Rhein - Zeitung - Berichte  Rheinlandliga Saison 2009 / 2010
SV Morbachvs.FC Blau Weiß Karbach29.05.2010  SV Morbach - FC Karbach 1 - 0 (0 - 0)

FCK bleibt Rheinlandligist
Fußball: Karbach schon vor der Niederlage in Morbach gerettet – Puttkammer kommt von Bingen

Mit einem Punkt Vorsprung auf den Relegationsrang 15 hat der FC Karbach die Saison im Verbandsoberhaus als Tabellenzwölfter beendet.

SV Morbach FC Karbach 1:0 (0:0)


MORBACH. Der FC Karbach spielt auch nächste Saison in der Fußball-Rheinlandliga. Das stand schon vor dem 0:1 (0:0) beim SV Morbach fest. Nachdem der FSV Mainz II zuvor den Klassenverbleib in der Regionalliga West gesichert hatte, war klar, dass Karbachs Vorsprung auf die Abstiegszone groß genug ist.
Der FCK schaffte es in Morbach allerdings nicht, das erhoffte Ziel von maximal einem Zähler zu erreichen – und das lag in Morbach nicht an der Leistung der Hunsrücker, sondern vielmehr an der von Schiedsrichter Klaus Rupp und seinem Assistenten: Rupp hatte vor dem 0:1 ein klares Foulspiel an Tobias Schinnen nicht geahndet und sein Linienrichter die anschließende Abseitsstellung des Torschützen Eloy Campos übersehen. Da konnte dann auch bei Karbachs Trainer Torsten Schmidt kurzzeitig der Ärger über den Unparteiischen die Überhand gewinnen und die Freude über den Klassenerhalt in den Hintergrund treten: „Das ist schon sehr ärgerlich, denn wir wollten es hier aus eigenen Stücken mit einem Punktgewinn schaffen, die Klasse zu halten.“ Schmidt legte nach: „So eine Schiedsrichterleistung hat in der Rheinlandliga nichts zu suchen.“
Tatsächlich glänzten die 22 Fußballer auf dem Platz nicht mit einem Feuerwerk der Fußballkunst und hätten wohl beide mit einem Unentschieden leben können, aber der Unparteiische hatte anderes vor und schenkte Morbach ein irreguläres Tor. „Eigentlich hätten wir ein Remis verdient gehabt“, haderte Schmidt. Sein Team tat auch alles für den Punktgewinn, stand hinten kompakt und versuchte sich vorne, Chancen zu erarbeiten: Schon nach drei Minuten brachte Stürmer Daniel Lay den SV-Schlussmann Kevin Greweling in Verlegenheit, der einen Schuss aus 16 Metern nur abprallen lassen konnte. Im Nachschuss scheiterte dann Chris Ströter. Danach hatten erneut Lay (28.) und Mirko Bernd (45.) nach Standardsituationen weitere Karbacher Möglichkeiten. Für Morbach versuchten sich Oleg Tintor (6.), Jan Weber (21.) und der spätere Torschütze Campos (40.) in der ersten Hälfte.
In der zweiten Hälfte tat sich dann nicht mehr viel vor beiden Toren. Schmidt hatte Bernd, der nach 82 Minuten wegen Meckerns Gelb-Rot sah, in die Innenverteidigung gezogen, was der Karbacher Abwehr zwar Stabilität verlieh, wodurch dem Offensivspiel allerdings kreative Momente fehlten. „Das ist eben auch eine Alternative, die ich ausprobieren wollte“, erklärte Schmidt die Umstellung. „Wir haben ja dann auch kaum noch etwas zugelassen.“ Bis zum 0:1 allerdings auch kaum selbst den Weg zum Tor gefunden. Es lief also alles auf ein 0:0 hin – bis zu den zwei Fehlentscheidungen in der 67. Minute, die das 1:0 für Morbach zur Folge hatten.
Danach tat Karbach wieder mehr fürs Spiel, zum Ausgleich reichte es allerdings nicht mehr. Das war den FC-Akteuren spätestens zehn Minuten nach dem Abpfiff egal, die feierten sich, die Rettung und einen weiteren Neuen. „Tim Puttkammer kommt von Oberliga-Absteiger Hassia Bingen zu uns“, sagte der Vorsitzende Daniel Bernd. Der 19-jährige Puttkammer stammt aus Kirchberg und ist auf mehreren Positionen einsetzbar.Sina Ternis


Karbach: Bauer – P. Krohn (46. Zimmermann), Kensy, Schindel, Jakobs, Schinnen (79. J. Krohn), Ströter, Bernd, Marder (54. Biller), Lay, Wächter.
Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 31. Mai 2010

 

FC Karbach benötigt maximal einen Punkt

Fußball-Rheinlandliga: Letztes Spiel in Morbach – SVM holt Roman Theise

Wenn am letzten Spieltag in der Rheinlandliga alles gegen den FC Karbach läuft, dann muss der FCK in ein Entscheidungsspiel gegen Burgbrohl um den Relegationsplatz. Schlimmer kann es für Karbach aber nicht mehr kommen.

KARBACH. Der FC Karbach benötigt am letzten Spieltag maximal einen Zähler, um sich ein weiteres Jahr Fußball-Rheinlandligist nennen zu dürfen. Auch eine Niederlage beim SV Morbach könnte zur Rettung genügen. „Ich nehme jede Sache an, die das Ergebnis bringt, das wir uns verdient haben – und das ist ein weiteres Jahr Rheinlandliga“, sagt FCK-Coach Torsten Schmidt vor dem letzten Spiel am Samstag um 17 Uhr.

75 Minuten vor dem Anstoß in Morbach könnte Karbach bereits durch sein. Um 15.45 Uhr ist der letzte Spieltag in der Regionalliga West beendet. Hält sich Mainz 05 II in der vierten Liga, dann bleibt Roßbach in der Oberliga – und aus der Rheinlandliga steigen nur vier Mannschaften ab, wobei der beste Absteiger (Platz 15) noch die Relegationschance erhält. Karbachs Vorsprung auf Rang 15 beträgt unaufholbare vier Punkte.

Auf Rang 14 hat der FCK drei Zähler Puffer. Im ungünstigsten Fall müsste Karbach in ein Entscheidungsspiel um den Relegationsrang gegen den Fünftletzten Burgbrohl. Für dieses Szenario müsste Burgbrohl gegen Wirges II gewinnen, Dörbach in Zell siegen, Udler in Salmrohr erfolgreich sein und Badem gegen Mehring punkten.

Man kann also stark davon ausgehen, dass Karbach auch in der kommenden Runde im Verbandsoberhaus kickt. „Ich hoffe, wir fahren in Morbach den verdienten Lohn ein“, sagt Schmidt, der auf eine „schwierige“ Saison mit einigen Verletzten zurückblickt: „Wir waren stark gebeutelt und haben uns vor allem nach dem Winter top geschlagen.“ In Morbach fehlen Sven Lauterbach (Verdacht auf Mittelfußbruch), Pascal Hauer (Zerrung) und vermutlich Reyad David sowie Chris Ströter. David laboriert noch an einer Verletzung, Ströter muss wahrscheinlich arbeiten. Vorsorglich rückt der Rheinlandliga-erprobte Jürgen Krohn aus der Reserve hoch. Weitere Personalien: Stürmer Daniel Lay verlängerte seinen Kontrakt, nur Reyad David (TSV Emmelshausen) und Sven Lauterbach (TuS Hausen) verlassen somit den FCK. Bei einem Klassenverbleib hat der Vorsitzende Daniel Bernd „ein bis zwei“ weitere Zugänge bereits angekündigt.

Beim SV Morbach ist das Stühlerücken größer: Neun Abgängen stehen bereits zehn Zugänge gegenüber. Darunter finden sich zwei interessante Namen aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis: Der Ex-Oberliga-Kicker Roman Theise wechselt nach einem halbjährigen Intermezzo bei seinem Heimatverein SG Ober Kostenz im Sommer zum SVM. Zudem hat Morbach Christopher Wild aus der A-Jugend der TuS Koblenz verpflichtet. Der 17-jährige Defensivmann stammt aus Bärenbach und wurde in den vergangenen Jahren bei TuS Koblenz, Mainz 05 und Hassia Bingen ausgebildet. (mbo)
Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Freitag, 28. Mai 2010

FC Blau Weiß Karbachvs.FSV Salmrohr23.05.2010  FC Karbach - FSV Salmrohr 1:3 (1:2)

Karbach schlägt sich gegen Salmrohr selbst

Rheinlandliga: FCK kassiert unnötige Gegentreffer gegen den FSV – Direkter Abstieg nicht mehr möglich – Abrutschen auf Relegationsplatz noch drin

Es war eine unnötige Niederlage des FC Karbach gegen den FSV Salmrohr. Aber vielleicht war es eine, die der FCK verkraften kann, denn direkt absteigen kann Karbach nach den Wochenend-Resultaten nicht mehr. Der FSV Salmrohr hat trotz der drei Punkte den Aufstieg verpasst, denn Bad Breisig gewann zeitgleich gegen Mülheim-Kärlich.

FC Karbach - FSV Salmrohr 1:3 (1:2)

KARBACH. Trotz einer 1:3-Heimniederlage gegen den FSV Salmrohr haben sich für Fußball-Rheinlandligist FC Karbach nach dem vorletzten Spieltag die Chancen zum Klassenerhalt weiter erhöht: So können die Vorderhunsrücker von vier Mannschaften nun sicher nicht mehr eingeholt werden – somit ist ein direkter Abstieg unmöglich. Und auch ein Abrutschen auf den eventuellen Relegationsplatz 14 ist unwahrscheinlich.
Dennoch ist es theoretisch noch nicht sicher, dass der FC Karbach ein drittes Jahr in der höchsten Spielklasse des Fußballverbandes Rheinlandes antreten darf, sodass eine „Nichtabstiegsfeier“ nach der Partie gegen den ehemaligen Zweitligisten auf dem Quintinsberg nicht steigen konnte – und auf den kommenden Samstag in Morbach verschoben werden musste.
Zunächst kamen die Gastgeber schwer ins Spiel. Salmrohr war oft einen Tick schneller und belohnte sich dafür schon nach 17 Minuten: Nach einer Ecke wurde der Ball verlängert, flog Richtung Strafraumeck, wo er mit dem jungen FSV-Akteur Tim Köhler einen dankbaren Abnehmer fand. Köhler zog voll mit dem Spann ab und traf wuchtig zur unhaltbaren 0:1-Gästeführung.
Sowohl FCK-Kapitän Mirko Bernd als auch Heimtrainer Torsten Schmidt erkannten früh, dass sich die Einstellung der Einheimischen verbessern musste und beide versuchten, wachzurütteln. So rief Schmidt einige Male seinen Schützlingen von der Seitenlinie aus lautstark zu: „Ihr müsst aktiver sein!“
Und in der Tat kamen die Karbacher danach öfter in die Richtung des FSV-Strafraums und die erste FCK-Torchance hatte Sven Schindel per Kopf nach einer Ecke von Bernd (26). Besser lief es für die Gastgeber in der 35. Minute: Nach einem schönen Anspiel von Andreas Kensy bedrängte Mike Biller seinen Gegenspieler Andreas Hesslein so sehr, dass dieser den Ball ins eigene Tor schoss und somit das 1:1 fabrizierte.
Karbach war in dieser Phase am Drücker, aber das Tor fiel fünf Minuten später auf der anderen Seite. Karbachs Innenverteidiger Schindel rutschte 15 Meter vor dem Gehäuse aus und bot somit Michael Mayer-Nosbüsch die Gelegenheit zum freien Torschuss. Der Salmrohrer Stürmer zeigte sich nervenstark und brachte mit seinem satten Schuss zum 2:1 in den Winkel wieder den FSV nach vorne.
In Laufe der zweiten Halbzeit setzte FCK-Coach Schmidt dann alles auf die Offensivkarte und brachte mit Tobias Schinnen, Daniel Lay und Aschur David drei weitere Angreifer. Die Einheimischen bemühten sich nun sehr, kämpften auch ordentlich, jedoch fehlte es an der einen oder anderen spielöffnenden und zündenden Idee. Zu häufig wurde Karbach vor dem Strafraum gestoppt und schaffte es nicht wirklich, Torgefahr zu erzeugen.
Karbach ließ zwar bis zum Ende nicht nach, aber es gelang nur noch den Gästen in der vorletzten Minute ein Treffer. Mit einen schnellem Gegenangriff nach einem völlig verpatzten Freistoßtrick des FCK wurde Karbach ausgekontert, der eingewechselte Daniel Sorge passte auf den völlig freistehenden Christian Adams, damit dieser zwar sehr abseitsverdächtig, aber dann doch problemlos zum 3:1-Endstand treffen konnte (89.).
FCK-Trainer Schmidt bilanzierte: „Wir haben viel Aufwand betrieben und stehen nun doch mit leeren Händen da. Unter dem Strich waren wir sicherlich nicht die schlechtere Mannschaft. Wir haben nur bei zwei Gegentoren einfach etwas Pech gehabt. Man hat aber auch gesehen, dass Salmrohr mit einer abgeklärten Truppe spielt.“
FSV-Trainer Robert Jung meinte: „Auf dem Platz hier ist es schwer zu spielen. Karbach ist bekannt dafür, dass sie nie aufgeben, was sie heute auch nicht getan haben. Wir haben aber auch nie nachgelassen und dann mit einem schönen Konter die Entscheidung herbeigeführt.“ Armin Bernd

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Dienstag, 25. Mai 2010


FCK reicht vielleicht sogar eine Niederlage

Fußball-Rheinlandliga: Heimspiel gegen Salmrohr – Wenn die Konkurrenz patzt, ist die Karbacher Rettung in trockenen Tüchern – Parallele zur Vorsaison

Fast auf den Tag genau vor einem Jahr hat sich der FC Karbach in seiner ersten Rheinlandliga-Saison am vorletzten Spieltag gerettet – trotz einer Niederlage gegen den FSV Salmrohr. In dieser Runde spielt der FCK erneut am vorletzten Spieltag gegen Salmrohr – und auch morgen (17 Uhr) könnte eine Niederlage zum Klassenverbleib reichen.

KARBACH. Trainer Torsten Schmidt hätte nichts dagegen, wenn sich die Geschichte vom 24. Mai 2009 am 22. Mai 2010 exakt wiederholt. Vor knapp einem Jahr verlor sein FC Karbach mit 0:2 gegen den FSV Salmrohr – und rettete sich trotzdem. Am Samstag (17 Uhr, Quintinsberg) kann dem Fußball-Rheinlandligisten dieses Kunststück erneut gelingen – gegen den gleichen Gegner und ebenfalls am vorletzten Spieltag.
Wenn die Konkurrenz patzt (siehe Infokasten), dann kann der FCK gegen Salmrohr ruhig verlieren – er würde auch in der kommenden Runde im Verbandsoberhaus spielen. Doch an dieses Szenario glaubt Coach Schmidt nicht so recht: „Wenn wir am Samstag uns retten wollen, müssen wir schon etwas dazu beitragen.“
Am besten, man verlässt sich nur auf sich selbst – getreu dem Motto schickt Schmidt seine Elf gegen Salmrohr ins Rennen. Die Startformation wird der Trainer allerdings umbauen müssen: Linksverteidiger Pascal Hauer hat sich beim 0:0 in Zell an der Leiste gezerrt. Für Hauer könnte Sven Lauterbach nach hinten rücken – oder Innenverteidiger Sven Schindel muss links in der Viererkette ran.
Gegenüber der Nullnummer in Zell fordert Schmidt eine deutliche Steigerung: „Wir hatten in Zell viel Glück, waren fußballerisch schlecht, es ging an dem Tag irgendwie gar nichts. Trotzdem haben wir einen Punkt mitgeholt.“
Gast Salmrohr hat seine Aufstiegschance durch das 1:1 gegen Neitersen fast verspielt: Fünf Punkte auf Bad Breisig (Trier II darf nicht aufsteigen) wird der Ex-Zweitligist in zwei Partien wohl nicht mehr aufholen. Coach Robert Jung hat sich seine Rückkehr gewiss anders vorgestellt – vom Aufstieg in die Oberliga ist der FSV weit entfernt. (mbo)

Die Lage des FC
Der FC Karbach spielt auch in der nächsten Saison in der Fußball-Rheinlandliga, wenn der FCK gegen den FSV Salmrohr am Samstag...
? gewinnt.
? unentschieden spielt – und Dörbach gegen Malberg nicht gewinnt.
? verliert – und Dörbach gegen Malberg sowie Burgbrohl in Trier nicht siegt.
Zur Erläuterung: Mit Malberg, Montabaur sowie Mülheim-Kärlich oder Neitersen (spielen am letzten Spieltag gegeneinander) können Karbach drei Teams nicht mehr einholen. Bei maximal fünf Absteigern muss der FCK noch zwei Teams hinter sich lassen.

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Freitag, 21. Mai 2010

SG Zellvs.FC Blau Weiß Karbach16.05.2010  SG Zell - FC Karbach 0 - 0

Schmidts Ärger über Remis

Fußball-Rheinlandliga: FC Karbach kommt in Zell dem Klassenerhalt nach schwacher Partie näher
Der Auftritt des FC Karbach in Zell war wahrlich kein Leckerbissen. Die chancenarme Partie endete aber letztlich torlos, was die Hunsrücker dem Klassenerhalt wieder einen Schritt näher brachte.

SG Zell/B./A. - FC Karbach 0:0

ZELL. Nach vier Niederlagen in Folge wollte die SG Zell/Bullay/Alf, der Tabellenneunte der Fußball-Rheinlandliga, im Heimspiel gegen den FC Karbach diese Serie endlich beenden und damit den als Saisonziel ausgerufenen einstelligen Tabellenplatz festigen. Mit dem Gast aus dem Hunsrück trafen die Moselaner dabei aber auf einen Gegner, der noch jeden Punkt zum Verbleib in der höchsten Verbandsklasse benötigt. 0:0 endete die Partie schließlich und irgendwie hatte damit jede Mannschaft ihr Minimalziel erreicht.
Dennoch fielen die Kommentare der Trainer unterschiedlich aus. FC-Trainer Torsten Schmidt war ziemlich angefressen: „Für diesen Grottenkick muss ich mich bei den Zuschauern entschuldigen. Ich hatte mehr erwartet, habe aber die schlechteste Saisonleitung gesehen. Mir ist das unerklärlich, vielleicht lag es am Frühstück.“ Zur Erklärung: Die Karbacher hatten sich schon früh getroffen und waren nach gemeinsamen Frühstück nach Zell gefahren.


Eingestehen musste Schmidt, dass Zell die Partie aufgrund der klareren Torchancen auch hätte gewinnen können. Das gab auch Heimtrainer Jörg Bach zu Papier: „Ich musste heute erneut auf die halbe Stammelf verzichten. Die, die auf dem Platz standen, haben mich aber überzeugt. Sie haben sehr diszipliniert gespielt. Hätte Elmar Wirtz seine Großchance genutzt, dann wäre heute der Sieg drin gewesen. Im Endeffekt kann ich bei den Engpässen aber auch gut mit dem Punkt leben.“
Zum Matchwinner hätte der zur Halbzeit eingewechselte 37-jährige Wirtz werden müssen. Nach einer ersten Hälfte mit nur einer einzigen Torchance – Özgür Akin verzog freistehend den Ball aus zehn Metern (39.) – fischte der aus St. Aldegund stammende Gästetorwart Florian Bauer einen Freistoß von Sascha Schmitz glänzend von der Linie (46.). Der Sekunden später wieder in den Strafraum segelnde Ball fand den Kopf des am langen Pfosten freistehenden Wirtz, dem es tatsächlich gelang, die Kugel nicht ins Netz, sondern an die Latte zu befördern. Danach gelang es Bauer irgendwie, das Spielgerät zur Ecke zu lenken. In der Folge waren es immer wieder die von Schmitz vor das Gästetor geschlagenen Freistöße, die etwas Torgefahr ins Spiel brachten. Auf Seiten der Gäste war nicht eine einzige Aktion zu sehen, die man auch mit viel Wohlwollen als Torchance hätte beschreiben können. Heimtorwart Christoph Braun verlebte einen sehr ruhigen Nachmittag.Alfons Benz

 

Karbach: Bauer – Schindel, Kensy, P. Krohn, Jakobs (75. Lay), Hauer (52. Lauterbach), Wächter, Marder (46. Biller), Bernd, Ströter, Schinnen.
Nächste Aufgabe für Karbach: am Samstag (17 Uhr) gegen Salmrohr.

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 17. Mai 2010


Karbach will in Zell alles klarmachen

Rheinlandliga: FCK am morgigen Sonntag an der Mosel – Marder nutzt Chance gegen Udler – Hauer für verletzten Hammes?

Rheinlandligist FC Karbach reist morgen zur SG Zell. Sollten die Hunsrücker gewinnen, könnten sie nach derzeitigem Stand in den Ligen darüber den Klassenerhalt feiern.
KARBACH. An der Mosel kann der FC Karbach den Klassenverbleib in der Fußball-Rheinlandliga perfekt machen. Im drittletzten Saisonspiel ist für die endgültige Rettung nach derzeitiger Konstellation aber ein Sieg bei der SG Zell/Bullay/Alf (Sonntag, 14.30 Uhr) nötig. Momentan beträgt der Karbacher Vorsprung fünf Punkte auf die Abstiegszone.
Vor knapp einem Monat bestritt die SG Zell ihr größtes Match der Vereinsgeschichte. Im Halbfinale des Rheinlandpokals unterlag die Mannschaft des langjährigen Emmelshausener Trainers Jörg Bach dem Regionalliga-Absteiger Eintracht Trier vor mehr als 1000 Fans erst im Elfmeterschießen. Was viele prophezeiten, trat nach dem Pokal-Coup ein: Bei Zell war nach dem Höhepunkt die Luft raus. Es folgten vier Zu-Null-Niederlagen in Folge.
Das ist Karbachs Chance, denn zum Saisonfinale warten mit Salmrohr und Morbach zwei größere Kaliber als die Moselaner. FCK-Coach Torsten Schmidt sieht die Zeller Formkrise mit gemischten Gefühlen. „Jeder denkt, dass wir sowieso in Zell gewinnen. Ich denke nicht so: Auch wenn Zell viermal in Folge verloren hat, sie werden uns bestimmt nichts schenken. Wenn wir nicht verlieren, wäre ich schon sehr zufrieden.“
Zwei Akteure muss Schmidt gegenüber dem glanzvollen 3:0 gegen Udler ersetzen. Linksverteidiger Jan Hammes brach sich das Handgelenk, sein Vertreter Sven Lauterbach zog sich im Training erneut eine Fußprellung zu. Für Lauterbach war das noch nicht das Saisonaus, für Hammes dagegen schon. Der Allrounder wird zur Vorbereitung (Anfang Juli) wieder ins Training einsteigen. Wer ersetzt Hammes in der Viererkette? Schmidt wird sich wohl für die naheliegende Lösung entscheiden und Pascal Hauer links hinten verteidigen lassen. Hauer kam zwar in den vergangenen Wochen nicht zum Einsatz, aber ihn hat Schmidt schon oft auf dieser Position gebracht.
Vor Hauer darf im linken Mittelfeld wieder Lukas Marder ran. Marder spielte gegen Udler groß auf und hat zum ersten Mal in dieser Runde „seine Chance zu 100 Prozent genutzt“, wie Schmidt anmerkt. Marder – er kam vor der Saison vom Maifelder SV (A-Klasse Rhein/Ahr) – ist der trainingsfleißigste FCK-Akteur. „Lukas betreibt einen großen Aufwand, er wohnt in Polch“, lobt Schmidt die Einstellung des 23-Jährigen. Allerdings hatte er große Anlaufprobleme. „Er musste sich erst an die Rheinlandliga-Luft gewöhnen, das hat länger gedauert bei ihm.“ Genau wie Karbachs Kampf um den Klassenverbleib. Der kann an der Mosel erfolgreich beendet werden. (mbo)
Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Samstag, 15. Mai 2010

FC Blau Weiß Karbachvs.SG Udler08.05.2010  FC Karbach - SG Udler 3 - 0 (2 - 0)

Karbach lässt Udler keine Chance

Fußball-Rheinlandliga: FCK kommt Klassenerhalt näher – Hammes bricht sich Handgelenk – Oberreiter nächster Neuzugang
Der Klassenerhalt in der Fußball-Rheinlandliga ist für den FC Karbach seit Samstag ein großes Stück näher gerückt. Der FCK ließ der SG Udler keine Chance. Getrübt wurde die Freude aber durch die Verletzung von Jan Hammes.


FC Karbach - SG Udler 3:0 (2:0)


KARBACH. Mit einem deutlichen und hochverdienten 3:0- Heimsieg gegen die SG Udler hat der FC Karbach in der Fußball-Rheinlandliga die Weichen auf die dritte Saison im Verbandsoberhaus gestellt. Mit nun 38 Punkten sind die Hunsrücker an den Eifelern (37) vorbeigezogen, sind aber theoretisch noch nicht alle Abstiegssorgen los.
Einen dicken Wermutstropfen gab es aber: Jan Hammes brach sich bei einem Sturz das Handgelenk und musste mit dem Krankenwagen abtransportiert werden. Hammes wurde bereits operiert. „Das trübt den Erfolg. Diesen Sieg widmen wir ihm“, bedauerte Karbachs Trainer Torsten Schmidt. Einer wie Hammes verkörpert die Tugenden des FC Karbach: „Kampf, Laufbereitschaft und Spielverständnis zeichnen uns aus.“ Das soll auch Andreas Oberreiter kommende Saison für den FCK einbringen: Der Treis-Kardener wechselt wie vor ihm Dogan Cevik vom Bezirksliga-Meister TuS Koblenz II nach Karbach, die rechte Außenbahn soll das Terrain des 19-Jährigen werden.
Zum Spiel: Nach den zuletzt verpatzten Auftritten zu Hause war Karbach kaum wiederzuerkennen. Für Sven Lauterbach und Tobias Schinnen rutschten bei den Gastgebern Lukas Marder und Mike Biller in die Anfangsformation. An der taktischen Ausrichtung änderte das nichts. Jan Wächter bildete die Angriffsspitze, unterstützt von Mike Biller und Mirko Bernd. Wächter setzte sich nach 16 Minuten energisch gegen zwei Gegenspieler durch und ließ Udlers Keeper Andreas Sicken keine Chance. Die beruhigende 1:0 Führung war die Folge.
Sieben Minuten später legte Karbachs Kapitän Mirko Bernd nach: Sein strammer 20-Meter-Schuss zappelte zum 2:0 im Netz. Ein Tor, das nicht ganz unhaltbar schien: „Unser Torwart ist am Knie verletzt. Normal kann er den halten“, erklärte Jörg Stölben, einer der beiden Trainer aus dem Udlerer Gespann. Nach sieben Minuten hatte sich bei den Gästen bereits Michael Bros das Knie verdreht. „Die frühe Verletzung hat uns geschockt“, haderte Stölben. Grund für die klare Dominanz des FCK in der ersten Halbzeit war aber nicht die Verletzung, sondern das Auftreten der Hausherren. Die zeigten die nötige Leidenschaft und Aggressivität, die es im Abstiegskampf braucht. Nicht eine Chance der SG ließen sie zu. Stattdessen hatten sie selbst noch zwei gute Gelegenheiten. Die größte durch Wächter, der aber mit seinem Lupfer frei vor Sicken ebenso scheiterte wie nach einer Direktabnahme nach einer Flanke von Sven Jakobs. Und Mike Billers Schuss wurde nach einer Ecke von der Torlinie gekratzt.
Mit der beruhigenden 2:0 Führung im Rücken ließ es der FC im zweiten Durchgang etwas ruhiger angehen. Bernd ließ sich ins Mittelfeld zurückfallen. „Gegen die doppelte Viererkette ist ein Durchkommen schwer“, erklärte Torsten Schmidt die erfolgreiche Variante. In der zweiten Hälfte nahm die Qualität ab, denn Udler fand kein Mittel, die Abwehr zu knacken und Karbach beschränkte sich darauf, die drei Punkte zu behalten und ein paar Nadelstiche zu setzen. Einer dieser Stiche führte zum 3:0. Mit einem klugen Pass öffnete Bernd den Raum für Wächter. Der stand völlig frei vor dem Tor, schoss, Sicken parierte, der Ball trudelte Richtung Torlinie, wo ihn der eingewechselte Tobias Schinnen ins Netz drückte. Und auf der Gegenseite – Überraschung: Bei der einzigen Chance im gesamten Spiel traf Udlers Kapitän Sebastian Stolz die Querlatte. „Das war dünn, was wir nach vorne gebracht haben“, erkannte Stölben.
„Wir haben den nächsten Schritt in Richtung Klassenerhalt getan. Jetzt müssen wir den letzten Matchball in den nächsten drei Spielen verwandeln. Es ist einfach schön, in der Rheinlandliga zu spielen“, sagte Schmidt abschließend. Es sieht so aus, als ob er das auch kommende Saison sagen darf.

Robert Mattern
Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 10. Mai 2010


In Karbach geht noch nicht die Angst um

Fußball-Rheinlandliga: Heimsieg für FCK gegen Udler Pflicht – Cevik kommt
Nach den Heimpleiten gegen Burgbrohl und Dörbach steckt der FC Karbach wieder im Abstiegskampf. Drei Punkte beträgt der Vorsprung auf die Abstiegszone, vier Spieltage stehen noch an. Den Anfang macht das Heimspiel gegen Udler.

KARBACH. Für den FC Karbach ist am Samstag (17 Uhr) ein Heimsieg gegen die SG Udler Pflicht. Nur noch drei Zähler ist das Polster auf die Abstiegszone in der Fußball-Rheinlandliga dick. Versagen dem FCK wie in der vergangenen Woche gegen Burgbrohl (1:3) und Dörbach (0:1) ein drittes Mal die Nerven, dann beginnt das große Zittern im Vorderhunsrück.
„Wir haben den Vorsprung verspielt, jetzt müssen wir uns zusammenraufen“, fordert Karbachs Coach Torsten Schmidt von seinem Team volles Engagement – auch im Training. In der vergangenen Woche war die Beteiligung bei den Einheiten schlecht. Die Quittung gab es in Form von zwei Niederlagen. „In dieser Woche waren alle beim Training“, hat Schmidt zufrieden registriert – auch wenn in der Rheinlandliga ein regelmäßiger Trainingsbesuch eigentlich Pflicht sein sollte.
Die Angst geht jedenfalls noch nicht um beim FCK vor dem Szenario Bezirksliga. Schmidt gibt sich cool: „Wir befassen uns nicht mit der Bezirksliga, wir haben in den vier ausstehenden Spielen alles in der eigenen Hand.“ Doch tritt der Fall ein, würde sich beim FCK laut Schmidt am Personal „nichts ändern“.
Dogan Cevik würde also auch in der Bezirksliga in Karbach spielen. Der 22-jährige Linksaußen wechselt von der Reserve der TuS Koblenz nach Karbach. „Er kann auf links alles spielen“, sagt der FCK-Vorsitzende Daniel Bernd über den dribbelstarken und torgefährlichen Linksfuß, der bei der TuS-Reserve einen Stammplatz hat. Allerdings haftet an Cevik das Prädikat „Wandervogel“. In den vergangenen fünf Jahren spielte Cevik für sechs Vereine – TuS Koblenz II, Anadolu Koblenz, FV Engers, TuS Montabaur, SG Mülheim-Kärlich und bei den A-Junioren des FSV Mainz. „Ich sehe das nicht so negativ“, meint Schmidt und verweist darauf, dass Cevik „nirgends rausgeschmissen“ wurde.
Karbach kann Cevik gut gebrauchen, denn nach Dave Zimmermann fällt mit David Eberhardt ein weiterer Spieler mit einem Kreuzbandriss aus. Deshalb wird der FCK nach Cevik noch weitere Akteure verpflichten. Mit einem Rechtsaußen ist man sich bereits einig. Vollzug will der Verein aber erst am Wochenende melden.
Gegen Udler hat Schmidt bis auf Reyad David (Zerrung) und die Langzeitverletzten alle Mann an Bord. Die Eifeler (zwei Zähler mehr als Karbach) gewannen ihre jüngsten Partien gegen Montabaur und Neitersen. „Jeder kriegt im Abstiegskampf für ein paar Spiele Höhenluft“, sagt Torsten Schmidt über Udler. „Das ist ein normaler Zyklus. Ich denke, jetzt sind wir wieder dran, den Weg nach oben zu gehen.“ (mbo)
Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Freitag, 7. Mai 2010

FC Blau Weiß Karbachvs.SV Dörbach01.05.2010  FC Karbach - SV Dörbach 0 - 1 (0 - 0)

Karbach vergibt den nächsten Matchball

Fußball-Rheinlandliga: FCK verliert zu Hause gegen den SV Dörbach

Zweiter Matchball vergeben: Der FC Karbach verlor nach dem Heimspiel am Mittwoch gegen Burgbrohl auch zu Hause gegen Dörbach. Die Gäste trafen nach einer Ecke und zogen den FCK wieder mit in den Abstiegsstrudel.

FC Karbach - SV Dörbach     0:1 (0:0)

KARBACH. Mit der zweiten Niederlage in Folge verspielt der FC Karbach mehr und mehr das hart erarbeitete Polster auf die Abstiegsplätze in der Fußball-Rheinlandliga: Gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten SV Dörbach setzte es eine bittere und durchaus vermeidbare 0:1-Niederlage.
Die lässt den SV wieder hoffen und den FCK wieder zittern. "Wir brauchen uns nichts vorzumachen: Mit jeder Niederlage wird es schwerer", sagte ein enttäuschter Karbacher Coach Torsten Schmidt. "Das ist schon ernüchternd." Vor allem auch, weil seine Mannschaft in einer insgesamt schwachen Partie keinesfalls schwächer war als der Gast.
Eigentlich war es das klassische 0:0-Spiel. Aber genau diese Spiele bringen es meist mit sich, dass die Mannschaft, die sich zuerst über ein Tor freuen kann, auch nach 90 Minuten die Mannschaft ist, die jubeln darf. Dass es dann ausgerechnet eine vermeidbare Ecke war, die zum 0:1 aus Karbacher Sicht führte, kommt doppelt ärgerlich daher: Andreas Kensy ließ einen Ball in der Annahme ins Aus trudeln, dass sein Team Abstoß hat. Der Schiedsrichter entschied auf Eckball und die köpfte mit Patrick Noske einer der kleinsten Akteure auf dem Feld zum 0:1 (75.) in die Maschen. "Da hatte der Fußballgott ein Einsehen mit uns", meinte Dörbachs Coach und Ex-Profi Harry Koch. "Immerhin hatten wir schon vorher zwei reguläre Treffer erzielt." Damit spielte er auf ein Abseitstor und einen Treffer an, dem ein Foulspiel an FCK-Keeper Florian Bauer vorausgegangen war - von regulär kann in diesem Fall also wohl keine Rede sein.
Der Rest der Partie ist eigentlich schnell erzählt: In Halbzeit eins gab es jeweils zwei Möglichkeiten für beide Teams, doch sowohl Mirko Bernd mit einem Freistoß aus knapp 30 Metern (14.) als auch Jan Hammes nach einem Querpass von Jan Wächter (45.) scheiterten. Bei den Gästen waren es Florian Schröder (1.) und Philipp Stoffel (7.), die beide am FCK-Schlussmann scheiterten. Das Gros der Partie dümpelte zwar intensiv geführt, aber ohne weitere Höhepunkte, im Mittelfeld vor sich hin.
Nach der Pause taten die Gastgeber erst einmal mehr für die Partie und hatten in Person von Jan Hammes auch zweifelsfrei die beste Chance im Spiel: Der kam nach einer Hereingabe Bernds und einer Kopfballverlängerung durch Wächter am langen Pfosten ganz frei zum Kopfball - und köpfte an die Latte (51.). "Das muss natürlich das 1:0 sein", haderte Schmidt, wollte Hammes allerdings keinen Vorwurf machen. "Er ist einer, der sich bis zum Umfallen zerreißt." Doch das tat auch der FCK-Rest in der Folge und konnte sich ein leichtes Übergewicht erarbeiten - allerdings nur bis zum Sechzehner, danach war es mit der Karbacher Herrlichkeit vorbei. Eigentlich schien also alles auf ein 0:0 hinauszulaufen - bis zur Ecke, die vielleicht eine war, vielleicht auch nicht. Koch war"s egal. Er wusste: "Für uns war der Sieg überlebenswichtig." Für Karbach beginnt mit der Niederlage wieder die Zeit des Zitterns.   Sina Ternis

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 3. Mai 2010


Schmidt bleibt beim FCK

Rheinlandliga: Trainer verlängert in Karbach - Am Feiertag Heimspiel gegen Dörbach

Am morgigen Feiertag hat der FC Karbach die nächste Chancen, dem Klassenverbleib in der Rheinlandliga ein erhebliches Stück näher zu kommen. Das Heimspiel gegen den SV Dörbach ist übrigens das erste nach Torsten Schmidts Vertragsverlängerung.

KARBACH. Gestern, einen Tag nach der überraschenden 1:3-Pleite gegen die Spvgg Burgbrohl, hat der FC Karbach den Vertrag mit Trainer Torsten Schmidt verlängert. Schmidt geht in sein sechstes Jahr beim FCK. Das halbe Dutzend macht der 40-Jährige wohl in der Fußball-Rheinlandliga voll. Gewinnt Karbach am Samstag (17.15 Uhr) daheim gegen den SV Dörbach, ist dem Klub eine weitere Saison im Verbandsoberhaus fast sicher.
Schmidt wartete überraschend lange mit seiner Unterschrift. "Ich habe gewisse Vorstellungen - und die sind jetzt erfüllt", begründete Schmidt sein Zögern. Nachdem alle Leistungsträger ihre Zusage gegeben haben, ist auch Schmidt zufriedengestellt. Zumal er neben den Nachwuchsspielern Tim Kiesewetter (Bremm) und Jannik Bender (Emmelshausen) noch weitere neue Kräfte bekommt. Der Vorsitzende Daniel Bernd will in den nächsten Tagen Namen nennen. Vor allem ein Flügelspieler steht auf der Karbacher Wunschliste ganz oben.
Für Bernd gab es übrigens nie konkrete Hinweise, dass "Schmidt unseren gemeinsamen Weg nicht weitergehen will. Ich war mir ziemlich sicher, dass er bleibt". Die Gefahr, dass sich Schmidt abnutzt, sieht Bernd auch im sechsten Jahr der Zusammenarbeit nicht: "Alle Spieler haben sich pro Schmidt ausgesprochen. Außerdem hatten wir in all den Jahren eine gewisse Rotation und damit immer frisches Blut im Kader."
Die Vertragsverlängerung ist gewiss auch als Signal vor dem Heimspiel gegen Dörbach gedacht. Nach dem 1:3 gegen Burgbrohl beträgt der Karbacher Vorsprung auf die Abstiegszone - die beginnt nach derzeitigem Stand ab Platz 15 - fünf Spieltage vor Schluss immer noch komfortable sechs Punkte. Gewinnt Karbach gegen den Vorletzten, muss man sich keine großen Sorgen mehr machen.
Eigentlich sollte die Dörbacher Elf von Ex-Profi Harry Koch dem FCK auch keine großen Probleme bereiten. In 14 Auswärtsspielen hat Dörbach nur sechs Zähler eingefahren und weist damit die schwächste Auswärtsbilanz aller Rheinlandligisten auf. "Das ist alles Zahlenwerk. Burgbrohl hatte auch zwölf Spiele nicht gewonnen", hält Schmidt nichts davon, Dörbach als "leichten Gegner" abzustempeln.
Schmidt wird seine Startelf gegenüber dem Mittwoch-Spiel verändern müssen: Reyad David hat sich eine Muskelverletzung zugezogen. Dem Routinier droht das Saisonaus. Für David rückt Youngster Tobias Schinnen in die Anfangsformation. Gegen Burgbrohl saß der 19-Jährige eine Halbzeit auf der Bank - und sorgte nach seiner Einwechslung für mächtig Wirbel. "Schinnen hat nicht von Beginn an gespielt, weil er eine Verschnaufpause gebraucht hat", begründet Schmidt die Nicht-Berücksichtigung Schinnens in der Anfangsformation.    (mbo)

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Freitag, 30. April 2010

FC Blau Weiß Karbachvs.Spvgg Burgbrohl28.04.2010  FC Karbach - SG Bad Breisig 1 - 3 (0 - 2)

FC Karbach baut Abstiegskandidat auf
Fußball-Rheinlandliga: Burgbrohl gewinnt nach fünf Monaten wieder

Der FC Karbach hat einen Abstiegskandidaten aufgebaut: Die Vorderhunsrücker verloren das Nachholspiel gegen die Spvgg Burgbrohl und verpassten damit einen großen Schritt in Richtung Klassenverbleib.

FC Karbach - Spvgg Burgbrohl     1:3 (0:2)

KARBACH. 158 Tage hat die Spvgg Burgbrohl auf einen Sieg in der Fußball-Rheinlandliga warten müssen. Gestern Abend endete die fünfmonatige Durststrecke: Burgbrohl gewann mit 3:1 (2:0) beim FC Karbach. "Das ist für uns eine unheimliche Erleichterung", sagte Burgbrohls spielender Co-Trainer Dinko Bicvic, dessen Elf weiterhin auf einem Abstiegsplatz steht.
Karbachs Vorsprung auf die Abstiegszone beträgt trotz der Pleite komfortable sechs Punkte. "Wir haben noch Matchbälle und werden auch einen davon verwandeln", sagte Trainer Torsten Schmidt unmittelbar nach der Niederlage gegen Burgbrohl, die er mit einer "desolaten" ersten Hälfte begründete.
Beim FCK lief in den ersten 45 Minuten nichts zusammen. "Vielleicht haben wir den Gegner unterschätzt, vielleicht waren wir gedanklich müde", suchte Schmidt nach Erklärungen für das schwache Auftreten. Viel besser machte es der Gast aus Burgbrohl - allen voran Stürmer Roland Augst. Nach 16 Minuten köpfte Augst zur Führung ein, nach einer halben Stunde war es der gleiche Spieler, der einen Konter zum 2:0 vollendete.
Fast wäre Augst, der vor einer Woche Burgbrohl bereits im Alleingang ins Rheinlandpokalfinale geschossen hatte, sogar ein Hattrick gelungen - doch der 26-Jährige scheiterte allein vor Karbachs Keeper Florian Bauer (33.). "Wir befinden uns in einem Schockzustand", sagte Karbachs Vorsitzender Daniel Bernd zur Halbzeit.
Mit Beginn der zweiten Hälfte brachte FCK-Coach Schmidt den zuletzt so starken Tobias Schinnen. Der Youngster sorgte prompt für Wirbel: Nach 65 Minuten landete Schinnens Flanke an der Latte, Jan Wächter köpfte den Abpraller zum 1:2 ins Netz. Karbachs Druck wurde immer größer, Philipp Krohn traf wie Schinnen mit einer Flanke die Latte - doch diesmal stand kein Karbacher goldrichtig, um den Abpraller zu verwerten (70.). Der FCK warf alles nach vorne - und wurde mit dem Abpfiff ein drittes Mal kalt erwischt: John Rausch traf zum 3:1 und beendete Burgbrohls sieglose Serie von zwölf Spielen.   Michael Bongard

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Donnerstag, 29. April 2010


FCK-Gegner spielt für viele Klubs Schicksal

Fußball-Rheinlandliga: Karbach hat heute um 18.30 Uhr Burgbrohl zu Gast

Wen interessiert es im Fußballkreis Hunsrück/Mosel, ob die Spvgg Burgbrohl aus der Rheinlandliga absteigt oder nicht? Ziemlich viele Vereine, denn vom Abschneiden der Spvgg hängt auch das Schicksal einiger Klubs im Kreis ab. Heute gastiert Burgbrohl beim FC Karbach.

KARBACH. Der FC Karbach kann heute Abend (18.30 Uhr) auf dem heimischen Quintinsberg einen Riesenschritt in Richtung Klassenverbleib in der Fußball-Rheinlandliga machen. Ein Sieg über den Tabellendrittletzten Spvgg Burgbrohl und die Vorderhunsrücker stünden bei 38 Punkten. Dann müsste es schon mit dem Teufel zugehen, wenn es den FCK am Ende erwischen würde.
17 Zähler hat die Elf von Torsten Schmidt nach dem Jahreswechsel in neun Spielen eingefahren und dabei nur zwei Niederlagen kassiert. Es ist recht unwahrscheinlich, dass das zurzeit stabile Karbach noch völlig einbricht. Aber Schmidt warnt: "Burgbrohl hat nach wie vor eine spielstarke Mannschaft. Wir müssen versuchen, ihnen die Lust zu nehmen."
Viele Vereine aus dem Kreis Hunsrück/Mosel drücken heute Abend aber nicht unbedingt Karbach, sondern den Gästen aus Burgbrohl die Daumen. Der Grund: Das Schicksal der Klubs aus dem Kreis hängt ganz eng mit dem vom Burgbrohl zusammen. Dass die beiden anderen Mitte-Vertreter Karbach und Mülheim-Kärlich in der Rheinlandliga bleiben, davon kann man ausgehen. Ganz anders ist die Lage bei Burgbrohl. Die Spvgg findet sich nach zwölf Spielen ohne Sieg mittlerweile auf dem vorletzten Platz wieder. Auch der Einzug ins Rheinlandpokalfinale kann die Krise nicht übertünchen.
Packt Burgbrohl die Kehrtwende noch und erreicht den rettenden Rang 14, steigen aus der Bezirksliga Mitte nur zwei Mannschaften in die A-Klasse ab. Erwischt es jedoch Burgbrohl, erhöht sich die Absteigerzahl in der Bezirksliga Mitte auf drei. Hier kommen die Hunsrück/Mosel-Klubs ins Spiel: Bezirksliga-Schlusslicht Boppard ist bereits weg, der Vorletzte Mörschbach ist so gut wie abgestiegen - und der Drittletzte Müden hat drei Punkte Rückstand auf den rettenden viertletzten Rang.
Die Konsequenzen bei drei Hunsrück/Mosel-Absteigern aus der Bezirksliga sind drastisch: Vier Teams würden aus der A-Klasse absteigen, es gäbe keine freien Plätze und damit keine Relegation. In der B-Klasse wäre immerhin ein Platz frei, den die drei Vizemeister der C-Klassen und die Drittletzten der beiden B-Klassen ausspielen würden.
Bleibt Burgbrohl aber in der Rheinlandliga, gibt es nur zwei Hunsrück/Mosel-Absteiger aus der Bezirksliga. Trotzdem würden vier Teams aus der A-Klasse absteigen. Aber: Der bestplatzierte Absteiger bekäme die Relegationschance. Im Kampf mit den beiden B-Klasse-Vizemeistern geht es dann um einen freien Platz. In der Relegation zur B-Klasse wären zwei Plätze frei.
Interessant: Auch Karbachs Reserve - derzeit Tabellenzweiter in der B Süd - würde davon profitieren, wenn Burgbrohl die Rheinlandliga hält. Karbachs Coach Torsten Schmidt peilt natürlich dennoch mit seiner Mannschaft einen Sieg an: "Wenn wir irgendwann durch sind, dann kann ich auch für die anderen Vereine die Daumen drücken."
Zum Personal: Kapitän Mirko Bernd, der beim 1:1 in Neitersen fehlte, kehrt in die Startelf zurück. Sven Lauterbach ist angeschlagen, musste am Sonntag ebenfalls passen. Verzichten muss Karbach definitiv heute Abend auf den verletzten Torwart Klaus Ohnesorge (Innenbandzerrung im Knie) sowie David Eber-hardt (Knieprobleme, eine Kernspintomografie soll die Schwere der Verletzung klären) und Dave Zimmermann (Kreuzbandriss) .    (mbo)

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Mittwoch, 28. April 2010

Neitersenvs.FC Blau Weiß Karbach25.04.2010  Spfr. Neitersen - FC Karbach 1 - 1 (0 - 1)

FCK kann mit Remis nach Biller-Tor leben


Rheinlandliga: Neitersen gleicht Karbacher Führung aus - Schmidt: Hätten Sack zumachen müssen


Spfr Neitersen -FC Karbach     1:1 (0:1)


NEITERSEN. Der FC Karbach hat sich auswärts einen weiteren Punkt im Kampf um den Klassenverbleib in der Fußball-Rheinlandliga gesichert: 1:1 (0:1) hieß es nach 90 Minuten in der Partie der Fußball-Rheinlandliga bei den ebenfalls abstiegsgefährdeten Spfr Neitersen.
Karbach kam zunächst besser in die Zweikämpfe und tat mehr für das Spiel nach vorne, das bei den Sportfreunden nicht stattfand. Hochkarätige Chancen hatten die Gäste jedoch auch kaum zu verzeichnen. Die Schussversuche von Sven Schindel (24.) und Jan Wächter (37.) blieben noch erfolglos. Die Karbacher Führung fiel nach einem aus WSN-Sicht unnötigen Freistoß. Philipp Krohn trat an und Mike Biller köpfte aus zwölf Metern stark zum 1:0 in die Maschen (33.). Trotz des bis dato schwachen Auftritts wäre Neitersen vor der Pause fast noch der Ausgleich geglückt. Gegen Lutz Freymann klärte FCK-Keeper Florian Bauer aus kurzer Distanz zur Ecke (42.). "Wir hätten im ersten Abschnitt den Sack schon zu machen müssen. Ich hatte da nicht das Gefühl, dass was passiert. Unser Torwart bekommt nach 40 Minuten das erste Mal einen Ball aufs Tor", meinte Karbachs Trainer Torsten Schmidt.
"In der ersten Hälfte haben wir gar nicht gut gespielt. Nach der Pause hat die Mannschaft ein gutes Gesicht gezeigt", gab Neitersens Trainer Cornel Hirt zu Protokoll.
Kurz nach dem Seitenwechsel fiel das Tor ähnlich wie zuvor auf der anderen Seite. Den Freistoß von Frank Bischoff köpfte dessen Bruder Stefan zum 1:1 in die Maschen (51.). Auch wenn das spielerische Niveau in der Folge nach wie vor zu wünschen übrig ließ, hatten die Sportfreunde zumindest noch zwei gute Möglichkeiten: Zuerst traf Ayhan Akar mit seinem Schuss nur den Außenpfosten (59.). Dann köpfte Günter Gerhardt den Ball nach einer Flanke von Tobias Sander ebenfalls an den Pfosten, von dort aus sprang der Ball zurück in die Arme von Bauer (75.). Von den Gästen war nicht mehr viel zu sehen. Den Anschein, dass ihnen ein Punkt genügte, bestätigte Schmidt. "Ein Punkt war das Ziel. Sonntagsspiele liegen uns nicht so." Auch Neitersens Hirt sagte: "Ich bin mit dem Punkt zufrieden." Für Karbach steht nun das Nachholspiel am Mittwoch daheim gegen Burgbrohl an, Neitersen spielt morgen in Engers.
   Désirée Birk
Karbach: Bauer - P. Krohn, Ströter, Schindel, Hammes - R. David (88. Marder), Jakobs, Kensy, Schinnen (73. A. David) - Biller (46. Lay) - Wächter.
Nächste Aufgabe für Karbach: am Mittwoch (18.30 Uhr) gegen Burgbrohl.

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 26. April 2010


FCK: Wächter bleibt, Lauterbach geht


Fußball-Rheinlandliga: Karbacher Planungen fast abgeschlossen - Woche der Wahrheit beginnt in Neitersen - Bauer im Tor?


Die Personalplanung für die kommende Saison ist beim FC Karbach weit vorangeschritten. Nun soll schnellstmöglich der Klassenverbleib im Verbandsoberhaus unter Dach und Fach gebracht werden.


KARBACH. Das Auswärtsspiel am Sonntag (14.30 Uhr) bei den Sportfreunden Neitersen läutet die Woche der Wahrheit für den FC Karbach ein: Denn nach Neitersen geht es für den FCK am Mittwoch gegen Burgbrohl und zum Abschluss der englischen Woche am Samstag gegen Dörbach. Die drei Kontrahenten belegen derzeit allesamt Abstiegsplätze in der Fußball-Rheinlandliga. "Jetzt gilt es, jetzt müssen wir uns voll reinhängen", sagt FCK-Coach Torsten Schmidt.
Nach momentanen Stand beginnt die Abstiegszone bei Tabellenplatz 15, den Neitersen belegt. Karbachs Vorsprung auf die Sportfreunde beträgt sechs Zähler, deshalb gilt für den FCK im Stadion "Auf der Emma" die Maxime "Bloß nicht verlieren".
Trainer Schmidt muss dabei auf seinen Routinier Mirko Bernd aus beruflichen Gründen verzichten. Für ihn rückt Mike Biller in die Startelf. Ins Tor kehrt wohl Florian Bauer zurück, der gegen Bad Breisig überraschend von Sebastian Gräf ersetzt wurde. Ein Denkzettel für den zuletzt unkonzentrierten Bauer? "Nein", antwortet Schmidt. "Wir sind mit der Rotation bei den Feldspielern gut gefahren, deshalb haben wir auch mal im Tor gewechselt." Schmidt hofft, dass Manndecker Sven Schindel nach der Roten Karte gegen Badem eine milde Strafe bekommt und in Neitersen wieder dabei ist. Das Urteil wird heute verkündet.
Im Sturm brennt Daniel Lay auf einen Einsatz von Beginn an. Als Joker traf Lay vor sechs Tagen zum 1:1 gegen Bad Breisig. "Lay ist der Mann für die wichtigen Tore und ein idealer Strafraumstürmer", sagt der FCK-Vorsitzende Daniel Bernd, der Lay unbedingt halten möchte: "Die Tendenz ist noch offen."
Lay ist die letzte Baustelle im Team. Ansonsten hat Daniel Bernd bei allen anderen Akteure absolute Klarheit. Jan Wächter, der mit einem Wechsel zurück nach Mörschbach oder zur SG Soonwald liebäugelte, bleibt in Karbach. "Jan ist 25 Jahre, da kann er nicht in die A-Klasse gehen", sagt Bernd.
Verlassen wird den FCK indes Sven Lauterbach, der zum TuS Hausen in die Kreisliga A Rhein/Ahr wechselt. Lauterbach kam 2006 zum FCK. Bernd dankt dem Allrounder für seine Dienste: "Sven ist ein Altgedienter, er hat zwei Aufstiege mitgemacht. Schade, dass er geht. Aber der Aufwand war ihm zu groß." Lauterbach wohnt in Ettringen bei Mayen. Vor allem auf der Außenbahn herrscht beim FCK nun Bedarf. "Ein, zwei Spieler" will Bernd noch holen.    (mbo)

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Freitag, 23. April 2010

FC Blau Weiß Karbachvs.SG Badem17.04.2010  FC Karbach - SG Bad Breisig 1 - 1 (0 - 0)

FCK: Lays Kopfball trifft Bad Breisig ins Mark


Rheinlandliga: Karbach sichert sich kurz vor Schluss verdientes Remis gegen den Titelanwärter


FC Karbach -SG Bad Breisig     1:1 (0:0)


KARBACH. Fußball-Rheinlandligist FC Karbach holte sich vor knapp 300 Zuschauern ein verdientes 1:1-Remis gegen den Titelaspiranten SG Bad Breisig. Nach einer durchwachsenen ersten Halbzeit steigerten sich die Gastgeber im fünften Spiel innerhalb von 14 Tagen und egalisierten die Gästeführung durch Daniel Lay in der 88. Minute.
In den ersten 45 Minuten lief es nicht richtig rund für Karbach. Für zu viele Ballverluste und Fehlpässe bedankte sich der Titelanwärter Bad Breisig. Die größeren Spielanteile lagen auf Gästeseite. Bereits in der siebten Minute landete ein Weitschuss von Stefan Strohe an der Querlatte. Hochkaräter erspielte sich Bad Breisig nicht. Lediglich unmittelbar vor dem Pausenpfiff wurde es für Karbach noch einmal eng. Ein umstrittenes Foulspiel an Pawel Klos führte zum Freistoß für Bad Breisig. Strohe versenkte den Ball zur vermeintlichen 1:0 Führung im Karbacher Gehäuse. Aber Schiedsrichter Benedikt Kempkes sah eine unfaire Attacke von Gökhan Ayranci an Jan Hammes und erkannte den Treffer nicht an. So ging es mit 0:0 ging es in die Pause.
Im zweiten Durchgang kam Jan Wächter für Aschur David in die Partie. Und es wurde gleich lebhafter. FC-Trainer Torsten Schmidt hatte wieder auf das bewährte 4-4-1-1-System umgestellt: "Wir spielten zuerst mit Aschur David in der Spitze und Reyad David und Mirko Bernd dahinter. Das hat so nicht geklappt", begründet der Trainer die wirkungsvolle Änderung. Vorne spielte nun Wächter, Bernd dahinter und Reyad David rechts.
Karbach hatte nun mehr vom Spiel und dann die hundertprozentige Möglichkeit durch Tobias Schinnen in der 56. Minute. Er schoss frei vor dem Bad Breisiger Gehäuse knapp am rechten Torpfosten vorbei. Das war bis dahin die beste Chance in der gesamten Partie. Durch die offensivere Karbacher Spielweise bekam die SG Bad Breisig mehr Raum für ihre Angriffe. Einer davon führte in der 66. Minute zum 0:1 durch Gökhan Ayranci. Seine feine Volleyabnahme landete unhaltbar für FCK-Keeper Sebastian Gräf im linken oberen Winkel. Gräf spielte für Stammtorwart Florian Bauer, der nur auf der Bank saß.
Nur vier Minuten später erarbeite sich Jan Wächter eine Möglichkeit zum Ausgleich. Sein Linksschuss - allerdings aus spitzem Winkel - wehrte SG-Keeper Christoph Winterhagen mit Mühe ab. Die Vorentscheidung musste aber danach für Bad Breisig fallen. Nach einem unwiderstehlichem Solo von Ayranci fast über den gesamten Platz bediente er Alex Calianu. Der hatte das leere Tor vor sich, setzte das Spielgerät aber am rechten Pfosten vorbei. "Da hat uns der Platz geholfen", bemerkte Torsten Schmidt schmunzelnd.
"Das war einer der beiden entscheidenden Momente. Da mussten wir den Sack zumachen", trauerte SG-Trainer Klaus Adams der vergebenen Chance nach. Überhaupt beschwerten sich die Gäste permanent - nicht nur Trainer, Betreuer und Spieler, sondern auch Zuschauer über den Zustand des Rasenplatzes auf dem Quintinsberg. Was die Karbacher Spieler weiter nicht störte. Nach Andreas Kensys Fernschuss (85.) kam der große Moment des eingewechselten Daniel Lay. Nach Ecke von Jan Hammes lenkte er mit dem Hinterkopf den Ball zum viel umjubelten 1:1 ins Tor (88.). Das war der zweite entscheidende Moment, den Adams ansprach. "Wir hätten hier drei Punkte holen müssen. Was die anderen vorne machen, ist zweitrangig. Die Punkte müssen wir selbst einfahren. Aber wir haben in diesem Jahr viele Probleme", so Adams, der wohl nun länger auf Fabian Lückenbach verzichten muss, da der nach einem Ellbogencheck an Bernd die Rote Karte sah (86.).    Robert Mattern

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 19. April 2010


FCK will den Titelkandidaten ärgern


Rheinlandliga: Karbach empfängt Bad Breisig - Schmidt einziger Ansprechpartner für Vorstand - Bender kommt - 20 Spieler fix


15 Punkte hat der FC Karbach nach der Winterpause gesammelt - drei mehr als der Tabellenzweite SG Bad Breisig im gleichen Zeitraum. Heute gastiert der Titelkandidat um 17 Uhr auf dem Karbacher Quintinsberg.
KARBACH. Das 3:1 vor drei Tagen über die SG Badem ist der fünfte Sieg im siebten Spiel in diesem Jahr für den FC Karbach gewesen. Macht der Fußball-Rheinlandligist heute (17 Uhr) das halbe Dutzend an 2010-Dreiern gegen die SG Bad Breisig voll?
Vor Jahresfrist hätte die Antwort wohl gelautet: "Bestimmt nicht." Doch jetzt heißt es beim FCK: "Warum nicht?" Bad Breisig ist nicht mehr die selbstbewusste Mannschaft, die vor dem Winter die Rheinlandliga nach Belieben beherrschte. Mit 42 Punkten nach 19 Partien und 6 Zählern Vorsprung auf Trier II ging Bad Breisig in die Winterpause. Jetzt liegt der Klub aus dem Rhein/Ahr-Kreis drei Punkte hinter Trier II. Bad Breisig holte in acht Begegnungen nach der Winterpause nur zwölf Zähler. Gegen Badem und Engers setzte es sogar Niederlagen.
Bad Breisigs Trainer Klaus Adams macht den kleinen Kader für den Absturz verantwortlich. Auch in Karbach fehlen Adams einige Akteure beziehungsweise sind fraglich. Trotzdem sagt er: "Ich habe 14 fitte Spieler. Und mit denen wollen wir in Karbach gewinnen." Immerhin hat sein Team trotz des Einbruchs seit sieben Monaten auswärts nicht verloren.
Beim FCK fehlt neben dem Langzeitverletzten Dave Zimmermann Rotsünder Sven Schindel. Die Karbacher Verantwortlichen hoffen, dass Schindels versuchtes Nachhakeln gegen Badem nur mit einer Sperre von einem Spiel belegt wird.
Indes schreiten in Karbach die Planungen für die neue Saison voran. Die wichtigste Personalie, Trainer Torsten Schmidt, ist immer noch nicht abgehandelt. Eine Trennung scheint aber ausgeschlossen, wenn man sich die Aussagen von Schmidt und Daniel Bernd so anhört. Der Vorsitzende Bernd sagt: "Torsten ist unser einziger Ansprechpartner, das ist vielleicht etwas blauäugig. Aber ich kann mir keinen anderen Trainer in Karbach vorstellen." Bei Schmidt hört es sich ähnlich an: "Mein Herz hängt am FC Karbach." Es ist also nur eine Frage der Zeit, wann die weitere Zusammenarbeit offiziell verkündet wird.
Fix ist indes der zweite FCK-Transfer: Nach Tim Kiesewetter aus der Bremmer A-Jugend kommt mit Jannik Bender ein weiterer Nachwuchsmann. Der 17-jährige Bender spielt beim TSV Emmelshausen, der Stürmer wohnt aber in Karbach. Auch auf der Außenbahn will der FCK nach der Verletzung von Zimmermann noch etwas tun.
Momentan umfasst der Kader bereits 20 Spieler für die kommende Saison. Noch keine Zusage hat Daniel Bernd von Jan Wächter, Sven Lauterbach und Daniel Lay erhalten. Die Gespräche laufen derzeit, Tendenzen kann Bernd nicht ausmachen: "Bei diesen drei Spielern ist noch alles offen."    (mbo)

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Samstag, 17. April 2010

FC Blau Weiß Karbachvs.SG Badem14.04.2010  FC Karbach - SG Badem 3 - 1 (1 - 0)

Wie vor einem Jahr: Karbach ringt Badem in Niederburg nieder


Rheinlandliga: FCK siegt durch Treffer von Bernd, Reyad David per Traumtor und Biller - Rot für Schindel - Berscheid trifft zum 1:1 und sieht Gelb-Rot


FC Karbach -SG Badem/Kyllburg     3:1 (1:0)


NIEDERBURG. Fußball-Rheinlandligist FC Karbach hat sich durch einen 3:1-Sieg im Nachholspiel gegen die SG Badem/Kyllburg die Saisonpunkte 31 bis 33 gesichert: Genau wie vor gut einem Jahr gewannen die Vorderhunsrücker gegen die Eifel-SG auf dem Niederburger Kunstrasen mit dem exakt gleichen Ergebnis und klettern somit auf den zehnten Tabellenplatz.
Zweifellos ist dieser ungemein wichtige Erfolg im vierten Spiel innerhalb von zwölf Tagen ein großer Schritt für die Karbacher in Richtung Klassenverbleib, denn nun trennen die besten Rhein-Hunsrück-Kicker schon acht Punkte von einem Abstiegsplatz. Die enorme Bedeutung der Partie gegen den direkten Mitkonkurrenten erkannten die Karbacher früher als die Gäste, denn in den ersten 35 Minuten wirkten sie engagierter, dominierten eindeutig und besaßen die größeren Spielanteile. So auch in der elften Minute, als der genesene FCK-Kapitän Mirko Bernd auf Aschur David flankte. David täuschte im Strafraum ein Dribbling an, legte sich dann den Ball doch vor und wurde anschließend von einem Bademer getroffen. Den folgerichtigen Elfmeter vollstreckte Bernd gewohnt sicher zum 1:0, das längere Zeit nicht in Gefahr geriet.
Erst in den letzten Minuten von Halbzeit eins befreiten sich die Gäste öfter und deuteten an, dass mit ihnen nach dem Wechsel noch zu rechnen sein würde. Und das dauerte nach der Pause nicht allzu lange: Nach einem weiten Schlag ihres Keepers Florian Bauer verlor der FCK die Ballkontrolle - und das Spielgerät kam zu SG-Akteur Alexander Berscheid. Sein Schuss segelte mehr als 35 Meter durch die Luft, ehe er zum 1:1-Ausgleich im Tornetz landete (47.). Bauer erreichte den langen Ball nicht mehr und sah bei dieser Aktion unglücklich aus, allerdings wollte ihm sein Trainer Torsten Schmidt nach dem Spiel nicht die Alleinschuld am Gegentreffer geben: "Das war eine Kette von Fehlern, aber natürlich muss er auch früher zurück im Tor sein."
Nun nahm die Spannung deutlich zu und der Ball wechselte in dem nun temporeichen Duell häufig die Spielhälfte. Beide Mannschaften kamen jeweils zu Torgelegenheiten, wobei Karbach in der 80. Minute durchatmen konnte: Ein Freistoß von Timo Heinz landete am Torpfosten und sprang von dort in die Arme des günstig stehenden Bauer.
Als dann FCK-Defensivspieler Sven Schindel zwei Minuten später versuchte, nach einem Foul an sich nachzutreten und mit Rot gehen musste, wären die meisten Karbach-Fans mit einem Remis zufrieden gewesen. Auch, als Berscheid kurze Zeit später Gelb-Rot sah. Doch dank einer goldrichtigen Entscheidung des FCK-Trainers durften sie doch wenig später über drei Punkte jubeln: Trotz zwischenzeitlicher Zweifel wechselte Schmidt ("Zuerst wollte ich ihn gar nicht bringen") seinen Routinier Reyad David ein, der sich prompt mit einem satten und unhaltbaren Vollspannschuss aus 22 Metern in den Bademer Torwinkel bedankte (88.).
Von diesem Traumtor erholten sich die Gäste nun nicht mehr und kassierten quasi mit dem Schlusspfiff erneut durch einen Einwechselspieler noch einen weiteren Treffer: Mike Biller drückte aus kurzer Distanz die Hereingabe von Reyad David zum 3:1-Endstand für Karbach per Kopf über die Linie.
Karbachs Coach Torsten Schmidt ärgerte sich zwar über die verpassten Möglichkeiten im ersten Durchgang, verteilte aber auch Komplimente: "Wir hatten in der ersten Halbzeit nicht den absoluten Willen zum 2:0. Aschur David war heute stark - und Jan Hammes hat in der Abwehr ja alles abgeräumt." Der Matchwinner war aber Joker Reyad David.   Armin Bernd

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Freitag, 16. April 2010


FCK: Dave Zimmermann schwer verletzt, Schmidt zögert


Rheinlandliga: Karbach trifft heute um 20 Uhr in Niederburg auf den Tabellennachbarn Badem - Hängepartie um Trainer


KARBACH. Niederburg als gutes Omen? Wie vor einem Jahr empfängt der FC Karbach auf dem Kunstrasen des A-Klässlers die SG Badem/Kyllburg zum Nachholspiel in der Fußball-Rheinlandliga. Ab 20 Uhr rollt heute der Ball auf dem Ausweichgelände, weil der Karbacher Hartplatz für den Spielbetrieb noch nicht freigegeben ist. "Der Zaun und die Tore sind noch nicht ganz fertig", sagt Torsten Schmidt.
Der Karbacher Trainer muss derweil eine schlechte Nachricht verdauen: Beim 1:2 vor drei Tagen in Wirges zog sich Flügelspieler Dave Zimmermann eine schwere Verletzung zu. Die niederschmetternde Diagnose: Riss des vorderen Kreuzbands, des Innenbands und des Innenmeniskus im Knie. Zimmermann hatte sich vor knapp drei Jahren die gleiche Verletzung am anderen Bein zugezogen, kämpfte sich danach wieder ins Team zurück. "Er hat sich seit geraumer Zeit auf außen einen Stammplatz erkämpft. Das ist sehr bedauerlich für Dave und für uns." Schmidt hofft, dass der 24-Jährige nun nicht den Kopf in den Sand steckt und bald wieder für den FCK auflaufen kann.
Ansonsten kann Schmidt nur gute Neuigkeiten personeller Art vermelden: Kapitän Mirko Bernd ist wieder einsetzbar - genau wie die in Wirges privat verhinderten David-Brüder Reyad und Aschur. Auch Jan Wächter und Sven Schindel drängen in die Startelf. In Wirges wurde das zuletzt angeschlagene Duo eingewechselt. Nun sollen Schindel und Wächter "frischen Wind" (Schmidt) reinbringen. So wie vor 54 Wochen. Damals siegte Karbach in Niederburg dank Treffer von Wächter und Schindel mit 3:1 gegen Badem. Der Dreier war der Grundstein für den Karbacher Klassenverbleib. Heute kann dem FCK Gleiches gelingen. Coach Schmidt erwartet eine enge Angelegenheit: "Das ist ein Gegner auf Augenhöhe, der körperlich robust ist und einen ähnlichen Lauf hat wie wir."
Tabellennachbar Badem hat wie Karbach vier Spiele nach der Winterpause gewonnen und sich damit wie der FCK vorerst aus der Abstiegszone geschossen. Seit Mike Schwandt im Herbst aus Luxemburg zurückgekehrt ist, läuft es bei den Eifelern. Schmidt warnt vor der größten Waffe Badems: "Schwandt ist ein wichtiger Baustein, auf den man aufpassen muss."
Schmidt ist der wichtigste Karbacher Baustein. Der Trainer - seit Juli 2005 im Amt - hat seinen Vertrag immer noch nicht verlängert. Schmidt will das auch nicht in naher Zukunft tun - zum Leidwesen des um Planungssicherheit bedachten Vorsitzenden Daniel Bernd. Schmidt lässt sich aber nicht drängen: "Jetzt ist noch nicht die Zeit, um ja oder nein zu sagen."    (mbo)

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Mittwoch, 14. April 2010

Spvgg. Wirges IIvs.FC Blau Weiß Karbach11.04.2010  Spvgg. Wirges II - FC Karbach 2 - 1 (1 - 1)

FC Karbach verliert nach früher Führung

Rheinlandliga: Gelb-Rot für Lauterbach in Wirges


Spvgg EGC Wirges II -
FC Karbach     2:1 (1:1)
WIRGES. In der Fußball- Rheinlandliga bezwang die Spvgg EGC Wirges II nach temporeichen 90 Minuten den FC Karbach mit 2:1 (1:1) und setzt sich damit im oberen Tabellendrittel fest. Für die Karbacher bleibt es bei 30 Punkten - dabei war nach einer frühen 1:0-Führung viel mehr drin.
Die Gäste vom Hunsrück bestimmten zunächst das Geschehen, zeigten einen kampfstarken Auftritt in der Anfangsphase - und markierten durch Mike Biller früh die Führung (9.). Im weiteren Verlauf blieb die Partie temporeich, zwingende Torgelegenheit ergaben sich aber erst wieder nach einer halben Stunde. Zunächst kam Karbachs Daniel Lay aussichtsreich in Position, sein 16-Meter-Schuss war aber zu harmlos und kein Problem für Florian Hammel im Wirgeser Gehäuse (33.).
Auf der Gegenseite senkte sich ein gefährlicher Schlenzer von Vadim Pucha nur knapp über Karbachs Torlatte (35.). Vier Minuten später reagierte Pucha reaktionsschnell und bugsierte einen lang gezogenen Freistoß von Thorsten Hehl zum Ausgleich über die Torlinie.
Der zweite Spielabschnitt stand dann ganz im Zeichen der EGC, die in Überzahl - Sven Lauterbach hatte fast mit dem Halbzeitpfiff die Gelb-Rote Karte gesehen - durch Agron Dervishajs Flugkopfball nach toller Flanke von Arthur Braun (70.) den hochverdienten Siegtreffer erzielte.
"So blöd es klingt," sagte Karbachs Trainer Torsten Schmidt, "die frühe Führung hat uns heute geschadet. Ich weiß nicht, warum danach einige das Fußballspielen eingestellt haben." EGC-Coach Stefan Waßmann war hingegen zufrieden: "Die zweite Hälfte lief für uns besser, da haben wir taktisch cleverer agiert und letztlich verdient gewonnen."
   Klaus Sackenheim
Karbach: Bauer - Lauterbach, P. Krohn, Jakobs, Hammes, D. Zimmermann (25. Marder, 72. Wächter), Lay, Kensy, Ströter, Biller, Schinnen (63. Schindel).
Nächste Aufgabe für Karbach: am Mittwoch (20 Uhr) in Niederburg gegen Badem.

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 12. April 2010


Kein Risiko beim FC Karbach: Nur fitte Spieler sollen ran


Rheinlandliga: Torsten Schmidts Mannschaft gibt Visitenkarte bei der Spvgg Wirges II ab - Schindel fraglich, Bernd fehlt


KARBACH. Vier Siege in fünf Spielen. Die Bilanz des FC Karbach in der Rheinlandliga nach der Winterpause ist beeindruckend. Aufatmen kann die Mannschaft von Trainer Torsten Schmidt deshalb zwar noch nicht, aber zumindest durchpusten ist ohne Frage möglich. "Wir stehen jetzt quasi zwischen Mittelfeld und Abstiegszone", lacht Schmidt vor der Auswärtsbegegnung am Sonntag (14.30 Uhr) bei der Spvgg Wirges II. Tatsächlich hat es der FC Karbach geschafft, sich in eine Position zu manövrieren, die auch einen Ausrutscher erlauben würde. "Anscheinend haben wir in der Winterpause ordentlich gearbeitet", findet Schmidt, der allerdings andere Dinge in den Mittelpunkt rückt: "Die Maßgabe für uns ist, immer ans Limit zu gehen."
Das soll sein Team natürlich auch in Wirges, wo den FC Karbach, laut Schmidt, eine spielstarke, junge Mannschaft erwartet. Wie die Karbacher auftreten, hängt natürlich auch davon ab, wie sie den ebenso spektakulären wie kräftezehrenden 3:2-Sieg am Mittwoch in Malberg verkraftet haben. Erneut stellt sich für Schmidt deshalb die Frage, ob er die gleichen Spieler wie in Malberg aufbietet oder dem einen oder anderen eine Verschnaufpause verschreibt.
Gegenüber der Öffentlichkeit umdribbelt der Karbacher Trainer diese Frage geschickt mit dem Hinweis, dass nahezu alle Spieler des Kaders ihre Fähigkeit nachgewiesen haben, in der Rheinlandliga aufzulaufen.
Klar ist, dass Schmidt wieder Kapitän Mirko Bernd ersetzen muss, dessen Oberschenkelverletzung noch nicht hundertprozentig abgeklungen ist. Auch bei Sven Schindel, der wie Bernd das Aufwärmen in Malberg abbrach, wird wohl eher nicht von Beginn an auflaufen. "Ich glaube, dass keine Notwendigkeit besteht, ein Risiko einzugehen", sagt Schmidt. "Es macht in Wirges Sinn, nur Spieler einzusetzen, die absolut fit sind."
Wenigstens ein Punkt soll für Karbach auch in Wirges her, auf das der Platz zwischen Mittelfeld und Abstiegszone gehalten wird. (sn)

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Samstag, 10. April 2010

SG Malbergvs.FC Blau Weiß Karbach07.04.2010  SG Malberg - FC Karbach 2 - 3 (1 - 2)

Karbach hellwach im Dunkel


Fußball-Rheinlandliga: FCK siegt in Malberg - 2:0 nach drei Minuten - Flutlicht streikt - Dreimal Rot
Vierter Sieg im fünften Spiel nach der Winterpause: Rheinlandligist FC Karbach gewann bei der SG Malberg in einem Spiel, das alles hatte, was Fußball ausmacht - sogar das Flutlicht fiel kurz aus.


SG Malberg/R. - FC Karbach     2:3 (1:2)


MALBERG. Der FC Karbach hat sich mit dem 3:2-Erfolg beim Schlusslicht SG Malberg/Rosenheim seine Punkte 28, 29 und 30 gesichert. Der Hunsrücker Fußball-Rheinlandligist hat mit seinem dritten Auswärtssieg nach der Winterpause erneut demonstriert, dass er den Abstiegskampf angenommen hat. Wie sehr der an den Nerven zehrt, zeigten die Malberger, die in der Schlussphase gleich dreimal Rot sahen - und unter anderem Top-Torjäger Florian Bläcker verloren. Malbergs Betreuer Uli Weidenbruch erklärte zerknirscht: "Die drei Roten Karten werden uns noch schwer im Magen liegen. Aber die Lichter gehen in Malberg noch nicht aus."
Bei Karbach gingen die Lichter allerdings früh an. Zwar mussten Kapitän Mirko Bernd und Abwehrrecke Sven Schindel mit Muskelverletzungen nach dem Aufwärmen passen, für sie rückten Mike Biller und Andreas Kensy in die Startelf. Aber die waren wie ihre Teamkameraden direkt hellwach und führten nach drei Minuten schon mit 2:0. Erst traf Tobias Schinnen (2.), dann erhöhte Sven Jakobs (3.). In der siebten Minute marschierte Jan Hammes aus der eigenen Hälfte durch die Malberger Reihen, seinen Schuss parierte Torwart Matthias Zeiler, den Abpraller setzte Schinnen per Kopf dann an den Pfosten - das 3:0 hätte wohl früh alles entschieden.
So aber keimte Hoffnung bei den Gastgebern auf, als Florian Bläcker in der 15. Minute im Strafraum gefoult wurde. Den Elfmeter verwandelte er selbst sicher zum Anschlusstreffer (16.). Malberg blieb am Drücker: Pascal Sanchez-Martin scheiterte mit seiner Direktabnahme an Torhüter Florian Bauer (21.), dann verpasste Bläcker frei stehend (22.). Nach 26 Minuten war dann erst mal Pause, das Flutlicht fiel für 20 Minuten aus.
Nach der Zwangspause machten die Malberger druckvoll weiter. Marco Giehl köpfte nach einer Ecke von Marcel Quast an die Latte (29.). Ansonsten versuchten es die Gastgeber weitgehend mit langen Bällen auf Bläcker.
Nach der Pause versetzte Karbach aber Malberg den nächsten Nackenschlag. Mike Biller schoss einen Freistoß aus 20 Metern durch die Mauer zum 1:3 ins Tor (56.).
Ganz bitter wurde es für die SG, als Bläcker nach einem Foul von hinten die Rote Karte sah (79.). Doch die Gastgeber kamen noch zum 2:3. Nach Freistoß von Quast brachte Florian Jäger den Ball über die Linie (86.). Wie gespannt die Nerven der Malberger Spieler sind, zeigte sich dann in der Schlussphase: Quasts Freistoß von der Fünfmetergrenze wurde von Karbach geblockt, im anschließenden Jubel der Gäste über den abgewehrten Ball schlug der eingewechselte Ralf Siefen seinen Gegenspieler und sah die Rote Karte (88.). In der Nachspielzeit ließ sich dann Thorben Strehlow nach einem Foul zu einem Schubser hinreißen und erhielt ebenfalls Rot. Karbachs Coach Torsten Schmidt war zufrieden: "Der Sieg war verdient, es war eine super Leistung. Nach dem Flutlichtausfall hatten wir Malberg im Griff."   (ot/dac)
Karbach: Bauer - P. Krohn, Hammes, Ströter, Lauterbach - Schinnen (89. K. Zimmermann), Jakobs, Kensy, D. Zimmermann - Lay (79. A. David), Biller (69. Marder).
Nächste Aufgabe für Karbach: am Sonntag (14.30 Uhr) in Wirges.

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Freitag, 9. April 2010


Kapitän Bernd und Keeper Bauer fraglich
Fußball-Rheinlandliga: Karbach heute in Malberg


KARBACH. Zurück in die Erfolgsspur möchte Fußball-Rheinlandligist FC Karbach am heutigen Mittwoch in seinem Auswärtsspiel bei der SG Malberg/Rosenheim, das um 20 Uhr angepfiffen wird.
Das 0:3 gegen Eintracht Trier II, die erste Niederlage nach drei Siegen in Folge, ist aufgearbeitet und soll die Mannschaft von Trainer Torsten Schmidt nicht mehr belasten. Der Coach stellt klar: "Trier ist abgehakt. An der Niederlage gebe ich mir selbst mehr Schuld als der Mannschaft, weil ich besser vier oder fünf frische Leute gebracht hätte."
In Malberg könnte Schmidt gezwungen sein, den einen oder anderen Spieler als zuletzt von Anfang an zu bringen, denn in seiner Mannschaft tun sich verschiedene Baustellen auf. Zwei davon haben beträchtliche Ausmaße. Erste Baustelle: Es droht der Ausfall von Kapitän Mirko Bernd, der gegen Trier nach 42 Minuten ausgewechselt werden musste, weil ihn Schmerzen im Oberschenkel plagten. Wahrscheinlich eine Verhärtung, die nun einen Einsatz fraglich macht. "Natürlich ist Mirko wegen seiner fußballerischen Qualität, aber auch wegen seiner Autorität gerade in unserer jetzigen Situation sehr wichtig", erläutert Schmidt. Ob der Kapitän auflaufen kann, wird wahrscheinlich erst ein Test kurz vor der Partie klären. Und wenn nicht? "Dann werden wir jemanden anderen finden müssen", erklärt Schmidt lapidar, der für diesen Fall eine taktische Änderung zu einem reinen 4:4:2 favorisiert.
Zweite Baustelle: das Tor. Stammkeeper Florian Bauer verletzte sich gegen Trier am Knie und stand die Partie nur unter Schmerzen durch. Trainer Schmidt ist skeptisch, dass Bauer in Malberg voll belastbar sein wird und tendiert daher dazu, seine Nummer eins draußen zu lassen: "Ich denke, es macht wenig Sinn, jemand Angeschlagenes in so einem wichtigen Spiel ins Feuer zu werfen."
Ob Klaus Ohnesorge oder Sebastian Gräf die Lizenz zum Halten bekommen würden, lässt Schmidt offen. "Darüber muss ich noch eine Nacht schlafen und hängt auch mit der gesamten Ausrichtung der Mannschaft zusammen."
Schmidt erwartet Malberg stürmisch: "Die SG spielt zu Hause und die Punktesituation ist so, dass sie eher gewinnen muss als wir. Der etwas größere Druck liegt auf Malberger Seite." Tatsächlich würde die SG als Schlusslicht bei einer Niederlage den FC Karbach aus den Augen verlieren. Sieben Punkte beträgt momentan der Vorsprung für das Schmidt-Team, das die Spanne nur allzu gerne weiter vergrößern würde. "Natürlich wollen wir solch ein so genanntes Sechs-Punkte-Spiel für uns entscheiden", meint der Karbacher Coach ohne Umschweife. Klar ist, dass die Grundlagen im Abstiegskampf stimmen müssen: "Wir müssen natürlich gegenhalten", fordert Schmidt - egal ob es eine, zwei oder doch keine Baustelle gibt.    (sn)

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Mittwoch, 7. April 2010

FC Blau Weiß Karbachvs.FC Blau Weiß Karbach03.04.2010  FC Karbach - Eintracht Trier II 0 - 3 (0 - 1)

Frühes Ting-Ding spielt Gast in die Karten

Rheinlandliga: FC Karbach verliert gegen Spitzenreiter Eintracht Trier II - Schmidt ärgert sich


FC Karbach -
Eintracht Trier II     0:3 (0:1)


KARBACH. Der Fußball-Rheinlandligist FC Karbach konnte die Partie gegen den hohen Favoriten Eintracht Trier II relativ gelassen angehen. Die drei Siege im neuen Jahr machten dies möglich. Allerdings fehlte den Karbachern doch etwas der Mumm, um den Tabellenführer in Gefahr zu bringen. So entführte Trier ohne große Mühe beim 3:0-Sieg drei Punkte.
"Alles, was wir heute holen, ist ein Zubrot", meinte Karbachs Vorsitzender Daniel Bernd vor dem Spiel und benutzte damit die gleichen Worte wie Trainer Torsten Schmidt. Nach zwei Minuten war das mit dem Zubrot schon Geschichte. Nach einem Freistoß für Trier auf Karbachs linker Abwehrseite gelangte die Kugel zu Sebastian Ting. Dessen Ball, halb Torschuss, halb Flanke landete zum 0:1 im Netz. Eine Überraschung durch den Tabellenelften war somit schon früh in weite Ferne gerückt, denn die Trierer hatten keine schlechte Truppe nach Karbach geschickt. Vier Spieler der Startelf hatten am Donnerstag noch in der Regionalliga gegen RW Essen unglücklich verloren. Das frühe 0:1 war mit ein Grund dafür, dass Schmidt mit Tobias Schinnen den Sturmpartner von Mirko Bernd schon nach 28 Minuten auswechselte: "Ich ärgere mich über mich selbst. Wir haben genug Leute draußen. Die letzten Spiele haben viel Substanz gekostet, vor allem bei den jungen Spieler", übte der Trainer Selbstkritik.
Schmidt hatte eigentlich vor, frische und ausgeruhte Kräfte gegen den Spitzenreiter ranzulassen. Doch dann überlegte er es sich doch noch anders. Im Nachhinein war das ein Fehler, wie er selbst einräumte. Auch Bernd ging noch vor der Pause (42.) - das allerdings, weil sich der Karbacher Kapitän bei einer Grätsche eine Muskelverletzung am Oberschenkel zuzog. Bitter: Bernd könnte seinem Team eventuell in der anstehenden englischen Woche fehlen.
Der FC Karbach hielt zwar mit, spielte sich aber kaum eine nennenswerte Chance heraus. Die größte Möglichkeit in Durchgang eins resultierte aus einer verunglückten Abwehr des Trierer Kapitäns Fabio Fuchs. Sein Kopfball landete auf der Latte. Das war es schon in der ersten Halbzeit, die Trier kontrollierte.
Die zweite Hälfte begann mit einem Aufreger. Die beiden eingewechselten David-Brüder, Reyad und Aschur, behinderten sich beim Torschuss im gegnerischen Strafraum gegenseitig Eine gute Chance für Karbach war dahin. Besser im Abschluss präsentierte sich Triers Tim Eckstein. Nach einem Eckstoß in der 52. Minute nickte der junge Sturmführer zum 0:2 ein. Danach ließen die Gäste es etwas ruhiger angehen. Der FC Karbach wurde überlegen. Einzig ein Tor von Jan Hammes (74.) sorgte noch einmal für Furore. Der Schütze reklamierte heftig bei Schieds-und Linienrichter wegen der Annullierung des Anschlusstreffers. Es blieb aber beim 0:2-Rückstand.
Wegen der offensiveren Spielweise der Gastgeber ergaben sich natürlich Räume für Konter der Trierer. Die klarste Möglichkeit ließ Xavier Alisna liegen. Er hatte den, nach einem Schlag ans Knie verletzten, FCK-Torwart Florian Bauer umkurvt und das leere Tor vor sich. Irgendwie schaffte er es, noch einen Abstoß für den FC Karbach aus dieser Situation herauszuholen. Erfolgreicher war erneut Eckstein. In der Nachspielzeit markierte er das 0:3, kurz bevor ein Schuss von Ting die Latte rasiert hatte.
Der Sieg für die Trierer Reserve ging in Ordnung. "Nach dem frühen 1:0 sind wir hier sehr souverän aufgetreten. Wir hätten auch noch zulegen können, wenn es nötig geworden wäre", so Eintracht-Trainer Reinhold Breu, der auch die Regionalliga-Mannschaft der Trierer betreut. Für den FC Karbach ist die Niederlage relativ gut zu verschmerzen. Die nötigen Punkte im Abstiegskampf müssen gegen andere Mannschaften eingefahren werden.   Robert Mattern

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Dienstag, 6. April 2010


FC Karbach will sich Zubrot sichern


Fußball-Rheinlandliga: Nach drei Siegen in Serie rechnet sich das Schmidt-Team auch gegen Eintracht Trier II etwas aus
Nach drei Siegen in Serie fordert Fußball-Rheinlandligist FC Karbach am heutigen Samstag (17 Uhr) einen Titelanwärter. Eintracht Trier II gastiert.


KARBACH. Ein gefühltes Spitzenspiel steigt am Ostersamstag (17 Uhr) auf dem Karbacher Quintinsberg, wenn der FC Karbach den SV Eintracht Trier II zu Gast hat. Spitzenspiel darf sich die Begegnung deshalb nennen, weil die Trierer als Meisterschaftsanwärter kommen und der FC Karbach nach der Winterpause mit drei Siegen die Bilanz eines Spitzenteams aufweist. Trotzdem steht "nur" ein gefühltes Spitzenspiel an, weil die Karbacher eben keine Top-Mannschaft der Rheinlandliga sind, sondern sich nach wie vor mitten im Abstiegskampf befinden.
Genau daran erinnerte auch Trainer Torsten Schmidt seine Spieler nach dem tollen 2:1 beim SV Mehring. "Wir haben sicherlich ein bisschen gefeiert, aber mein Satz aus der Vorwoche gilt noch: Es wäre fatal, wenn wir uns zurücklehnen würden, denn es ist noch nichts weiter passiert."
Allerdings glaubt Schmidt, bei seinem Team eine Entwicklung gesehen zu haben: "Wir konnten uns von Spiel zu Spiel steigern und waren zuletzt in Mehring auch fußballerisch besser." Insofern ist der Karbacher Coach durchaus optimistisch, auch gegen die Trierer etwas Zählbares zu erreichen, zumal seine Mannschaft aus der Außenseiterrolle agiert: "Alles, was wir in dieser Partie holen, ist ein Zubrot", sagt Schmidt.
Der Karbacher Trainer sieht durchaus Schwächen bei der Eintracht. "Die Trierer haben natürlich viel Qualität, aber unantastbar sind sie nicht", findet er. Gerade auf dem Quintinsberg nicht. "Wir spielen auf unserem Platz, der ihnen wohl nicht unbedingt schmecken wird", mutmaßt Schmidt.
Wie die Mannschaft aussehen wird, die die Eintracht in dieses Rheinlandligaspiel schicken wird, ist schwer vorauszusagen. Die Regionalligamannschaft spielte am Donnerstagabend bei Rot Weiß Essen (und unterlag übrigens 0:1), sodass einige Spieler dieses Teams in Karbach dabei sein könnten. Abspracheprobleme dürfte es nicht geben, denn mit Reinhold Breu ist ein und der selbe Mann für beide Mannschaften verantwortlich. Schmidt ist es egal, wie das Team der Trierer zusammengesetzt ist und konzentriert sich lieber auf seine Mannschaft: "Wir haben einige leicht Angeschlagene, aber ich denke, wir werden soweit alle unsere Spieler fit haben am Samstag."
Gefordert sieht sich Schmidt vor allem wegen der nun folgenden englischen Wochen: "Es ist wichtig, dass gerade jetzt alle dabei und leistungsbereit sind, damit wir genau schauen können, wer die nötige Fitness und Frische hat, um im anstrengenden Dreitages-Rhythmus zu spielen, oder wer besser mal eine Pause macht."
Gegen Trier II jedenfalls möchte natürlich niemand pausieren. Wer macht das schon gerne in einem Spitzenspiel - auch, wenn es nur ein gefühltes ist.    (sn)

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Samstag, 3. April 2010

SV Mehringvs.FC Blau Weiß Karbach27.03.2010  SV Mehring - FC Karbach 1 - 2 (0 - 1)

Tobias Schinnen hämmert den Ball zum Siegtor in den Winkel - Daniel Lay erzwingt Foulelfmeter, der zum 1:0 führt - Fehler von Florian Bauer vor dem Ausgleichstreffer
Karbach erhöht das Tempo und verdirbt Rudi Thömmes die Laune
Fußball-Rheinlandliga: Dritter Dreier in Serie gelingt beim SV Mehring


SV Mehring -FC Karbach    1:2 (0:1)


MEHRING. Mit dem 2:1-Auswärtserfolg des Fußball-Rheinlandligisten FC Karbach beim SV Mehring setzte die Elf von Trainer Torsten Schmidt die Erfolgsserie nach der Winterpause fort und landete im dritten Spiel den dritten Sieg. Offensichtlich haben sich die Hunsrücker durch den harten Winter nicht unterkriegen lassen, sondern haben die Zeit bestens genutzt, sich konditionell und taktisch auf den zu erwartenden Abstiegskampf vorzubereiten. Die Partie an der Mosel war dafür das beste Beispiel.
Über weite Strecken der ersten Hälfte bestimmten die Gäste engagiert und laufstark das Geschehen. Mehring tauchte erstmals in der 27. Minute vor dem Gästetor auf. Zu diesem Zeitpunkt stand es aber bereits 0:1. Karbachs Angreifer Daniel Lay war im Zweikampf mit Thomas Werhan im Strafraum zu Fall gekommen und Schiedsrichter Horst Jonas hatte auf den Elfmeterpunkt gezeigt. Mirko Bernd verwandelte den Strafstoß sicher (15.). Während man auf Mehringer Seite in dem Elfer ein Geschenk sah, schrieb Schmidt ihn der Spielweise von Lay zu: "Wegen seines geschickten Zuges zum Tor haben wir ihn zu uns geholt. Dem Gegner fällt es oft schwer, ihn regelgerecht zu stoppen. Er ist damit ein ganz wichtiger und abgezockter Baustein in unserem Spiel."
Etwa nach einer halben Stunde fand Mehring besser ins Spiel und kam zu einer Riesenchance. Karbachs Torwart Florian Bauer parierte den Schuss des frei vor ihm auftauchenden Stefan Wagner aber glänzend (40.). Zehn Spielminuten später agierte Bauer unglücklich: Nachdem seine Abwehr den Ball zuvor nicht entschlossen genug aus der Gefahrenzone gedroschen hatte, faustete er die Kugel vor die Füße von Andre Weinberg. Dessen Heber landete zum 1:1 im Netz (50.).
Aber nicht die Moselaner prägten danach das Spiel, sondern der FC Karbach - auch weil ihr Coach alles richtig gemacht hatte. In der Pause schickte er Tobias Schinnen, mit 19 Jahren der Jüngste im Team, in die vorderste Spitze und brachte später Reyad David für den allerdings verletzten Sven Schindel. Dennoch ein gelungener Schachzug: Denn David spielte mit seiner ersten Ballberührung den tödlichen Pass auf Schinnen, der die Kugel hammerhart zum 2:1-Siegtreffer in den Winkel drosch (73.). Im weiteren Spielverlauf ließen die Gäste durch Schinnen (75.), wieder nach einem David-Zuspiel, und Jakobs nach einem genialen Ball von Mirko Bernd (82.), beste Chancen ungenutzt. Der SV Mehring hatte sein Pulver längst verschossen und seinem Trainer Rudi Thömmes kräftig die Laune verdorben: "Wir haben grauenhaft gespielt. Karbach wollte unbedingt und wir konnten nicht."
Sein Gegenüber Schmidt sah einen verdienten Sieg, den eine topfitte Mannschaft eingespielt hatte. "Nach dem harten Wintertraining können wir immer, wenn es gebraucht wird, ein hohes Tempo gehen. Heute sind wir dafür mit drei Punkten belohnt worden."
   Alfons Benz
Karbach: Bauer - Schindel (71. R. David), Lauterbach, P. Krohn, Jakobs, Hammes, Zimmermann, Lay (46. Kensy), Bernd, Ströter, Schinnen (78. Biller).
Nächste Aufgabe für den FC Karbach: am Samstag (17 Uhr) gegen Eintracht Trier II.

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 29. März 2010


FCK: Vorsicht, keine Freistöße


Fußball-Rheinlandliga: SV Mehring verfügt in Frank Thömmes über einen gefährlichen Schützen


Der dritte Dreier in Serie wäre ein ganz großes Ding für Fußball-Rheinlandligist FC Karbach im Abstiegskampf. Möglich ist das auswärts beim SV Mehring am Samstag, ab 17.15 Uhr, allemal.


KARBACH.
Zwei Auftritte, zwei Siege, kein Gegentor. Der extrem lange Winterschlaf hat Rheinlandligist FC Karbach offensichtlich gut getan. Nachlassen darf der FCK vor dem Auswärtsspiel beim SV Mehring trotzdem nicht, denn die Abstiegsgefahr ist längst nicht gebannt. "Die zwei Siege beflügeln uns natürlich, aber es wäre frevelhaft, wenn wir jetzt weniger machen würden", bestätigt Trainer Torsten Schmidt. "Wir haben uns jetzt eine Ausgangssituation geschaffen, in der wir alles selbst in der Hand haben."
In Mehring trifft der FCK auf eine Mannschaft, die von der Tabellensituation so ähnlich steht wie der FV Engers, der am vergangenen Samstag in Karbach den Kürzeren zog - nämlich deutlich oberhalb der vom Abstieg bedrohten Region, aber ohne Chance auf den Aufstieg. Solche Kontrahenten sind oft leichter zu besiegen, als die, die zwar vom Tabellenbild her schwächer stehen, aber extrem kampfbereit sind, um dem Abstieg zu entgehen. "Grundsätzlich ist das so", sagt Schmidt. "Man kann Gegnern, die jenseits aller Chancen und Gefahren platziert sind, oft leichter den Schneid abkaufen. Allerdings habe ich Engers am Samstag nicht so schwach gesehen und weiß, dass gerade Mehring über viel individuelle Klasse verfügt. Ein leichtes Spiel oder gar ein Selbstläufer wird das nicht werden."
Vor allem vor Frank Thömmes warnt Schmidt: "Da ist fast jeder Freistoß ab der Mittellinie gefährlich." Das Gegenmittel, das der FC Karbach nutzen will, ist so simpel wie wirkungsvoll: "Wir müssen Freistöße möglichst vermeiden und schon gar keine durch dumme, unnötige Fouls in der gefährlichen Zone verursachen", erklärt Schmidt, wohl wissend, dass die Freistöße selbst schwierig zu verteidigen sind. Außer auf die Thömmes-Freistöße muss sich Karbach auf den Kunstrasen in Mehring einstellen. "Das ist zwar richtig, wir müssen anders Fußball spielen, die Kugel mehr flach lassen, aber ansonsten kann der Platz keine Ausrede sein", findet Schmidt.
Verzichten muss der FCK auf Pascal Hauer, der gegen Engers nach 20 Minuten wegen einer Zerrung vom Platz musste. "Außerdem müssen wir klären, ob Klaus Ohnesorge als Ersatztorhüter auf der Bank sitzt oder Sebastian Gräf", meint Schmidt.    (sn)

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Freitag, 26. März 2010

FC Blau Weiß Karbachvs.FV Engers20.03.2010  FC Karbach - FV Engers 2 - 0 (1 - 0)

Schinnen legt zuerst vor und trifft dann
Fußball-Rheinlandliga: FCKarbach ackert sich zum Sieg über den FV Engers

Fußball-Rheinlandligist FC Karbach hat seinen zweiten Sieg in Folge gefeiert. Wie schon am vergangenen Mittwoch beim TuS Montabaur blieb das Team von Trainer Torsten Schmidt ohne Gegentor und bezwang den FV Engers verdient mit 2:0.


FC Karbach -FV Engers    2:0 (1:0)
KARBACH. Der Wind pfiff, der Himmel war grau, ab und zu fielen Regentropfen und der Platz war tief und holprig. Schon die äußeren Umstände des Rheinlandligaspiels passten mehr zum FC Karbach als zu den Gästen vom FV Engers. Alle Signale standen auf Abstiegskampf. Und kampfschweinmäßig war nur der FC Karbach drauf. Carsten Keuler, der Trainer des FV Engers, sah das genauso: "Es sind alles Dinge, die wir vorher angesprochen hatten. Man braucht zu solch einem Spiel eine gewisse Bereitschaft, die richtige Einstellung. Da war uns Karbach voraus und hat uns mit diesen Tugenden den Schneid abgekauft." Sieben, acht Minuten lang sah es freilich so aus, als wollte Engers den FCK überrennen. Eine Eckenserie und einige unübersichtliche Situationen vor Karbachs Torwart Florian Bauer sorgten für Gefahr.
Karbachs Trainer Torsten Schmidt stellte die Probleme seines Teams aber schnell ab, indem er seine Offensivsten, Mirko Bernd und Jan Wächter, extrem früh attackieren ließ. "Der einzige Grund war, dass Engers dann seine langen Bälle mit Wind von ein paar Meter weiter hinten schlagen musste", lächelte der Karbacher Trainer über den gelungenen Kniff, der von Bernd und Wächter (und nach 22 Minuten vom eingewechselten Reyad David) allerdings extreme Laufarbeit forderte.
In die Karbacher Karten spielte dann die zu diesem Zeitpunkt überraschende Führung. Chris Ströter schlug einen Freistoß aus der eigenen Hälfte an den Strafraum, wo Tobias Schinnen den Raum, den ihm die Engerser ließen, zu einer Kopfballverlängerung auf Sven Jakobs nutzte. Dessen Schuss setzte tückisch auf und hopste über die Hände von FVE-Torwart Stefan Fink ins lange Eck (11.). Trotz aller Tücke - der Ball war haltbar.
Drei Minuten später wäre der Keeper beinahe wieder das Opfer der schwierigen Platzverhältnisse geworden, als er einen Holperschuss von Schinnen nur abklatschte. Wächters anschließendes Abstaubertor geschah aber aus Abseitsposition.
Von nun an beackerten sich beide Mannschaften. Die Zuschauer sahen viele intensive Zweikämpfe im Mittelfeld, viele lange Bälle und jede Menge Kopfballduelle. Karbach stand sicher und ließ, abgesehen von einer unglücklichen Kopfballverlängerung von Sven Schindel aufs eigenen Tor, die Bauer entschärfte, nichts zu. "Für die Zuschauer ist das sicher nicht immer schön", wusste Schmidt. "Aber die Defensive, das zu null, war wichtig für uns - und Defensivarbeit ist Drecksarbeit." Nach der Pause konnte Engers den Druck erhöhen, auch, weil Karbach jetzt zu tief stand. Chancen gab es trotzdem nur nach FCK-Patzern wie dem von Chris Ströter (58.). Der Karbacher Innenverteidiger schoss einen Freistoß tief in der eigenen Hälfte in die Beine des FV Engers, und anschließend strebte Vitalij Karpov alleine auf das Tor zu. Torwart Bauer bremste den Sturmlauf mit einem Foul vor dem Strafraum. "Klar Rot", fand Keuler. "Gelb war genau richtig", sagte Schmidt. Tatsächlich waren für Schiedsrichter Matthias Vogel beide Optionen möglich.
Über Rot gegen Bauer hätte sich niemand beschweren können, aber Gelb ging noch in Ordnung, weil Karpov seitlich vom Tor weglief und von drei Verteidigern begleitet wurde. In der 74. Minute hätte Marc Henning Schäfer noch einmal für den FVE ausgleichen können, doch Bauer parierte. Kurz darauf fiel die Entscheidung. Bernd zirkelte einen Freistoß von links außen mit rechts und Zug vor das FVE-Gehäuse. Dort schraubte sich Schinnen hoch und köpfte den Ball zum 2:0 ein (78.). Schmidt freute sich: "Die Jungs haben den Abstiegskampf angenommen." Kein Wunder, wenn sich schon das Wetter in Karbach darauf einstellt.    Sascha Nicolay

 

FC Karbach    2 ( 1 )
FV Engers    0 ( 0 )
FC Karbach: Bauer - Hauer (22. R. David), Ströter, Schindel, Lauterbach - Schinnen, Jakobs, Hammes, Zimmermann - Bernd (82. Lay), Wächter (64. David).
FV Engers: Fink - Dott, Schuster, Scherhag, Wedemeyer (63. Berg) - Schröder, Schäfer, Lohrum (75. Deljo), Fiege - Kling (52. Kley), Karpov.
Schiedsrichter: Matthias Vogel (Malberg).
Zuschauer: 200.
Tore: 1:0 Jakobs (11.), 2:0 Schinnen (78.).
Nächste Aufgabe für Karbach: am Samstag (17.15 Uhr) beim SV Mehring.

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 22. März 2010


Ohne Riesenentwickler Krohn gegen Engers

Rheinlandliga: Torsten Schmidt wäre mit einem Heimpunkt heute (15.30 Uhr) zufrieden

KARBACH. Ein Heimsieg gegen den FV Engers wäre für den FC Karbach am heutigen Samstag (15.30 Uhr) das i-Tüpfelchen auf eine gelungene Woche, in der der FCK durch den Auswärtssieg beim TuS Montabaur ein wichtiges Zeichen im Abstiegskampf setzte. Komplett anders als sein Montabaurer Trainerkollege Benedikt Lauer, der einen Karbacher Glückssieg erlebt haben wollte, bewertete Torsten Schmidt dabei die Leistung seines FCK. "Wir haben uns vorgenommen, möglichst wenig zuzulassen, und das ist uns gelungen. Zudem hatten wir genügend Chancen nach vorne."
Ihre Feuertaufe bestand dabei die neue Viererkette der Karbacher, wenngleich Schmidt betont, dass es ein weit verbreiteter Trugschluss sei, eine starke Defensivleistung ausschließlich an einer funktionierenden Viererkette festzumachen. "Dieses System funktioniert nur, wenn die gesamte Mannschaft gut arbeitet - und das war in Montabaur der Fall." Gegen den FV Engers ist Schmidt nun gezwungen, seine Kette umzubauen, denn Rechtsverteidiger Philipp Krohn fällt aus privaten Gründen heute aus. "Das ist schade, denn Philipp hat sich riesig entwickelt, nachdem er vor der Saison gegen meinen Willen freiwillig in die zweite Mannschaft gerutscht ist, weil er kürzer treten wollte. Dass er jetzt doch wieder zurück ist und so stark auftritt, ist die schönste Belohnung für einen Trainer, die es geben kann." Wer Krohn vertreten wird, ist offen. Ansonsten baut Schmidt auf nahezu den gleichen Kader wie in Montabaur. Andreas Kensy kommt wieder dazu.
In der Partie gegen Engers sieht Schmidt eine Art Bonusspiel für sein Team. Eigentlich hatte der Coach die Heimspiele zu entscheidenden Pflichtaufgaben ausgerufen, doch der Auswärtssieg hat dem FCK diesen Druck genommen. "Gegen eine starke Mannschaft wie Engers, die in Bad Breisig gewonnen hat, kann man auch mal mit einem Punkt leben", findet Schmidt.    (sn)

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Samstag, 20. März 2010

TuS Montabaurvs.FC Blau Weiß Karbach17.03.2010  TuS Montabaur - FC Karbach 0 - 1 (0-0)

Schindels Kopfballtor lässt den FC Karbach jubeln

Rheinlandliga: Schmidt-Team gewinnt beim TuS Montabaur - Gastgeber haben mehr vom Spiel gegen disziplinierte Gäste

TuS Montabaur -FC Karbach     0:1 (0:0)

MONTABAUR. Start nach Maß: Mit einer äußerst disziplinierten Leistung gewann Fußball-Rheinlandligist FC Karbach sein erstes Spiel nach der Winterpause beim TuS Montabaur. Dass die Gastgeber sich im Anschluss über das 0:1 ärgerten, war den Gästen ziemlich egal. Sie formierten sich noch auf dem Spielfeld zu einem Kreis und schworen sich auf die kommenden Aufgaben im Abstiegskampf ein.
"Das Ergebnis ist eigentlich lächerlich." Benedikt Lauer, Spielertrainer des TuS Montabaur, konnte die 0:1-Niederlage seines Teams gegen den FC Karbach in der Rheinlandliga kaum im Worte fassen. Ganz so überlegen wie der Spielertrainer es sah, hatte seine Mannschaft den Gegner zwar nicht beherrscht - dass die Gastgeber jedoch mehr vom Spiel hatten war unumstritten. Doch am Ende entführten die Karbacher nach einer gelungenen Standardsituation noch drei Punkte aus Montabaur. In den ersten 45 Minuten sahen die Zuschauer zwar ein intensives und ausgeglichenes, aber kein gutes Spiel. Torchancen blieben Mangelware. Die erste bot sich den Gästen in der zehnten Minute, als Tobias Schinnen vor TuS-Torhüter Sebastian Boddenberg an den Ball kam, der Keeper aber noch zur Ecke klären konnte. Zehn Minuten später verlängerte Niklas Wörsdörfer einen langen Ball mustergültig in den Lauf von Dzenis Ramovic. Der lief alleine aufs Karbacher Gehäuse zu, schob den Ball aber am Torwart und am rechten Pfosten vorbei. "Den müssen wir machen, dann gewinnen wir das Spiel 2:0 oder 3:0", ärgerte sich Lauer. "Aber so spielen wir schon die ganze Saison."
In der 26. Minute spielte Karbachs Dave Zimmermann den Ball von der linken Angriffsseite auf Schinnen, doch dessen Lupfer flog nicht nur über Boddenberg, sondern auch über das Tor hinweg.
In der zweiten Hälfte wurde aus dem intensiven zwar kein hochklassiges Spiel, doch es blieb zu jedem Zeitpunkt interessant. Der TuS tat über weite Strecken mehr für das Spiel, ohne sich jedoch zu belohnen. Den Schuss von Thomas Diel aus der Drehung parierte Karbachs Keeper Florian Bauer glänzend (58.), zwei Lauer-Schüsse verfehlten jeweils das Tor (51., 73.).
Karbach reichte dagegen eine gelungene Standardsituation, um am Ende als Sieger den Platz zu verlassen. Den Freistoß von Kapitän Mirko Bernd, getreten vom rechten Strafraumeck, köpfte Sven Schindel aus kurzer Distanz zum 1:0-Siegtreffer in die Maschen (79.). "Die stehen mit elf Mann hinten drin und gewinnen dann durch ein solches Tor", ärgerte sich Lauer. Karbachs Trainer Torsten Schmidt freute sich derweil mit seinem Team über den wichtigen Auswärtssieg. "Der Sieg war sicherlich glücklich, aber nicht unverdient. Die gesamte Mannschaft hat an einem Strang gezogen und toll gekämpft."   Tom Neumann
FC Karbach: Bauer - Schindel, Jakobs (85. R. David), P. Krohn, Lauterbach, Hammes, Wächter (74. Lay), Zimmermann, Bernd (90.+2 A. David), Ströter, Schinnen.
Nächste Aufgabe für Karbach: am Samstag (15.30 Uhr) gegen Engers.

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Freitag, 19. März 2010


Torsten Schmidt kommt der Auswärtsstart gelegen

Rheinlandliga: FC Karbach bestreitet heute um 19.30 Uhr ein Nachholspiel beim TuS Montabaur - Sorgen um die Torhüter

KARBACH. Nachdem Petrus endlich ein Einsehen mit den Fußballern zu haben scheint, geht die Saison am heutigen Mittwoch auch für Rheinlandligist FC Karbach weiter. Die Mannschaft von Torsten Schmidt stellt sich um 19.30 Uhr beim TuS Montabaur vor. Den Gastgebern geht es genauso wie dem FCK - bislang konnte der frühere Oberligist noch kein Punktspiel im Jahr 2010 bestreiten.

Karbachs Trainer Schmidt ist gar nicht so unglücklich darüber, dass seine Mannschaft auswärts starten muss: "Nach einer so langen Pause finde ich das angenehmer, weil man nicht ganz so gefordert ist, offensive Akzente zu setzen." Außerdem lastet in Schmidts Augen auf der Heimmannschaft ein noch größerer Druck - gerade im ohnehin nervenaufreibenden Abstiegskampf, in dem sich beide befinden. "Deine Heimspiele musst du durchdrücken, sonst wird es kompliziert", weiß Schmidt und schiebt so geschickt die Favoritenrolle dem TuS Montabaur zu. Sein Gegenüber Benedikt Lauer sieht das genauso: "Natürlich stehen wir", so der Trainer, "angesichts der Tabellensituation gerade im eigenen Stadion unter Druck. Aber in diese Situation haben wir uns selbst gebracht. Da müssen und wollen wir nun auch selbst wieder raus."

Doch was heißt schon Favorit im Abstiegskampf. Drei Punkte bei gleicher Spielanzahl hat der TuS Montabaur mehr auf dem Konto als der FC Karbach. Die Zuschauer dürfen sich also auf eines dieser berühmten Sechs-Punkte-Spiele freuen, in dem Karbach der Ausgleich nach Zählern winkt oder eine nur noch schwer überbrückbare Kluft zum Gegner droht.

Montabaurs Coach Lauer sieht im FC Karbach keinen typischen Abstiegskandidaten: "Karbach verfügt über spielerisches Potenzial, ist jedoch zurzeit von der misslichen Situation selbst überrascht." Schmidt hat da eine etwas andere Wahrnehmung: "Ich habe nach unserem guten Start nicht umsonst gewarnt, aber natürlich ist es auch nicht so gelaufen wie wir uns das vorgestellt hatten." Der Coach hofft nun im restlichen Rundenverlauf auf einen Ausgleich: "Wir sind nicht so gut wie wir am Anfang gestanden haben, aber auch nicht so schlecht wie wir jetzt dastehen." In Montabaur wird der FCK versuchen, sich auf eine Viererkette zu stützen: "Beim Testspielsieg in Zell haben wir gezeigt, dass das funktioniert", findet Schmidt.

Probleme könnte es hinter der Kette geben. Sowohl Karbachs Torwart Nummer eins, Florian Bauer (Risswunde im Finger), als auch Klaus Ohnesorge (Kapselriss in der Schulter) drohen auszufallen. Sebastian Gräf würde nachrücken. Außerdem fehlen dem FCK David Eberhardt, Andreas Kensy, Keven Zimmermann und Mike Biller. (sn)

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Mittwoch, 17. März 2010

FC Blau Weiß Karbachvs.SG Badem06.03.2010  FC Karbach - SG Badem (ausgefallen)

FCK: Sofort ein Sechs-Punkte-Spiel

Fußball-Rheinlandliga: SG Badem gastiert am Samstag (15.30 Uhr) mit einem Zähler und einer Partie mehr auf dem Konto

Von null auf hundert muss der FC Karbach am Samstag ins Punktspieljahr 2010 starten.

Um 15.30 Uhr gastiert die SG Badem zum Kellerduell der Fußball-Rheinlandliga.

KARBACH. Vorletzter gegen Drittletzter heißt die Konstellation am Samstag (15.30 Uhr), wenn der FC Karbach mit 18 Punkten die SG Badem (19) empfängt. Die Karbacher haben den kleinen Vorteil, noch eine Partie mehr bestreiten zu können als Badem. Gleichwohl wartet auf beide Mannschaften eine jener Begegnungen, die von Fußball-Experten gemeinhin als "Sechs-Punkte-Spiel" bezeichnet werden.
Auch Torsten Schmidt, Karbachs Trainer, gebraucht diesen Begriff. Einen besonderen Druck allerdings möchte er daraus nicht ableiten: "Uns ist unsere Lage bewusst und wir haben innerhalb der Mannschaft auch kommuniziert, dass es nur noch Endspiele für uns gibt, es also gleichgültig ist, gegen wen wir gerade spielen müssen."
Allerdings unterstreicht auch Schmidt, dass die Begegnung wichtig ist, schon alleine deshalb, weil der FC Karbach Heimrecht hat und Schmidt die Heimspiele als entscheidend für den Klassenverbleib ausgerufen hat. "Wir spielen zu Hause, wollen das auch zeigen und selbstverständlich gewinnen, aber das wird natürlich gegen Badem nicht so leicht, wie sich das viele vorstellen", erklärt der Coach und beschreibt den Gast als "mit uns vergleichbar, weil mannschaftlich sehr geschlossen mit vielen jungen Spielern."
Zudem hat die SG Badem schon eine Partie im Jahr 2010 hinter sich gebracht und dabei mit dem 2:1-Auswärtssieg bei Oberliga-Absteiger und Titelanwärter SG Bad Breisig ein echtes Ausrufezeichen gesetzt: "Wer in Bad Breisig besteht, der kommt natürlich auch nach Karbach mit breiter Brust", ist Schmidt überzeugt. Auf keinen Fall wird der Trainer sein Team auf Teufel komm raus stürmen lassen, sondern legt im Gegenteil gesteigerten Wert auf die Defensive: "Wir haben schon genügend Gegentore bekommen, deshalb ist klar, wo wir den Hebel ansetzen."
Die direkten Auswirkungen des Defensivverhaltens bekommt immer der Torhüter zu spüren. Beim FCK wird am Samstag wieder Florian Bauer im Kasten stehen. "Dahinter bewegen sich Klaus Ohnesorge und Sebastian Gräf auf Augenhöhe", erklärt Schmidt. In Stein gemeißelt ist für den Trainer diese Rangfolge nicht.
Ohnesorge droht auszufallen, nachdem er sich im Training an der Schulter verletzt hat. Die endgültige Diagnose steht noch aus. Fraglich ist außerdem der Einsatz von Sven Schindel, während Mike Biller berufsbedingt ausfällt. Doch eigentlich ist die personelle Lage egal, wenn es um sechs Punkte geht...    (sn)

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Freitag, 5. März 2010

SG Eintracht Lahnsteinvs.FC Blau Weiß Karbach11.12.2009  SG Lahnstein - FC Karbach 5 - 1 (1:0)

Schmidt: Es muss etwas passieren

Fußball-Rheinlandliga: FC Karbach geht unter SG

Eintracht Lahnstein - FC Karbach 5:1 (1:0)

LAHNSTEIN. Gut, dass jetzt die Winterpause kommt. So dürften beim FC Karbach inzwischen alle denken, denn der Fußball-Rheinlandligist hat sich mit einer deftigen Packung in die Winterpause verabschiedet. Bei der SG Eintracht Lahnstein ging der FCK mit 1:5 (0:1) unter. In dieser Verfassung hat der FC Karbach (sieben Spiele ohne Sieg) keine Chance, in der Fußball-Rheinlandliga zu bleiben. Das hat auch Trainer Torsten Schmidt erkannt: "Es muss etwas passieren. Einige Spieler sind in der Rheinlandliga überfordert. Wir nutzen die Winterpause, um in Klausur zu gehen." Das Vorhaben ist klar: Karbach wird auf dem Transfermarkt tätig werden, um die Chancen auf den Klassenverbleib zu erhöhen. Wer nach Keven Zimmermann (kommt von der SG Unzenberg) und Philipp Krohn (rückt aus der Reserve hoch) den Weg zum FCK findet, steht noch nicht fest. Vor allem auf den Außenbahnen herrscht akuter Handlungsbedarf. Schmidt: "Da fehlt uns einfach der Dampf." In Lahnstein probierte sich Reyad David auf dem rechten Flügel - mit mäßigem Erfolg. Dem 0:1 durch Dennis Niederprüm (11.) und dem 0:2 durch Stephan Roll (48.) gingen jeweils Ballverluste des Routiniers voraus. Vor den David-Fauxpas spielte der FCK, der nach Monaten wieder auf die Viererkette setzte, munter mit beim Tabellenvierten. Sogar ein 1:1 war Mitte der ersten Hälfte möglich - doch Chris Ströter (16.), Jan Wächter (18.) und Reyad David (21.) vergaben den Ausgleich aus guten Positionen. Nach Rolls 2:0 war die Sache entschieden. "Danach war es richtig schön anzusehen", meinte Stephan Krautkremer. Der Lahnsteiner Trainer - der gebürtige Hausbayer Krautkremer hat Karbach vor acht Jahren mal drei Monate lang in der B-Klasse gecoacht und schloss eine Rückkehr nicht aus - hatte Spaß an der Spiellust seiner pfeilschnellen Truppe. Der nie in den Griff zu bekommende Dennis Niederprüm (59./80., Foulelfmeter) und Ex-TuS-Koblenz-Kicker Nenad Lazarevic mit einem tollen Freistoß (66.) schraubten das Resultat auf 5:1. Karbachs Ehrentreffer gelang Kapitän Mirko Bernd nach 77 Minuten. Er verwandelte einen an Tobias Schinnen verursachten Elfmeter sicher zum 1:4. In der Nacht vor dem Spiel wurde der 37-jährige Bernd zum dritten Mal Vater - dennoch war er wie so oft in dieser Runde der hellwachste FC-Akteur. Torsten Schmidt wird nicht müde zu betonen, dass sich "an Mirko einige eine Scheibe abschneiden können". Ab dem 6. Januar haben die FCK-Kicker die Möglichkeit, sich wieder Kredit bei ihrem Trainer zu erspielen. Dann startet Karbach in die Vorbereitung. Michael Bongard

FC Karbach: Bauer - Hauer (64. Schinnen), M. Bernd, Schindel, Hammes - A. David (81. Marder), Ströter, Biller, Kensy, R. David (53. Eberhardt) - Wächter.

Nächste Aufgabe für Karbach: am 20. Februar (14.30 Uhr) in Karbach gegen die Spvgg Burgbrohl.

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 14. Dezember 2009


Karbach wird vorsichtig

Fußball-Rheinlandliga: FC verstärkt Defensive

Das waren noch Zeiten. Am zweiten Spieltag der Fußball-Rheinlandliga schlug der FC Karbach die ambitionierte SG Lahnstein mit 3:0. Heute Abend stehen sich die beiden Mannschaften in Lahnstein zum zweiten Mal in dieser Saison gegenüber. Von der fußballerischen Unbekümmertheit und dem 6-Punkte-Blitzstart ist beim FC Karbach vor dem letzten Spiel des Jahres nichts mehr zu spüren.

KARBACH. Karbachs Trainer Torsten Schmidt ließ nach dem 1:2 im Heimspiel gegen Mülheim-Kärlich - der sechsten Partie in Folge ohne Sieg - seiner Enttäuschung und Interpretationen freien Lauf. "Über die Gesamtsituation muss ich mir viele Gedanken machen", hatte sich Schmidt geäußert. "Wer das so interpretiert hat, dass ich überlege, ob ich der richtige Mann bin, hat das falsch ausgelegt", stellt Schmidt vor der Lahnstein-Partie klar und geht zum Angriff über: "Wer mich kennt, der weiß, dass ich nicht die Flinte ins Korn werfe."
Doch zum Tabellenvierten geht es erst nach einem Rückblick auf das Mülheim-Spiel und die Negativserie der letzten Wochen. "Ob die Niederlage verdient oder unverdient war, ist immer schwer zu beurteilen. Auf jeden Fall war sie sehr unglücklich", fasst der FCK-Coach seine Einschätzung zusammen. In dieser Begegnung spiegelte sich die ganze Misere der Karbacher wider: Das Team spielte genügend Chancen heraus, vergab sie aber einmal mehr und war dann in der Defensive anfällig. Schmidt zieht daraus Konsequenzen. "Wir haben mit drei Stürmern immer sehr offensiv agiert. Wir müssen jetzt defensiver auftreten und mehr Sicherheit finden", schickt er seine Mannschaft in Lahnstein mit einem neuen Konzept aufs Feld.
Gastgeber SG Lahnstein hat nicht nur wegen des 0:3 im Hinspiel Respekt vor dem Gast aus dem Vorderhunsrück. Bei der Mannschaft des gebürtigen Hausbayers Stephan Krautkremer trübten vor dem jüngsten 2:0 in Neitersen drei Niederlagen in Folge die Stimmung. "Karbach ist unberechenbar. Die stehen mitten im Abstiegskampf. Und ich bin überzeugt, dass das Team hoch motiviert auftreten wird, um das Jahr mit einem Erfolg abzuschließen", sagt Krautkremer. Wobei Erfolg relativ ist: Für seinen Kollegen Torsten Schmidt, der um den Einsatz des angeschlagenen Sven Jakobs fürchtet, wäre in Lahnstein schon ein Remis ein Erfolgserlebnis.    (pk)

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Freitag, 11. Dezember 2009

FC Blau Weiß Karbachvs.Mülheim Kärlich05.12.2009  FC Karbach - Mülheim Kärlich 1 - 2 (1 - 1)

Karbach steckt jetzt ganz tief im Strudel

Fußball-Rheinlandliga: FCK verliert zu Hause gegen Mülheim-Kärlich Die Chancen waren da, der Wille auch - aber das Ergebnis stimmte nicht. Der FC Karbach verlor nach einem strittigen Elfmeter daheim gegen Mülheim-Kärlich und steckt nun ganz tief im Abstiegskampf.

FC Karbach - SG Mülheim-Kärlich 1:2 (1:1)

KARBACH. Au weia, FC Karbach. Eine bittere Heimniederlage im Abstiegskampf gegen die SG Mülheim-Kärlich bringt die Rheinlandliga-Fußballer in arge Nöte. Nach dem vermeidbaren 1:2 zu Hause gegen die SG hängt der einzige Hunsrücker Rheinlandligist im dicksten Abstiegsstrudel. Dementsprechend angefressen war auch FCK-Trainer Torsten Schmidt: "Ich sage nur einen Satz: Über die Gesamtsituation muss ich mir viele Gedanken machen", öffnete er Spekulationen Tür und Tor. Mülheim-Kärlich ist mit diesem Sieg in der Tabelle an Karbach vorbeigezogen und das Minimalziel von Schmidt - der Abstand zu Mühlheim sollte gewahrt bleiben - wurde verfehlt, weil die Gastgeber viele Torchancen liegen ließen. Dabei fing alles gut an. Die erste Schrecksekunde war gerade gut überstanden - Mülheims Jan Alsbach hatte nach zwei Minuten übers FCK-Tor gelupft -, als Jan Wächter nach nur drei Minuten das 1:0 erzielte. Ein toller Pass von David Eberhardt war vorausgegangen und der Karbacher Goalgetter überlupfte Gästekeeper Michael Wall zur Führung. Aber das beruhigte das Karbacher Spiel zunächst nicht, die SG versuchte, den schnellen Ausgleich herbeizuführen - und das gelang ihr nach zehn Minuten. Christian Wiersch markierte das 1:1 nach einem Drehschuss aus kurzer Distanz. Wie im Karbacher Pokalspiel gegen Burgbrohl gab es zwei schnelle Tore auf beiden Seiten - und wie damals in Niederburg wurde es in der zweiten Hälfte so richtig spannend. Der sportliche Verlauf bis zum 1:2 gestaltete sich so: Karbach hatte die weitaus besseren Chancen, Jan Wächter vergab zweimal, Jan Hammes und vor allem Eber-hardt nach starkem Zuspiel des eingewechselten Mike Biller hätten den nassgrauen und kalten Samstagnachmittag für Karbach in besserem Licht erscheinen lassen können. Aber vor allem bei Eberhardts Chance hatte SG-Torwart Wall etwas dagegen und reagierte glänzend. Auf der gegenüberliegenden Seite fiel dann das Tor des Tages: In der 77. Minute foulte FCK-Torwart Florian Bauer aus Sicht des Schiedsrichters Amir Amirian den heranstürmenden Wiersch. Den fälligen Elfmeter verwandelte Thorsten Knöll für Mülheim-Kärlich zum 2:1 auf dem Quintinsberg, was die Gäste später lautstark in einer Runde am Mittelkreis feierten. Ein Strafstoß, dessen Berechtigung die Gastgeber für einen schlechten Scherz hielten und der sogar für Gästetrainer Thomas Theisen umstritten war: "Wir hatten aber heute das Glück, dass uns im Hinspiel gefehlt hat", meinte Theisen, der unter anderem im Stadionheft nicht besonders freundlich begrüßt wurde. Nicht zuletzt wegen seiner Aussagen nach dem Karbacher Hinrundenerfolg gegenüber dem Siegtorschützen Daniel Lay. Später schickte Amirian gleich zwei Mülheimer vorzeitig mit der Ampelkarte unter die Dusche. Zuerst Kai Euler wegen Foulspiels (71.) und später Gäste-Kapitän Timo Theisen, weil er eine auf das Feld gewehte Nikolaus-Mütze aufsetzte und der Schiedsrichter das als Unsportlichkeit direkt nach dem Siegtreffer wertete. Die SG brachte den Sieg dennoch ins Ziel. Robert Mattern

Statistik

FC Karbach   1 (1)

SG Mülheim-Kärlich   2 (1)

Karbach: Bauer - Bernd, Schindel, Kensy (85. A. David), Jakobs, Hammes, Marder (72. Zimmermann), Lay (57. Biller), Ströter, Eberhardt, Wächter.

Mülheim-Kärlich: Wall - Fröhlich, Theisen, Schmitt, Wiersch, Alsbach, Knöll, Euler, Sasic (69. Süßmeyer), Wagner, Steffes (86. Vogt).

Schiedsrichter: Amir Amirian (Burgschwalbach).

Zuschauer: 192.

Tore: 1:0 Wächter (3.) 1:1 Wiersch (10.), 1:2 Knöll (78., Foulelfmeter).

Besonderheiten: Gelb-Rot für Euler (71.) und Theisen (79./beide Mülheim-Kärlich).

Nächste Aufgabe für Karbach: am Freitag (19.30 Uhr) in Lahnstein.


Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 7. Dezember 2009


An Motivation mangelt es Karbach nicht

Fußball-Rheinlandliga: Der FCK und sein Stürmer Daniel Lay haben mit Mülheim-Kärlich noch ein Hühnchen zu rupfen - Unzenbergs Zimmermann kommt
Noch belegen der FC Karbach und die SG Mülheim-Kärlich die beiden Plätze vor den Abstiegsrängen der Fußball-Rheinlandliga. Zumindest für den möglichen Verlierer der ersten Rückrundenpartie am Samstag um 14.30 Uhr in Karbach könnte es eng werden.

KARBACH. Es war die 84. Minute des Saisoneröffnungsspiels. Dave Zimmermann schlug eine lange Ecke, sein Karbacher Teamkollege Daniel Lay legte sich quer in die Luft und schoss sein Team mit einem Bilderbuchtor zum Sieg. Nach dem 1:0 bei Aufsteiger SG Mülheim-Kärlich bezwangen die Karbacher auch die hoch gehandelte SG Lahnstein mit 3:0 und holten beim Vorjahres-Spitzenteam in Burgbrohl ein 2:2. Dem FCK schienen die Türen zu einer großen Saison offen zu stehen. Davon ist nicht viel übrig geblieben. Der FCK steckt als Tabellenvierzehnter mit 18 Punkten im Abstiegskampf. Einen Rang und einen Punkt dahinter die SG Mülheim-Kärlich.
Es ist nicht das Tabellenbild alleine, das Brisanz in die Partie bringt. Es sind auch Missstimmungen, die nach dem ersten Spiel im August aufkamen. Nach der Partie hatte sich SG-Coach Thomas Theisen despektierlich über den von Mülheim-Kärlich nach Karbach gewechselten Traumtor-Schützen Daniel Lay geäußert. "Normalerweise hat jeder Trainer genug mit seiner Mannschaft zu tun. Er sollte sich um seinen Kram kümmern", ist FCK-Trainer Thorsten Schmidt heute noch verärgert über die Kommentare seines Mülheim-Kärlicher Kollegen. "Ich kann mir vorstellen, dass Daniel darauf brennt, ihm zu zeigen, dass er nicht nur Sonntagstore schießen, sondern auch Fußball spielen kann", erwartet Schmidt hohe Motivation.
Das sollte am Samstag für die gesamte Karbacher Mannschaft gelten. Weniger wegen persönlichen Reibereien, sondern um auf der sportlichen Talfahrt rechtzeitig die Kurve zu kriegen. Nur einen Sieg hat der FCK in den letzten sieben Spielen gelandet, dazu drei Remis und drei Niederlagen kassiert. Dass die Mannschaft das Abstiegsgespenst im Genick spürt, hat nach Ansicht von Torsten Schmidt nichts mit einem möglicherweise starken Leistungsknick zu tun. Die jüngste schwache Vorstellung gegen den SV Morbach ausgenommen, hat der FCK-Coach sein Team in den vergangenen Wochen nicht unbedingt schlechter gesehen als beim guten Saisonstart. "Was uns fehlt, ist die Konstanz über 90 Minuten", kennt er einen Schwachpunkt. Problematisch wird es für die Vorderhunsrücker immer dann, wenn sie in Rückstand geraten. Dieses Szenario wollen die Karbacher in dem wichtigen Heimspiel gegen den Tabellennachbarn daher mit allen Kräften vermeiden. Das sollte gegen die angriffsmüden Mülheim-Kärlicher leichter fallen als gegen die übrige Rheinlandliga-Konkurrenz. Mit nur zwölf Treffern in 17 Spielen ist der Sturm nicht gerade das Paradestück der SG. Dafür aber die Abwehr, die bei 16 Gegentoren mit den Spitzenteams Bad Breisig und Trier II mithalten kann.
"Der Abstand zu Mülheim muss gewahrt bleiben, das ist das Minimalziel", sagt Torsten Schmidt, wohl wissend dass ein Punkt im Heimspiel gegen einen Abstiegskonkurrenten zu wenig ist.
Man darf wohl davon ausgehen, dass der speziell angestachelte Daniel Lay gegen seinen Ex-Klub in der Aufstellung gesetzt ist. Wer noch stürmt, bleibt offen. Gut möglich, dass es Jan Wächter und Aschur David sind, die gegen Morbach schon nach 37 Minuten vom Feld mussten. "Bei uns fällt niemand in Ungnade. Die Maßnahme sollte wachrütteln", macht Schmidt den beiden Hoffnung.
Erfolgreich waren die Karbacher auf dem Transfermarkt. Keven Zimmermann kommt in der Winterpause von Bezirksligist Unzenberg. Der 30-jährige Abwehrspieler wohnt seit kurzem gleich neben dem Quintinsberg in Hungenroth und will versuchen, in der Rheinlandliga Fuß zu fassen.   (pk)

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Freitag, 4. Dezember 2009

FC Blau Weiß Karbachvs.SV Morbach28.11.2009  FC Karbach - SV Morbach 1 - 2 (0 - 0)

FCK: Mieser Auftritt vor Minuskulisse

Fußball-Rheinlandliga: Schwache Karbacher verlieren gegen Morbach
20 Punkte wollte der FC Karbach zum Ende der Hinrunde haben. Das Nahziel hat der Rheinlandligist verpasst. Das Fernziel Klassenverbleib rückt mit einer Leistung wie gegen den SV Morbach in weite Ferne.

FC Karbach -SV Morbach    1:2 (0:0)

KARBACH. Das hatte Symbolcharakter: Als der Fußball-Rheinlandligist FC Karbach gegen den SV Morbach mit Mann und Maus stürmte, um den Ausgleich zu erzielen, hielt es der am Bein verletzte Torwart Florian Bauer auch nicht mehr aus. Im Mute der Verzweiflung humpelte Bauer mit nach vorne. Es nutzte nichts. Karbach verlor mit 1:2 (0:0) und hinkt den Erwartungen deutlich hinterher.
Nur 18 Zähler aus 17 Spielen: Die Hinrunde sollte der FC Karbach schnell vergessen. Die Elf von Torsten Schmidt steckt mitten im Abstiegskampf. Dem Trainer schauderte es nach der miesen Leistung gegen die zuvor in sechs Spielen sieglosen Morbacher: "Das hatte 80 Minuten mit Fußball rein gar nichts zu tun. Das war unser schlimmster Auftritt seit Jahren."
149 Zuschauer - Minuskulisse bei allerdings auch miesem Wetter im 25. Heimspiel seit dem Aufstieg im Sommer 2008 - sahen den FCK nur in den letzten zehn Minuten ebenbürtig. Nach Tobias Schinnens 1:2 (80.) ging ein Ruck durch die vorher teilnahmslosen Gastgeber. Manndecker Sven Jakobs, den es am Ende nicht mehr hinten hielt, hatte in der Nachspielzeit sogar den Ausgleich auf dem Fuß - doch der Ball strich knapp vorbei.
Ein 2:2 wäre beileibe nicht verdient gewesen. Vor Karbachs kurzer Drangphase war Morbach besser organisiert, deutlich zweikampfstärker und auf dem tiefen Rasen viel ballsicherer. "Aus unserer klaren Überlegenheit hätten wir schon vor der Pause Kapitel schlagen müssen", sagte Sascha Meeth. Der SVM-Coach durfte dafür nach der Pause innerhalb von drei Minuten zweimal jubeln: Nach 62 Minuten traten vier Karbacher am Ball vorbei, Patrick Dres bedankte sich - 0:1. Nach 65 Minuten umkurvte Michael Fleck die komplette FCK-Abwehr wie Slalomstangen - 0:2. Schmidt blieb nur ein Kopfschütteln: "Was für billige Gegentore."
Seine Maßnahmen trugen an diesem Tag auch keine Früchte. Nach 37 Minuten holte er beim Stand von 0:0 sein Sturmduo Jan Wächter und Aschur David überraschend vom Platz. Vor allem Wächter dachte zuerst an einen üblen Scherz. Doch Schmidt meinte es ernst mit seinem Top-Torjäger. "Ich wollte die anderen wachrütteln", erklärte Schmidt - und gestand ein: "Das hat nicht so funktioniert, wie ich es mir vorgestellt habe. Heute hatte es fast keiner verdient, im Team zu stehen."
Ein Satz, der nicht für Morbachs Artem Sagel gilt: Im Sommer wechselte der 20-Jährige von A-Klässler Sohren zum SVM und hat alle Spiele in der Hinrunde mitgemacht. Zumeist als linker Verteidiger - wie auch in Karbach. Sagel spielte solide und war einer der Besten. "Wir haben richtig dagegengehalten und toll gekämpft. Das muss man auf diesem Platz auch", sagte Sagel, der früher in Sohren als Spielmacher auflief. "Die linke Verteidigerposition war gewöhnungsbedürftig. Aber es klappt immer besser. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass ich sofort Stammspieler werde." Für seinen Trainer ist Sagel nicht mehr wegzudenken: "Artem ist ein Riesen-Junge. Ich bin zu 100 Prozent zufrieden mit ihm." Ob Sagel längere Zeit in Morbach bleibt, weiß er noch nicht: "Ich fange im kommenden Jahr an zu studieren. Bis dahin spiele ich auf jeden Fall in Morbach."   Michael Bongard

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 30. November 2009,


Schmidt: Nur bei einem Sieg mit der Hinrunde zufrieden

Fußball-Rheinlandliga: Karbach empfängt Morbach - Bei den Gästen gehört der Ex-Sohrener Sagel zu den wenigen Gewinnern

KARBACH. Wie hat der FC Karbach den Pokal-Schock (siehe Bericht oben) verdaut? Am Samstag (14.30 Uhr) gibt es auf dem Quintinsberg die Antwort: Die Vorderhunsrücker treffen in der Fußball-Rheinlandliga auf die "Hinterhunsrücker" des SV Morbach. Im Klassement liegt Karbach allerdings hinter dem SVM.
Wenn Torsten Schmidt sein Ziel erreichen will, dann muss sein FCK das letzte Hinrundenspiel gegen Morbach gewinnen. 20 Punkte holen bis zur Halbzeit der Saison - das hatte der Coach vor Wochen vorgegeben. Momentan sind es 18 Zähler, die der FCK hat. Die Unentschieden in Udler, gegen Zell und in Salmrohr haben Karbach tabellarisch nicht gut getan. Schmidt: "Diese Phase mit den ganzen Remis hat uns in die Bredouille gebracht. Gegen Morbach gibt es nur eine Marschrichtung: Wir müssen gewinnen. Ansonsten wäre ich mit der Hinrunde nicht zufrieden."
Schmidt hat acht Plätze in der Startelf an Torwart Florian Bauer, an Libero Mirko Bernd, an die Manndecker Sven Schindel und Sven Jakobs, an die Mittelfeldspieler Jan Hammes, Chris Ströter und Mike Biller sowie an Stürmer Jan Wächter fest vergeben. Um die drei Plätze (Außenbahn, Sturm) neben dem Stamm kämpfen zehn Akteure. Auch im Pokal betrieben einige Spieler Eigenwerbung, doch Schmidt will dauerhaft konstante Leistungen seiner Nachrücker sehen: "Dann gehören sie auch zum Stamm und sind in der Rheinlandliga angekommen." Angekommen im Mittelmaß ist der morgige Gast SV Morbach: Nach zehn Spieltagen träumten sie beim SVM noch vom Titel - doch sechs Partien ohne Sieg haben ihre Spuren hinterlassen. Die hochgelobte Offensive um den Ex-Trierer Michael Fleck, den derzeit verletzten Eloy Campos und den Ex-Sohrener Andreas Herdt ist in dieser Saison nur ein laues Lüftchen.
Während der 22-jährige Herdt nach zwei starken Spielzeiten mit 14 Toren in 59 Partien in dieser Runde wegen Verletzungsproblemen nicht in Tritt kommt, gehört der andere Ex-Sohrener, Artem Sagel, zu den wenigen Gewinnern in der bisher unbefriedigenden Morbacher Saison. Der 20-jährige Sagel, der bis zum Sommer für die SG Sohren als Spielmacher auflief, hat zwei Klassen höher bisher alle 16 Begegnungen mitgemacht - und zwar überwiegend als linker Verteidiger. Diese Position wird Sagel auch morgen in Karbach bekleiden.   (mbo)

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Freitag, 27. November 2009

FSV Salmrohrvs.FC Blau Weiß Karbach21.11.2009  FSV Salmrohr - FC Karbach 0 - 0 (0 - 0)

FCK bringt FSV fast erste Heimpleite bei

Fußball-Rheinlandliga: Karbach holt hochverdienten Punkt in Salmrohr

Dass der FSV Salmrohr die Partie gegen den FC Karbach noch kurzfristig vom Stadion auf den Kunstrasen verlegte, machte den Gästen nichts aus. Im Gegenteil: Sie spielten stark auf und schrammten beim torlosen Remis am Sieg vorbei.

FSV Salmrohr - FC Karbach     0:0

SALMROHR. Robert Jung, Trainer des FSV Salmrohr, machte beim 0:0-Unentschieden im Heimspiel der Fußball-Rheinlandliga gegen den FC Karbach die von seiner Mannschaft nicht genutzten Tormöglichkeiten dafür verantwortlich, dass nur ein Punkt anstatt der fest eingeplanten drei Punkte im Salmtal blieb. Sein Gegenüber Torsten Schmidt haderte ebenfalls damit, dass bei seiner Elf trotz guter Chancen vorne nur eine Null stand. Objektiv betrachtet muss man sich auf die Seite von Schmidt schlagen - die klareren Dinger hatten eindeutig die Hunsrücker auf dem "Schlappen".
Zwar hatte die bislang zu Hause ungeschlagene Heim-elf mehr Spielanteile, wusste sie aber nie erfolgreich umzusetzen. Das lag aber auch daran, dass der FCK das gar nicht zuließ. "Wir haben heute läuferisch, kämpferisch und mit einem enorm hohen Aufwand ein Bombenspiel gemacht. Mit der entsprechenden Zweikampfhärte haben wir Salmrohr nie richtig ins Spiel kommen lassen", lobte Schmidt. Gesehen hatte er auch, dass zwei Spieler dabei herausragten: Kapitän Mirko Bernd hielt als Turm in der Schlacht die Defensive zusammen, in der Manndecker Sven Jakobs kurzfristig wegen Verdachts auf Lungenentzündung ausfiel, und Mike Biller zeigte in seinem zweiten Spiel nach langer Verletzung als ideale Anspiel- und Verteilerstation im Mittelfeld, wie wichtig er für das Karbacher Spiel ist. "Mirko spielt eine überragende Saison - und mit Mike werden wir noch richtig kommen", so das Lob des Trainers für seine Flaggschiffe an diesem Tag.
Wenn Jung seine Elf im Vorteil bei den nicht genutzten Torchancen sah, dann lag er eindeutig falsch. Zweimal vereitelte Torwart Florian Bauer zwar mit Glanzparaden gegen ein Schuss von Alexander Adrian (15.) und bei einem von Pascal Meschak getretenen Freistoß (79.) ein Gegentor. Auf der anderen Seite hatte aber auch die Schmidt-Elf sehr gute Möglichkeiten. Mit etwas mehr Glück hätte der Ball bei Aktionen von Biller (7., 13.) und Sven Lauterbach (56.) im Salmrohrer Gehäuse landen können.
Zum Matchwinner hätte aber der 18-jährige Tobias Schinnen - dessen Bremmer Ex-Teamkollege Dini Hajdari beim FSV kurz vor Schluss Gelb-Rot sah - in der 84. Minute werden können. Völlig freistehend fand sein Schuss in Heimtorwart Karl-Heinz Kieren seinen Meister. Reflexartig wehrte er den Ball noch ab, obwohl er schon auf dem Weg ins andere Eck war - die große Siegchance für den FCK war vertan.    Alfons Benz

FC Karbach: Bauer - Bernd, Schindel, Hammes, Kensy, Wächter, Biller (72. R. David), Lauterbach (87. Marder), Eberhardt, A. David (73. Schinnen), Ströter.
Nächste Aufgabe für Karbach: am Mittwoch (19.30 Uhr) im Rheinlandpokal in Niederburg gegen Burgbrohl.

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 23. November 2009


FCK will Salmrohr schocken

Fußball-Rheinlandliga: Schmidt fordert nach zwei Remis einen Sieg - Enttäuschender Ex-Zweitligist

Auswärtsspiel bei der großen Enttäuschung der bisherigen Rheinlandliga-Runde: Der FC Karbach tritt am Samstag (14.30 Uhr) beim selbst ernannten Titelkandidaten FSV Salmrohr an. Nach 15 Spieltagen liegt der Ex-Zweitligist allerdings elf Zähler hinter Spitzenreiter Bad Breisig.

KARBACH. Das hatte sich der 64-jährige Trainerfuchs Robert Jung doch ganz anders vorgestellt. Vor der Saison heuerte der Ex-Coach von Kickers Offenbach, Mainz 05 und FK Pirmasens nach 24 Jahren wieder bei seiner alten Liebe FSV Salmrohr an. 1986 hatte er die Moselaner sensationell in die 2. Bundesliga geführt. Jetzt soll Jung Salmrohr zurück in die fünftklassige Oberliga lotsen. Vor dem Heimspiel gegen den FC Karbach (Sa., 14.30 Uhr) kann das erste Urteil gefällt werden: Der FSV wird auch in der Saison 2010/11 in der Fußball-Rheinlandliga spielen - mit oder ohne Jung als Trainer.
Fast täglich fährt Jung die 140 (!) Kilometer von seinem Wohnort Pirmasens ins Salmtal - und zurück. Bis jetzt heißt es: Außer Spesen nichts gewesen. Vor allem auswärts tritt der FSV viel zu zahnlos auf. Nur zwei Siege gab es in acht Gastspielen, dafür vier Niederlagen. Im profitauglichen Salmtal-Stadion ließ der FSV weniger Federn. In sieben Heimspielen spielte man zwar dreimal Remis, dafür verlor Salmrohr als einziges Team neben Engers und Montabaur zu Hause noch nicht.
Doch mit dem Aufstieg wird es bei elf Zählern Rückstand auf die beständigen Bad Breisiger bestimmt nichts. Ein Grund für das Scheitern: Der FSV-Elf fehlt mit dem ehemaligen kongolesischen Nationalspieler Rodalec Souza (Kreuzbandriss) der Kopf der Mannschaft. Der Rest der Truppe ist bis auf Oldie-Torwart Karl-Heinz Kieren (40) noch zu grün hinter den Ohren.
Die Chance für Karbach? FC-Trainer Torsten Schmidt fordert sogar einen Sieg: "Wir haben durch die Unentschieden in Udler und gegen Zell vier Punkte liegen gelassen. Dann muss man auch mal bei einem vermeintlichen Spitzenteam einen Dreier holen." Die würden dem FCK bei zwei Zählern Vorsprung auf die Abstiegszone gewiss gut zu Gesicht stehen.
Ob Florian Bauer im Tor stehen wird, entscheidet sich kurzfristig. Schulterschmerzen aus dem Spiel gegen Zell plagen den Keeper. Ansonsten hat Schmidt alle Mann an Bord. Zugang Alexander Pätsch wird noch nicht im Kader stehen, der Defensivmann soll erst Praxis in der B-Klasse-Reserve sammeln.    (mbo)

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Freitag, 20. November 2009

FC Blau Weiß Karbachvs.FC Blau Weiß Karbach14.11.2009  FC Karbach - SG Zell  1 - 1 (1 - 1)

Karbach lässt bei Remis zu viele Chancen aus

Rheinlandliga: FCK vergibt hochkarätige Möglichkeiten gegen Zell - Bauer verschätzt sich bei Gegentor - Biller feiert Debüt - Ströter gleicht aus
Der Fußball-Rheinlandligist FC Karbach ist wieder in das untere Tabellendrittel abgerutscht: Im ihrem Heimspiel gegen die auswärtsschwache SG Zell waren die Vorderhunsrücker überlegen, hatten viele Chancen, kamen aber über ein 1:1 nicht hinaus.

FC Karbach -SG Zell/B./A.     1:1 (1:1)

KARBACH. Einen einzigen Punkt hatte sich Fußball-Rheinlandligist SG Zell/Bullay/Alf in sieben Auswärtsspielen vor dem Auftritt in Karbach bislang erspielt. Trotz dieser miserablen Bilanz erkämpften die Gäste ein weiteres Remis auf fremden Terrain - das aber vor allem deshalb, weil der gastgebende FCK seine vielen Chancen nicht nutzte.
Nach acht Spielminuten befürchteten einige Zuschauer auf Karbacher Seite wohl eine Wiederholung des 0:4-Heimdebakels aus der letzten Saison gegen den gleichen Gegner: Wieder gerieten die Vorderhunsrücker in einen frühen Rückstand gegen Zell, weil die SG von zwei FCK-Fehlern in Serie profitierte. Zunächst verschuldete Dave Zimmermann einen unnötigen Freistoß im Mittelfeld, den dann Karbachs Torwart Florian Bauer falsch einschätzte. Über mehr als 30 Meter segelte der Ball von Sascha Schmitz durch die böige Luft, ehe er hinter Bauer im Tornetz landete. Karbachs Keeper sah bei dieser Aktion unglücklich aus und räumte nach dem Spiel seinen Fehler ein: "Ich habe sicher eine Teilschuld, aber der Ball senkte sich auf einmal total schnell hinter mir ins Tor." Aber Karbach steckte den frühen Rückstand gut weg und übernahm die Initiative. Dabei kamen die Vorderhunsrücker zunächst zu zwei sehr guten Kopfballmöglichkeiten: Erst köpfte FCK-Stürmer Jan Wächter freistehend nach Zimmermann-Flanke aus fünf Metern zu ungenau, sodass Gästekeeper Christoph Braun parieren konnte (14.). Und zehn Minuten später zielte Zimmermann aus ähnlich aussichtsreicher Position am Tor vorbei. Besser machte es dann Karbachs Kaptiän Chris Ströter in der 35. Minute: Ein abgeblockter Torversuch von Reyad David landete vor Ströter, der aus 14 Metern direkt mit einem satten Flachschuss den unhaltbaren 1:1-Ausgleich markierte.
Zur zweiten Halbzeit brachte FCK-Trainer Torsten Schmidt mit dem agilen Tobias Schinnen eine weitere Offensivkraft, um noch mehr Torgefahr zu entwickeln. Schon kurz nach der Pause verpasste erneut Wächter nach Vorarbeit von Jan Hammes (49.) die Führung, bevor auch die tapfer kämpfenden Moselaner ihre beste und mehr oder weniger einzige Chance in der zweiten Hälfte hatten: Jimmy Wieber zielte bei seinem Versuch etwas zu weit nach links und traf den Außenpfosten (57.).
Der nach langer Verletzungspause sofort von Beginn an spielende Mike Biller legte danach schön für Wächter auf (71.), der aber erneut frei vor dem Gäste-Tor aus guter Position am Gehäuse vorbei schoss - genau wie nachfolgend auch noch Hammes (73.) und Sven Lauterbach (87.), die beide ebenfalls nach guten Kombinationen völlig frei vor Braun auftauchten, aber knapp vorbeizielten. Gäste-Coach Jörg Bach war das letztlich egal, er sah ein gerechtes Unentschieden: "Aufgrund des Spielverlaufes können beide Mannschaften mit dem Punkt zufrieden sein. Meine Elf hat läuferisch und kämpferisch ein sehr gute Leistung abgeliefert." Einen Spieler hob Bach jedoch hervor: "Unser Torwart Christoph Braun hat zwei Superparaden abgeliefert und drei, vier gute Konter eingeleitet."
Karbachs Co-Trainer Antonio Ramos ärgerte sich über die verpassten Chancen der überlegen Gastgeber: "Wir haben das Spiel beherrscht, aber müssen unsere Fehler wie beim Gegentor einfach minimieren, dann gewinnen wir auch. Wir hatten zur Halbzeit offensiv gewechselt, weil wir unbedingt gewinnen wollten." Positiv bewertete Ramos das Debüt von Biller: "Eine ordentliche Leistung, mit der wir zufrieden sind."
Armin Bernd

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 16. November 2009


FCK will die 0:4-Schmach tilgen

Fußball-Rheinlandliga: Karbacher haben Rechnung mit Zeller Gästen offen

KARBACH. Derby - ja oder nein? "Ein Derby ist ein Ereignis, bei dem zwei stark rivalisierende Sportvereine einer Region aufeinander treffen." So definiert das Internet-Lexikon Wikipedia diese besondere Spezies von Fußballspielen. Ob dieses Attribut auf das Rheinlandliga-Match am Samstag (14.30 Uhr) zwischen Gastgeber FC Karbach und der SG Zell/Bullay/Alf zutrifft, darüber lässt sich bei 45 Kilometer Abstand streiten. Ein zweites von Wikipedia definiertes Merkmal für ein Derby trifft auf jeden Fall zu: "die starken Emotionen", die solche Spiele hervorrufen.
Einige Beteiligte sind für Gefühlswallungen in dieser Begegnung besonders empfänglich. FCK-Torhüter Florian Bauer kickte in Bremm, Tobias Schinnen in der JSG Bremm/Zell, beide kennen vieler Zeller Akteure. FCK-Trainer Torsten Schmidt lebte an der Mosel und SG-Coach Jörg Bach trainierte den Karbacher Nachbarn TSV Emmelshausen. Querverbindungen gibt es einige.
Die beiden Trainer gehen mit dem Attribut Derby zurückhaltend um. Ein besonderes Spiel wird es aber allemal, in erster Linie für die Gastgeber. Denn die Karbacher haben die Schmach eines 0:4-Debakels im letzten Heimspiel gegen die Zeller wettzumachen. "Eine herbe, aber verdiente Niederlage", ruft sich Torsten Schmidt das Ergebnis, das schon zur Pause feststand, ungern ins Gedächtnis zurück. "Wir haben die Lehren daraus gezogen", sagt Schmidt ohne konkret zu erwähnen welche.
Sein Zeller Kollege Jörg Bach spielt die Bedeutung des 4:0-Siegs herunter: "Karbach hatte einen ganz schlechten Tag, wir einen überragenden. Daraus kann man nicht schließen, dass wir am Samstag einfach mal nach Karbach fahren können, um drei Punkte mit nach Hause zu nehmen." Gestützt wird diese Einsicht durch die schwache Auswärtsbilanz der Gäste, die erst einen Punkt einfuhren.
Allerdings dürfen die Karbacher der SG nicht ins offene Messer laufen. Mit 29 Treffern aus 14 Spielen sind die Zeller hinter Primus SG Bad Breisig das zweittorgefährlichste Team der Rheinlandliga. Mit ebenso vielen Gegentoren hat die SG aber auch in der Negativbilanz Platz zwei inne.
Karbach wird daher den Spagat schaffen müssen: einerseits die anfällige SG-Abwehr unter Druck zu setzen und andererseits der starken Zeller Offensive wenig Raum zu lassen. Ob Torsten Schmidt dabei auf den besonders motivierten Tobias Schinnen von Beginn an zurückgreifen wird, ließ er offen. "Zum Einsatz kommen wird er aber. Er hat den Weg in die Rheinlandliga gefunden", lobt der FCK-Trainer den jungen Ex-Bremmer. Ein oder zwei Änderungen in der Startelf gegenüber dem 2:2 gegen die SG Udler kann sich Schmidt durchaus vorstellen.    (pk)

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Freitag, 13. November 2009

SG Udlervs.FC Blau Weiß Karbach08.11.2009  SG Udler - FC Karbach  2 - 2 (2 - 1)

Karbach dreht nach 0:2-Rückstand auf und holt Remis

Rheinlandliga: FCK verpasst nach Ausgleich noch die Chance zum Sieg - Wächter und Bernd treffen - Udler-Coach verärgert

SG Udler -FC Karbach     2:2 (2:1)

ELLSCHEID. Angefressen war Jörg Stölben, Trainer des Fußball-Rheinlandligisten SG Udler, nach dem 2:2 im Heimspiel gegen den FC Karbach. Angefressen war er nicht nur, weil der erwartete Sieg und damit der Sprung in der Tabelle am Gegner vorbei nicht gelang, sondern auch, weil er Schiedsrichter Klaus Rupp eine Teilschuld gab. Es war die Szene in der 68. Minute, die den Einheimischen die Zornesröte ins Gesicht trieb: Beim Kampf um den Ball begegneten sich Sascha Osiewacz und Karbachs Reyad David im Strafraum. Während Rupp beim Gerangel um den Ball ein erstes Foul von David an Osiewacz ungeahndet ließ, ertönte beim anschließenden Foul an David der Pfiff - Elfmeter für die Gäste. Karbachs Kapitän Mirko Bernd verwandelte sicher zum Ausgleich - und Endstand.
In der Folge vergaben die Gäste noch einige Möglichkeiten, das Feld sogar als Sieger zu verlassen. Ihr Trainer Torsten Schmidt war deshalb unzufrieden: "Wir haben zwar unser Ziel auf ein Remis erfüllt, aber es wäre mehr drin gewesen." Er nannte auch die Gründe: Dem Udlerer Tor zum 2:0 durch Thomas Borsch (32.) war ein Abspielfehler von Pascal Hauer vorausgegangen und Torchancen blieben ungenutzt: Hauer donnerte die Kugel ans Lattenkreuz (45.), Jan Wächter traf nur den Pfosten (82.) und ein Schuss von Tobias Schinnen ging nur knapp vorbei (90.).
Die Eifel-SG begann schnörkellos, mit hohem Tempo - und mit Erfolg: Borsch markierte früh mit einem Weitschuss das 1:0 (12.) und legte in der 32. Minute das 2:0 nach. Beim Karbacher Anschlusstreffer zum 2:1 durch Jan Wächter (35.) fehlte bei Udler aber die Zuordnung. Während jetzt die Gäste aufdrehten, ließ die Stölben Elf immer mehr nach. "Nach dem Anschlusstor ist bei uns der Faden gerissen und zu dem Kräfteverschleiß nach dem Spiel gegen Trier kam Frustration. Was wir können, hat man doch in der ersten halben Stunde gesehen." Sein Kollege auf der anderen Seite hatte eben das erwartet: "Wir wollten zunächst das Udlerer Pressing abwarten. Dass meine Spieler nach dem frühen Rückstand wieder so gut ins Spiel kamen, zeigt, dass die Moral absolut stimmt und welche spielerischen Möglichkeiten wir haben."    Alfons Benz


Karbach: F. Bauer - Schindel, Jakobs, Hauer (61. Marder), Hammes (84. Lauterbach), Wächter, Zimmermann, Lay (77. Schinnen), R. David, Bernd, Ströter.
Nächste Aufgabe für Karbach: am Samstag (14.30 Uhr) gegen Zell.

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 9. November 2009


Personalkarussell dreht sich beim FC Karbach

Fußball-Rheinlandliga: Ein Neuzugang, aber drei Spieler fehlen auf lange Sicht - Am Sonntag in Udler

UDLER. Da tritt das wichtige Auswärtsspiel bei der SG Udler (So., 14.30 Uhr in Ellscheid) ein wenig in den Hintergrund: Beim Fußball-Rheinlandligisten FC Karbach hat sich unter der Woche in personeller Hinsicht einiges getan.
Auf drei Akteure muss der FCK bis auf weiteres verzichten. Carsten Harmel, Björn Wickert und Jürgen Krohn stehen Karbach aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung. Harmel und Wickert schließen ein Comeback sogar aus. Hintergrund sind komplizierte Fußverletzungen, die den beiden seit langer Zeit zu schaffen und Operationen nötig mach(t)en. Trainer Torsten Schmidt fehlen nicht nur "drei Typen", sondern auch "drei Kämpfer" und vor allem "drei Defensivspieler". Schmidt sagt: "In der Abwehr haben wir Nachholbedarf." Der Karbacher Vorsitzende Daniel Bernd wird die Fühler ausstrecken müssen: "Das ist eine schöne Hausaufgabe für die Winterpause. Einen Manndecker zu finden, ist nicht so einfach." Harmel und Wickert sollen übrigens in den Verein eingebunden werden, Krohn ist es schon. "Wir wollen sie nicht verlieren", sagt Bernd.
Als Gewinn wertet der FCK-Chef einen unverhofften Neuzugang. Alexander Pätsch wechselt vom brandenburgischen Oberligisten FV Ludwigsfelde nach Karbach. Der 19-Jährige wird in den kommenden drei Jahren an der Landespolizeischule Hahn ausgebildet. Auf der Suche nach einem Klub wurde Pätsch Karbach als ranghöchster Hunsrück-Verein empfohlen. Daniel Bernd hält viel von dem defensiven Mittelfeldmann: "Bereits nach zwei Einheiten hat man gesehen, dass wir ihn gebrauchen können." Pätsch ist am kommenden Samstag im Heimspiel gegen Zell einsatzbereit.
Davor steht der wichtige Trip in die Eifel zur SG Udler/Ellscheid/Strohn/Steiningen/Gillenfeld, die zwei Tabellenplätze und einen Zähler hinter dem Zwölften Karbach rangiert. "Wir müssen mindestens einen Punkt holen", fordert Coach Schmidt, dem die eigene Auswärtsbilanz ein Graus ist: "Vier Punkte in sieben Auswärtsspielen sind zu wenig. Wir sind noch - positiv ausgedrückt - im ganz breiten Mittelfeld. Da bleiben wir aber nur, wenn wir auch mal wieder auswärts punkten."
Dafür sorgen soll auch Torwart Florian Bauer, der nach seiner Rückenverletzung zwischen die Pfosten zurückkehrt. Bauers Ersatz Sebastian Gräf sah beim 0:3 in Dörbach zumindest beim 0:1 nicht gut aus. Schmidt kreidet Gräf das Tor aber nicht an: "Da waren auch andere beteiligt." Insgesamt wünscht sich der Coach "mehr Zweikampfhärte". Einen Wickert, Krohn oder Harmel könnte er jetzt gut gebrauchen, sagt Schmidt. Doch das Trio wird auf lange Sicht dem FC Karbach auf dem Platz nicht helfen können.   (mbo)

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Samstag, 7. November 2009

 

SV Dörbachvs.FC Blau Weiß Karbach31.10.2009  SV Dörbach - FC Karbach  3 - 0 (2 - 0)

Karbach verliert deutlich und verdient in Dörbach

Fußball-Rheinlandliga: FCK vergibt Chancen und kassiert prompt Gegentreffer - Gräf ersetzt verletzten Bauer im Tor

SV Dörbach -FC Karbach    3:0 (2:0)

DÖRBACH. In einer kampfbetonten Partie der Fußball-Rheinlandliga kassierte der FC Karbach beim SV Dörbach eine verdiente 0:3-Niederlage. "Wir haben einen gravierenden Fehler gemacht, wir haben auf dem Kunstrasen den Ball nie wirklich flach laufen lassen", analysierte FC-Trainer Torsten Schmidt. "Und es war symptomatisch, dass Dörbach immer dann ein Tor gelang, wenn wir dran waren. Zudem hat der Schiedsrichter vor dem ersten Tor eine für mich spielentscheidende Fehlentscheidung getroffen." Was war passiert? Bis zur 22. Minute war das Spiel ausgeglichen. Dann unterband Sven Schindel einen Dörbacher Angriff mit einem fairen Tackling, das Schiedsrichter Markus Wozlawek als Foul ahndete. Aus dem Freistoß ergab sich ein von Eric Wolff getretener Eckball, den der sträflich freistehende Florian Schröder zum 1:0 einnickte (22.). Zehn Minuten später lenkte Heimkeeper Carsten Thiel einen Schuss von Jan Wächter noch soeben mit den Fingerspitzen um den Pfosten. Im Gegenzug machte es Matthias Wey besser. Sein Schuss landete unhaltbar zum 2:0 in den Maschen (33.).
Nach der Pause sahen die Zuschauer einen offenen Schlagabtausch. Dörbach wirkte jedoch konzentrierter und überließ den Gästen kaum Raum für gezielte Vorwärtsaktionen. Dennoch bot sich erneut Wächter die große Gelegenheit zum Anschlusstreffer. Sein Heber flog jedoch über das freie Tor (61.). Kurz darauf demonstrierte die Elf von Trainer Harry Koch erneut kaltschnäuzig, wie man es richtig macht. Michael Blang hämmerte den Ball überlegt zum 3:0 ins kurze Eck (65.). Auch in der Folge wirkte das Dörbacher Spiel zwingender und torgefährlicher. Zählbares musste jedoch nicht mehr vermerkt werden. "Dörbach wollte und musste heute unbedingt gewinnen. Bei ihnen ging es quasi schon ums Überleben in der Liga", sagte Schmidt. "Entsprechend aggressiv haben sie auch gespielt und nicht unverdient gewonnen."
Personalgeschichte am Rande: Da sich Karbachs Stammkeeper Florian Bauer im Abschlusstraining einen Halswirbel ausgerenkt hatte und mit dem Krankenwagen abtransportiert werden musste, kam Sebastian Gräf zu seinem ersten Rheinlandliga-Einsatz und machte seine Sache gut.    Alfons Benz

Karbach: Gräf - Schindel, Jakobs, Kensy (82. Marder), Hammes, Wächter, A. David (46. Eberhardt), R. David, Bernd, Ströter, Schinnen (59. Zimmermann).
Nächste Aufgabe für Karbach: am Sonntag (14.30 Uhr) in Udler.

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 2. November 2009


Schmidt: Schnell 20-Punkte-Marke knacken

Fußball-Rheinlandliga: Karbach will in ruhige Tabellengefilde - Samstag beim Vorletzten Dörbach

KARBACH. Nach vier Auswärtspleiten in Folge will der Fußball-Rheinlandligist FC Karbach am Samstag (17 Uhr) wieder auf fremden Terrain punkten. Mindestens ein Zähler sollte beim Tabellenvorletzten SV Dörbach für den FCK auch herausspringen.
Beim großen FCK aus Kaiserslautern war Harry Koch acht Jahre Kult und machte alles durch. Abstieg, DFB-Pokalsieg, Meisterschaft - in der Pfalz nahm der Franke alles mit. In Dörbach ist Koch mittlerweile auch schon mehr als drei Jahre als Trainer tätig. Zwei elften Plätzen folgte in der Vorsaison Rang 14 - die Kurve zeigt bei den Moselanern nach unten.
Dieser Eindruck hat sich nach einem Drittel der bisherigen Runde verfestigt. Drei Fakten: Nur neun Zähler aus zwölf Spielen, Tabellenvorletzter, erst zehn Tore erzielt. Ein Grund: Michael Blang hat erst drei davon erzielt. Im Vorjahr war der Youngster 19 Mal erfolgreich. Doch im zweiten Jahr nach seinem Wechsel von einem C-Ligisten tut sich Blang schwer.
"Eine gute Saison macht noch keinen guten Spieler", sagt Karbachs Coach Torsten Schmidt und vergleicht Blang mit seinem ehemaligen Argenthaler Kameraden Waldemar Stier: "Waldi kam auch aus der Kreisliga, hat prompt getroffen, bis ihm bewusst wurde, in welcher Klasse er spielt. Dann ist schnell die Unbekümmertheit weg." Der jetzige Sohrener Stier bekam die Kurve, Blang steht diesen Beweis noch aus.
Vielleicht hilft ihm dabei der Dörbacher Top-Neuzugang Eric Wolff (kam vom luxemburgischen Erstligisten Grevenmacher). Der Spielmacher war lange verletzt, ehe er bei seinem Comeback vor sechs Tagen in Montabaur (0:0) mithalf, die vierteilige Dörbacher Niederlagenserie zu beenden.
Ein Ende soll auch Karbachs Auswärtsmisere finden. Noch fünf Partien stehen für den FCK in der Hinrunde an. Mindestens zwei Siege müssen laut Schmidt her, denn die 20-Punkte-Marke soll schnell geknackt werden. Weil es beim 2:0 gegen Neitersen gut klappte, hält Schmidt wohl an der Aufstellung fest. Reyad David wird wieder als Libero auflaufen, Mirko Bernd dafür im offensiven Mittelfeld. Schmidt erklärt den Rollentausch: "Dadurch haben wir mehr Kreativität im Mittelfeld und setzen weniger auf lange Bälle." Auch Stürmer Aschur David bekommt die Chance, seine gute Leistung der Vorwoche zu "bestätigen" (Schmidt).    (mbo)

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Freitag, 30. Oktober 2009

FC Blau Weiß Karbachvs.Sportfreunde Neitersen24.10.2009  FC Karbach - Sportfreunde Neitersen  2 - 0 (1 - 0)

FCK knackt Neitersens Riegel

Rheinlandliga: Karbach gewinnt zu Hause und rückt auf Platz neun vor - Bernd und Eberhardt treffen
Drei Siege in vier Spielen - inklusive Pokal - innerhalb von zwölf Tagen hat der FC Karbach geholt. Am Samstag brachte der FCK nach starker erster Hälfte den Sieg gegen Neitersen verdient über die Zeit.

FC Karbach -Spfr Neitersen     2:0 (1:0)

KARBACH. Deutschlands höchster Fußballberg, jedenfalls aus Karbacher Sicht - der heimische Quintinsberg auf 528 Metern Höhe, war für die Spfr Neitersen zu hoch. Der FC Karbach siegte durch Tore von Mirko Bernd und einen tollen Fallrückzieher von David Eberhardt in der Rheinlandliga verdient mit 2:0.
Die erste Hälfte der Begegnung ging ganz klar an Karbach. Die Gäste kamen nur einmal halbwegs gefährlich vor das Karbacher Tor (9.). Auf der Gegenseite herrschte viel Betrieb. Zweimal Jan Wächter und einmal Aschur David, der erstmals von Beginn an spielte und vor allem im ersten Durchgang eine starke Leistung bot, hatten das Visier aber noch nicht scharf gestellt.
Zuerst wuchtete Wächter den Ball über das Tor, sein zweiter Versuch war zu schwach geschossen, so dass Gästekeeper Jan Humberg mühelos halten konnte. Da war die Chance von Aschur David schon hochkarätiger. Sein Linksschuss von der Strafraumgrenze zischte über den Querbalken.
Dann übernahm Kapitän Mirko Bernd die Initiative. Eine flache Hereingabe von rechts durch Jan Wächter verwandelte er direkt zur Führung (36.). Wer nun glaubte, die Sportfreunde würden ihre Viererkette auf einer Linie weiter nach vorne schieben, sah sich zumindest in Halbzeit eins getäuscht. Sie behielten ihre defensive Grundordnung bei, so dass weitere Strafraumszenen Mangelware blieben.
Was nach der Halbzeit kam, dürfte FC-Trainer Torsten Schmidt weniger gefallen haben. Die Westerwälder dominierten nach einem Halbzeitweckruf ihres Trainers Cornel Hirt die Anfangsphase der zweiten Halbzeit. Von einem gepflegten Spielaufbau wie in der ersten Hälfte war bei Karbach wenig zu sehen. Schmidt sah die Schwächephase seines Teams aber gelassen: "In der Rheinlandliga ist jede Mannschaft gewillt, wenigstens Remis zu erspielen" - von daher hatte er die Gästeoffensive erwartet.
Trotz der höheren Spielanteile der Sportfreunde kamen sie zu keiner echten Torchance. Ganz im Gegenteil: In der 77. Minute erhöhte der FC Karbach auf 2:0. Schade, dass keine Fernsehkamera bei diesem Treffer vor Ort war. Ein Tor des Monats wäre es allemal geworden. Eine Flanke von Jan Wächter sprang im Strafraum noch einmal auf, David Eberhardt schraubte sich in die Luft und verwandelte per Fallrückzieher spektakulär. "Wir haben im richtigen Moment das Tor gemacht", freute sich Schmidt über den Treffer und die gelungene Einwechslung des 20-Jährigen. Der hatte nach eigener Aussage gar nicht großartig überlegt, sondern freute sich erst später so richtig über die tolle Aktion. Die war auch nötig. Denn in der Schlussphase hatte Neitersen tatsächlich noch zwei Tormöglichkeiten. Ein Kopfball von Florian Sander verfehlte das Ziel, weil er laut Schmidt "elfmeterreif" behindert wurde. Und in der Nachspielzeit streifte ein Geschoss von Steffen Ecker die Oberkante der Latte.
Das Aufbäumen kam viel zu spät. Mit diesem Sieg schob sich Karbach an Neitersen vorbei auf Tabellenrang neun. Gästetrainer Cornel Hirt war nicht gut auf seine Truppe zu sprechen: "Mit diesem Aufwand kann man kein Spiel gewinnen. Da besteht Diskussionsbedarf", sagte der enttäuschte Coach.
   Robert Mattern

FC Karbach    2 ( 1 )
Spfr Neitersen    0 ( 0 )
Karbach: Bauer - Schindel, R. David (69. Eberhardt), Jakobs, Kensy (79. Wickert), Hammes, Bernd, Ströter, Schinnen (55. Zimmermann), Wächter, A. David.
Neitersen: Humberg - Rein, Heer, Freymann, Gerhardt, F. Sander, Marth, F. Bischoff (46. S. Bischoff), M. Sander (46. Ecker), T. Sander (86.Tilhard), Müller.
Schiedsrichter: Dominic Jonas (Kenn), Zuschauer: 187.
Tore: 1:0 Bernd (36.) 2:0 Eberhardt (76.).
Nächste Aufgabe für Karbach: am Samstag (17 Uhr) in Dörbach.

 

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 26. Oktober 2009


Karbach schreibt an einem Herbstmärchen

Fußball-Rheinlandliga: Der FCK hat am Samstag Neitersen zu Gast
Den dritten Heimsieg im sechsten Auftritt vor eigenem Publikum peilt Fußball-Rheinlandligist FC Karbach am Samstag gegen Neitersen an. Mit dem Rückenwind des Pokalspiel-Sieges bei der SG Unzenberg würde der FCK gerne den Gegner und die sportliche Schwächephase wegfegen.

KARBACH. Es war einmal - der FC Karbach ist gleich in doppelter Hinsicht von einem Fußballmärchen betroffen. An einem Happy-End muss der FCK aber noch gewaltig arbeiten. Die nächste Gelegenheit dazu besteht am Samstag (15.30 Uhr) im Heimspiel gegen die Sportfreunde Neitersen.
Es war einmal ein heimstarker und bei Rheinlandligisten gefürchteter Gastgeber FC Karbach. In dieser Saison hat der Quintinsberg bei gegnerischen Rheinlandliga-Gipfelstürmern viel von seinem Schrecken verloren. Nur zwei seiner fünf Heimspiele hat der FCK in dieser Runde gewonnen.
Es war einmal ein Spitzenreiter namens FC Karbach. Mit zwei Siegen kletterte das Team zu Saisonbeginn ganz nach oben und rutschte in den folgenden Wochen bis auf Rang zwölf beständig ab. Nur noch einmal gingen die FCK-Kicker in den anschließenden neun Spielen als Sieger vom Feld.
Als Ursache hat Trainer Torsten Schmidt eine "Verunsicherung" der Spieler ausgemacht. "Es gelingt uns nicht mehr, über 90 Minuten eine konstant gute Leistung zu bringen", konkretisiert der Coach seine Analyse. Beste Beispiele waren die beiden jüngsten Partien: Im Pokalspiel gegen die SG Unzenberg spielte der Rheinlandligist erst eine schwache, dann eine gute Halbzeit. Im vorangegangenen Punktspiel bei der SG Bad Breisig war es umgekehrt.
Die Schlussfolgerung aus diesen Beobachtungen kann man sich denken: "Wir müssen gegen Neitersen über die gesamte Spielzeit konzentriert und konstant sein. Wenn wir das schaffen, dann behalten wir die Punkte in Karbach", so Schmidt. Zwar stehen die Westerwälder um drei Punkte und drei Plätze besser als der Gastgeber. Sie haben aber eine ähnliche Entwicklung durchlaufen wie ihr kommender Gastgeber. Nach einem guten Start hat es sportlich bei den SF zuletzt gekriselt. Schmidt schätzt den Gegner, den er schon des öfteren beobachtete, als ein junges Team mit einer souveränen Abwehr ein, das auch nach vorne gefährlich ist. Um die stabile Viererkette zu knacken, setzt der FCK-Coach auf gute Umsetzung von Standardsituationen und schnelle Angriffe gegen den meist tief stehenden Abwehrverband.
Einer der Stürmer, die den Neiterser Riegel knacken sollen, könnte Aschur David sein. "Wer als Stürmer ein Tor selbst macht und einen Elfmeter herausholt, der hat gute Perspektiven, am Samstag zu spielen", macht ihm Schmidt nach dem Pokaleinsatz gegen Unzenberg Hoffnungen auf den ersten Punktspiel-Einsatz von Beginn an. Jan Wächter hat seinem Trainer nach einer Verletzung grünes Licht signalisiert, Björn Wickert laboriert noch an einer Rippenprellung.
Den elf Karbacher Spielern, die am Samstag zum Anstoß laufen, wird Torsten Schmidt gewiss eine verkürzte Weisheit einbläuen: Ein Fußballspiel dauert 90 Minuten und nicht nur 45.    (pk)

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Freitag, 23. Oktober 2009

SG Bad Breisigvs.FC Blau Weiß Karbach13.10.2009  SG Bad Breisig - FC Karbach   3 - 1 (1 - 0)

Karbach verliert nach Wechsel-Wirkung

Fußball-Rheinlandliga: FCK ärgert den Spitzenreiter Bad Breisig vor allem in der ersten Hälfte - SG erhöht nach der Pause die Schlagzahl
Was sich am Ende recht deutlich anhört, war ein Geduldsspiel: Mit 3:1 setzte sich der Tabellenführer der Fußball-Rheinlandliga, die SG Bad Breisig, auf dem Kunstrasen des Rheintalstadions gegen den FC Karbach durch.

SG Bad Breisig -FC Karbach     3:1 (1:1)

BAD BREISIG. Aller guten Dinge sind manchmal zwei. In der 90. Minute leistete erneut Gökhan Ayranci die Vorarbeit, und wie bereits in der 48. Minute traf Bad Breisigs Abwehrspieler Richard von Klass aus 14 Metern genau in Winkel des Karbacher Tores. Anpfiff, Abpfiff - das war´s. Die Spitzenreiter der Fußball-Rheinlandliga hatte seine Tabellenführung mit 3:1 verteidigt - die Karbacher hockten niedergeschlagen am Boden.
Vergebens hatten sie auf den Ausgleichstreffer gehofft, aber letztlich konstatierte Karbachs Torsten Schmidt den Badestädtern einen "verdienten Erfolg". Zu überlegen waren die Hausherren nach dem Wechsel. Der Druck über die gesamten 45 Minuten nach dem Pausentee machte den Unterschied zwischen dem Meisterschaftskandidaten und dem FC Karbach deutlich.
Zuvor hatten die Gastgeber jedoch ein hartes Stück an Arbeit zu bewältigen. Nach guten Anfangsminuten und der 1:0-Führung durch Florian Lückenbach riss der Faden im Bad Breisiger Spiel und bis zur Pause übernahmen die Gäste das Kommando. Kapitän Mirko Bernd war es dann, der unmittelbar nach dem Lattentreffer von Chris Ströter (25.) einen Elfmeter nach Foul von David Rombach an Daniel Lay sicher zum Ausgleich verwandelte (27.). "Zur Pause", da waren sich Bad Breisigs Trainer Klaus Adams und Schmidt einig, "war eine Karbacher Führung durchaus möglich." Schmidt ergänzte: "Dann hätten wir auch nach dem Wechsel anders taktieren können und den Favoriten noch mehr geärgert."
So jedoch musste seine Mannschaft dem frühen Rückstand nach dem Wiederanpfiff hinterherlaufen und mitansehen, wie der Tabellenführer auch dank der eingewechselten Ayranci und Fabian Lückenbach den Druck erhöhte und auch über spielerische Elemente immer wieder Lücken in der Karbacher Abwehr fand. Dass die Platzherren dennoch bis zur letzten Minute zitterten lag an der mangelhaften Chancenauswertung. Adams: "Es hat zu lange gedauert, bis wie den Sack zugemacht haben. So liefen wir stets Gefahr, doch noch über einen Konter den Ausgleichstreffer zu kassieren." Einen Treffer, den sich seine Gegenüber Schmidt erhoffte. Besonders, als die SG nach der Gelb-Roten Karte für Kapitän Christian Ernst (83.) in Unterzahl spielen musste. Aber das 2:2 fiel nicht, stattdessen mit dem Schlusspfiff das 1:3.
Schmidt: "Insgesamt zeigte sich der Unterschied auf der Bank: Während mein Kollege Adams drei Oberliga-erfahrene Spieler ins Rennen schickte, waren es bei uns Nachwuchsspieler, die das Spiel umbiegen sollten. Dennoch bin ich mit einem Team zufrieden. Wir haben uns gut verkauft."   (par)

Karbach: Bauer - Schindel, Wickert, Jakobs, Hauer (55. Zimmermann), Hammes, Wächter (70. Eberhardt), Lay, R. David (65. Schinnen), Bernd, Ströter.
Nächste Aufgabe für Karbach: am Dienstag (19.30 Uhr) im Rheinlandpokal in Mengerschied gegen Unzenberg.

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 19. Oktober 2009


Karbach bangt um Torjäger Jan Wächter

Fußball-Rheinlandliga: FCK beim Spitzenreiter

KARBACH. Schlag auf Schlag geht es für den FC Karbach weiter: Nach dem 2:1-Sieg im Nachholspiel gegen Wirges II gastiert der Fußball-Rheinlandligist am Samstag (17 Uhr) beim Spitzenreiter SG Bad Breisig, ehe es am Dienstag (19.30 Uhr) in der dritten Runde des Rheinlandpokals in Mengerschied gegen Bezirksligist SG Unzenberg geht.
Einen Schlag aufs Knie hat Karbachs Torjäger Jan Wächter vor seinem Siegtreffer gegen Wirges II erhalten. Das schmerzt und bereitet FCK-Trainer Torsten Schmidt Sorgen. Fällt Wächter aus, wäre Tobias Schinnen der erste Nachrücker. David Eberhardt muss sich dagegen hinten anstellen nach seiner abgelaufenen Rotsperre. "Das ist zwangsläufig so, er war zwei Spiele gesperrt, deshalb wird er nur auf der Bank sitzen", sagt Schmidt.
Der Coach würde am liebsten auf die gleiche Elf setzen, die zuletzt gegen Wirges und in Trier (0:1) über weite Strecken überzeugte. Schmidt: "Wir wollten Kontinuität reinbringen. Das ist auch ein Mittel, um Sicherheit zu erzeugen." Hat geklappt, denn Karbach beendete eine Serie von sieben Spielen ohne Sieg.
Doch nun geht es zum Tabellenführer. Bad Breisig ist auf einem guten Wege, prompt in die Oberliga zurückzukehren. Die SG hat mit sieben Siegen in zehn Spielen die Erwartungen erfüllt. "Die Mannschaft musste nach dem Abstieg keinen Aderlass verkraften, sondern hat sich noch verstärkt", sagt Schmidt und nennt als Beispiel den Ex-Oberwinterer Kevin Kostrewa, der bei der SG vor der Abwehr abräumt. Schmidt: "Bad Breisigs Paket ist nicht ohne. Von den Namen und der Spielstärke gehören sie auch ganz vorne hin."
Allerdings ist der Spitzenreiter sehr wohl verwundbar: Vor zwei Wochen gewann Wirges II auf dem Kunstrasen im Rheintalstadion mit 2:1. "Warum soll uns das nicht auch gelingen?", fragt Schmidt, der eine schlechte Nachricht in diesen Tagen dann doch verdauen muss: Allrounder Carsten Harmel, der zugleich Schmidts Bruder ist, muss wieder am Sprunggelenk operiert werden und fällt auf unbestimmte Zeit aus. Schmidt hat dies arg mitgenommen: "Ich glaube, er wird uns nicht mehr zur Verfügung stehen."
Dagegen machen die Langzeitverletzten wie Torwart Klaus Ohnesorge oder Offensivmann Mike Biller Fortschritte. Eventuell kann Biller, der am Knie operiert wurde, noch vor der Winterpause sein Debüt für Karbach feiern.    (mbo)

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Freitag, 16. Oktober 2009

FC Blau Weiß Karbachvs.Spvgg Wirges II13.10.2009  FC Karbach - Spvgg Wirges II   2 - 1 (1 - 0)

FCK ist zurück in Erfolgsspur

Fußball-Rheinlandliga: Wächter trifft mit einem Freistoß in der 90. Minute zum Sieg gegen Wirges II
Karbach kann"s doch noch: Nach fast zwei Monaten ohne Dreier in der Rheinlandliga hat der FCK wieder gewonnen - und das in allerletzter Minute.
FC Karbach -Spvgg EGC Wirges II     2:1 (1:0)

EMMELSHAUSEN. Fußball-Rheinlandligist FC Karbach hat seinen Abwärtstrend nach sieben sieglosen Spielen in Serie gestoppt: Durch einem Treffer in letzter Minute hat der FCK gegen die Reserve der Spvgg Wirges mit 2:1 (1:0) gewonnen. Mit dem dritten Saisonsieg verbesserte sich der FCK um fünf Plätze und ist nun Tabellenzehnter.
Zunächst begannen die Karbacher auf "fremden" Terrain im Emmelshausener Stadion ebenso abwartend wie ihre Westerwälder Gegner und so waren Torszenen Mangelware. Einzig der Wirgeser Eduard Merker (8.) und FCK-Angreifer Jan Wächter kamen zunächst zu erfolglosen Schussversuchen (11.).
Lay beendet Torflaute
Erfolgreicher betätigte sich Wächter nach 28 Minuten - und zwar als Vorbereiter: Seinen langen und präzisen Pass nahm Stürmerkollege Daniel Lay auf, der dann mit energischen Einsatz das 1:0 markierte und damit Karbachs Torflaute, die genau 322 Minuten andauerte, beendete.
Die Gäste setzten auf ihre technische Qualitäten: Wirges II ließ bei einigen Kombinationen sein fußballerisches Potenzial aufblitzen, fand aber kein Mittel, die Abwehr der Gastgeber zu knacken. Besonders bemerkenswert war die Konditionsleistung von FCK-Abwehrass Sven Schindel, der vormittags für die Rheinlandauswahl beim U 21-Länderpokal in Duisburg beim 0:2 gegen Berlin 70 Minuten absolviert hatte - das Rheinland wurde von 21 Teams Letzter - und abends noch weitere 90 Minuten (!) im Karbacher Trikot rackerte. FCK-Trainer Torsten Schmidt war begeistert vom 20-jährigen Schindel: "Das spricht für sich. Sven hat gewohnt souverän verteidigt, am Ende hat die Luft natürlich gefehlt, aber an ihm sieht man, was mit Wille alles möglich ist."
Die Westerwälder wurden nach der Pause stärker und entwickelten vorwiegend mit hohen Bällen Gefahr. So auch in der 50. Minute, als sich Verteidiger Ismajl Dervishay in die Spvgg-Offensive einschaltete und nur knapp per Kopf das Tor verfehlte. Ein weiterer Versuch von Dervishay wurde von seinem im Abseits stehenden Mitspieler Vadim Pucha abgeblockt (66.).
Dagegen hatte Karbach eine prima Konterchance, aber sowohl der erste Schuss von Wächter als auch der anschießende Versuch von Andreas Kensy wurden auf der Wirgeser Linie geklärt (73.). Stattdessen wurde in der 84. Minute Dervishays ständiger Offensivdrang belohnt: Mit einem wuchtigen Kopfball aus kurzer Distanz markierte der Wirgeser den gerechten 1:1-Ausgleich.
Kunstschuss bringt Sieg
Als sich die mehr als 300 Zuschauer schon auf das achte sieglose FCK-Spiel in Serie eingestellt hatten, wurde die Negativserie doch noch beendet: Torjäger Wächter war es, der in der 90. Minute einen Freistoß fünf Meter von der Grundlinie entfernt direkt auf das Tor und unter der Mauer durch zimmerte - der Ball schlug im kurzen Eck ein und sorgte für großen Jubel beim FCK. Schmidt: "Wir haben zum ersten Mal nach dem Spiel einen Kreis gebildet, das sagt viel über unser Wir-Gefühl aus, war aber auch ein Stück Erleichterung, denn wir haben fast zwei Monate in der Liga kein Spiel gewonnen."
Wirges-Trainer Marco Wagner sah eine Teilschuld bei sich selbst: "Zu 50 Prozent nehme ich die Niederlage auf meine Kappe. Wir haben in der ersten Halbzeit einfach zu defensiv gespielt. Zwei doofe Fehler haben uns die Niederlage gebracht."
Karbachs Coach Torsten Schmidt sah den Erfolg als Belohnung für die Leistung in den vergangenen Partien: "Den Sieg haben wir uns in den letzten Spielen verdient. Die erste Hälfte war ordentlich, wir haben gut gestanden und sind in Führung gegangen. Danach war die Wirgeser Reserve vor allem durch Standards brandgefährlich. Aber für mich galt nur: Drei Punkte holen, Mund abputzen und jetzt so weitermachen."   Armin Bernd

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Donnerstag, 15. Oktober 2009


In Emmelshausen soll für FCK die Wende her


Fußball-Rheinlandliga: Karbach heute gegen Wirges II - Hartplatz fast fertig
Der FC Karbach bestreitet heute (19.30 Uhr) in der Rheinlandliga ein Nachholspiel - und zwar im Emmelshausener Stadion gegen die Reserve der Spvgg Wirges.


KARBACH. Weil Sven Schindel beim U 20-Länderpokal in Duisburg weilt, ist die Partie in der Fußball-Rheinlandliga zwischen Schindels FC Karbach und der Spvgg Wirges II um drei Tage nach hinten verlegt worden. Heute (19.30 Uhr) will der FCK im Ausweichquartier Emmelshausen seine sieglose Serie von mittlerweile sieben Spielen endgültig beenden.
Schindel wird übrigens zum ersten Mal in dieser Runde nicht in der Startelf stehen. Der Manndecker bestreitet beim Länderpokal in Duisburg alle Partien für die Rheinlandauswahl. In den heutigen Morgenstunden übrigens die letzte. Deshalb sagt FCK-Trainer Torsten Schmidt: "Es macht wenig Sinn, ihn deswegen von Beginn an zu stellen. Ich weiß ja gar nicht, ob er rechtzeitig aus Duisburg zurückkommt." Warum die Partie dann überhaupt verschoben wurde, geht auf einen Wunsch der Gäste zurück.
Für Schindel wird wohl Jan Hammes verteidigen. Im Mittelfeld bekommt Andreas Kensy eine weitere Bewährungschance. Beim 0:1 in Trier stand Kensy zum ersten Mal in der Startelf und gab laut Schmidt eine gute Figur ab. "Bei Kensy schätze ich seine Spielintelligenz."
Schmidt muss heute auf Carsten Harmel (wieder Knieprobleme), Mike Biller, Jürgen Krohn, Klaus Ohnesorge (alle im Aufbautraining) sowie auf David Eberhardt verzichten. Eigentlich war der Stürmer für sein Vogelzeigen gegen Mehring nur für eine Partie gesperrt. Doch die Verbandsspruchkammer übersah eine Rote Karte Eberhardts in einem Reserve-Kick vor 13 Monaten in Mengerschied. Nachträglich wurde die Bewährungsstrafe von einem Spiel außer Kraft gesetzt - Eberhardt muss heute noch zuschauen. Schmidt zur Urteilsänderung: "Kein Kommentar."
Wenn es um die eigene Situation geht, fehlen dem Coach nicht die Worte: "Wir haben neun Zähler aus neun Spielen geholt, mit dem Schnitt steigst du im Normalfall ab. Wir müssen vor allem wieder Tore schießen." Seit 294 Liga-Minuten wartet der FCK mittlerweile auf einen Treffer. Die Wirgeser Reserve hat dagegen ihre Krise überwunden und die Rote Laterne abgegeben. Zwei eindrucksvolle 2:1-Siege in Bad Breisig und gegen Neitersen haben dazu beigetragen.
Vielleicht hilft Karbach der Umzug nach Emmelshausen. Schmidt sagt zwar: "Es ist keine Frage des Platzes, ob wir gut oder schlecht spielen." Doch auf dem heimischen Quintinsberg hat es seit zwei Monaten keinen Sieg gegeben. Der lädierte Rasen kann übrigens bald verschnaufen. In zwei Wochen ist der Hartplatz fertig. "Die Flutlichtmasten werden gerade gestellt", erzählt der FCK-Vorsitzende Daniel Bernd. In den Wintermonaten wird der FCK dort auch seine Heimspiele austragen. Bernd: "Dann sind wir nicht mehr auf andere angewiesen."    (mbo)

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Dienstag, 13. Oktober 2009

Eintracht Trier IIvs.FC Blau Weiß Karbach04.10.2009  Eintracht Trier II - FC Karbach   1 - 0 (1 - 0)

Karbach: "Jugendsünde" bestraft

Fußball-Rheinlandliga: Starke zweite Halbzeit wird in Trier nicht belohnt

Eintracht Trier II - FC Karbach    1:0 (1:0)

TRIER. Auch im siebten Spiel in Folge blieb der FC Karbach ohne Sieg. Bei der Reserve der Trierer Eintracht unterlag der Fußball-Rheinlandligist aus dem Vorderhunsrück gestern Nachmittag mit 0:1.
In Jubel wollte Karbachs Trainer Torsten Schmidt nach diesem Resultat verständlicherweise nicht ausbrechen. Resignation oder Panik kamen bei ihm allerdings ebenso wenig auf. Und dafür gab es gute Gründe. Zum einen hatte man gegen ein Spitzenteam verloren, zum zweiten fiel die Niederlage denkbar knapp aus, zum dritten war ein Unentschieden in Reichweite, zum vierten halfen die Hunsrücker dem Gastgeber mit einem Fehler sogar noch beim Siegen. Wenn gestern eine Gefühlsregung bei Torsten Schmidt spürbar war, dann war es Enttäuschung.
"Die erste Halbzeit hat Trier gehört. Die zweite war nicht nur offen, sondern von unserer Seite auch sehr gut geführt", blickte Schmidt auf die zurückliegenden 90 Minuten zurück.
In dem intensiven und schnellen Spiel zeigten die Moselaner im ersten Durchgang die bessere Spielanlage. Für ihren ersten und einzigen Treffer benötigten sie allerdings die Unterstützung des Gegners. Sven Jakobs hatte sich zunächst in der Defensive mit gutem Einsatz den Ball erobert, leistete sich dann in der Vorwärtsbewegung aber einen "Jugendfehler" (Schmidt), als er den Ball unbedrängt in die Mitte passte - den Trierern in die Füße. Die Gastgeber bedankten sich mit dem Siegtor (33.). "Irgendwie haben wir im Moment die Seuche am Fuß", kommentierte Schmidt diese Szene, aber auch den zweiten Spielabschnitt, als es seiner Mannschaft nicht gelang, den Ausgleich zu erzielen. Die Eintracht verlor ihre Souveränität, Karbach zeigte auch fußballerisch eine deutliche Steigerung. "Wenn der Trierer Trainer von außen so lautstark eingreifen muss wie er es in der zweiten Halbzeit getan hat, sagt das einiges aus", so Schmidt. Jan Wächter hatte zehn Minuten vor dem Abpfiff die größte Chance für die Gäste, als er nach einem langen Pass am gegnerischen Torwart scheiterte.
Ein Trost blieb Torsten Schmidt und seinen Spielern, von denen er Sven Schindel besonders lobte: "Auf der zweiten Halbzeit können wir für die Zukunft aufbauen." Das kann allerdings nicht wie geplant schon am nächsten Samstag geschehen. Das Heimspiel gegen Wirges II wurde auf Dienstag, 13. Oktober, im Emmelshausener Stadion verschoben.    (pk)

FC Karbach: Bauer - Jakobs, Bernd, Schindel - Hauer (70. Schinnen), Kensy (85. Wickert), Ströter, Hammes - Wächter, Lay, R. David (60. Marder).

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 5. Oktober 2009


Milde Strafe für Eberhardt

Fußball-Rheinlandliga: Karbach bei Triers Reserve
Nach sechs Spielen ohne Sieg fährt der FC Karbach als klarer Außenseiter zum Tabellenzweiten Eintracht Trier II. Doch gibt es in der unglaublich ausgeglichenen Rheinlandliga überhaupt klare Außenseiter?

KARBACH. Die Rollen in diesem Duell sind klar verteilt - zumindest lässt es das Tabellenbild der Fußball-Rheinlandliga so vermuten, wenn der Dreizehnte FC Karbach am Sonntag (16 Uhr) beim Zweiten Eintracht Trier II antritt. "Wir sind klarer Außenseiter", sagt FCK-Trainer Torsten Schmidt - mit der Einschränkung: "Zumindest sagt das der Tabellenstand."
Das Klassement lügt ja bekanntlich nie. Doch im Verbandsoberhaus lassen sich auch nach gut einem Viertel der Spielzeit noch keine Tendenzen ablesen. Karbach liegt zum Beispiel als Dreizehnter nur sechs Zähler hinter Spitzenreiter Bad Breisig und nur vier Punkte vor Schlusslicht Badem. Ein Dreier in Trier würde Karbachs Situation deutlich verbessern.
"In dieser Liga kann eben jeder jeden schlagen", sagt Schmidt, der das Wort "Abstiegskampf" mit seinem FCK nicht in Verbindung bringt: "Wir müssen sehen, dass wir jetzt wieder punkten. Ich denke positiv, wir wollen uns im Mittelfeld festsetzen. Das ist unser Ziel. Von Abstiegskampf rede ich nicht, denn der Weg nach oben ist genauso weit wie der nach unten."
Ein wenig von seinem zuletzt so positiven Weg ist FCK-Stürmer David Eberhardt beim 0:2 gegen Mehring abgekommen. Der Youngster sah wegen "Vogelzeigens" Rot. Das Urteil für Eberhardt ist milde ausgefallen - er ist nur in Trier gesperrt. Glück hatte der Youngster, dass die Bewährungsstrafe seiner letzten Roten Karte (am 19. September 2008 im B-Klasse-Spiel gegen Mengerschied) um genau eine Woche "verjährt" war.
Härter treffen wird es wohl Mehrings Stefan Schwarz, der Karbachs Mirko Bernd einen Ellbogenschlag versetzte. Das Schiedsrichter-Gespann sah nichts, dafür aber der anwesende Rheinlandliga-Spielleiter Hans Christmann. Der Verbandsspruchkammer-Vorsitzende Heinz Benz sagt: "Für mich ist das ein einmaliger Fall in meiner neunjährigen Amtszeit. Aber Verbandsmitarbeiter wie Christmann dürfen Anzeigen machen, wenn das Gespann die Szene nicht wahrgenommen hat." Schwarz wird wohl mehrere Spiele gesperrt.    (mbo)

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Freitag, 2. Oktober 2009

FC Blau Weiß Karbachvs.SV Mehring26.09.2009  FC Karbach - SV Mehring   0 - 2 (0 - 0)

FC Karbach verliert wichtiges Heimspiel

Fußball-Rheinlandliga: FCK rutscht in der Tabelle nach Niederlage gegen Mehring auf Platz 13 ab - Schindel sieht Gelb-Rot, Eberhardt Rot
Seit Samstag hat wohl der Abstiegskampf für den FC Karbach in der Rheinlandliga begonnen. Die Hunsrücker verloren nicht nur das wichtige Heimspiel gegen Mehring, sondern auch noch David Eber-hardt nach einer Roten Karte.

FC Karbach -SV Mehring     0:2 (0:0)

KARBACH. Der gute Saisonstart des FC Karbach ist futsch: Auch gegen den SV Mehring setzte es zu Hause eine bittere, wenn auch vermeidbare 0:2-Pleite. Der FCK rutschte damit auf Platz 13 der Rheinlandliga-Tabelle.
Die Geschichte der dritten Karbacher Saisonniederlage ist schnell erzählt: 70 Minuten lang dümpelte das Spiel vor sich hin, Chancen und Torraumszenen waren auf beiden Seiten Mangelware. Bis zur Pause war je eine Möglichkeit auszumachen: In Minute zehn nahm der Mehringer Spielmacher Klaus-Peter "Niki" Wagner eine Kopfballabwehr von Schindel direkt und schoss aus 20 Metern ans Lattenkreuz. Auf der Gegenseite stand Wächter nach einer Kopfballverlängerung von Eberhardt alleine vor Gäste-Torwart Heiko Witt und scheiterte (18.).
Erst nach der Pause und einige Umstellungen später kam etwas Leben ins Karbacher Offensivspiel, doch abgesehen von einem abgeblockten Seitfallzieher von Reyad David (71.) und einer Strafraumszene kurz später, in der sich der FCK den Ball hin und her schob, ohne den Abschluss zu suchen, kam nicht viel dabei heraus. "Das war einfach zu wenig", monierte auch Coach Torsten Schmidt. "Selbst in der Phase, in der wir besser waren, haben wir zu wenig Durchschlagskraft entwickelt."
Und dann sah sich Karbach plötzlich mit einem Rückstand konfrontiert. Nach einer Flanke von Klaus-Peter - kurz Niki - Wagner köpfte Stefan Wagner den Ball passgenau gegen die Laufrichtung von Keeper Florian Bauer zum 0:1 in die Maschen (78.). Schmidt versuchte zwar von außen sein Team wieder aufzurichten, immerhin waren noch zwölf Minuten Zeit, doch schon zwei Minuten nach dem Gegentreffer war der FCK in Unterzahl: Sven Schindel sah nach wiederholtem Foulspiel Gelb-Rot.
Hier kann man Schiedsrichter Timo Pick gut und gerne mangelndes Fingerspitzengefühl vorwerfen, denn dieser Platzverweis war unnötig. Apropos Pick: Über ihn wird noch zu reden sein. Doch zunächst - als die Gastgeber alles nach vorne warfen - fiel noch das 0:2 durch Andre Weinberg (86.). Dass Mehring am Ende noch die Großchance zum 0:3 hatte, ging im allgemeinen Trubel unter. Ein Trubel, in dessen Mittelpunkt der ganz schwache Schiedsrichter mit seinen ebenso schwachen Assistenten standen: Pick gab zunächst David Eberhardt Rot (90.), der sich nach einem aus seiner Sicht nicht gegebenen Foul an ihm zu einer Schiedsrichterbeleidigung hinreißen ließ. Dass Pick diese Aktion mit einem provokanten Kommentar selbst verursacht hatte, war nur einer von vielen Aktionen, die Kopfschütteln verursachte. Auch eine Tätlichkeit an Mirko Bernd (90.+2) übersah das Gespann aus unerfindlichen Gründen. Dass beide Linienrichter ein halbes Dutzend Fehlentscheidungen bei Einwürfen zu Ungunsten von Karbach traf, unterstrich die indiskutable Leistung noch. "Kein Kommentar", war Schmidts Reaktion auf die Leistung des Gespanns. "Wir ziehen ja eh den Kürzeren." Auch sein Gegenüber Rudi Thömmes wollte sich nicht äußern, musste er auch nicht, denn meist war es seine Mannschaft, die Profit aus den Entscheidungen zog. Zum Spiel sagte Thömmes: "Dass wir mal auswärts gewonnen haben, war für uns sehr wichtig."    Sina Ternis


FC Karbach    0 ( 0 )
SV Mehring    2 ( 0 )
Karbach: Bauer - R. David, Schindel, Jakobs, Hauer (67. Lay), Hammes, Ströter, Bernd, Schinnen (39. Lauterbach), Eberhardt, Wächter.
Mehring: Witt - Werhan, Schlag, Förg (62. Müller), Kohl, K. Wagner, Schuh, Mai (70. Weinberg), Schwarz, S. Wagner, Thömmes (82. Fuhr).
Schiedsrichter: Timo Pick (Morbach).
Zuschauer: 227.
Tore: 0:1 S. Wagner (78.), 0:2 Weinberg (86.).
Besonderheiten: Gelb-Rot für Schindel (80./Karbach) und Rot für Eberhardt (90./Karbach) wegen Schiedsrichterbeleidigung.
Nächste Aufgabe für Karbach: am Sonntag (16 Uhr) in Trier.

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 28. September 2009


Wohin geht die Reise des FC Karbach?

Fußball-Rheinlandliga: Vorderhunsrücker stehen morgen ab 17 Uhr gegen den SV Mehring vor einer richtungsweisenden Partie
Geht es in obere Gefilde - oder richtet sich der Blick wieder gen Tabellenkeller? Für den FC Karbach steht in der Fußball-Rheinlandliga ein wichtiges Heimspiel gegen den SV Mehring (Sa., 17 Uhr ) an.

KARBACH. Es hat so gut für den FC Karbach begonnen, doch jetzt droht der Fußball-Rheinlandligist wie im Vorjahr abzustürzen. Seit vier Partien wartet der FCK auf den dritten Saisonsieg. Am Samstag (17 Uhr) soll gegen den SV Mehring auf dem Quintinsberg wieder ein Dreier bejubelt werden.
Die Saison ist gerade mal sieben Spieltage alt und schon steht der FC Karbach gehörig unter Druck. Das weiß auch Trainer Torsten Schmidt: "Gegen Mehring - das wird ein richtungsweisendes Spiel. Das muss jedem bewusst sein. Wir müssen eine Schippe drauflegen."
Schmidt hat sich vergangenen Sonntag beim 0:1 in Engers über einige Spieler geärgert, die - und das ist untypisch für Karbach - nicht alles gegeben hätten. "Einige haben sich nicht zerrissen", war Schmidt enttäuscht über ein zu lasches Auftreten, das dann auch mit einer Niederlage bestraft wurde. Schmidt: "Das hätte nicht sein müssen. Engers war kein übermächtiger Gegner."
Konsequenzen dürfte die unbefriedigende Leistung haben - die Startelf wird Schmidt auch gegen Mehring umbauen. Mirko Bernd, der in Engers fehlte, kehrt wieder ins Team zurück. Ansonsten gibt es vor allem auf den Außenposition und in der Offensive womöglich Handlungsbedarf. Schmidt freut es einerseits, dass er gerade für diese Positionen genügend Spieler zur Auswahl hat: "Du kannst nach Trainingseindrücken entscheiden oder auf den Gegner reagieren." Andererseits wünscht sich der Trainer insgeheim aber endlich eine Dauerlösung in den angesprochenen Mannschaftsteilen.
Dass es die noch nicht gibt, liegt laut Schmidt auch an der Unerfahrenheit einiger Kicker: "Viele Spieler sind um die 20 Jahre alt, da sind Leistungsschwankungen normal. Aber wir sind in der Rheinlandliga und da darf man sich zu viele schlechte Spiele nicht leisten." Die Ex-Bopparder Aschur David und Andreas Kensy haben am Samstag keine Chance, sich ins Rampenlicht zu spielen. Beide sind verhindert.
Im Rampenlicht oder besser im Visier der TV-Kameras war am Dienstag Mehrings Trainer Rudi Thömmes. Wenn Eintracht Trier im DFB-Pokal auftritt, werden wie immer die Heldentaten von Thömmes gegen Dortmund und Schalke in den 90er-Jahren aus der Kiste geholt. Doch auch seine Mannschaft hat zumindest am vergangenen Spieltag für Aufsehen gesorgt und das defensivstarke Neitersen mit 3:0 abgefiedelt. "Mehring ist nicht so gestartet, wie sie sich das vorgestellt haben", sagt Torsten Schmidt. "Aber mit dem Sieg haben sie ein deutliches Signal gesetzt." Unter den Torschützen war auch Frank Thömmes, der früher für den TuS Argenthal seine Treffer machte. Zweitbekanntester Akteur beim SV Mehring ist Niki Wagner, der aus Luxemburgs erster Liga nach Mehring kam und früher bei Trier kickte.    (mbo)

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Freitag, 25. September 2009

Fv Engersvs.FC Blau Weiß Karbach20.09.2009  FV Engers - FC Karbach   1 - 0 (1 - 0)

Karbach passt einmal nicht auf

Rheinlandliga: Karpov beschert Engers Sieg

FV Engers - FC Karbach     1:0 (1:0)

ENGERS. Um es vorweg zu nehmen: Die Partie zwischen den beiden Fußball-Rheinlandligisten FV Engers und FC Karbach hatte kein besonders hohes Niveau. In der ersten Halbzeit sahen die 245 Zuschauer nur eine spannende Szene. Die reichte Engers zum 1:0-Sieg.
Karbach hatte zwar den besseren Start, doch spätestens am Engerser Strafraum waren die Gäste mit ihrem Latein am Ende. Der Engerser Torwart Daniel Debus musste in Abschnitt eins nicht einmal ernsthaft eingreifen. Doch auch auf der Gegenseite war nicht viel los. Umso überraschender fiel daher das 1:0 für die Gastgeber. Der Ball landete nach einigen Querschlägern bei FVE-Stürmer Vitalij Karpov, und der schob die Kugel aus 16 Metern ins linke Eck (31.). Für FCK-Torhüter Florian Bauer war der Ball allerdings nicht unhaltbar. Bis zum Pausenpfiff des sehr guten Schiedsrichters Jörg Langenhuysen passierte auf beiden Seiten nichts mehr.
Interessanter gestalteten sich die zweiten 45 Minuten. Karbach versuchte mehr Druck nach vorn zu machen, wirkte aber in vielen Aktionen zu statisch. "Mit der kämpferischen Leistung war ich zufrieden. Klar, dass auf dem tiefen Rasenplatz ein kontrolliertes Spiel über 90 Minuten nicht möglich war. Nachher fehlte durch die schwindenden Kräfte auch etwas die Kontrolle bei unseren Kontern", analysierte FVE-Trainer Carsten Keuler.
Doch die ansonsten fehlerfrei spielende FVE-Abwehr musste noch eine bange Szene überstehen, als FCK-Akteur David Eberhardt aus fünf Metern völlig frei zum Schuss kam. Doch der Ball prallte gegen den herausstürzenden Debus und die Chance war dahin (67.). "Er hat eigentlich alles richtig gemacht. Wir hatten halt das Pech, dass Debus genau richtig stand", sagte FCK-Trainer Torsten Schmidt zur besten Gästechance. In der Schlussphase verpasste es Engers, durch überhastete Ballverluste den Vorsprung auszubauen. "Eigentlich hatte das Spiel keinen Sieger verdient. Ein Tor aus dem Nichts hat das Spiel entschieden", resümierte Schmidt. Das sah Keuler etwas anders: "Wir haben mehr investiert und hatten zum Schluss auch die besseren Möglichkeiten. Vielleicht haben wir zwischendurch mit zu vielen langen Bällen agiert. Hauptsache ist aber, wir haben hinten die Null stehen und vorn ein Tor gemacht."

 Ludwig Velten
Karbach: Bauer - Schindel, Jakobs, Hammes (83. Lay), Wächter, Zimmermann, R. David, Harmel (46. Lauterbach), Ströter, Eberhardt, Schinnen (61. A. David).
Nächste Aufgabe für Karbach: am Samstag (17 Uhr) gegen Mehring.

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 21. September 2009


Wie viele Karbacher spielen auf Bewährung?

Fußball-Rheinlandliga: Trainer Torsten Schmidt kündigt Veränderungen an - Rückkehr zum FV Engers

ENGERS. Die Fußballszene im Rhein-Hunsrück-Kreis ist so etwas wie ein "Auffangbecken" für ehemalige Engerser Trainer geworden. Karbachs Torsten Schmidt hatte im Neuwieder Stadtteil in der Oberliga seine erste große Trainerstation. Sein Vorgänger, unter dem Schmidt für den FVE noch spielte, hieß Pavel Krol - mittlerweile in Diensten der SG Boppard. Für Torsten Schmidt ist die Partie am Sonntagnachmittag (16 Uhr) beim FV Engers zwar keine wie alle anderen. Den großen Zauber übt die Rückkehr an den Neuwieder Wasserturm aber nicht mehr auf den FCK-Trainer aus. Seine Konzentration gilt der Aufstellung, dem Tabellenbild und dem Rückblick auf die vergangenen Spiele.
Nach dem guten Start und der Spitzenposition hat der FCK zuletzt geschwächelt und in vier Partien keine volle Punkte-Beute mehr gemacht - und das gegen Gegner vom Tabellenende oder aus dem Mittelfeld. Die FCK-Mannschaft braucht neuen Schwung und den könnten neue Spieler bringen. Schmidt sieht Bedarf. "Ich gehe davon aus, dass es Veränderungen geben wird", kündigte er an, ließ aber offen, auf wie vielen und welchen Positionen. Bei der "Bedarfsermittlung" kam ihm das Pokalspiel in Biebern sehr gelegen - und auch die Erkenntnisse vom 3:1-Sieg. Die sieben neuen Spieler reichten mit durchweg guten Leistungen ihre Empfehlungsschreiben bei ihrem Trainer ein. Auf einer Position muss Schmidt wechseln, obwohl er es nicht möchte. Libero Mirko Bernd ist dienstlich verhindert. Vertreten wird er von Reyad David, der in Biebern schon mal probeweise mit Mirko Bernd die Rollen tauschte. "Unser Ziel ist ein Punkt, dann würden wir in der Tabelle vor Engers bleiben", formuliert Torsten Schmidt seine Erwartungen an die Mannschaft und die Spieler, die am Sonntag ihre Bewährungschance erhalten.    (pk)

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Freitag, 18. September 2009

FC Blau Weiß Karbachvs.SG Malberg12.09.2009  FC Karbach - SG Malberg   1 - 1 (0 - 0)

Der FC Karbach vergisst seine Belohnung

Fußball-Rheinlandliga: Schmidt-Team muss sich gegen die SG Malberg/Rosenheim mit Unentschieden zufrieden geben - Wächter gleicht aus
Viel Aufwand, recht wenig Ertrag: Rheinlandligist FC Karbach war gegen Aufsteiger SG Malber das bessere Team, mehr als ein Unentschieden sprang aber nicht heraus.

FC Karbach - SG Malberg/R.     1:1 (0:0)

KARBACH. Der FC Karbach und die Kellerkinder der Fußball-Rheinlandliga. Das war bisher keine Erfolgsgeschichte und wurde auch gegen die SG Malberg keine: 1:1 (0:0) hieß es nach 90 Minuten.
90 Minuten, in denen der FCK sich zwar ein Chancenplus erarbeiten konnte, die allerdings schnell erzählt sind: Karbach investierte mehr, rackerte und mühte sich, doch der Gegner machte das erste Tor. "Das war deren erste Möglichkeit", so Heimtrainer Torsten Schmidt. "Das ist derzeit bezeichnend für uns." Heißt: Die Gastgeber nahmen das Zepter in die Hand, aber belohnten sich nicht für ihren Aufwand. Trotz fünf Möglichkeiten und kompakt stehender Abwehr. Nach sechs Minuten köpfte Wächter den Ball nach einer Flanke von Sven Jakobs am Tor vorbei, ein Schuss von Jan Hammes kullerte zwar gemächlich, aber eben auch knapp neben dem Pfosten ins Toraus (22.), ebenso ein Ball von Wächter (37.) und eine Direktabnahme von Jakobs (37.). Auch die wohl beiden besten Möglichkeiten ließ der FCK verstreichen: Nach einem Querpass von Pascal Hauer hatte Dave Zimmermann freie Schussbahn, doch der Ball segelte über die Querlatte (43.).
Und Wächter köpfte eine Verlängerung kurz nach der Pause von David Eberhardt übers Tor. Und dann kam es eben, wie es kommen musste: Die Gäste aus Malberg machten mit ihrem ersten gut ausgespielten Angriff das 0:1 (55.). Florian Bläcker belohnte sein schönes Solo mit einem satten Schuss aus 13 Metern ins rechte Eck. "Das war dann unser Weck-Ruf", sagte Schmidt über das Tor. "Wir waren von dem Zeitpunkt an wacher im Spiel." Schmidt tat mit seinen Einwechslungen allerdings noch das Seinige dazu, brachte Tobias Schinnen und Daniel Lay, Mirko Bernd gab seinen Liberoposten mehr und mehr auf, Karbach suchte das Heil in der Offensive. Was blieb den Gastgebern auch anderes? Zwei Niederlagen in zwei Partien gegen Kellerkinder - das wäre des Guten zuviel gewesen und hätte dem positiven Saisonstart einen herben Dämpfer erteilt. Doch soweit kam es nicht, denn nur elf Minuten nach dem 0:1 besorgte Wächter nach einer Flanke von Sven Schindel den Ausgleich. "Da waren wir nicht konsequent genug", ärgerte sich Malbergs Übungsleiter Eddy Theis, musste aber auch zugeben, dass das 1:1 verdient war. "Karbach hat viel gemacht und permanent versucht, Druck zu machen."
Auch nach dem Tor machte der FCK weiter Dampf, drängte auf den Dreier. Dass die Gäste Angst hatten, noch um ihren vierten Saisonpunkt gebracht zu werden, zeigten die zwei Wechsel, mit der Theiß seine Defensive noch zusätzlich verstärkte. Dennoch kamen die Gastgeber noch zu zwei guten Möglichkeiten. Zunächst hätte Lay direkt nach dem Ausgleich für das 2:1 sorgen können, doch sein Abschluss ging aus spitzem Winkel knapp am langen Pfosten vorbei. Ähnlich erging es dem zweiten Einwechselspieler Schinnen, der sich mit einem schönen Solo gegen zwei Malberger Defensivakteure durchsetzte, doch seinen Schuss knapp verzog.
Schmidt nahm es relativ gelassen auf: "Wichtig für uns war, dass wir den Abstand zu den direkten Verfolgern im Mittelfeld konstant gehalten haben." Und auch sein Gegenüber Theis konnte mit dem Remis gut leben: "So langsam kommen wir in die Bahn. Wir wollten aus den Fehlern der vergangenen Partien lernen und das haben wir getan." Für den FCK geht es nun am Mittwoch im Rheinlandpokal zu Bezirksligist Biebertal. Und für die Partie kündigt Schmidt schon einige personelle Änderungen an: "Da werden die Nachrücker zum Zug kommen und erhalten ihre Chance, sich zu profilieren."    Sina Ternis

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 14. September 2009

FC Karbach    1 ( 0 )

SG Malberg/R.    1 ( 0 )

Karbach: Bauer - Bernd, Schindel, Jakobs, Hauer (63. Schinnen), Hammes, Ströter, Zimmermann (63. Lay), R. David, Eberhardt (84. A. David), Wächter.

Malberg: Zeiler - Häßler, Nauroth, Löb, Bläcker, Sanchez-Martin, Spies (84. Quast), Weinlich, Leicher, Blazejezak (69. Gerhardus), Imhäuser (69. Kaskanis).

Schiedsrichter: Uwe Genn (Wehr); Zuschauer: 232.

Tore: 0:1 Bläcker (55.), 1:1 Wächter (66.).

Nächste Aufgabe für Karbach: am Mittwoch (19.30 Uhr) im Rheinlandpokal in Biebern


FCK will kein Aufbaugegner sein

Fußball-Rheinlandliga: Karbach muss erneut gegen ein Schlusslicht ran

KARBACH. Schon wieder gegen einen Tabellenletzten: Nach dem 2:4 bei der SG Badem trifft der FC Karbach am sechsten Spieltag der Fußball-Rheinlandliga am Samstag (17 Uhr) auf das neue Schlusslicht SG Malberg.
Für die bis dato sieglose SG Badem war der FCK vor sechs Tagen ein willkommener Aufbaugegner. Weil Badem gewann, steht Malberg nach vier Pleiten aus fünf Partien nun an letzter Stelle im Verbandsoberhaus. Wird Karbach wieder zum Aufbaugegner? Trainer Torsten Schmidt gefällt die Konstellation vor dem Heimspiel gegen Malberg nicht so recht: "Es sollte für uns eigentlich ein Vorteil sein, weil wir nicht noch mal den Aufbaugegner spielen wollen. Aber die große Gefahr sehe ich darin, dass meine Mannschaft zu viel will."
Aus Motivation soll also keine Übermotivation werden: Zwei Dinge spornen den FCK auf jeden Fall an. Einerseits die erste Pleite in Badem, andererseits ein 0:4 in der Vorbereitung - gegen den morgigen Gegner Malberg.
Das Testspiel ist sieben Wochen her. "Diesen Partien sollte man keine Bedeutung beimessen", sagt Schmidt. Allerdings: "Die Malberger wundern sich bestimmt auch, warum wir fünf Punkte mehr haben als sie."
Damals - beim 4:0 - beeindruckte Malberg mit einem tollen Konterspiel. Zwei Akteure überragen bei der SGM: Spielmacher Andreas Nauroth (früher bei den Sportfreunden Siegen) und Stürmer Florian Bläcker, der Malberg mit 36 Toren in die Rheinlandliga schoss. Bläcker hat bisher drei der vier SGM-Treffer erzielt. Schmidt sucht keinen speziellen "Bläcker-Decker": "Wir werden ihn übergeben, ihn doppeln und versuchen, ihn unter Druck zu setzen."
Schmidt erwartet Malberg wie im Testspiel defensiv und auf Konter lauernd. "Deshalb werden auch wir abwartend spielen und keinesfalls so offen wie in Badem." Schmidt kehrt vermutlich zum 3-5-2-System zurück. Von den zuletzt drei Angreifern Daniel Lay, David Eberhardt und Tobias Schinnen werden wohl zwei in die Röhre gucken, weil Jan Wächter seine Rotsperre abgesessen hat.
Auch im Mittelfeld wird es Änderungen geben. Dave Zimmermann, Pascal Hauer und Andreas Kensy dürfen sich Hoffnungen auf einen Einsatz machen. Nicht dabei sein wird Björn Wickert. In Badem sah er als Auswechselspieler die Rote Karte, weil er in Richtung des Schiedsrichters Ingo Kreutz gemeckert hatte. Der Manndecker wurde für ein Spiel gesperrt.    (mbo)

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Freitag, 11. September 2009

SG Bademvs.FC Blau Weiß Karbach04.09.2009  SG Badem - FC Karbach   4 - 2 (1 - 0)

Karbach erhält seinen ersten Dämpfer

Fußball-Rheinlandliga: FCK verliert in Badem - Zweimal Gelb-Rot und einmal Rot für Gäste

SG Badem -FC Karbach     4:2 (1:0)

BADEM. Der FC Karbach hat am fünften Spieltag der Fußball-Rheinlandliga seine erste Niederlage kassiert. Die Vorderhunsrücker mussten sich bei der SG Badem/Kyllburg mit 2:4 (0:1) geschlagen geben. Drei Karbacher flogen vor 220 Zuschauern in der Eifel vom Platz.
Torsten Schmidt selbst und Schiedsrichter Ingo Kreutz - so heißen die Schuldigen für Karbachs erste Niederlage in dieser Saison. Das sagt zumindest Torsten Schmidt. Der Trainer des FC Karbach erwies sich als selbstkritisch, beschwerte sich jedoch über den Auftritt des Oberliga-Referees Ingo Kreutz aus Alflen.
Zuerst redete Schmidt aber über seinen Fehler: "Unsere taktische Ausrichtung für ein Auswärtsspiel war viel zu offen. Das ist ganz klar mein Bier." Schmidt ließ seine Elf im 3-4-3-System ran mit der Maßgabe, den Gegner unter Druck zu setzen.
Das gelang auch bis zur 20. Minute. Schmidt: "Wir waren nur in der Bademer Hälfte zugegen." Dann wurde Daniel Lay im Mittelfeld gestoppt, sein Gegenspieler Christoph Gerten marschierte los, hatte viel Freiraum und haute den Ball zum 1:0 in die Maschen. Laut Schmidt hätte der Treffer nicht zählen dürfen: "Gerten hat Lay klar gefoult, aber Kreutz hat nicht gepfiffen."
Auch bei weiteren Zweikämpfen fühlte sich Karbach benachteiligt. "Es waren viele klare Fehlentscheidungen dabei, die den Spielverlauf auf den Kopf gestellt haben", ärgerte sich Schmidt über eine zu großzügige Spielleitung. Doch auch Karbach stellte sich nicht besser an: Beim 0:2 durfte Joshua Haubricht nach einem Freistoß einköpfen (51.), beim 0:3 durch Wladislaw Sartisson verloren die Gäste erneut den Ball im Mittelfeld und waren viel zu offen (56.).
Danach rappelte sich der FCK auch dank der Einwechslung von Aschur David auf. "Er hat richtig für Betrieb gesorgt", sagte Schmidt. Die Tore schossen jedoch andere: Zum 1:3 hämmerte David Eberhardt ein (62.), beim 2:3 stand Daniel Lay an der richtigen Stelle (76.). Aschur David wurde nach 79 Minuten zur tragischen Figur: Statt in einer aussichtsreichen Position abzuspielen, vertändelte er den Ball - die Fahrt ging wieder nach hinten los, Karbach kassierte durch Nico Diesch den 2:4-Endstand.
Doch damit nicht genug: In der Schlussphase mussten drei FCK-Akteure den Platz verlassen. Eberhardt sah nach einem Foul die Ampelkarte, Reyad David meckerte und bekam ebenfalls von Kreutz die Gelb-Rote Karte (84.). Rot gab" s sogar für den sich warmlaufenden Björn Wickert. Auch er gab seinen Senf zur Leistung von Kreutz ab (90.). "Eine viel zu harte Strafe, Björn hat nichts Schlimmes gesagt", kritisierte Schmidt das Fingerspitzengefühl von Kreutz. "Von einem Oberliga-Schiri muss ich einfach eine andere Spielleitung erwarten." Doch nicht nur Kreutz war schuld an Karbachs erster Pleite. Das wusste Torsten Schmidt am besten.    (mbo)

FC Karbach: Bauer - M. Bernd - Schindel, Jakobs - Marder (29. Lauterbach), Ströter, Hammes, R. David - Lay, Eberhardt, Schinnen (48. A. David).
Nächste Aufgabe für Karbach: Am Samstag, 17 Uhr, in Karbach gegen Malberg.

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 7. September 2009


FCK: Maßgabe ist ein Sieg

Fußball-Rheinlandliga: Karbach beim Schlusslicht
Für Karbachs Trainer Torsten Schmidt zählen am Samstag (17.15 Uhr) nur drei Punkte, denn der Tabellenzweite FCK gastiert beim Schlusslicht SG Badem/Kyllburg.

KARBACH. Um den heißen Brei redet Torsten Schmidt nicht herum. Klar, das Gastspiel (Sa., 17.15 Uhr) beim Tabellenletzten der Fußball-Rheinlandliga, der SG Badem/Kyllburg, ist in den Augen des Trainers gewiss "eine undankbare Aufgabe" - aber Karbach ist Tabellenzweiter und das lässt Schmidt selbstbewusst werden: "Wenn man die Tabelle betrachtet, muss man von einen Sieg für uns ausgehen. Drei Punkte sind auch für mich die Maßgabe."
Dementsprechend offensiv will Karbach auch in der Eifel auflaufen. Schmidt wird wie gegen Montabaur (1:1) auf ein 3-4-3-System setzen. Auch die Anfangself dürfte sich gegenüber der Vorwoche nicht ändern. Die "Urlauber" und Außenbahnspieler Sven Lauterbach, Dave Zimmermann und Pascal Hauer sind zwar wieder daheim, doch Schmidt vertraut weiter auf Lukas Marder (links) und Reyad David (rechts).
Im Sturm muss der FCK nur noch in Badem auf den gesperrten Jan Wächter verzichten. Wächter ist nicht nur wegen seiner zwei Treffer bisher die Nummer eins im Angriff. In der Stürmerhierarchie folgt derzeit David Eberhardt, obwohl er im Gegensatz zu seinen "Konkurrenten" Daniel Lay und Tobias Schinnen (je ein Tor) nicht getroffen hat. "David ist noch nicht der Vollstrecker", hofft Schmidt auf Eberhardts Durchbruch. Ansonsten kann der Coach über den Mittelstürmer nicht meckern: "David durchläuft eine gute Entwicklung. Vor allem auf seine Kopfballstärke können wir bauen." Mit seinem Kopf hat Eberhardt bereits zwei Tore in dieser Runde vorbereitet. Auch in Badem dürften lange Bälle auf den 1,92 Meter-Mann ein erfolgsversprechendes taktisches Mittel sein.
Die Eifeler haben gegenüber der Vorsaison einen kleinen Aderlass verkraften müssen - so wechselte Torjäger Mike Schwandt nach Luxemburg - und gelten als heißer Abstiegskandidat. Schmidt hat Badem durch seinen Assistenten Antonio Ramos beobachten lassen: "Sie kämpfen bis zum Umfallen, haben aber spielerische Defizite. In Badem werden Kleinigkeiten entscheiden, denn in der Rheinlandliga sind die Unterschiede zwischen Teams, die ganz oben und ganz unten stehen, immer noch gering." Trotzdem sollte am Samstag ein Dreier für Karbach rausspringen.    (mbo)

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Freitag, 4. September 2009

FC Blau Weiß Karbachvs.TuS Montabaur29.08.2009  FC Karbach - TuS Montabaur   1 - 1 (1 - 1)

Karbach bleibt nach Remis ungeschlagen

Rheinlandliga: Gerechtes Unentschieden gegen Montabaur - Schinnen trifft
Acht Punkte aus vier Spielen hat Rheinlandligist FC Karbach nach dem Remis am Samstag gegen den TuS Montabaur auf dem Konto. In der Tabelle bedeutet das Platz zwei hinter Neu-Spitzenreiter Bad Breisig.

FC Karbach -TuS Montabaur     1:1 (1:1)

KARBACH. Soviel vorweg: Der FC Karbach bleibt in der noch jungen Fußball-Rheinlandliga-Saison weiter ungeschlagen. Gegen den TuS Montabaur holte der FCK ein 1:1 und kam damit laut Trainer Torsten Schmidt der magischen 40-Punkte-Marke einen Schritt näher.
Wäre denn auch mehr drin gewesen für Karbach? Wohl eher nicht! Dazu präsentierten sich die Hausherren vor dem Tor viel zu harmlos, ließen es an Durchschlagskraft vermissen. Hinzu kam, dass der Gast aus Montabaur fulminant und temporeich in die Partie startete und in den ersten 25 Minuten klar die Oberhand behielt. Schon in der ersten Minute sah sich TuS-Stürmer Niklas Wörsdörfer nach einer inkonsequenten Karbacher Defensivaktion alleine vor Torwart Florian Bauer, scheiterte allerdings am gut aufgelegten Schlussmann. Nur zwei Minuten später konnte der FCK gleich zwei Möglichkeiten für sich verbuchen: Zunächst scheiterte David Eberhardt am herauseilenden TuS-Keeper Jörg Probstfeld, beim anschließenden Eckball von Reyad David kam Daniel Lay frei zum Kopfball - in die Arme von Probstfeld. Besser machte es da Taifun Kayaalp auf der Gegenseite, der einen Eckball von Patrick Schmitz zum 0:1 (12.) einnickte - sträflich freistehend übrigens.
Auch nach dem Treffer taten die Gäste erst einmal mehr für die Partie und setzten sich in der Karbacher Hälfte fest. Die beste Chance hatten sie wieder nach einer Standardsituation (15.): Afrim Halili zirkelte einen Freistoß aus 20 Metern um die Mauer, Bauer war jedoch zur Stelle.
Karbach kam zwar mit zunehmender Spieldauer immer besser in die Partie und erkämpfte sich eine optische Überlegenheit, allerdings ohne wirklich effektiv zu sein. Selbst ein Dutzend Standardsituationen brachte nicht die erhoffte Gefahr. Mal zu flach, mal zu hoch, aber immer zu ungenau waren die Bälle. Am Ende war es eine schöne Kombination über drei Stationen, die den verdienten Ausgleich brachte: Langer Ball von Chris Ströter, Eberhardt verlängerte per Kopf, Youngster Tobias Schinnen vollstreckte zum 1:1 (33.) ins lange Eck.
Doch dann war es auch schon wieder vorbei mit der Karbacher Offensivherrlichkeit. Der FCK blieb zwar weiterhin spielbestimmend, aber viel zu einfallslos und entsprechend wirkungslos. "Und am Ende hatten wir dann auch noch Glück", gestand Coach Schmidt. Denn auch wenn sein Team mehr investiert hatte, die besseren Chancen konnte Montabaur verbuchen: Neun Minuten vor dem Ende musste Eberhardt den Ball von der Linie klären, zwei Minuten später verhinderte Torwart Bauer nach einem Kopfball von Thomas Diel Schlimmeres. Das wäre aber des Guten zuviel gewesen. "Es ist natürlich schade, dass wir am Ende kein Kapital aus unseren Möglichkeiten schlagen konnten, aber das Unentschieden ist schon gerecht", meinte der verletzte TuS-Spielertrainer Benedikt Lauer. Schmidt blies ins gleiche Horn: "Das Ergebnis geht in Ordnung, wir können damit gut leben." Auch seine "Hufescharrer" Schinnen, Lukas Marder und Reyad David konnten Schmidt mit ihrer Leistung überzeugen: "Klar haben sie sich bewährt. Sie wollen ja auch spielen und haben sich ihren Einsatz verdient. Tobias hat sich mit seinem Tor natürlich besonders empfohlen."   Sina Ternis
FC Karbach    1 ( 1 )
TuS Montabaur    1 ( 1 )
Karbach: Bauer - Bernd, Schindel, Jakobs, Marder, R. David, Hammes, Ströter, Lay (81. A. David), Eberhardt (86. Kensy), Schinnen.
Montabaur: Probstfeld - Die, Josza, A. Schmidt, Kayaalp, T. Schmidt, Halili, Kuch, Celik (76. Atzinger), Wörsdörfer, Schmitz.
Tore: 0:1 Kayaalp (12.), 1:1 Schinnen (33.).
.
Schiedsrichter: Timo Pick (Morbach).
Zuschauer: 259.
Besonderheiten: Gelb-Rote Karte für Kayaalp (88./Montabaur).
Nächste Aufgabe für Karbach: am Samstag (17.15 Uhr) in Badem.

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 31. August 2009


Hufescharrer des FCK sind gefordert

Rheinlandliga: Karbach muss heute daheim gegen Montabaur die Mannschaft ändern - Fünf Spieler fehlen gegen Westerwälder
Auch in den vierten Spieltag der Fußball-Rheinlandliga geht der FC Karbach als Spitzenreiter. Zu Gast ist am heutigen Samstagnachmittag (17 Uhr) der TuS Montabaur.

KARBACH. Ein Grund für die gute Zwischenbilanz von sieben Punkten aus drei Spielen ist beim Fußball-Rheinlandligisten FC Karbach der ausgeglichene und breite Kader. Diese Qualität wird heute ab 17 Uhr gegen den TuS Montabaur auf die erste harte Bewährungsprobe gestellt, denn gleich fünf Spieler stehen nicht zur Verfügung.
Jan Wächter ist nach seiner Roten Karte im Burgbrohl-Spiel gesperrt, Pascal Hauer ist privat verhindert, Jürgen Krohn ist verletzt, Sven Lauterbach und Dave Zimmermann sind in Urlaub. "Das ist die Gelegenheit für die Spieler, die noch nicht so zum Zug kamen und mit den Hufen scharren", nimmt FCK-Trainer Torsten Schmidt die Ausfälle als sportliche Herausforderung. "Ich bin überzeugt, dass die Spieler, die reinkommen werden, das können", genießen die Nachrücker das volle Vertrauen ihres Trainers. Auf die drei in der Startformation vakanten Positionen dürften Reyad David, Tobias Schinnen und Lukas Marder nachrücken.
Die Tabellenführung sieht Schmidt mit gemischten Gefühlen. "Natürlich gibt uns diese Konstellation Selbstvertrauen und wir können mit breiter Brust ins Spiel gehen, aber sie bringt dem Gegner auch zusätzliche Motivation."
Die Westerwälder stuft der FCK-Trainer trotz der Abgänge von Nenad Lazarevic und Norman Olck als "eine gewachsene Mannschaft mit vielen gestandenen Rheinlandliga-Spielern" ein. Starke Konter, gutes Passspiel und Kopfballstärke nennt Schmidt als die Trümpfe des Gastes. Dem wollen die Karbacher die gewohnte Laufbereitschaft und Leidenschaft entgegensetzen. "Auf diesem Weg müssen wir in unser Spiel kommen", instruiert Schmidt seine Fußballer. Also genau so wie die Hunsrücker zuletzt in Burgbrohl den 0:2-Rückstand wettgemacht haben. Apropos Burgbrohl: Eine Torwartdiskussion wird es beim FCK nicht geben, auch wenn Florian Bauer beim 0:1 patzte. "Er weiß, dass es sein Fehler war. Aber er hat in den anderen Spielen und auch anschließend in Burgbrohl prima gehalten", stärkt ihm sein Trainer den Rücken. Bei erst zwei Gegentoren in drei Spielen spricht auch die Statistik für den jungen Schlussmann.   (pk)

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Samstag, 29. August 2009

SpVgg Burgbrohlvs.FC Blau Weiß Karbach22.08.2009  Spvgg Burgbrohl - FC Karbach   2 - 2 (1 - 0)

Karbach wird spät belohnt

Fußball-Rheinlandliga: FCK-Remis in 92. Minute
Fußball-Rheinlandligist FC Karbach machte aus einem 0:2 bei der Spvgg Burgbrohl noch ein Remis. In der Nachspielzeit traf Sven Schindel für die Unterzahl spielenden Gäste.


SpVgg Burgbrohl -FC Karbach     2:2 (1:0)


BURGBROHL.
Der FC Karbach bleibt nach der englischen Woche in der Fußball-Rheinlandliga weiter ungeschlagen. Bei der SpVgg Burgbrohl lagen die Hunsrücker schon 0:2 zurück, gaben der Partie aber noch mal eine Wende und feierten vor 150 Zuschauern am Ende einen verdienten Punktgewinn. Das brachte Burgbrohls Schlussmann Michael Berg gehörig auf die Palme: "Da geben wir das Spiel aus der Hand und lassen uns im eigenen Stadion so hinten reindrängen."
Bei den Gästen hingegen war die Freude groß, auch wenn es spielerisch vor allem zu Beginn noch holperte. Doch besonders in der zweiten Halbzeit setzte der Gast energisch auf die Karte Angriff. Dafür wurden er belohnt - und das sogar in Unterzahl, nachdem Jan Wächter nach einer Tätlichkeit die Rote Karte gesehen hatte (86.). In der zweiten Minute der Nachspielzeit gelang Sven Schindel nach einer Freistoß-Vorlage von Mirko Bernd per Kopf das 2:2. "Ich habe genau auf diese Hereingabe spekuliert", berichtete der Torschütze, der das Leder in die Maschen wuchtete. Dass die Brohltaler bei ihrem zweiten Heimauftritt viel schuldig geblieben und gegen zehn Karbacher nicht über einen Punktgewinn hinausgekommen sind, bemängelte auch der Brohltaler Co-Trainer Dinko Bicvic: "So lange wir Fußball gespielt haben, waren wir die klar bessere Mannschaft. Wir wollten das Ergebnis nach dem 2:0 aber wohl nur noch verwalten."
Beide Teams hatten zunächst eine längere Anlaufzeit gebraucht. Eine Standardsituation und ein Torwartfehler des Karbachers Florian Bauer halfen den Hausherren auf die Sprünge: Einen harmlosen Freistoß ließ Bauer abprallen, und Martin Zerwas erzielte das 1:0 (15.).
Burgbrohl übernahm in danach zwar zunehmend die Kontrolle, im Angriff aber fehlte die Durchschlagskraft. Einzig Sebastian Mintgen und der schnelle Stefan Krämer hielten die gegnerische Abwehr auf Trab.
Von Karbach kam zunächst wenig, allerdings hatte Daniel Lay per Kopf noch vor der Pause die größte Chance der ersten 45 Minuten, zielte aber zu hoch.
Nach der Pause wurde es schlagartig munterer. Zunächst scheiterte Marcel Thelen an der Latte (51.), ehe Tobias Wirtz das 2:0 gelang (53.). Nur 60 Sekunden später bugsierte Jan Wächter (54.) den Ball aus dem Gewühl zum 1:2 in die Maschen. Der Treffer blieb nicht ohne Wirkung. Burgbrohl reagierte nun übernervös, leistete sich zahlreiche Fehlpässe und agierte bei Kontern eher plan- und ideenlos. Ganz anders der FC Karbach, der Burgbrohl düpierte und in der Nachspielzeit den verdienten Lohn kassierte. "Meine Mannschaft glaubt an sich - auch nach einem deutlichen Rückstand. Sie hat sich auch heute nie aufgegeben", befand Karbachs Trainer Torsten Schmidt.    Horst Bach


FC Karbach: Bauer - Schindel, Jakobs, Hammes (75. R. David), Eberhardt, Ströter, Wächter, Zimmermann (62. Schinnen), Lay, Bernd, Marder (61. Lauterbach).


Nächste Aufgabe für Karbach: am Samstag (17 Uhr) gegen Montabaur.

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 24. August 2009


"Schmidteinander" ist Karbachs Plus


Fußball: FCK-Trainer sieht im Mannschaftsgeist den Schlüssel zum optimalen Start - Spitzenreiter gastiert heute in Burgbrohl
Tabellenführer - na und? Karbachs Trainer Torsten Schmidt nimmt die aktuelle Platzierung seiner Mannschaft in der Fußball-Rheinlandliga mit Wohlwollen zur Kenntnis. Mehr auch nicht. Am heutigen Samstag (18 Uhr) geht es zum dritten Punktspiel bei der Spvgg Burgbrohl, die in der vergangenen Saison lange Zeit Zweiter war und auf Rang fünf zurückfiel.


KARBACH.
Zwei Spiele, sechs Punkte, 4:0 Tore - der Start des FC Karbach in die Rheinlandliga-Runde 2009/10 hätte kaum besser sein können. Für Trainer Torsten Schmidt ist das nur eine Momentaufnahme. Nachhaltiger als diese ganz frühe Zwischenbilanz ist für ihn, wie sich seine Mannschaft bisher präsentiert hat - und wie sie auch heute in Burgbrohl auftreten soll.
"Wir wissen die Tabellenführung richtig einzuordnen. In der letzten Saison hatte Mündersbach nach drei Spielen neun Punkte und ist später abgestiegen", warnt Schmidt Spieler und Anhänger vor Euphorie.
Die Karbacher sind dennoch auf einem guten Weg, den Mündersbachern nachzueifern. Aber nur was den optimalen Start angeht. Nach den beiden Gegentor-freien Partien gegen Mülheim-Kärlich und am Mittwoch gegen Lahnstein bringt derzeit niemand den FCK mit dem Thema Abstieg in Verbindung. Das liegt zum einen an der sicheren Abwehr um ihren Chef Mirko Bernd, zum anderen am Team insgesamt. "Die geschlossene Mannschaftsleistung ist der Schlüssel zum Erfolg. Es herrscht das Bewusstsein, dass jeder am Spiel teilnehmen muss", bemüht Schmidt eine Reminiszenz an Ex-Bundestrainer Berti Vogts, der beim EM-Titel 1996 die Mannschaft zum Star erklärte.
Der Kader des Spitzenreiters ist ausgeglichener als in der letzten Saison. "Man kann nahtlos wechseln", freut sich Schmidt und nutzt diese Option für taktische Pläne. Den wechselnden Strategien fiel am Mittwoch Riyad David (zugunsten von David Eberhardt) zum Opfer. Da die Maßnahme Erfolg brachte, könnte es auch in Burgbrohl - trotz der beiden Siege - wieder Wechsel auf ein oder zwei Positionen geben. Welche, das behält der Karbacher Trainer lieber für sich. Schließlich will er dem Gegner mit Vorabinformationen nicht in die Karten spielen.
Auch wenn Burgbrohl nach Schmidts Ansicht mit dem jungen Florian Stein einen wichtigen Spieler verloren hat und das jüngste 0:0 in Neitersen sowie das knappe 1:0 gegen Bad Breisig nicht unbedingt für die Spvgg sprechen, hält der Karbacher Coach Burgbrohl für eine Mannschaft, die mit "genügend überdurchschnittlichen Spielern besetzt und offensivstark" ist.    (pk)

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Samstag, 22. August 2009

FC Blau Weiß Karbachvs.SG Eintracht Lahnstein19.08.2009   FC Karbach - SG Lahnstein   3 - 0 (2 - 0)

Karbach landet zweiten Sieg im zweiten Spiel

FC Karbach - Lahnstein

Fußball-Rheinlandliga: SG Lahnstein findet nicht die richtigen Mittel gegen die Taktik der Hausherren - Lay gelingt erneut ein schönes Tor
Der FC Karbach bleibt in der Erfolgsspur. Dem 1:0 in Mülheim-Kärlich ließen die Hunsrücker gestern Abend ein 3:0 im ersten Heimspiel gegen Lahnstein folgen.

FC Karbach -SG Lahnstein    3:0 (2:0)

KARBACH. Einen Schönheitspreis gewannen die Karbacher Rheinlandliga-Kicker gestern Abend beim 3:0 gegen Lahnstein nicht. Dafür aber drei wichtige Punkte.
Lediglich auf einer Position änderte der Karbacher Trainer Torsten Schmidt die Startaufstellung gegenüber der Startaufstellung bei der Saisonpremiere in Mülheim-Kärlich. David Eberhardt spielte für Riyad David. Eine gute Wahl, denn Eberhardt war in der ersten Halbzeit ein ständiger Unruheherd und setzte die SG-Abwehr mit seiner Kopfballstärke unter Druck. Auch am frühen 1:0 der Karbacher in der zwölften Minute war ein Kopf maßgeblich beteiligt, aber nicht der von Eberhardt. Jan Wächter köpfte einen Freistoß von Mirko Bernd aus kurzer Distanz an die Unterlatte und ins Tor.Mirko Bernd beim Elfmeter
Karbach spielte im ersten Durchgang ansehnlich und konzentriert, Lahnstein suchte lange Zeit vergeblich nach einer Linie und kam erst vor der Pause stärker auf. Was auch Trainer Stephan Krautkremer nicht entgangen war. Schon früh schickte er zwei Spieler zum Warmlaufen. Lediglich ein abgefälschter Schuss von Marc Krause brachte das FCK-Tor in Gefahr. Krautkremer machte seinem Unmut mit einem Doppelwechsel nach der Pause Luft. Am Spiel seiner Mannschaft änderte sich aber wenig. Karbach behielt die Partie unter Kontrolle. Erst recht nachdem Daniel Lay erneut mit einem schönen Treffer das 3:0 (53.) markiert hatte. Erst tanzte er zwei Lahnsteiner aus und schlenzte den Ball dann in den Winkel. Zwei Kopfbälle von Yannik Koerner waren die einzig nennenswerten Offensivaktionen der SG.
"Das Spiel war für die Zuschauer heute nicht so attraktiv, aber wir haben die richtigen taktischen Mittel gewählt, indem wir auf David Eberhardt in der Mitte gespielt haben. Er hat ein tolles Spiel gemacht", fasste FCK-Trainer Torsten Schmidt die Partie zusammen.

Armin Bernd/Peter Kuntz

 

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Donnerstag, 20. August 2009

FC Karbach    3 ( 2 )
SG Lahnstein    0 ( 0 )
FC Karbach: Bauer - Schindel, Jakobs, Hauer (46. Marder), Hammes, Wächter, Zimmermann, Lay (59. Schinnen), Bernd, Ströter, Eberhardt (70. R. David).
SG Lahnstein: Müller - Borchert, Lauer (73. Kurt), Lazarevic, Krause, Bührmann (46. Felgner), Emeka, Akkaya, Cift, Roll (46. Niederprüm), Koerner.
Schiedsrichter: Dirk Huster (Kasdorf).
Zuschauer: 492.
Tore: 1:0 Wächter (12.), 2:0 Bernd (41., Foulelfmeter), 3:0 Lay (53.).
Nächste Aufgabe des FC Karbach: am kommenden Samstag (18 Uhr) in Burgbrohl.


Karbach muss noch zulegen


Fußball: Gast Lahnstein hat ein anderes Kaliber
Jeweils mit einem Sieg haben der FC Karbach und die SG Lahnstein die Rheinlandliga-Saison eröffnet. Am Mittwoch stehen sich die beiden Mannschaften um 19 Uhr am zweiten Spieltag auf dem Karbacher Quintinsberg gegenüber.


KARBACH.
Die meisten Trainer der Rheinlandliga-Mannschaften notierten bei einer Befragung vor der Saison die SG Eintracht Lahnstein auf ihrer Favoritenliste. Nicht so Torsten Schmidt, Coach des FC Karbach. Was jedoch nicht heißt, dass er die Eintracht nicht zu den Topmannschaften der Liga zählt. "Ich denke, dass andere Mannschaften stärker zusammengewachsen sind", begründet Schmidt sein von vielen Kollegen der Trainerzunft abweichendes Ranking.
Wo es gerade um Ranglisten geht: Schmidt stuft die Lahnsteiner in der Rheinlandliga-Skala "klar stärker" ein als Aufsteiger SG Mülheim-Kärlich, den die Karbacher zum Ligaauftakt mit 1:0 bezwungen haben. Folglich müssen die Hunsrücker, um dem ersten gleich den zweiten Sieg folgen zu lassen, gegen Lahnstein eine Schippe drauflegen.
Konkret heißt das: noch ein bisschen mehr rennen, noch ein bisschen mehr kämpfen - denn "wir sind noch nicht in der Lage, einen Gegner alleine mit spielerischen Mitteln zu bezwingen", so Schmidt. Aber auch fußballerisch wird der FCK um eine "Zugabe" gegenüber dem Mülheim-Spiel nicht herumkommen.
Lahnstein ist eine gestandene Rheinlandliga-Mannschaft und hat vor der Saison in den Personen von Marc Krause und Nenad Lazarevic beachtlich in sein Personal-Portfolio investiert. Torsten Schmidt stimmt nicht nur deshalb der Ansicht seines Lahnsteiner Kollegen, des Ex-Hausbayers Stephan Krautkremer, zu, dass die Eintracht gegenüber der vergangenen Saison variabler geworden und noch schwieriger auszurechnen ist. Die Stärken der SG sieht Schmidt in deren Offensive. Die Eintracht-Abwehr wackelte am ersten Spieltag hingegen in der Anfangsphase beträchtlich, als die Gäste aus Neitersen schon nach zehn Minuten mit 2:0 vorne lagen. Mit ähnlichem Hurra-Fußball wie die Westerwälder will Schmidt die Lahnsteiner aber nicht unter Druck setzen. "So etwas über 90 Minuten durchzuhalten, das muss man erst mal hinkriegen. Wenn das nicht gelingt, hat man ja gesehen, wie es enden kann", ruft der FCK-Trainer den weiteren Spielverlauf ab, als Lahnstein die Partie schon in der 50. Minute mit 4:2 gedreht hatte und schließlich 4:3 gewann.
Kontrollierte Offensive heißt daher das Karbacher Rezept. Ob dafür, wie in Mülheim-Kärlich, wieder drei Stürmer in vorderster Reihe stehen, hängt von der taktischen Staffelung des Gegners ab. Gleiches gilt für das andere "Ende" der Mannschaft. Erneut Libero oder Viererkette in der Abwehr - auch das lässt Schmidt offen.
Kein Geheimnis macht der FCK-Coach daraus, dass annähernd die gleichen Spieler zum Zug kommen, die schon in Mülheim-Kärlich auf dem Mannschaftsbogen standen. Viel Grund, mit seinen Spielern ins Gericht zu gehen, hatte Schmidt am Freitag ja auch nicht. "Das war für das erste Spiel schon ganz ordentlich", freute er sich über die Leistung und die drei Punkte.
Den gleichen Ertrag wollen die Karbacher am Mittwoch wieder erzielen. Nicht, dass ihr Trainer seine persönliche Favoritenliste doch noch schnell um die SG Lahnstein erweitern müsste.    (pk)

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Dienstag, 18. August 2009

SG 2000 Mülheim Kärlichvs.FC Blau Weiss Karbach14.08.2009  Mülheim-Kärlich - FC Karbach   0 - 0 (0 - 1)
FCK feiert Lays Traumtor


Rheinlandliga: Karbach-Sieg vor 700 Zuschauern
38 Jahre lang hatten die Verantwortlichen der SG Mülheim-Kärlich auf die Rückkehr in die höchste Spielklasse des Fußballverbandes Rheinland warten müssen. Zum Saisonstart setzte es dann vor der stattlichen Kulisse von 700 Zuschauern gegen den FC Karbach eine Niederlage. Ausgerechnet der Ex-Mülheim-Kärlicher Daniel Lay entschied die Begegnung in der Schlussphase mit einem Traumtor im Alleingang.


SG Mülheim-Kärlich -FC Karbach    0:1 (0:0)


MÜLHEIM-KÄRLICH. 84 Minuten lang hatte es gestern Abend beim Saisoneröffnungsspiel der Fußball-Rheinlandliga zwischen dem Aufsteiger SG Mülheim-Kärlich und dem FC Karbach vor 700 Zuschauern nach einem torlosen Unentschieden ausgesehen. Doch dann entschied ausgerechnet der 2008 von der SG zum FC Karbach gewechselte Daniel Lay die Begegnung mit einem Treffer Marke Traumtor (84.). Nach einem weiten Flankenball von Dave Zimmermann - Mülheims Abwehrchef Timo Theisen hatte den Ball unterlaufen - lag Lay quer in der Luft und drosch den Ball per Fallrückzieher und unhaltbar für SG-Schlussmann Michael Wall ins lange Eck.
"Das ist natürlich Ironie des Schicksals. Bis dahin war es ein typisches Eröffnungsspiel. Aber dann machen wir eben den entscheidenden Fehler", analysierte der Mülheim-Kärlicher Trainer Thomas Theisen treffend. Erst danach lösten sich bei beiden Mannschaften die Fesseln. Jan Wächter hätte nur zwei Minuten später auf 2:0 erhöhen können, ehe die SG 2000 Mülheim-Kärlich in den Schlussminuten alles auf eine Karte setzte und auf den Ausgleich drängte - ohne den durchschlagenden Erfolg. "Mit der Defensivleistung bin ich zufrieden. Nach vorn haben wir 84 Minuten lang zu verhalten agiert und nicht die Läufe ohne Ball getätigt", so Übungsleiter Theisen.
Bis zum Siegtreffer der Gäste ereignete sich beinahe nichts. Weder Wall noch sein Karbacher Pendant Florian Bauer konnten sich auszeichnen. Karbachs Libero Mirko Bernd und seine Manndecker Sven Jakobs und Sven Schindel sowie die Mülheimer Innenverteidigung um Theisen und den starken Debütanten Kai Euler waren stets Herr der Lage. Farbe brachte lediglich der Unparteiische Hermann Condné aus Gillenfeld ins Spiel, als er zunächst Karbachs Reyad David mit Gelb-Rot vom Feld schickte (65.) und zehn Minuten darauf Mülheims Jan Alsbach - beide wegen wiederholten Foulspiels. "Wir hatten nach Karbachs Gelb-Roter Karte alle Trümpfe in der Hand", ärgerte sich Theisen. "Das darf dem Jan nicht passieren, das weiß er - aber er wird das mehrfach in der Saison wieder gutmachen", ärgerte sich Theisen, der seinem Stürmer beim Verlassen des Platzes keines Blickes würdigte.
FC-Coach Torsten Schmidt strahlte nach dem Schlusspfiff naturgemäß: "Ich hatte immer das Gefühl, dass wir noch ein Tor schießen könnten. Ich denke, dass wir den Sieg verdient haben - auch weil wir in Sachen Aufstellung mit drei echten Stürmern mehr gewagt haben als die Gastgeber." Und zum Tor sagte Schmidt: "Es freut mich für Daniel. Er hat eine lange Leidenszeit hinter sich."   David Geisbüsch

 

Mülheim-Kärlich: Wall, Fröhlich (86. Wiersch), Theisen, Alsbach, Lütkemeier, Knöll, Euler, Kremer, Sasic (77. Lindenau), Steffes, Külahcioglu (73. P. Wagner).

Karbach: Bauer, Schindel, Jakobs, Hauer (79. Eberhardt), Hammes, Wächter (89. Marder), Zimmermann, Lay (90. Schinnen), David, Bernd, Ströter.

Schiedsrichter: Herman Condné (Gillenfeld).

Zuschauer: 700.

Tor: Lay (84.).

Besonderheiten: Gelb-Rot für Reyad David (65., Karbach); Gelb-Rot für Jan Alsbach (75., Mülheim-Kärlich).

Nächste Aufgabe für Karbach: am Mittwoch, 19 Uhr, gegen Lahnstein.

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 17. August 2009


Schmidt ist trotz Test-Debakel guter Dinge


Fußball-Rheinlandliga: Karbach fängt heute beim Aufsteiger Mülheim-Kärlich an - Biller operiert


KARBACH.
Nicht nur in Emmelshausen, auch in Mülheim-Kärlich werden heute (19.30 Uhr) Hundertschaften von Fußballfans erwartet: Zum Start der Rheinlandliga empfängt der Neuling und Bezirksliga-Mitte-Meister SG Mülheim-Kärlich seinen Titel-Vorgänger FC Karbach.
Die Vorderhunsrücker haben das erste Jahr im Verbandsoberhaus letztlich gut über die Bühne gebracht. Ob Mülheim nach 38 Jahren Abstinenz eine erfolgreiche Rückkehr in die Rheinlandliga hinlegt, daran scheiden sich die Geister. Nach dem Abgang des 42-jährigen Knipsers Markus Pickenhahn (hilft nur noch im Notfall aus), der schweren Knieverletzung des pfeilschnellen Stürmers Kevin Urbatzka und dem verkündeten Karriere-Ende von Linksverteidiger Patrick Wagner (sitzt heute aber als Stand-by auf der Bank) hat Mülheim an Torgefährlichkeit, Tempo und Standardstärke verloren. Für viele ist die SGM ein Abstiegskandidat, für Karbachs Coach Torsten Schmidt nicht: "Diese Ausfälle hat Mülheim adäquat ersetzt. Sie haben noch genügend starke Spieler, die früher auch höherklassig gespielt haben. Das wird eine schwere Kiste für uns."
Wie Mülheim heute auflaufen wird, das kann sich Schmidt denken. Die Elf vom 4:0-Testspielsieg in Biebern hat das Vertrauen von SGM-Coach Thomas Theisen gewonnen. Dem 4-4-2-System der Mülheimer setzt Schmidt vermutlich eine Taktik mit drei Stürmern und einem Libero entgegen. Das 0:8 im Härtetest gegen Mittelrhein-Landesligist VfL Alfter hat seine Spuren auch im System hinterlassen. Schmidt: "Nach sieben Wochen Vorbereitung fehlt in diesen Testspielen oft der letzte Kick. Heute werden wir eine andere Karbacher Mannschaft sehen."
Die größten Personalfragen stellen sich im Sturm und auf der linken Außenbahn: Wer greift mit Jan Wächter die vor allem auf links wacklige Mülheimer Abwehr an? Die Kandidaten heißen Tobias Schinnen, David Eberhardt und Daniel Lay. Wer kommt zudem über links? Die offensiveren Lukas Marder und Dave Zimmermann oder der defensivere Pascal Hauer? Die Antwort kennt nur Schmidt: "Ich habe meine Elf im Kopf."
18 FC-Akteure stehen heute auf dem Spielberichtsbogen. Vier Spieler haben den Sprung in den Kader nicht gepackt. Für Björn Wickert und Carsten Harmel käme ein Einsatz nach ihren teils schweren Verletzungen noch zu früh, Neuzugang Aschur David soll sich erst in der Reserve beweisen. Bitter ist der Ausfall von Mike Biller: Der Ex-Bopparder hat sich gestern einer Knie-Operation unterzogen und fällt mehrere Wochen aus.
Und auch Karbachs 23. Mann läuft heute nur in Zivil auf. Der bald 40-jährige Torsten Schmidt will seine Schuhe in der Rheinlandliga eigentlich nicht mehr anziehen: "Die Jungs machen das auch ohne mich." Doch sobald die ersten Misserfolge kommen, werden die Rufe nach Schmidt lauter. Ein guter Auftakt heute Abend in Mülheim-Kärlich würde die Bedenken der Karbach-Fans nach den schwachen Testspielen wegwischen.    (mbo)

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Freitag, 14. August 2009