffentlich noch mehrere Tore nachlegen.“
Gegen Engers hätte Feilberg einen Doppelpack schnüren können, doch sein Schuss strich nach 43 Minuten ganz knapp am Winkel vorbei. Wieder hatte der Engerser Schuster gepatzt. „Das war nicht Marcs Tag heute, mit dem 0:1 war unsere Defensivtaktik über den Haufen geworfen“, sagte FVE-Trainer Juri Kling, der den Hauptgrund für die Niederlage in Schiedsrichter Raphael Leonardy sah: „Er hat den Unterschied ausgemacht, oft Abseits gepfiffen, obwohl es keines war und viele kleine Karbacher Fouls nicht für uns gegeben.“
Keine Kling-Kritik gab es allerdings an den Platzverweisen für Daniel Fiege (90.) wegen Schiedsrichter-Beleidigung und Pechvogel Schuster, der es in der 68. Minute fertigbrachte, zwei gelbwürdige Fouls innerhalb von 30 Sekunden hinzulegen. Konsequenz: Gelb-Rot.
In Unterzahl war dennoch ein Punkt drin für Engers: In der 73. Minute verhinderte Karbachs Keeper Florian Bauer mit einem tollen Reflex das 1:1. Matthias Fink hatte nach einer Ecke aus dem Gewühl abgezogen, Bauer lenkte den Ball irgendwie an den Pfosten. Es war die größte Chance der Gäste in einer Begegnung, in der es kaum Torszenen gab.
Dass der Kick am Samstag vor 256 Zuschauern eher langweilig daherkam, interessierte Torsten Schmidt am Ende kaum: „Das Wichtigste war, dass wir heute alles reingeworfen haben in Sachen Kampf. Man spürt, dass wir langsam zu einer Mannschaft werden.“ 14 Punkte aus 7 Spielen sind der Lohn für die guten Leistungen bisher. Mit dem Dreier rückten die Karbacher auf den fünften Tabellenplatz vor.

 

Karbach: Bauer – Puttkammer, Schindel, Eberhardt (52. Felgner), Junk (75. Singer), Hammes, Ströter, Cevik, Bernd (82. Schinnen), Jakobs, Feilberg.
Engers: Buchner (71. Stein) – M. Fink, Daun (47. Kaiser), Schuster, C. Fink, Dott, Lücker, Moskopp, Fiege, M. Kley, Karpov (82. Zeqiri).
Schiedsrichter: Raphael Leonardy (Trier); Zuschauer: 256.
Tor: 1:0 Feilberg (27.).
Besonderheiten: Gelb-Rot für Schuster (FVE, 68.) und Rot für Fiege (FVE) wegen Schiedsrichter-Beleidigung (90.).
Beste Spieler: Feilberg, Bauer – Dott, Moskopp.
Nächste Aufgabe für Karbach: am Sonntag (14.30 Uhr) in Schweich.


Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 19. September 2011


Reiner nach rüdem Foul außer Gefecht

Rheinlandliga FC Karbach ohne seinen Torjäger gegen den FV Engers – Patrick Schmidt stand im Pokal im Kader

M Karbach. 4:1 gegen Koblenz II, 3:1 bei Wirges II, dazu ein 5:0 im Pokal in Bremm – beim Fußball-Rheinlandligisten FC Karbach läuft im September bisher alles nach Plan. Der Monat hat noch ein paar Tage und der FCK weitere Siege fest im Visier. Am heutigen Samstag soll der FV Engers den Kürzeren ziehen. Anstoß im Emmelshausener Stadion ist um 18 Uhr.
Dann wird Benjamin Reiner nur auf der Bank sitzen – vermutlich in zivil. Der Torjäger hat das Pokalspiel in Bremm verletzt beendet. Diagnose: Wadenprellung. Ursache: ein Foul. FC-Trainer Torsten Schmidt brachte das auf die Palme: „Da hatte ein Bremmer nicht verstanden, dass es bereits 5:0 für uns stand und ist dann ein wenig Amok gelaufen.“
Wer anstelle von Reiner im Sturmzentrum aufläuft, wollte Schmidt nicht verraten. Die Auswahl ist groß: Vielleicht Tobias Schinnen, vielleicht Oscar Feilberg, vielleicht Sanel Rahic? Alle drei saßen vor sechs Tagen beim 3:1 in Wirges II zuerst draußen. Schinnen und Rahic kamen rein und trafen, Feilberg schmorte 90 Minuten auf der Bank. Auch Innenverteidiger Sven Schindel, der eigentlich immer gespielt hat, musste nach langer Zeit wieder auf die Bank. „Sie konnten vor dem Spiel nicht trainieren“, begründete Schmidt die Maßnahmen, die allesamt fruchteten – getreu des Trainers Motto: „Wir brauchen jeden. Woche für Woche ergibt sich eine neue Situation.“
Auch für Kapitän Patrick Schmidt? Einen Monat nach seinen Brüchen im Gesicht stand Schmidt am Mittwoch im Pokal wieder auf dem Spielberichtsbogen. Heilen so schnell Brüche im Gesicht? „Nein, nein. Das war nur eine Geste an ihn“, sagt Trainer Schmidt: „Patrick ist schon voller Tatendrang, aber ein Comeback ist frühestens in einem Monat realistisch. Wir wollen da nichts übers Knie brechen.“ Immerhin hat Schmidt schon eine Spezialmaske bestellt.
Zurück zum heutigen Duell: Der neue Engerser Trainer Juri Kling war nach der Pokalpleite beim Ost-Bezirksligisten Puderbach (0:3) ziemlich sauer. „Ich wollte mir ein genaues Bild machen über alle Spieler, die zum Kader gehören. Das habe ich nun“, kommentierte er die Leistung seiner Elf. Nur drei Spieler aus der Startformation der Partie gegen Morbach (1:0, der einzige FVE-Saisonsieg) standen im Pokalspiel auf dem Platz. Doch niemand der „Nachrücker“ konnte sich für kommende Aufgaben aufdrängen. „Wir müssen den Pokal ganz schnell abhaken. Gegen Karbach dürfen wir nicht verlieren. Sonst wäre der Sieg gegen Morbach nur noch die Hälfte wert.“ Großen Respekt, aber keine Angst versprühen die Gastgeber bei Kling: „Karbach ist eine erfahrene Mannschaft mit schnellen Stürmern, die häufig auf die Flügel ausweichen und Platz für die torgefährlichen Mittelfeldspieler schaffen.“

Und was sagt Torsten Schmidt über seinen Ex-Klub Engers? „Der FVE ist bekannt für wenige Gegentore und ein gutes Abwehrverhalten. Das hat ihnen Ex-Trainer Carsten Keuler beigebracht. Das waren immer enge Spiele mit knappen Ausgängen.“

bon
Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Samstag, 17. September 2011

Spvgg EGC Wirges IIvs.FC Blau Weiß Karbach11.09.2011  Spvgg EGC Wirges II - FC Karbach 1 - 3 (1 - 0)

Karbach lässt auch der Blitz kalt

Fußball-Rheinlandliga Überzeugendes 3:1 bei Wirges II – Eberhardt, Schinnen und Rahic treffen
Von unserem Mitarbeiter
Klaus Sackenheim


M Wirges. Der FC Karbach hat die Auswärtsaufgabe bei der Spvgg EGC Wirges II souverän gemeistert: Mit 3:1 (1:0) schlugen die Hunsrücker nach einem überzeugenden Auftritt die Oberliga-Reserve und rückten auf den siebten Tabellenplatz vor.
Die Wirgeser hängen dagegen weiter im Tabellenkeller fest, obwohl sie besser auftraten als zuletzt: „Wenn wir einmal hinten die Null länger halten könnten“, sinnierte EGC-Spielertrainer Stefan Waßmann nach Spielschluss. Dieses Vorhaben ging in der Partie gegen von Beginn an hellwache Hunsrücker völlig in die Hose. Es waren noch keine zehn Minuten gespielt, da hatte der FC Karbach drei dicke Chancen herausgespielt und die 1:0-Führung erzielt.
Zunächst schoss Sven Jakobs alleine vor EGC-Schlussmann Thorsten Schmidt knapp am Tor vorbei (4.), dann prüfte Kapitän Chris Ströter Schmidt mit einem satten Freistoß (6.), bevor David Eber-hardt nach einer schönen Flanke von Benjamin Reiner mit einem Kopfball aus kurzer Entfernung ins Tor traf (8.).
In der 20. Minute zeigten sich dann auch die Gastgeber, einen gefährlichen Kopfball von Marcel Krause konnte FC-Schlussmann Florian Bauer aber parieren. Nur drei Minuten später unterbrach Schiedsrichter Fabian Schneider dann die Begegnung wegen Blitzschlages für fast 25 Minuten. Das Gewitter ließ dann nach – die äußeren Bedingungen blieben mit strömendem Regen aber weiter extrem ungemütlich für die Akteure.
Im weiteren Verlauf bestimmten die Gäste klar das Geschehen, gingen aber immer wieder fahrlässig mit Großchancen um. So in der 36. Minute, als Jakobs eine scharf hereingebrachte Flanke des starken Dogan Cevik völlig frei per Direktabnahme neben das Wirgeser Tor setzte.
Im zweiten Spielabschnitt waren die Karbacher weiterhin das dominierende Team, wirkten frischer und zielstrebiger, während die EGC im Spiel nach vorne einfach zu statisch und wenig durchschlagskräftig agierte. „Wir waren einfach nicht eng genug am Mann, haben dem Gegner zu viel Spielraum gelassen“, so Waßmann.
Diesen Spielraum nutzten die Hunsrücker dann auch weidlich aus. Der zur Pause eingewechselte Tobias Schinnen, der zuvor zweimal bei zwei dicken Einschussmöglichkeiten gescheitert war (47., 61.), erhöhte im dritten Versuch per Kopf – wieder nach Reiner-Flanke – dann hochverdient auf 2:0 (62.). Es war die Vorentscheidung einer einseitigen Partie.
Von der EGC war in der Offensive weiter nichts zu sehen, die wenigen Angriffsversuche waren zu harmlos, um die Partie noch zu drehen. Als der ebenfalls eingewechselte Sanel Rahic bei einem Konter den Ball clever zum dritten Treffer für seine Mannschaft einnetzen konnte (79.), war die Partie gelaufen. Der „Ehrentreffer“ durch Fatos Prenku (89.) war nur noch Ergebniskosmetik.
„Das war heute eine klare Sache“, war Karbachs Trainer Torsten Schmidt zufrieden, „wir haben mit einer Supereinstellung einen hochverdienten und souveränen Sieg eingefahren. Zu bemängeln bleibt lediglich die Chancenverwertung, da müssen wir besser werden.“


Karbach: Bauer - Hammes, Puttkammer, Eberhardt, Junk, Cevik, Felgner (46. Schinnen), Bernd (75. Schindel), Jakobs, Ströter, Reiner (67. Rahic).
Nächste Aufgabe für Karbach: am Mittwoch (19.30 Uhr) im Rheinlandpokal in Bremm.


Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 12. September 2011



Kopf, Knie, Knöchel: Einige Fragezeichen beim FC Karbach

Fußball-Rheinlandliga Vorderhunsrücker gastieren am Sonntag beim Tabellendrittletzten Spvgg Wirges II

M Karbach. Der SV Mehring ist das Maß aller Dinge in der Fußball-Rheinlandliga. Fünf Spiele, fünf Siege, vier Zähler Vorsprung. Den Trainer des FC Karbach lässt der Mehringer Traumstart noch kalt. „Für den Moment sind sie weiter als andere, aber es stehen noch 29 Spieltage an“, sagt Torsten Schmidt. Deshalb beunruhigt ihn auch nicht, dass sein FCK nur Mittelmaß ist. „Bis auf das 0:5 in Burgbrohl waren wir in jedem Spiel die bessere Mannschaft, wir sind auf einem gutem Weg. Man kann auf einen guten Monat hoffen.“ Nach dem 4:1 gegen Koblenz II peilt Karbach am Sonntag (14.30 Uhr) bei der Reserve der Spvgg Wirges den zweiten Sieg im September an.
Drei Spieler bereiten Schmidt allerdings ein wenig Sorgen: Stürmer Benjamin Reiner, der gegen Koblenz sein erstes Saisontor schoss, zog sich eine Gehirnerschütterung zu – Einsatz fraglich. Das gleiche gilt für Innenverteidiger David Eberhardt, der sich im Abschlusstraining vor dem Koblenz-Spiel am Knie verletzte und ausgefallen war. „David hat zwar trainiert, aber wir wissen noch nicht, ob wir das Risiko eingehen sollen“, sagt Schmidt. Besser sieht es bei Andy Felgner aus, der einen dicken Knöchel hat und nur eingeschränkt trainieren konnte.
Eberhardts Ausfall wirbelte die Karbacher Elf vor einer Woche ordentlich durch: Jan Hammes rückte vom Mittelfeld in die Abwehr, Felgner durfte sich zum ersten Mal als „Sechser“ beweisen. Beiden attestierte Schmidt eine gute Leistung: „Jan hat gezeigt, dass er nicht nur im defensiven Mittelfeld spielen kann. Andy hat sogar ein Tor geschossen, das macht es umso schöner.“ Auch Andreas Oberreiter als rechter Verteidiger und Co-Trainer Mirko Bernd im offensiven Mittelfeld belebten das FC-Spiel. Beide feierten ihr Startelf-Debüt. Schmidts Umstellungen trugen Früchte, zum Matchwinner avancierte aber wie so oft Defensivmann Sven Jakobs. Zweimal traf Jakobs, mit insgesamt drei Toren ist er schon wieder Karbachs bester Torschütze. „Er schafft es einfach, vor dem gegnerischen Tor für Gefahr zu sorgen“, lobt Schmidt seinen zuverlässigsten Torschützen. Gut möglich, dass Jakobs auch in Wirges trifft. Die Oberliga-Reserve hat erst einen Punkt (2:2 gegen Eisbachtal) geholt, aber bereits satte 21 Tore kassiert (1:6 bei Rot-Weiß Koblenz, 1:5 in Mehring, 0:4 gegen Linz, 0:4 in Morbach).bon
Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Freitag, 9. September 2011

FC Blau Weiß Karbachvs.TuS Koblenz 02.09.2011  FC Karbach - TuS Koblenz II 4 - 1 (2 - 0)

FC Karbach besinnt sich auf Defensive und gewinnt

Fußball-Rheinlandliga Jakobs trifft im Doppelpack, Reiner erstmals – TuS Koblenz II undiszipliniert: Ramovic und Hahn sehen Rote Karten
Von unserem Mitarbeiter
Carsten Zillmann
M Emmelshausen. Der FC Blau-Weiß Karbach kann noch gewinnen. Gegen die zweite Mannschaft der TuS Koblenz setzte sich der nach dem 0:5 in Burgbrohl angeschlagene Rheinlandligist mit 4:1 (2:0) durch. Die Karbacher Fußballer besannen sich im Emmelshausener Stadion vor allem auf eine sortierte Defensive. „Wir haben sicher kein Feuerwerk abgebrannt. Aber das konnte auch keiner erwarten“, sagte FCK-Trainer Torsten Schmidt. „Dafür haben wir versucht die Ordnung zu halten und nichts zuzulassen. Vorne kriegen wir unsere Chancen immer.“
Die Einschätzung bekam Schmidt schon nach fünf Minuten von seinem Mittelfeldspieler Andy Felgner bestätigt. Nach einem unbeholfenen Foul des Koblenzer Außenverteidigers José Matuwila am schnellen Benjamin Reiner trat Felgner zum Freistoß an. Er zirkelte das Leder mit seinen roten Schuhen aus 20 Metern geschickt um die Mauer und platzierte es im Tornetz. Es sollte genau 19 Minuten und ein weiteres Matuwila-Foul dauern, bis der FCK den zweiten wichtigen Standard zugesprochen bekam. Matuwila legte diesmal Sven Jakobs an der Außenlinie. Jakobs war es auch, der die Freistoßflanke letztlich im Tor unterbrachte. Zunächst scheiterte er allerdings zweimal an Torwächter Kevin Birk. Erst im dritten Anlauf jagte er den Ball aus zwei Metern Entfernung unter die Latte. Bei der TuS lief offensiv wenig – obwohl die Gastgeber ihnen viel Platz ließen, erst spät attackierten. Lediglich ein schneller Angriff über die linke Seite der kleinen Koblenzer sorgte für Gefahr. FCK-Torwart Florian Bauer verhinderte mit seiner Parade gegen Albert Buhler aber Schlimmeres. Nach solchen Szenen fiel vor allem Co-Trainer Mirko Bernd auf. Der 39-Jährige stand in dieser Runde erstmals in der Startelf, agierte hinter den Spitzen und erteilte seinen Mitspielern viele Anweisungen, mahnte immer wieder taktische Disziplin an.
Von deren Notwendigkeit konnte man sich ab der 56. Minute überzeugen. Oscar Feilberg rannte Denis Ramovic übermotiviert in die Hacken und schenkte den Koblenzer so einen Freistoß. Tobias Bauer, ein Kicker mit Zweitligaerfahrung, überlistete bei der Ausführung die Mauer der Karbacher. Zwei Spieler sprangen hoch, Bauer schoss den Ball flach ins Toreck. Sofort wirkte Karbach unsicherer. Die TuS erspielte zwar keine nennenswerten Chancen, der FCK geriet aber unter Druck. Abspiele wurden ungenauer, Zweikämpfe nervöser geführt, der Spielaufbau wirkte überhastet. Doch Ramovic, der zuvor den Freistoß herausgeholt hatte, leistete sich Minuten später einen folgenschweren Ausraster. Der lange Stürmer sprang Karbachs Andreas Oberreiter mit Anlauf ins Kreuz und schlug ihm dabei den Ellenbogen in den Nacken. Schiedsrichter Dirk Huster zückte Rot, und die Blauen schickten sich an, die Partie zu entscheiden. Binnen zwei Minuten war der Sieg endgültig klar: Jakobs markierte nach Flanke von Tim Puttkammer das 3:1 (84.), ehe Reiner den Schlusspunkt setzte. Reiner, der viel geackert hatte, wurde belohnt. Der eingewechselte Tobias Schinnen vernaschte Namensvetter Dahm auf der rechten Seite und legte den Ball in den Rückraum auf Reiner. Der „Panzer“ zündete daraufhin eine echte Rakete, die ins Netz zischte (85.) – zumindest ein klein wenig Feuerwerk in Emmelshausen. „Das freut mich sehr für ihn. Vielleicht ist der Knoten geplatzt und er trifft auch in den nächsten Spielen“, sagte Schmidt. Diese wird TuS-Verteidiger Sebastian Hahn von der Tribüne beobachten. Er sah in der Nachspielzeit die zweite Rote Karte.

FCK: Bauer – Oberreiter, Hammes, Schindel, Puttkammer – Felgner, Ströter – Jakobs, Bernd (71. Schinnen), Feilberg (86. Cevik) – Reiner.
TuS II: Birk – Klappert, Hahn, Dahm, Matuwila – Akwapay – Tillmanns, Buhler, Bauer, Wagner – Ramovic.
Schiedsrichter: Huster (Kasdorf).
Zuschauer: 280.
Tore: 1:0 Felgner (5.), 2:0 Jakobs (34.), 2:1 Bauer (56.), 3:1 Jakobs (84.), 4:1 Reiner (85.).
Besonderheiten: Rote Karten für Ramovic (79.) und Hahn (90.+1, beide TuS II).
Beste Spieler: Reiner, Jakobs, Ströter – Buhler, Tillmanns.
Nächste Aufgabe für Karbach: am Sonntag (14.30 Uhr) in Wirges.


Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 5. September 2011


FCK-Frage: „Große Keule“ oder gleiche Elf?

Rheinlandliga Trainer Schmidt hält sich vor dem heutigen Spiel gegen die TuS Koblenz II alle Konsequenzen offen

M Emmelshausen. Die Karbacher 0:5-Blamage in Burgbrohl hat nicht nur die FCK-Verantwortlichen, sondern die komplette Fußball-Rheinlandliga irritiert: Ist der von allen als Geheimfavorit hochgejubelte FCK doch nur Mittelmaß? Die erste Antwort, wohin der Weg der Vorderhunsrücker führt, gibt es heute Abend im Emmelshausener Stadion. Um 19.45 Uhr beginnt die Partie gegen die TuS Koblenz II.
Unter der Woche hat Trainer Torsten Schmidt auf dem Karbacher Quintinsberg die Zügel angezogen. Nach dem 0:5 in Burgbrohl hatte er auch allen Grund dazu. „Wenn man so hoch verliert und keine gelbe Karte bekommt, dann sagt das alles aus“, sagt Schmidt. „Dementsprechend haben wir die Woche trainiert. Ich gehe davon aus, dass die Mannschaft mein Signal verstanden hat. Sie ist gefordert, gegen Koblenz zu zeigen, dass das Spiel in Burgbrohl ein Ausrutscher war.“ Die Fehlersuche war für Schmidt schnell abgeschlossen: „Der Kampfgeist hat gefehlt. Das waren elf Einzelkämpfer – mehr nicht.“
Den Torwart Lukas Schmitt, der sein Debüt für Karbach feierte, nimmt Schmidt aus der Kritik heraus: „Vier Gegentore fielen aus Nahdistanz. Lukas war schuldlos.“ Florian Bauer wird wohl dennoch heute Abend zwischen die Pfosten zurückkehren.
Wie schlecht der FCK in Burgbrohl gewesen sein muss, belegt eine Tatsache: Linksverteidiger Tim Puttkammer, der seit einem Jahr ausnahmslos gute bis überragende Leistungen vollbracht hat, wurde nach 39 Minuten ausgewechselt, weil er Burgbrohls Martin Zerwas nie halten konnte. Schmidt bleibt dennoch gnädig mit dem 20-Jährigen: „Tim hatte einen Tag erwischt, an dem nichts lief.“ Konsequenzen muss der ansonsten so stabile Puttkammer keine fürchten, andere dagegen schon. „Ich weiß noch nicht, ob ich die große Keule auspacken werde, oder ob ich der gleichen Elf wieder die Chance gebe“, sagt Schmidt. Auf 18 Mann kann der Coach zurückgreifen. Sanel Rahic steht nach seiner Knöchelverletzung wieder im Kader.
Wie das Aufgebot der Gäste aussehen wird, ist ein kleines Rätsel. Die Koblenzer Regionalliga-Truppe spielt am Samstag, Ersatzspieler wie Patrick Nonnenmann oder Johannes Grober werden wohl heute in Emmelshausen auflaufen. Ansonsten hat die TuS-Reserve gegenüber der Vorsaison, als sie Tabellendritter wurde, ein völlig neues Gesicht erhalten. Der neue Trainer Markus Breitbach musste eine neue Elf vor allem aus ehemaligen A-Jugendkickern aufbauen. In dem Findungsprozess steckt die TuS II noch – null Punkte aus vier Spielen sprechen Bände. Breitbach sagt: „Dass es in dieser Saison schwer würde, kam nicht unerwartet. Ich hatte aber nicht erwartet, dass wir nach dem vierten Spieltag am Tabellenende stehen.“ bon


Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Freitag, 2. September 2011

Spvgg Burgbrohlvs.FC Blau Weiß Karbach27.08.2011  Spvgg Burgbrohl - FC Karbach 5 - 0 (2 - 0)

Vier Tore: Yousuf schießt Karbach ab

Rheinlandliga Burgbrohl demontiert FCK mit 5:0 – Ex-Emmelshausener Mann des Tages – Schmidt: Unterirdisch
Von unserem Mitarbeiter
Horst Bach
M Burgbrohl. Die Spvgg Burgbrohl hat gegen den FC Karbach nach einer schwachen Anfangsphase befreit aufgespielt und die Partie in der Fußball-Rheinlandliga dann eindeutig dominiert. Mit vier Toren schoss der Ex-Emmelshausener Sooud Yousuf die Brohltaler fast im Alleingang zum verdienten 5:0- (2:0) Sieg gegen den FCK.
„Die Mannschaft hat über weite Strecken tollen Fußball gespielt. Die Initialzündung war das Tor zum 1:0“, freute sich Spvgg-Trainer Klaus Adams nach dem ersten Sieg im vierten Spiel. Es war ein schwacher Beginn, den die Burgbrohler nur mit viel Glück überstanden. Zunächst patzte die Viererkette um Sebastian Lauermann, als sie den Ball nach einem Karbacher Konter erst eroberte, um ihn gleich wieder im eigenen Strafraum zu verlieren. Benjamin Reiner tauchte urplötzlich frei vor dem Keeper Maximilian Loth auf, verzog den Ball aber völlig unkontrolliert (5.).
„Wir waren die ersten Minuten gar nicht im Spiel, unsere Nervosität und die Verunsicherung waren da zu sehen“, so Adams. Die Reaktion der Hausherren blieb nicht aus. Während sich Karbach nun mehr und mehr zurückzog, versuchte sich Burgbrohl mit Spielwitz und guten Kombinationen in der Offensive. Mit Erfolg: Karbach hatte bei einem Konter auf Abseits spekuliert, und nach einer schönen Kombination mit Florian Stein blieb Ivan Bossauer eiskalt – 1:0 (28.).
Zuvor hatte Sebastian Lauermann (14.) bereits eine gute Chance ausgelassen. Wer dachte, dass nach dem Gegentreffer ein Ruck durch die favorisierte Mannschaft von Karbachs Trainer Torsten Schmidt gehen würde, hatte sich getäuscht. Burgbrohl blieb am Drücker, und Karbach lieferte einen Offenbarungseid in Sachen Spielkultur, Abwehr- und Offensivverhalten ab. „Das war unterirdisch. Das hatte spätestens nach 15 Minuten nichts mehr mit Fußball zu tun. Bis auf David Eberhardt und Torwart Lukas Schmitt war das ein Totalausfall“, befand Karbachs Trainer Torsten Schmidt, der froh war, dass „wir hier nicht noch viel mehr Tore kassiert haben“.
Der Knoten bei den Gastgebern war geplatzt: Burgbrohl agierte kombinationssicher und brandgefährlich über die Außenbahnen. Nach sehenswerter Vorarbeit durch Dane Irmgartz hämmerte Yousuf den Ball aus spitzem Winkel unhaltbar zum 2:0 in die Maschen (37.). Die Karbacher ergaben sich in der Folge konsterniert in ihr Schicksal. „Wir haben nicht nachgelassen und weiterhin viel Druck auf Karbach ausgeübt“, meinte Adams zufrieden.
Besonders Yousuf war weiter nicht zu halten. Er ließ noch drei weitere Treffer folgen (47., 56., 88.), wobei er den Gästen mit dem 3:0 kurz nach der Pause endgültig den Zahn gezogen hatte. Fazit Adams: „Wir haben 5:0 gewonnen. Da ist es nicht so entscheidend, dass wir mehr Tore hätten schießen können. Wir freuen uns jetzt erst einmal.“


FC Karbach: Schmitt – Schindel, Jakobs, Hammes (52. Junk), Feilberg, Reiner, Felgner, Eberhardt, Ströter, Puttkammer (39. Cevik), Schinnen (65. Oberreiter).
Nächste Aufgabe für Karbach: am Samstag (18 Uhr) in Emmelshausen gegen TuS Koblenz II.


Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 29. August 2011


Vier Punkte verschenkt? Schmidt sieht lieber das Positive

Fußball-Rheinlandliga Trainer stuft seinen FC Karbach trotz Platz neun als „richtig gut“ ein – Am Samstag geht es nach Burgbrohl – Sanel Rahic fehlt erneut

M Karbach. Drei Spiele, keine Niederlage, aber nur fünf Punkte und Tabellenrang neun: Der FC Karbach ist in der Fußball-Rheinlandliga derzeit nur reines Mittelmaß. Trainer Torsten Schmidt ist vor dem Gastspiel bei der Spvgg Burgbrohl am Samstag (16.30 Uhr) jedoch sehr zufrieden mit der Entwicklung seiner Elf.
Schmidt trauert den verschenkten Punkten beim 2:2 gegen Mülheim und beim 2:2 gegen Bad Breisig nicht nach, auch wenn sein FCK besser war und „zwei umstrittene Elfmeter“ (Schmidt) jeweils den Sieg gekostet haben. „Anstatt zu sagen, dass wir vier Punkte verloren haben, überwiegt bei mir das Positive“, meint Schmidt: „Und das ist, dass wir mehr als mithalten können. Wir sind richtig gut. Wir müssen nur jetzt schaffen, auch die Spiele zu gewinnen.“ Schmidt steht in Burgbrohl der gleiche 17-Mann-Kader wie gegen Bad Breisig zur Verfügung. Die Langzeitverletzten Patrick Schmidt (seine Brüche im Gesicht werden heute operiert) und Dave Zimmermann (Nachwirkungen eines Kreuzbandrisses) fehlen ebenso wie Sanel Rahic. Der Offensivmann war beim 2:1 in Trier-Tarforst umgeknickt, ein Außenbandanriss wurde diagnostiziert. „Vielleicht kann Sanel kommende Woche wieder ins Training einsteigen, aber jetzt ist sein Fuß noch grün und blau“, sagt Schmidt.
Großartig wird der Coach seine Elf wohl nicht ändern – vermutlich nur auf einer Position: Sven Jakobs hat als Joker gegen Bad Breisig getroffen und damit seine Torgefährlichkeit aus der Vorsaison fortgesetzt. Damals traf der Defensivmann stolze zwölfmal. Vor allem wegen seiner Offensivstärke und Handlungsschnelligkeit bei Standardsituationen dürfte Jakobs in die Startelf rutschen. Für ihn müsste wohl Dogan Cevik weichen.
Burgbrohl hat nach zwei Niederlagen (1:2 in Mehring, 0:2 gegen Linz) vor fünf Tagen beim 1:1 in Morbach zum ersten Mal gepunktet. Die Mannschaft des neuen Trainers Klaus Adams kommt langsam in Fahrt nach einer gewaltigen Fluktuation (elf Neue, neun Abgänge). „Für mich gehört Burgbrohl zu den stärksten Teams, sie haben in den vergangenen Jahren immer bewiesen, dass sie in den vorderen Regionen mitspielen können“, sagt Schmidt.
Adams gibt die Blumen zurück: „Karbach gilt allgemein als einer der Meisterschaftsfavoriten. Auch in der Offensive sind die sehr gut bestückt.“ Eines steht aber für die Burgbrohler fest: Gegen Karbach soll der erste Sieg her. Da passt es Adams natürlich nicht ins Konzept, dass er wohl auf seine Strategen Sebastian Lauermann und Tobias Wirtz verzichten muss. bon


Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Freitag, 26. August 2011

FC Blau Weiß Karbachvs.SG Bad Breisig20.08.2011  FC Karbach - SG Bad Breisig 2 - 2 (1 - 0)

Karbach bringt sich zu Hause erneut um den verdienten Lohn

Rheinlandliga FCK lässt beim 2:2 gegen die SG Bad Breisig zu viele Chancen ungenutzt – Feilberg und Jakobs treffen – Umstrittener Elfmeter bringt spät den Ausgleich
Von Mitarbeiter
Armin Bernd
M Emmelshausen. Auch im dritten Saisonspiel bleibt Fußball-Rheinlandligist FC Karbach ohne Niederlage. Aber gegen Oberliga-Absteiger SG Bad Breisig verpassten die Karbacher im Emmelshausener Stadion vor 280 Zuschauern trotz zweimaliger Führung einen Sieg und mussten sich durch den Ausgleichstreffer nach einen umstrittenen Elfer kurz vor dem Ende mit einem 2:2 (1:0) begnügen. Es war das erste Spiel ohne den verletzten Kapitän Patrick Schmidt, der es sich aber nicht nehmen ließ, trotz sieben verschiedener Brüche im Gesicht vor Ort zu sein. Schmidt wird am Mittwoch in Koblenz operiert.
Nach dem Schlusspfiff sah man viele enttäuschte Gesichter auf Seiten der Gastgeber, darunter das blutunterlaufene von Patrick Schmidt. Denn das Unentschieden fühlte sich für die Vorderhunsrücker wie eine Niederlage an. Auch für Karbachs Trainer Torsten Schmidt, der sich über das späte Gegentor mächtig ärgerte: „Bad Breisig war eigentlich schon mausetot. Wir haben 70 Minuten Übergewicht und riesige Chancen, die du einfach versenken musst.“
In der Tat hatten die Einheimischen meistens die Spielkontrolle und einen guten Start in die Partie. Karbach kam bereits früh zu Chancen. So nach sieben Minuten, als FCK-Stürmer Benjamin Reiner mit perfekter Vorbereitung Oskar Feilberg freispielte. Dieser scheiterte jedoch mit seinem Versuch, den langen 1,97-Meter-Gästetorwart Christoph Winterhagen mit einem Heber zu überlisten.
Doch der laufstarke Feilberg machte es elf Minuten später besser: Nach einem von Jan Hammes im Mittelfeld gewonnenen Kopfballduell kam der Ball erneut zum 19-jährigen Karbacher, der nun überlegt an Winterhagen vorbei zur 1:0-Führung einnetzte (18.).
Bad Breisig hatte bis dahin wenig gezeigt und auch der neue Trainer Deniz Bakir war sauer: „Einige von uns schlafen auf dem Platz noch.“ Auch deshalb schickte Bakir bereits nach 20 Minuten seine komplette Ersatzbank zum Warmlaufen. So langsam kam Bad Breisig etwas besser ins Spiel, kam aber zu wenigen Möglichkeiten. SG-Akteur Jan Rieder kam dabei mit seinem Schuss aus spitzem Winkel dem Karbacher Tor noch am nächsten, verzog aber knapp (26.). Zur Pause hatte Karbachs Führung noch Bestand.
Nicht vorbei schoss dann Rieders eingewechselter Kollege Faizal Akbar drei Minuten nach der Pause: Nach einem schönen Pass von Florian Lückenbach blieb Akbar freistehend ruhig und traf überlegt an Karbachs Torwart Florian Bauer vorbei zum 1:1-Ausgleich. Akbar tauchte wenig später nach feinem Pass des ebenfalls eingewechselten Dzenis Ramovic allein vor Bauer auch, doch der parierte ganz stark. Nach einer Stunde wurden die Gastgeber wieder stärker und der eingewechselte Sven Jakobs erzielte nach feiner Freistoßflanke von Andreas Felgner mit dem Kopf die erneute FCK-Führung (71.). Danach hatten Einheimischen beste Chancen zum 3:1, 4:1 oder gar 5:1, aber Reiner, Jakobs und Kapitän Chris Ströter (Innenpfosten) scheiterten alle aus aussichtsreichen Positionen.
Diese Nachlässigkeiten wurden dann zwei Minuten vor dem Ende bitter bestraft: Die Karbacher Innenverteidiger Sven Schindel und David Eberhardt kämpften mit Bad Breisigs Rieder im Strafraum um den Ball, als der Schiedsrichter einen umstrittenen Elfmeter für die SG pfiff. Der gefoulte Rieder trat selbst an und traf mit Hilfe des Innenpfostens zum 2:2-Ausgleich.
Schmidt ärgerte sich: „Wir bringen zum zweiten Mal einen Gegner selbst zurück ins Spiel. Das ist ernüchternd und vielleicht fehlt uns da noch etwas zu einer Spitzenmannschaft. Für den von uns betriebenen Aufwand, haben wir jetzt vier Punkte zu wenig auf unserem Konto.“
Bakir war auch nicht zufrieden: „Es war heute von beiden Mannschaften kein gutes Spiel, das keinen Sieger verdient hat. Wir haben zwar auswärts nicht verloren, aber wir wollen oben mitspielen und dafür ist ein Punkt hier zu wenig.“

Karbach: Bauer – Schindel, Hammes (89. Bernd), Cevik (65. Singer), Feilberg, Reiner, Ströter, Felgner, Eberhardt, Puttkammer, Schinnen (65. Jakobs).
Bad Breisig: Winterhagen – Begen, Liersch, Rombach, Kirst, Lückenbach, Rieder, Eckl, Abdullah (77. Mustafa), Yilmaz (46. Ramovic), Külhacioglu (46. Akbar).
Schiedsrichter: Roman Herberich (Kaub).
Zuschauer: 280.
Tore: 1:0 Feilberg (19.), 1:1 Akbar (48.), 2:1 Jakobs (71.), 2:2 Rieder (88./FE).
Beste Spieler: Feilberg, – Lückenbach.
Nächste Aufgabe für Karbach: am Samstag (16.30 Uhr) in Burgbrohl.


Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 22. August 2011


Zwei Monate Pause für Patrick Schmidt?

Fußball-Rheinlandliga Karbachs Kapitän kann noch nicht operiert werden – FC setzt gegen Bad Breisig wieder auf Reiner

M Karbach. Kein Spiel, dafür aber den Kapitän verloren: Mit vier Punkten aus zwei Partien ist der FC Karbach ordentlich in die Fußball-Rheinlandliga gekommen, allerdings stellt die Verletzung von Patrick Schmidt den guten Start vor dem Heimspiel am heutigen Samstag gegen die SG Bad Breisig (Sa., 18 Uhr, in Emmelshausen) in den Schatten.
Der 23-jährige Schmidt liegt mittlerweile im Koblenzer Stift und wartet auf eine Operation. Allerdings müssen die Schwellungen in seinem Gesicht erst abklingen. „Er wird wohl erst nächste Woche operiert“, sagt Trainer Torsten Schmidt. Sein Kapitän hatte sich am Mittwoch beim 2:1 in Trier-Tarforst einen doppelten Jochbeinbruch und einen Nasenbeinbruch bei einem Kopfballduell zugezogen. Trainer Schmidt nimmt die Verletzung von Kapitän Schmidt richtig mit: „Ein erheblicher Verlust. In den bisherigen Spielen hat man gesehen, dass Patrick der Führungsspieler ist, den ich mir immer gewünscht habe. Es wird uns einer fehlen, der richtig dazwischenhaut.“ Wie lange Schmidt pausieren muss, ist noch nicht abzuschätzen. Sein Trainer meint: „Zwei Monate Pause sind kein unrealistischer Zeitraum für solch eine Verletzung.“
Chris Ströter nimmt die Kapitänsbinde und die Position im defensiven Mittelfeld von Schmidt ein. Ansonsten wird beim FCK wohl wieder ordentlich rotiert: Gegenüber dem Tarforst-Spiel drängen Benjamin Reiner und Oscar Feilberg gegen Bad Breisig in die Startelf. Vor allem von Reiner erhofft sich Torsten Schmidt einiges: „Die Pause war nicht verkehrt für ihn, er wird gegen Bad Breisig wesentlich frischer sein als zuletzt, aber er braucht einfach ein Erfolgserlebnis.“ Pech hatte Offensivmann Sanel Rahic: Er knickte in Tarforst um, sein Einsatz ist fraglich. Mit den Neuen wie Alex Singer oder Andy Felgner, die in beiden Partien zum Einsatz kamen, ist Schmidt zufrieden: „Sie machen deutliche Fortschritte. Unsere Ergebnisse zeigen, dass sie soviel bisher nicht verkehrt gemacht haben können.“ Auch Ex-Oberligist Bad Breisig hat bis dato nicht viel verkehrt gemacht. 4:2 in Linz, 1:1 gegen Morbach – der neue Trainer Deniz Bakir ist begeistert von seiner Elf: „Der zweite Saisonsieg wird bestimmt nicht lange auf sich warten lassen.“ Im Emmelshausener Stadion will Bakir volles Risiko gehen: „Karbach müssen wir möglichst früh im Spielaufbau stören. Möglich, dass wir sehr offensiv ausgerichtet agieren.“ Gar nicht in den Kram passt Bakir, dass der Einsatz seiner Routiniers Sükrü Ayranci und Dzenis Ramovic auf der Kippe steht. bon


Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Samstag, 20. August 2011

FSV Trier-Tarforstvs.FC Blau Weiß Karbach17.08.2011  FSV Trier-Tarforst - FC Karbach 1 - 2 (0 - 2)

FCK-Schock: Schmidt zieht sich Brüche im Gesicht zu

Rheinlandliga Karbachs Kapitän verletzt sich beim 2:1-Sieg in Trier-Tarforst schwer bei einem Kopfballduell – Eberhardt und Feilberg treffen

Von unserem Mitarbeiter
Andreas Arens
M Trier-Tarforst. Gleich in seinem ersten Auswärtsspiel der neuen Saison in der Fußball-Rheinlandliga hat der FC Karbach seinen ersten Sieg eingefahren. Die Freude über das 2:1 (2:0) beim FSV Trier-Tarforst hielt sich im Team von Trainer Torsten Schmidt aber in Grenzen: Zu groß war auch nach dem Abpfiff der Schock über die schwere Verletzung von Kapitän Patrick Schmidt.
Nach einem Kopfballduell mit Tarforsts Ramon Jahn blieb Schmidt in der elften Minute benommen am Boden liegen. Mit dem Rettungswagen wurde er wenig später in ein Trierer Krankenhaus gebracht. „Er hat wohl mehrere Knochenbrüche im Gesichtsbereich davon getragen“, lautete kurz nach dem Spiel die Einschätzung von Trainer Torsten Schmidt. Diese Diagnose bestätigte sich: Doppelter Jochbeinbruch und Nasenbeinbruch, der Kapitän dürfte wochenlang fehlen.
Rotation bringt frischen Wind
Obwohl Schmidt nur einige Minuten mitwirken konnte, hatte auch er einen nicht unerheblichen Anteil am Sieg: In den Anfangsminuten sorgte er aus der Zentrale heraus für viel Ordnung im Spiel der über weite Strecken der ersten Hälfte wesentlich frischeren und aggressiveren Gäste – die der Coach im Vergleich zum 2:2 am Samstag gegen Mülheim-Kärlich wie angekündigt gleich auf vier Positionen geändert hatte (Tobias Schinnen, Andreas Felgner, Sanel Rahic und Alexander Singer rotierten für Benjamin Reiner, Oscar Feilberg, Maximilian Junk und Dogan Cevik ins Team). Bereits in der sechsten Minute das 0:1: FSV-Keeper Markus Schwind konnte einen abgefälschten Schuss von Felgner nach einer Ecke nur abklatschen. Im Nachsetzen drückte David Eberhardt die Kugel gedankenschnell über die Linie.
Der für den verletzten Patrick Schmidt eingewechselte Oscar Feilberg rückte in der 15. Minute auf die rechte Seite; Chris Ströter wurde nach innen beordert. Und Feilberg wirbelte, was das Zeug hielt: In der 18. Minute ließ er vier Tarforster stehen und schloss dann überlegt aus 13 Metern halbrechter Position ins lange Eck zum 0:2 ab. Leicht hätte der FCK abermals durch Feilberg (20.) und Felgner (26.) erhöhen können. Tarforst fand bis dahin gar nicht statt, wirkte drei Tage nach dem 0:4 in Morbach bereits verunsichert und operierte gegen die gut zustellenden und aufmerksamen Gäste meist nur mit langen Bällen. Doch nach gut einer halben Stunde ließ die Ordnung im Karbacher Spiel nach. Das machte Trainer Schmidt am Ausfall seines Spielführers fest: „Es fehlte uns mit der Zeit der Kopf im Mittelfeld.“
Zittern nach Kasel-Tor
Eng wurde es für die Gäste dann noch einmal nach dem 1:2 durch Patrick Kasel in der 72. Minute: Der Angreifer tankte sich über links durch, düpierte Sven Schindel und David Eberhard in der Karbacher Verteidigung und schloss aus spitzem Winkel überlegt ab. In der 81. Minute fast das 2:2: Kasel überlupfte Bauer und traf die Latte. Am Ende war der Gast dem dritten Tor aber näher als der FSV dem Ausgleich: Der eingewechselte Benjamin Reiner scheiterte zweimal frei vor dem gut reagierenden Keeper Markus Schwind.
So geschockt Trainer Schmidt wegen der schweren Verletzung war, stellte er aus sportlicher Sicht fest: „Mit den vier frischen Leuten im Vergleich zum Samstag-Spiel konnten wir die Startphase klar für uns entscheiden und hatten am Ende auch durch die Eingewechselten noch mal etwas zuzusetzen. Gut, dass sich dieser aufwändige 150-Kilometer-Trip mitten in der Woche für uns mit den drei Punkten gelohnt hat.“

Karbach: Bauer – Felgner, Eber-hardt, Schindel, Puttkammer, Ströter, Hammes, Schmidt (15. Feilberg), Singer (55. Jakobs), Schinnen (62. Reiner), Rahic.
Nächste Aufgabe für Karbach: am Samstag (18 Uhr) in Emmelshausen gegen Bad Breisig.

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Freitag, 19. August 2011


FC Karbach wechselt ordentlich durch

Rheinlandliga Trainer Torsten Schmidt verändert heute in Trier-Tarforst seine Elf auf vier Positionen

M Karbach. Auch in der Fußball-Rheinlandliga steht direkt eine englische Woche an: Der FC Karbach gastiert heute Abend (20 Uhr) in der ältesten Stadt Deutschlands. Gegner wird der FSV Trier-Tarforst sein, der mit einer 0:4-Klatsche in Morbach in die Runde gestartet ist.
Torsten Schmidt betont oft, dass der FCK in dieser Saison einen 20-Mann-Kader zusammengestellt hat, der leistungsmäßig äußerst ausgeglichen ist. Rotation ist für den Trainer gerade in einer englischen Woche kein Fremdwort: „Wir werden definitiv frische Leute bringen. Es wird vier Wechsel in der Startformation geben.“
19 Akteure stehen Schmidt heute in Trier-Tarforst zur Verfügung, nur der Langzeitverletzte Dave Zimmermann fehlt. Für einen Akteur ist also kein Platz auf dem Spielberichtsbogen. Wer ganz zugucken muss, verrät Schmidt noch nicht – nur soviel: „Dogan Cevik ist ein Wackelkandidat. Er hat wegen einer Erkältung am Montag nicht trainieren können.“
Cevik gehört wohl zu den vier Mann, die aus der Startelf fliegen – Alex Singer steht für ihn auf dem linken Flügel bereit. Auch Stürmer Benjamin Reiner, der beim 2:2 zum Auftakt gegen Mülheim-Kärlich unglücklich agierte, droht die Ersatzbank. Tobias Schinnen, der zum Start 90 Minuten auf der Bank schmorte, könnte in vorderster Front auflaufen.
Auch den jungen Maximilian Junk wird es wohl treffen: Der Rechtsverteidiger wurde gegen Mülheim-Kärlich als Erster ausgewechselt. Andreas Felgner kam für Junk, dieser Wechsel dürfte nun auch in Tarforst vollzogen werden. Bliebe noch Tausch Nummer vier: Dass Sanel Rahic in die Elf rückt, ist mehr als wahrscheinlich. Nur: Wer muss für ihn raus? Oscar Feilberg oder vielleicht sogar die Arrivierten Chris Ströter oder Jan Hammes? Coach Schmidt lässt sich nichts entlocken, nur soviel: „Im Tor gibt es keinen Wechsel. Florian Bauer hat leicht die Nase gegenüber Lukas Schmitt vorn. Und ich halte nichts davon, jede Woche den Keeper zu wechseln.“
Auch wenn es gegen Mülheim-Kärlich nach einer 2:0-Führung nur zu einem 2:2 reichte, ist es eine Erkenntnis des ersten Spieltags, dass sich Karbach gegenüber der Vorsaison verbessert hat. Für den FSV Trier-Tarforst, in der Vorsaison als Tabellenfünfter einen Platz und zwei Punkte besser als Karbach, kann das nicht behauptet werden. Zum Auftakt verlor Tarforst mit 0:4 beim SV Morbach um den Kappeler Roman Theise und den Bärenbacher Christopher Wild. Vor allem in der Offensive wirkten die Trierer harmlos. Der Abgang von 20-Tore-Mann Sven Simon zum SV Mehring schmerzt den FSV. Das weiß auch Karbachs Torsten Schmidt: „Das ist eine große Schwächung für Tarforst.“bon

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Mittwoch, 17. August 2011, Seite 11

FC Blau Weiß Karbachvs.Mülheim Kärlich13.08.2011  FC Karbach - Mülheim Kärlich 2 - 2 (2 - 1)

FC Karbach verschenkt direkt zwei Punkte

Rheinlandliga FCK nach 2:0 noch 2:2 gegen Mülheim-Kärlich vor 450 Zuschauern – Umstrittener Elfer sorgt für Diskussionsstoff
Von unserem Mitarbeiter
Armin Bernd
M Emmelshausen. Zum Auftakt seiner vierten Rheinlandliga-Spielzeit ist der FC Karbach im Emmelshausener Stadion trotz einer 2:0-Führung nicht über ein 2:2 gegen die SG Mülheim-Kärlich hinausgekommen: Dabei dominierte der FCK über weite Strecken das Geschehen.
Karbach kam auf dem durchnässten Rasen dank frühem Pressing und kaum Fehlpässen schnell zu Chancen: Jan Hammes verzog nach vier Minuten. Genauer zielte eine Viertelstunde später sein Kapitän Patrick Schmidt: Nach einer Hereingabe kam der Ball zum Ex-Profi, der mit einem präzisen Flachschuss zum 1:0 traf und damit zu einem Einstand nach Maß kam (19.). Ganz nach einem Heimsieg sah es nach dem zweiten FC-Treffer aus, als Hammes nach einer Flanke von Dogan Cevik zum Kopfball kam, zunächst an SG-Torwart Michael Wall scheiterte, aber durch energisches Nachsetzen erneut per Kopf das 2:0 markierte (35.).
Gäste-Trainer Marco Wagner war mit der Leistung seiner Elf vor der Pause gar nicht einverstanden: „Karbach war in der ersten Halbzeit stark, aber wir teilweise auch desolat. Wir sind gar nicht ins Spiel gekommen und ohne das Tor vor der Halbzeit wäre es ganz schwer geworden.“ Wagner meinte damit das überraschende 1:2, das nach einer Hereingabe von Steffen Pistono fiel: Dessen Ball gelangte durch die gesamte Karbacher Abwehr zu David Buschbaum, der nur noch einschieben musste (37.).
Große Aufregung gab es dann kurz nach der Pause: Schiedsrichter Benedikt Kempkes pfiff Elfmeter für Mülheim-Kärlich. Nach einer hohen Hereingabe der Gäste hatte seine Assistentin Selina Bast frühzeitig die Fahne gehoben und abseits gewunken. Dennoch pfiff Kempkes dies nicht ab, sondern sah im folgenden Zweikampf zwischen Karbachs Schmidt und Ismajl Dervishay einen Regelverstoß. Der Unparteiische versuchte die Verwirrung später aufzulösen: „Der im Abseits stehende Spieler hat aus meiner Sicht nicht ins Spiel eingegriffen.“
Auch die Bewertung des zum Elfmeter führenden Zweikampfes war umstritten. So meinte später FC-Kapitän Schmidt: „Das war nie ein Elfmeter. Ich habe nur meinen Oberkörper eingesetzt.“ Sein Trainer wollte dem Ex-Profi nur bedingt beipflichten: „Man kann sicher darüber streiten, aber Patrick wird sich daran gewöhnen müssen, dass Zweikämpfe, die in der zweiten oder dritten Bundesliga normal sind, hier abgepfiffen werden.“ Gästespieler Christian Wiersch blieb trotz der Diskussion ruhig und verwandelte den Elfmeter zum 2:2 (49.).
Mülheim kam jetzt besser ins Spiel, trotzdem hatten die Gastgeber meistens den Zugriff. Auch die beste Möglichkeit im zweiten Durchgang lag bei den Vorderhunsrückern, aber Puttkammer traf mit seinem Fernschuss nach schönem Solo nur den Innenpfosten (60.). Insgesamt war nun die Präzision im FC-Spiel nicht mehr so hoch wie zuvor war, und auch Karbachs Schlussoffensive in der letzten Viertelstunde blieb erfolglos. FCK-Trainer Schmidt ärgerte sich über zwei verlorene Punkte: „So einfach darf man den Sieg nicht herschenken. Aber später haben dann bei uns auch einige Abläufe nicht mehr so gestimmt.“ Mülheims Coach Wagner war dagegen zufrieden: „Zumindest kämpferisch war die zweite Hälfte ganz in Ordnung, und es ist schon gut, wenn man trotz eines so schlechten Tages hier noch was mitnimmt.“

FC Karbach: Bauer – Schindel, Junk (49. Felgner), Hammes, Schmidt, Cevik (77. Singer), Feilberg, Reiner, Ströter (65. Rahic), Eberhardt, Puttkammer.
SG Mülheim-Kärlich: M. Wall – Wans (46. Berg), M. Sasic (71. Yasli), A. Wall, Wiersch, Euler, Z. Sasic, Pistono, Etzkorn (46. Wilkening), Buschbaum, Dervishay.
Schiedsrichter: Benedikt Kempkes (Kruft).
Zuschauer: 456.
Tore: 1:0 Schmidt (19.), 2:0 Hammes (35.), 2:1 Buschbaum (37.), 2:2 Wiersch (48./FE).
Beste Spieler: Hammes, Schmidt, Puttkammer – Z. Sasic.
Nächste Aufgabe für Karbach: am Mittwoch (20 Uhr) beim FSV Trier-Tarforst.


Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 15. August 2011, Seite 22


Patrick Schmidt neuer Kapitän des FC Karbach

Rheinlandliga Ex-Profi führt den FCK nicht nur am heutigen Samstag gegen Mülheim-Kärlich an – Sven Jakobs fällt aus, der Rest ist an Bord

M Karbach. Die Experten sind sich einig: Die Saison 2011/2012 in der Fußball-Rheinlandliga dürfte die spannendste aller Zeiten werden. Der Hälfte der 18 Mannschaften wird die Meisterschaft zugetraut – zu dem großen Kreis gehören auch der FC Karbach und die SG Mülheim-Kärlich. Am heutigen Samstag (18 Uhr) stehen sich die beiden Klubs zum Auftakt im Emmelshausener Stadion gegenüber. Dorthin weicht Karbach bis November aus, weil der eigene Rasenplatz auf dem Quintinsberg renoviert wird.
FCK-Trainer Torsten Schmidt lässt sich vor dem Start partout nicht in die Karten blicken: „Ich werde erst in der Besprechung vor dem Spiel kundtun, wer spielt. Keiner weiß, ob er spielt oder nicht.“ Zwei Ausnahmen gibt es: Der in der Vorsaison mit zwölf Toren so treffsichere Defensivmann Sven Jakobs fällt mit Rückenproblemen aus und dürfte auch in der englischen Woche (Mittwoch in Trier-Tarforst, Samstag gegen Bad Breisig) nur Zaungast sein.
Eine andere Rolle nimmt dagegen Neuzugang Patrick Schmidt (23) ein: Der Ex-Profi von TuS Koblenz ist der neue Kapitän des FC Karbach und löst Mirko Bernd (nun spielender Co-Trainer) ab. Coach Schmidt über seinen Namensvetter und neuen verlängerten Arm: „Patrick ist zwar neu bei uns, aber er bringt das Team voran, weil er Erfahrung aus höheren Ligen mitbringt.“ Chris Ströter bleibt der Ersatzmann für die Binde.
Patrick Schmidt ist gesetzt – und wer sonst? Selten war es so schwer, eine Karbacher Wunschelf zu basteln. Den Trainer freut's: „Ich habe für das Mülheim-Spiel 18 Mann. Da kann sich jeder berechtigte Hoffnungen machen. Und: Wer am Ende spielt, der steht unter Druck. Denn wenn einer seine Leistung nicht bringt, steht einer hintendran und scharrt mit den Hufen.“
Torsten Schmidt sieht seinen FCK erheblich weiter als vor einem Jahr, als der Auftakt komplett vermasselt wurde: „Da hatten wir Personalprobleme, aber auch nicht die Qualität wie im Moment.“ Dass seine Mannschaft nicht mehr testen konnte (der VfL Alfter sagte vergangene Woche kurzfristig ab), findet Schmidt gar nicht so schlecht: „Vielleicht sind wir deshalb sogar frischer und haben noch mehr Lust auf das Spiel. Ich bin guter Dinge, denn ich weiß, was wir können“
Beim Gast Mülheim-Kärlich, der 2009 und damit ein Jahr nach Karbach ins Verbandsoberhaus aufgestiegen ist, herrscht eine ähnliche Stimmung wie beim FCK. „Wir sind gut drauf, und ich gehe davon aus, dass wir auch am Samstagabend noch gut drauf sein werden“, sagt SG-Trainer Marco Wagner vor dem Auftakt. Ihm fehlen mit Thorsten Knöll und Timo Theisen zwei Routiniers, ansonsten hält er es wie Kollege Torsten Schmidt: „In Sachen Aufstellung kann ich den Würfelbecher auspacken.“ Mehr verraten wollte auch Wagner nicht.bon

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Samstag, 13. August 2011